Hallo,
wir sind eigentlich 5, mein Freund hat eine Tochter, jetzt 12, ich einen Sohn, jetzt 8, zusammen haben wir einen Sohn, jetzt 8 Monate. Wir leben zusammen seit 14 Monaten, haben beide unsere Ehepartner verlassen, lieben uns mit Irrungen, Pausen und Problemen seit 2003.
Aber von Anfang an mochte mein Partner meinen Sohn nicht. Seine Art, seine Erziehung, unser Miteinander, unser Zusammenleben. Mein Sohn lebt 50/50 bei mir und seinem Partner. Das eskalierte immer mehr, so dass nach drei Monaten bei bei meinem Partner bereits das Urteil komplett gefällt war. (Er meinte, er wusste nach drei Treffen, bevor wir zusammenzogen schon, dass er meinen Sohn nicht mag.) Ich war damals hochschwanger, mein Partner redete nicht mehr über das, was ihn störte, weil ich nicht kritikfähig sei ... mein Sohn und ich versuchten irgendwie etwas zu verändern, wussten aber nicht was.
Die Tochter meines Partners widerum verhält sicht bei uns wie ein übereifriger Gast, hat viel Angst vor ihrem Papa, der immer wieder ausrastet, und agiert bei ihrer Mutter alles aus, was ein Kind in dem Alter so tun könnte/sollte. Sie sagt nur, sie will dafür sorgen, dass ihr jüngster Bruder nicht so wird wie sie, sie sei bei ihrem Papa ein Roboter.
Na ja, nach schwierigen Monaten, Geburt unseres Sohnes, einer Nicht-mehr-gelebten-Liebesbeziehung, zusammengehalten durch finanziellen Druck, Baby, Ängsten usw. und natürlich auch Liebe, eskalierte alles. Mein Partner redete im Ski-Urlaub gar nicht mehr mit meinem Sohn, weil der, seiner Meinung nach, eine Gefahr für unseren Sohn sei. Nach Streit machte er meinen Sohn dafür verantwortlich, dass wir uns trennen. Unsere Kinder heulten. Ich reiste früher ab, es war alles schrecklich.
Wir arbeiten auch zusammen, so dass wir im Weiteren als Paar wieder zusammen kamen. Aber seitdem ist es so, dass mein Lebensgefährte im Büro schläft, wenn mein Sohn kommt. Das hat solche Formen, dass er, wenn er noch zu Hause beim Baby ist, auf meinen Anruf wartet, wenn ich mich nähere, um dann sofort zu fahren. Baby bleibt dann alleine zu Hause. Sind dann aber nur wenige Minuten.
Für Weihnachten, Urlaub etc. muss ich mich jetzt immer entscheiden, Partner oder Kind. Eine Entscheidung für meinen Sohn begreift mein Partner als Entscheidung gegen ihn. Und er nimmt meinem Sohn übel, dass er ihn hindert, seinen Sohn, unser Baby zu sehen. (Er gibt aber zu, dass dieses Gefühl ungerecht ist)
Die Tochter leidet, sie will Familie und ihren "Bruder". Mein Sohn will eine Chance, will meinem Partner Briefe schreiben, ob er es für ein Wochenende mal versuchen will usw. Ich bin nur noch unglücklich, weil ich mir Familie so nicht vorgestellt habe, meine Freunde ziehen sich zurück, gemeinsame Freunde haben wir nicht. Mein Partner reagiert schon sauer "mit der will ich beruflich nichts zu tun haben, die soll nicht von mir profitieren", nur weil eine gute alte Freundin gesagt hat, dass sie meinen Sohn nur als lieben Jungen kennt, der nicht anders ist, als andere Jungs seines Alters und sie das negative Urteil meines Partners nicht teilen könne.
