Seit zwei Jahren bin ich allein erziehend. Wir pflegen mit unseren Töchtern (13 und fast 11) das normale BEsuchsprogramm. Alle zwei Wochenenden, ungefähr die Hälfte der Ferien und auch zwischendurch kann der Papa seine Mädels jeder Zeit sehen.
Ich unterstütze den Kontakt sehr. Es läuft bei den Besuchen aber nicht so rund, von anfang an eher holprig. Denn beim Papa gibt es nun ein anderes Leben - er ist auch anders, als sie es von uns kennen. Die Neue ist diejenige, deretwegen er uns verlassen hat, und das ist der Knackpunkt.
Nach 2 Jahren nun fangen die beiden an zu rebellieren. Meine Große war vor Kurzem 3 Wochen beim Papa, weil sie streitereien mit dem Papa hatte. Sie wollten sich auf diese Weise besser kennen lernen (! nach 13 Jahren). In meinen Augen war die Intention des Vaters auch, zu versuchen unser Kind ein wenig "auf seine Seite" zu ziehen.
Nun will auch sie nicht mehr hin. Ich weiß, dass beide ihren Papa sehr lieben. Ihn würden sie auch gerne sehen, aber die Partnerin eben nicht. Er weiß schon von diesem Problem am Rande.
Was soll ich tun? Vor zwei Wochen beim Papa-Wochenende waren sie auch nicht bei ihm, weil wir einen Wochenend-Ausflug gemacht. Nun sind also 4 Wochen um und es wird morgen echt hart. Dann kommen nun auch noch die 3 Wochen Sommerferien und die wollen nicht.
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Ergebnis 1 bis 10 von 16
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26.06.2008, 23:35
Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
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27.06.2008, 00:49Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Du wirst die Meinung deiner Töchter nicht ändern können.
Wenn sie nicht zum Vater gehen wollen könnt ihr sie nicht zwingen. Mit der Zeit werden sie sich daran gewöhnen, dass es im Leben des Vaters eine neue Frau gibt. Hast du es denn für dich akzeptiert?
Wenn dem Vater etwas daran liegt den Kontakt zu seinen Töchtern aufrecht zu halten muss er reagieren.
Wohnt er denn mit der Neuen zusammen?
Wenn ja, dann könnte er doch wenigstens einen Urlaub nur mit den Töchtern vorschlagen!
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27.06.2008, 07:56
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
sprich mit dem papa und erkläre ihm deine situation.
vielleicht könnt ihr aber in einem gemeinsamen gespräch einen anderen besuchsmodus finden - vorübergehend - der den kindern ermöglicht, den papa ohne lebensgefährtin zu treffen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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27.06.2008, 09:22Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Liebe Batwoman,
hast Du mit Deinen Töchtern schon darüber gesprochen warum sie nicht zum Vater wollen?
Meiner Meinung nach gibt es Dinge im Leben, die man nicht erzwingen kann....
Wie war das Verhältnis denn als er noch bei Euch war? Jemand hat mal gesagt, wenn ein Vater schon während der Ehe keinen Bezug zu den Kindern hat, der halt nach der Scheidung auch nicht so ratzfatz erzwungen werden kann...
Ich würde es den Kindern überlassen, vor allem die 13-jährige ist alt genug selber zu entscheiden wen sie wann sehen will.
Wenn der Vater aus welchen Gründen auch immer die Kinder nicht sehen will, dann soll er es so haben, die Konsequenzen hat er dann auch. Wenn Du Dich raushältst und es Deinen Kindern überlässt, kann Dir auch keiner vorhalten, Du hättest was hintertrieben..
Monsoon
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27.06.2008, 11:47Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Naja, vielleicht brächte Batwoman aber mal wieder ein Wochenende zum Ausschnaufen?
Ich weiß nicht, aber manchmal erscheint es mir so, als würden manche Väter vergessen, daß diese jungen Menschen, um die es geht, die Hälfte ihrer DNA auch in sich tragen.
Wenn der Vater z. B. die gemeinsamen Wochenenden so gestaltet, daß die Kinder nicht mehr wollen, leistet er zwar "nur" passiven Widerstand, aber zermürben kann das genau so.
