Hallo,
ich brauche euren Rat![]()
Meine Nichte, gerade 20 J. alt geworden, alleinerziehend, ein Sohn 6 Monate alt, wohnt ein Stockwerk über mir mit ihren Eltern.
Sie ist arbeitslos und hat vor ca. 3 Monaten den Vater des Kindes verlassen.
... und sie zockt den ganzen Tag irgendwelche Onlinespiele im I-Net und lässt dabei ihren Sohn in einer Wippe den ganzen Tag fernsehen.
Sie geht ganzganz selten mit ihm vor die Türe und lässt ihn auch oft gaanz lange schreien.
Sagt mal, was würdet ihr tun, würdet ihr euch einmischen und mal was dazu sagen, oder soll ichs einfach "gut" sein lassen und meinen Mund halten![]()
Irgendwie hab ich bei der ganzen Geschichte ein ziemlich schlechtes Gefühl![]()
Danke für eure Antworten
![]()
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 66
Thema: Meine Nichte und ihr Baby
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02.07.2008, 10:41
Meine Nichte und ihr Baby
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02.07.2008, 10:54
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Was machen denn die Eltern, die wohnen doch mit deiner Nicht in der Wohnung oder? Kannst du vielleicht mit ihr zu einer Erziehungsberatung gehen oder die Eltern? Was macht der Vater des Babys, ist da noch Kontakt da?
Ideal hört sich das nicht an, was du schreibst...
LG
Mittwoch
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02.07.2008, 10:54Inaktiver User
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Ich würde sie ansprechen. Lad sie doch mal zu dir zu ner Tasse Kaffe e ein, und sage ihr, was dich beschäftigt und dass du dir Gedanken um sie und den Kleinen machst, dass du angst hast, dass sie alleine nicht so gut zurechtkommt, ob sie vllt hilfe braucht...
Dann lass sie ein bisschen erzählen, wie es ihr so geht, vllt fühlt sie sich überfordert / alleine / ...
Neulich habe ich bei uns in der Zeitung von einem Projekt gelesen, dass es mitlerweile in verschiedenen (Klein-)Städten gibt. Dort unterstützen Seniorinnen / ältere Frauen junge Familien stundenweise, indem sie z.b. babysitten wenn die Mama mal ne Auszeit braucht. Oder sie holen zweimal die Woche das Kind aus dem Kindergarten und kochen mit ihm Mittagessen, oder sie gehen auf den Spielplatz. Außerdem entwickeln sie sich im Idealfall zu einer Ansprechpartnerin für die (alleinerziehenden) Eltern, die vllt sonst niemanden haben und so völlig ungezwungen über ihre Sorgen und Nöte sprechen können.
Ich kann mir vorstellen, dass deine Nichte bei ihren Eltern nicht so wirklich "nachfragen" kann, dass sie dort zwar wohnt, aber das Verhältnis (wegen der "frühen" Schwangerschaft) nicht so besonders gut ist.
Selbst wenn deine Nichte keine Ausblidung hat, köntest du sie z.b. mal zum Arbeitsamt begleiten, da kann sie dann Wohngeld etc beantragen und schließlich in eine eigene Wohnugn ziehen. Zahlt der KV denn Unterhalt für sein Kind? Bei der Arbeitsagentur bekommt sie ja auch Unterstüzung bei der Suche nach einem Job, sowie Hilfe bei der Kinderbetreuung.
Ich wünsche euch beiden viel Erfolg
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02.07.2008, 11:03
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Naja, wir verstehen uns nicht soo sonderlich gut
Zitat von Mittwoch
Und die Eltern üben anscheinend null Einfluss aus. Deswegen ist ja für mich so schwierig. Soll ich mich einmischen, obwohl es die eigenen Eltern nicht tun?
Die Eltern lassen meine Nichte und ihr Baby eigentlich immer alleine. Gut, unter der Woche müssen sie arbeiten und die Wochenenden verbringen sie wo anders. Alles so schwierig...