Ich bin mittlerweile ganz isoliert, andere Freunde hatten gesagt " und der ist Psychologe und berät andere Leute". Und seit dem will mein Partner mit denen auch nichts mehr zu tun haben. Und ich bin hin- und hergerissen. Ich fühle mich verantwortlich gegenüber meinem Sohn, denke, ich muss micht klarer positionieren, obwohl er weiß, dass er sich in den ersten Wochen nicht wirklich toll benommen hat. Aber ich habe noch einen Sohn, eben mit diesem Mann. Ach, was soll ich fühlen, denken??? Ich bin unglücklich und einsam.
Viele Grüße
Hamburga
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15.06.2008, 23:00
Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
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16.06.2008, 06:51Inaktiver User
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Oh je, das ist ja furchtbar. Ich denke, du solltest ganz klar deinem Sohn Priorität einräumen. Der arme kleine Kerl - mit 6 oder 7 deine neue Partnerschaft mit einem Mann, der ihn von Anfang an ablehnt, im Jahr drauf das Brüderchen, da hatte er eine Menge zu verarbeiten. Selbst wenn er daraufhin "schwierig" geworden ist, fände ich das in einer solchen Lebensphase normal. Wenn die Einstellung deines Partners von Anfang an so negativ war, sehe ich da keine Chance mehr.
Du solltest dich entweder so schnell wie möglich trennen, um deinem Sohn weitere Schmerzen zu ersparen und auch bevor dein weiteres Lebensumfeld und Freundschaften noch mehr den Bach runtergehen. Kannst du auch woanders eine Arbeitsstelle finden, wenn dein Baby älter ist?
Oder - wenn das möglich ist - könnte dein sohn vielleicht ganz bei seinem Vater leben? Das müsste aber behutsam geschehehn, damit er sich nicht abgeschoben fühlt.
Es tut mir leid, dass ich keine konstruktivere Möglichkeit sehe, deine Familie zu erhalten, aber ich fürchte, du musst realistisch sein und jetzt vor allem an deinen Sohn denken. Für ihn bist du verantwortlich, dein Partner ist erwachsen.
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16.06.2008, 07:24
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Hallo Hamburga,
das hört sich alles wirklich furchtbar an!
Wäre es für Dich finanziell machbar, mit Deinen beiden Kindern auszuziehen?
Ganz wichtig: zieh Dich nicht zurück von Deinen Freunden, auch wenn Dein Partner dies gerne hätte.
In dieser schwierigen Zeit kein Feedback zu haben, keinen, dem man sich anvertrauen kann, verstärkt ja nur das Einsamkeitsgefühl.
Warum habt Ihr eigentlich keine gemeinsamen Freunde?
Auf jeden Fall würde ich psychologische Hilfe empfehlen. Euch beiden. Habe ich das richtig verstanden, dass Dein Partner Psychologe ist?Moderatorin in
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16.06.2008, 07:50Inaktiver User
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
@hamburga
...es scheint, dass es Zeit wird, dass du dein Leben lebst...
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16.06.2008, 08:22
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Und worauf hoffst du nach dieser Aussage noch?
Zitat von Hamburga
Der Mann hat in meinen Augen schon bei seiner Tochter als Vater völlig versagt.
Welche Chance sollte da dein älterer Sohn haben?
Und was, glaubst du, wird auf Dauer diesen Kerl davon abhalten auch dein zweites Kind unglücklich zu machen?
Lynx
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16.06.2008, 08:59
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Meine Güte:
Mir tut dein Sohn leid, der nicht mal den Hauch einer Chance bekommt, frühere Fehler zu korrigieren und guten Willen zeigen zu dürfen. Himmel, er ist doch noch ein Kind, das durch eine schwierige Zeit musste.
Mir tut seine Tochter leid. Ein Mädchen, das Angst vor ihrem Vater hat, weil der ausrastet (??!!) und von sich selber sagt, dass sie wie ein Roboter ist und das dem jüngsten Kind ersparen will? Mir fehlen die Worte.
