Ja, ist schon eine Weile her. War ein 4* Stadthotel in Berlin.
Ein wahnsinnig harter Job.
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Thema: Trinkgeld im Hotel
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18.02.2009, 15:58Inaktiver User
AW: Trinkgeld im Hotel
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19.02.2009, 01:09
AW: Trinkgeld im Hotel
Zimmermädchen ist nicht nur hart von der Arbeit her sondern auch von den Zimmern. Ich glaube, es kann sich keiner vorstellen, was für "Schweine" manche Gäste sind.
Aus Interesse habe ich mal 1 Woche als Zimmermädchen gearbeitet. So wußte ich was für eine Arbeit es ist und ich konnte die Mädchen besser verstehen und unterstützen. Ich war froh wie die Woche vorbei war und noch froher war ich, daß meine Ausbildung es mir erlaubt hat, als Personalmanagerin zu arbeiten.
Aber trotz dieses Wissens oder vielleicht gerade deswegen, gebe ich nur Trinkgeld, wenn die Leistung über das übliche hinaus ist.
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19.02.2009, 11:47Inaktiver User
AW: Trinkgeld im Hotel
Ja, in kaufkraftähnlichen Ländern kein Thema. Aber wenn im ganzen Flughafentrubel der Kofferträger für einen Koffer denselben Betrag verlangt, wie in diesem Land ein Lehrer am ganzen Tag verdient, ist das nicht ok. Ich meine das nicht, weil mir der Preis weh täte, sondern weil ich damit helfe, eine soziale Schieflage aufzubauen, indem ich durch mein Verhalten falsche Prioritäten fördere.
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19.02.2009, 12:30
AW: Trinkgeld im Hotel
@ Uli_F
da kann ich dir nur recht geben.
Wenn man ungefähr den Durchschnittsverdienst in den Ländern weiß, ist man weitaus vorsichtiger mit dem Trinkgeld und dem Bezahlen einiger Leistungen.
In Indonesien ist für einen Tageslöhner minimum IDR 21.000 zu zahlen. Das bedeutet 8 Stunden harte Arbeit für ungefähr € 1,50 - € 2,00. Monatslöhne für qualifizierte Leute wie Lehrer, Reception mit Fremdsprachenkenntnissen je nach Gegend um die IDR 450.000 - 1.500.000 und dann möchte ein Kofferträger womöglich € 1-2 für einen Koffer? Da stimmt das Verhältnis dann überhaupt nicht mehr.
Ich habe mal auf Bali einige Wochen auf Freiwilligenbasis in einer sehr angesehenen Hotelfachschule unterrichtet (englisch und Hotelmanagement). Dort habe ich die Studenten dann gefragt, was später ihr berufliches Ziel sei. Fast 50 % der Studenten haben als Antwort "Roomboy" gegeben. Mein Argument, daß man für so einen Job nicht eine teure Hotelfachschule zu besuchen braucht, zog nicht. Ihr Argument war: Da bekommt man am meisten Trinkgeld!


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