Aber das Baby tut mir halt leid ...
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02.07.2008, 11:06Inaktiver User
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Zitat von Stormwind
JA! Aber: Du sollst dich einmischen, WEIL die Eltern es nicht tun!!
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02.07.2008, 11:10
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Die junge Frau könnte depressiv sein. Wäre nicht der erste Fall. Wenn sie das Baby lange schreien lässt, könnte das auf Überforderung (und Handlungsunfähigkeit) der Mutter hindeuten.
Bitte schau nicht weg! Bitte trete mit ihr in Kontakt. Falls ich richtig liege, solltest du ihr aber nicht direkt Hilfe anbieten, das könnte ihre Verzweiflung nur noch vergrößern und Abwehr provozieren. Eine Einladung zu dir mitsamt Baby ist doch eine tolle Idee. Da könntest du auch gleich mal schauen, ob das Kind ok ist.
Falls sie die Einladung wiederholt ablehnt, sei bitte alarmiert.
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02.07.2008, 11:35
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Mit den Eltern oder auch mit der Nichte? Stimme Heureka zu, deine Nichte wäre nicht die erste mit Wochenbettdepression und bestimmt auch nicht die erste überforderte Mutter (deswegen erwähnte ich ja die Erziehungsberatungsstelle, dort gibt es normalerweise auch Kurse für Eltern, z.B. positive parenting p. und und und).
Zitat von Stormwind
Vielleicht hängt sie auch in so einer unstrukturierten Lebensschleife fest (keine soziale Kontrolle, arbeitslos, kein Partner), dann könnte ihr z.B. auch eine berufliche Wiedereingliederungsmaßnahme helfen (viele Jugendliche "verlernen" ohne feste Tagesstruktur von außen, sich eine Struktur von innen zu geben, mit 20 zähle ich deine Nichte noch als Jugendliche).
Hat sie Schulabschluss und/oder Ausbildung? Wenn nicht, wäre das ja auch anzugehen/zu planen. Selbst wenn nicht gleich etwas daraus wird, aber es gibt dem Leben Perspektive.
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02.07.2008, 11:41
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Ich wuerde meine Hilfe in Form von stundenweisem Babysitten anbieten, das waere m.M. nach eine prima Einmischung ohne dass Du da jemandem auf die Fuesse trittst


PischtiMan sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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02.07.2008, 11:53
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Sie hat mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung als Bürokauffrau. Wurde aber nach der Ausbildung nicht übernommen und wurde schwanger. Seitdem ist sie arbeitslos.
@ Pischti_H:
warum soll ich mich denn zum stundenweisen Babysitten anbieten? Ich geh arbeiten, hab selbst ne Tochter und sie sitzt doch den ganzen Tag zuhause rum. Sorry, aber das werde ich nicht tun. Ausserdem was soll sich dadurch ändern?
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02.07.2008, 12:02
AW: Meine Nichte und ihr Baby
Das ist doch schon mal super (und mehr als meine Jugendlichen bei mir auf der Arbeit mitbringen). Verstehst du dich mit ihr? Dann würde ich sie zu dir einladen (=dann muss sie den Hintern hochkriegen und wenn's nur für ein Stockwerk ist) und vorsichtig auf's Thema kommen. Wie geht es ihr? Wie kommt sie zurecht? Geht sie in eine Krabbelgruppe? Geht sie ab und zu in ein Mütterzentrum (falls es das bei euch gibt)? usw. usw.
Zitat von Stormwind
Als Tante - noch dazu im gleichen Haus lebend - empfinde ich das nicht als übergriffig sondern als fürsorglich. Vom Babysitten würde ich auch Abstand nehmen, sie soll ja mit ihrem Baby aktiv werden und nicht noch die Möglichkeit haben, es auszulagern (um Ruhe vorm Rechner zu haben). Natürlich vorausgesetzt, sie hat keine Depression o.ä.


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