Hallo an Alle,
Wo fange ich an? Ich wurde diesen Februar geschieden. Der jüngere Sohn (24) lebt bei mir. Sein Vater zahlt keinen Unterhalt, die Beziehung zwischen den Beiden war immer schwierig. Mein Sohn studiert mittlerweile seit einem Jahr. Vorher hatten wir schwierige Zeiten durchzustehen, Computerspielsucht, sozialer Rückzug, Antriebsschwäche, Antidepressiva... Es geht ihm besser, aber ich bekomme ihn nicht dazu sich um seine Unterhaltsansprüche gegen seinen Vater zu kümmern. Ich bekomme ihn aber auch nicht dazu arbeiten zu gehen, was er neben seinem Studium durchaus machen könnte. Also leben wir von meinem Gehalt, was nicht besonders üppig ist und ich fühle mich zunehmends schlechter. Bafög hat er angeblich beantragt, aber es kommt kein Bescheid und mein Konto wird immer mehr strapaziert. Versteht mich nicht falsch, ich unterstütze meinen Sohn solange wie er mich braucht, aber sein Vater ist doch auch noch da! Hat jemand eine Idee, wie ich mich verhalten soll?
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Ergebnis 1 bis 10 von 32
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31.03.2008, 21:52
Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
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31.03.2008, 21:58
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
da musst du wohl mal auf den Putz hauen?
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31.03.2008, 22:04
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
hallo siebensteinchen,
dreh den geldhahn ab. warum soll er sich um etwas kümmern, wo doch keine akute not besteht. sein leidensdruck ist offensichtlich noch nicht groß genug, um zu handeln. und deiner scheint ihm egal zu sein.
sicher kannst du irgendwo berechnen lassen, wieviel barunterhalt ihm von deinem einkommen zusteht. den bekommt er und du kannst sonderregelungen finden, wie das mit miete, essen, mithilfe im haushalt usw. aussieht.
der herr ist alt genug, um sich selbst um den rest zu kümmern und für sich uns sein leben verantwortung zu übernehmen.
er hat ja offensichtlich auch eine starke mutter, die ihm das vorlebt.
liebe grüße, annika
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31.03.2008, 22:30
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Habe ich schon versucht, war wohl eher halbherzig und gebracht hat es nichts.
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31.03.2008, 22:32
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Danke für die starke Mutter. Vielleicht sollte ich ihn das mal lesen lassen um seinen Leidensdruck zu erhöhen. Was meinst Du?
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31.03.2008, 22:39Inaktiver User
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Du hattest oben geschrieben, dass er einige Zeit auch Antidepressiva verordnet bekam und wenn er sich derzeit auch in einer depressiven Phase befindet und die ganzen Sachen als unüberwindliche Hürde empfindet oder als lästige Belastung? Kannst Du denn mit ihm darüber sprechen und es vielleicht mit ihm strukturieren, so dass er an seine Aufgaben rangehen kann?
Zitat von Siebensteinchen
Das wäre meine Idee dazu. Und ja auch den Geldhahn zudrehen, wenn er versprochene Sachen nicht nachweislich erledigt hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass er wenig Stuktur hat und um so mehr sich auftürmt, um so weniger anpackt. Das kann auch durchaus sehr intelligenten Menschen passieren.
Grundsätzlich ist der Ansatz schon richtig, dass jemand etwas allein tun soll und man nur einen Rat geben soll und dann entsprechend Druck. Ich habe es trotzdem eher anders gehandhabt, wenn ich gesehen habe, dass jemand erst viel Anlauf braucht. Dann habe ich ihn erstmal ans Händchen genommen.
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31.03.2008, 22:41
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Wenn es nur halbherzig war, kann es ja auch nichts bringen. Kinder, so man denn hier noch davon sprechen kann, merken so was ganz schnell.
Zitat von Siebensteinchen
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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31.03.2008, 22:42
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Kannst Du mir bitte erklären, wie sich sein Leidensdruck erhöhen soll, wenn er hier mit liest? Ich denke nicht, daß das was bringt.
Zitat von Siebensteinchen
TahneeWer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
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31.03.2008, 23:31
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Liebes Siebensternchen,
lass Dir mal den Bafög-antrag zeigen. Kann ein halbes Jahr dauern, bis der Bescheid kommt.
Ansonsten: es gehören immer zwei dazu. Einer, der es macht, und der andere, der es zuläßt.
Habe ich auch meiner Schwiegermutter gesagt, die empört darüber war, dass Sohni (61), obwohl ihr das Geld ausging, keinen Hartz IV Antrag stellen wollte, sondern wünschte, alles solle bleiben, wie es sei (= Ihre Unterstützung, insgesamt 6-stellig, bis nix mehr da war). Er habe öffentliche Knete schließlich nicht nötig.
War ihm völlig wurscht, dass seine betagte Mutter von Existenzängsten geschüttelt wurde.
Ich habe ihr empfohlen, die Zahlungen zu verweigern, wenn er nicht binnen 4 Wochen den Antrag mit Eingangsstempel vom Amt ihr vorlegen würde.
Er hat Erpressung, Nötigung geschrien. Ich habe ihr gesagt, das sei tatsächlich zutreffend.
Jedenfalls hat es dann geklappt.
Also: Geldhahn zudrehen. Und falls Unterstützung bei der Ausfüllung der Anträge nötig, helfen.
Liebe Grüße
angie
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01.04.2008, 08:53
AW: Könnte einen Rat gebrauchen, oder auch zwei
Solange du ihn finanzierst, wird er das hinnehmen. So wie es sich anhört ist er zu faul (antriebslos) sich um was zu kümmern und das schaffst du auch nicht, indem du ihn zwingst.
Er wohnt bei dir? Dann würde ich ihm z.B. nichts weiter zahlen. Er wohnt ja kostenlos und um den Rest soll er sich kümmern.
Gib ihm das, was du ihm geben kannst und willst, ohne dich ärgern zu müssen. Erkläre es ihm und sag ihm dann, dass er mit seinen 24 Jahren durchaus etwas zum Unterhalt beitragen kann.
Ich weiss, dass das nicht leicht ist. Meine Kinder denken auch immer, die Mutter ist für Service und Geldbeschaffung zuständig. Da heisst es laufend Grenzen setzen.
Meine Tochter wird ausziehen und hätte auch gerne mehr Geld von mir. Da sag ich eben: Du bekommst das ...... und wenn das nicht reicht, musst du eben noch arbeiten gehen.
Mein Sohn wohnt mit Freundin hier. Die würden sich auch jeden Tag von mir bekochen lassen. Da habe ich klar gesagt: Wenn ihr hier essen wollt, dann beteiligt ihr euch an der Arbeit (also z.B. Einkaufen, Auto putzen, etc.) ... machen sie seither.
Aber mehr als abgemacht, macht keiner. Also muss man immer wieder drüber sprechen, sobald man sich ausgenutzt fühlt.
Es hat ja keinen Sinn sich zu ärgern und die anderen wissen nichts davon oder?Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe


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