Ich finde, man sollte wirklich diese Frage regeln, und zwar so, daß Batwoman auch mal Entlastung erfährt. Da muß sich der Vater aber auch ein Stück bewegen und im Idealfall aktiv mitarbeiten.
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27.06.2008, 13:58Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Klar...nur...wer nicht will der will eben nicht und findet einen Weg, sich die Sache abzuwimmeln.
Die Frage ist dann, ob man die Kinder dazuwischen zerreiben soll, oder ob man andere Lösungen sucht, damit sie auch mal Zeit für sich hat.
Ich kenne ja hier die Verhältnisse nicht, aber ich würde meinen Kindern nicht das Gefühl vermitteln, sie irgendwo anbiedern zu müssen und wenn es der eigene Vater ist.
Entweder sind alle gewillt eine für alle akzeptable Lösung zu finden, oder das Leben geht weiter.
Hart für die Kinder und billig vom Vater aber dann halt die Realität und alle wissen woran sie sind und können für sich die Konsequenzen ziehen.
Nichts für ungut
Monsoon
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27.06.2008, 14:41Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Ich würde sie ja auch nicht zwangsweise senden, Monsoon, da stimme ich Dir zu!
Ich finds nur arg frustrierend.
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27.06.2008, 16:56Inaktiver User
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Das allerdings!Ich finds nur arg frustrierend
Monsoon
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29.06.2008, 16:55
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Meine Jungs wollten eine Zeit nicht zu ihrem Vater, weil er über mich mehr oder minder offen (manchmal nur unterschwellig, aber für die Kinder spürbar)hergezogen hat.
Vielleicht solltest Du das etwas bei deinen Töchtern "abklopfen".
Vielleicht ertragen sie das einfach nicht.
Sollte das tatsächlich der Fall sein, würde ich mit meinem Ex reden und sagen, dass die Kinder diese Dinge ablehnen und nicht zu ihm wollen.
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30.06.2008, 00:37
AW: Wenn die Kinder nicht zum Vater wollen, was tun?
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für eure Gedanken und Beiträge.
Das Wochenende ist nun vorüber. Die beiden waren beim Papa. Sie sind sehr aufgeräumt wieder nach Hause gekommen. Es scheint, dass es wenig Konflikte gab.
Sie waren aber auch bei Oma und Opa väterlicherseits, da gibt es einen guten Kontakt. Darauf lege ich auch großen Wert.
Ich hatte ein entspanntes Wochenende und konnte mal ein wenig meine Seele baumeln lassen. das ist auch wichtig für mich. Da hast Du recht fenetra. Ich sage das auch meinen Kindern. ABER ich würde sie niemals schicken, wenn ich merkte, dass sie es absolut nicht wollen oder gar leiden würden. Da ist mir ein Wochenende für mich allein zweitrangig (ich habe keinen Partner).
Wir sind nun zwei Jahre getrennt. Ab wann kann man denn damit rechnen, dass eine Normalität eintritt?
Ich habe keine Probleme damit, dass der Vater meiner Kinder eine Partnerin hat, deretwegen er mich verlassen hat. Sie hat eher Probleme mit mir. Sie äußert sich auch negativ über mich in Gegenwart der Kinder. "Die geht mir auf den Geist", das hat sie mehrfach gesagt und ich´habe es auch gehört, weil ich die Kinder gerade zum Papa gebracht hatte. Da kickt sie sich ins Abseits. Wie können die Kinder ein Verhältnis aufbauen, wenn sie so über mich redet?
Sie grüßt mich kaum, wenn sie die Kinder bringen oder abholen. Sie reagiert nicht auf mich. wenn ich alleine wäre, hätte ich keine Probleme damit, aber die Kinder bekommen das voll mit. Daher wollen sie auch nicht gerne zu Papa.
Soziale Inkompetenz. Ich will das nicht analysieren.
Es ist wirklich frustrierend, wie Du sagst, fenetra. Mir fällt es mehr und mehr schwer, die Partnerin zumindest neutral zu kommentieren.
Nun ja. Ich bin gespannt. Sie sind immer so motiviert und freuen sich über ihren Papa. Schade, dass man Kummer dieser Art nicht von den Kindern fernhalten kann.
Liebe Grüße an euch alle und noch mal vielen Dank für Eure Gedanken.
Batwoman


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