Mir tut das jüngste Kind leid, das ein friedlicheres Zuhause verdient hätte.
Du tust mir auch leid, weil du mittendrin im Schlamassel steckst, allerdings verstehe ich nicht wie man mit einem Mann, der deinen Sohn von Anfang an abgelehnt hat, ein Kind bekommen kann.
Der Einzige, der mir überhaupt nicht leid tut, ist dein Freund, gelinde gesagt, der Mann hat einen an der Waffel. Du bist verpflichtet dein/e Kinder zu schützen, auch vor seelischer Grausamkeit und das was dein Freund treibt ist grenzwertig. Zieh die Reißleine und trenne dich und dann kann man nur hoffen, dass dein Freund halbwegs zivilisiert seinen Umgangspflichten nachkommt."Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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16.06.2008, 10:44
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Das eskalierte immer mehr, so dass nach drei Monaten bei bei meinem Partner bereits das Urteil komplett gefällt war. (Er meinte, er wusste nach drei Treffen, bevor wir zusammenzogen schon, dass er meinen Sohn nicht mag.)
und mit diesem mann hast du noch ein kind bekommen wollen??
so was ist mir ehrlich gesagt ein rätsel
an deiner stelle würde ich die kinder nehmen und mich von diesem idiotischen partner trennen. was ist denn das für ein psychologe, der dich vor die wahl stellt "ich oder kind" ??
und bitte mach das schleunigst, bevor sich dein alter freundeskreis nicht mehr an dich erinnert!
es gibt immer wieder solche männer, die nur dann zufrieden sind wenn alle um sie kreisen wie planeten um die sonne. bei jedem mucks fühlen sie sich zurückgesetzt und leben das dann voll aus, fürchterlich.
wie furchtbar muss sich dein sohn fühlen, der jetzt schon plant bittbriefe zu schreiben um seinem stiefvater zu gefallen. und die aussagen der tochter.... absolut gruselig.
wie kannst du noch bei diesem menschen sein?? was sagt dein ex dazu, dass sein sohn so schlecht behandelt wird?
komm aus dem quark, aber pronto!!
fioI slipped into the embrace of my wraparound shades.
T.C.Boyle
Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
21Pilots
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16.06.2008, 10:50Inaktiver User
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Wie wäre es mit einer Familienberatung/Familientherapie für euch alle?
Mir scheint, mit einfachen Ratschlägen ist bei dieser Vorgeschichte nichts mehr gutzumachen. Und vermutlich würde sich dein Freund von einem Fachkollegen eher einen Rat geben lassen als von "irgendwem".
Dir wünsch ich ganz viel Kraft!
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16.06.2008, 10:57
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Die armen Kinder!!!
Was für einen Idioten hast du dir denn da an die Hacke gehängt, der so einen "Film" um deinen 8jährigen Sohn macht
?
Dein Sohn ist unglücklich, seine Tochter ist unglücklich, aber dein sog. "Partner" jammert rum??? weil ihm ein 8jähriger, dem er nie auch nur den Hauch einer Chance gegeben hat, das Leben schwer macht?
Hast du da wirklich noch Fragen??????
Ich wünsche dir und deinen Kindern
alles Gute..........
..........
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16.06.2008, 12:43Inaktiver User
AW: Patchworkfamilie endet mit Fiasko - was tun?
Es soll ja etliche Psychologen geben, die diesen Beruf nur deshalb gewählt haben weil sie selber handfeste Probleme haben. Die müssen ja nicht ohnr guten Grund zu ihrem Abschluß eine Persönlichkeitsanalyse über sich selber schreiben.Der gesunde Menschenverstand wird auch meist ausgeschaltet oder er wird "betriebsblind" obwohl er ja eigentlich wissen müsste was er falsch macht oder wie man an gewisse Probleme herangeht. Er sollte erstmal SEIN Problem lösen bevor er noch mehr Schaden anrichtet.


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