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    Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Hallo,

    ich, 34 (bald 35), stecke seit 1,5 Jahren in einer Lebenskrise. Diese hat zum Teil mit meinem eigenen "Scheitern" zu tun (Langzeitstudium Kunstwissenschaften, nur noch Masterarbeit offen, aber riesige innere Widerstände, es zu beenden und damit auf den Arbeitsmarkt zu gehen, weil ich eigentlich immer was anderes machen wollte und dieser "Plan B" nun vollends geplatzt ist, ich will in dem Bereich gar nicht arbeiten und sehe auch schwarz, darin jemals gut bezahlt zu werden geschweige denn eine sichere Zukunft zu haben, weiß auch immer noch nicht was ich stattdessen machen will). Zum anderen hat sie aber auch mit der zermübenden Situation in meiner Familie zu tun. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass ich den Fehler gemacht habe, mich jahrelang zwischen den Fronten der unbearbeiteten Trennung & Scheidung meiner Eltern aufzureiben... und nun stehe ich an einem Punkt und frage mich: Aufgeben/ Kontakt komplett abbrechen? Oder Ansagen machen und Kontakt abbrechen? Wie umgehen mit dieser Familie?

    Mein Bruder (1,5 Jahre älter) ist ein Fall für die Psychiatrie (Drogen, Alkohol, Narzissmus, Depression, Psychosen, Obdachlosigkeit), meine Mutter klammert an ihm und mir und beschwört mich jedes Mal um Hilfe und Unterstützung um meinen Bruder zu retten, macht mir Vorwürfe, wenn ich mich distanziere und ist zuckersüß und liebevoll, wenn ich mal wieder auftauche. Sie hat mir während meiner schlimmsten Panikattacken letztes Jahr beigestanden und mich davor bewahrt, allem ein Ende zu setzen. Mein Vater hat sich abgewandt (hat meinem Bruder wohl vor kurzem gesagt, als dieser vor seiner Tür stand und um eine Übernachtung bat, er sei enttäuscht und wolle ihn nie wiedersehen), und nun, da auch ich "versagt" habe, hat er auch für mich kein liebes Wort mehr übrig. Und nun liegt auch noch meine Oma, die Mutter meines Vaters im Sterben. Sie hat Krebs und jammert seit 6 Monaten, dass es das nun gewesen ist, will keine Behandlung und keine Chemo (obwohl die noch durchaus hätten helfen können), will einfach nur sterben und niemandem "zur Last" fallen, meckert dabei aber ständig, wie scheiße das Leben ist.
    Und das ist alles nur die aktuelle "Symptomatik".

    Die ganze Suppe fing schon in meiner Kindheit an: Als ich ca. 7/8 Jahre alt war, haben sich meine Eltern getrennt, indem mein Vater ausgezogen ist. Auslöser war ein Streit, bei dem er mal wieder handgreiflich geworden ist und meine Mutter (wohl erstmals?) die Polizei gerufen hat. In meiner Erinnerung gibt es ca. 3-4 Szenen/ Vorfälle, wo mein Vater meine Mutter geschlagen/gewürgt hat. Meine Mutter hat anschließend meinen Bruder (1,5 Jahre älter als ich) und mich alleinerziehend groß gezogen. Sie hat sehr viel gearbeitet und war abends oft müde und gereizt oder völlig fertig, teilweise hat sie auch geweint wegen ihrem Chef (der sie vor den anderen Kolleg*innen angeblich mobbte bzw deren Mobbing nicht unterband). Immer wieder hat der Chef sie auch zum Essen eingeladen, wir Kinder sollten dann mitkommen. Später wurden daraus Geschenke und Urlaube. Ich fand den Chef immer ekliger, weil er meiner Mutter wehtat, sie aber trotzdem immer wieder zu ihm ging, oft abends mit ihm nach Feierabend in der Praxis blieb oder nett über ihn sprach. Meine Mutter hat uns auch Arbeit besorgt in seiner Praxis oder dem Haus, in dem wir wohnten (er war KFO und Eigentümer des Hauses), meinem Bruder z.B. dass er den Kompost umgraben sollte oder den Zaun streichen, mir, dass ich Gips-Modelle poliert habe, später auch ausgegossen (letztere Arbeit machte mir auch Freude). Mein Bruder und ich waren viel alleine in der Schulzeit, obwohl unsere Mutter nur 1 Stockwerk drüber arbeitete - wir sind meist nach der Schule kurz zu ihr hoch und dann nach Hause. Als ich ca. 10/11 war, wurde mein Bruder zunehmend aggressiver, als meine Mutter einen PC kaufte, zunehmend PC-süchtig und verbrachte oft heimlich die Nächte damit, Musik und Videos aus dem Internet herunterzuladen. Wenn meine Mutter das mitbekam, gab es ein Riesengeschrei. Überhaupt war mein Bruder ein sehr "anstrengendes" Kind, er kam immer auf "krumme" Ideen, klaute, wollte mehr Taschengeld haben, machte nicht im Haushalt mit, hatte ab ca. 15/16 keinen Bock mehr auf Weihnachten/ Kirche/ Familientreffen etc. (es gab deshalb immer Streit, weil meine Mutter rigide darauf bestand), war sehr laut und aufgeweckt, übertrieb dabei aber gerne. Ich war das Gegenteil von ihm: eher ruhig, zurückhaltend, habe mich eher immer angepasst (ja, ich habe mit Sicherheit kompensiert, die heile Welt, die meine Mutter uns manchmal "aufzwingen" wollte, lag meiner Natur aber auch näher). Ich habe mich mit ihm mal super gut verstanden, dann wieder bitter gestritten, einmal hat er mir dabei sogar ein Messer vorgehalten. Es sind so viele komische Dinge passiert, dass hier gar kein Platz dafür ist, sie aufzuschreiben. Mit zunehmendem Alter wurde mein Bruder auch in der Schule immer mehr der Außenseiter, er kam eines Tages [editiert] bemalt (kein Fasching o.ä, einfach so, um mal zu sehen, wie es sich anfühlt, dunkelhäutig zu sein). Er hatte einen Jahrgang wiederholt und war in meiner Klasse und ich schämte mich so sehr für ihn. Ich hatte in all der Zeit schon genug mit meinem niedrigen Selbstbewusstsein zu kämpfen, da kam das immer noch doppelt drauf, dann war er auch noch in meine Freundin verknallt, als ich gerade in ihren Bruder verliebt war.. ich hatte das Gefühl, ich habe nichts, was "meins" ist, und habe mich lange "unsichtbar" gefühlt. In meinen Tagebüchern aus der Zeit stand oft, dass ich einen süßen Jungen gesehen hatte, dann zunehmend, dass die sich sowieso nicht für mich interessieren und warum denn auch, dass ich ja zu ängstlich und hässlich bin.
    Ich weiß noch, dass meine Mutter in all der Zeit immer versucht hat, meinen Vater wieder einzubinden. Sie hat ihn zu Weihnachten eingeladen, abends zu uns (wollte dann aber meistens nur über ihre Belange mit ihm reden und war eifersüchtig, wenn sie nicht mehr der Mittelpunkt war, sagte uns dann auch manchmal im Nachhinein, wir hätten den Papa ja viel lieber und wie ungerecht das sei, wo sie soviel macht und er nicht mal regelmäßig Unterhalt bezahlt). Später hat sie wohl auch in ihrer Familie um Hilfe gebeten, aber auch dort konnte/wollte keiner meinen Bruder mal zu sich nehmen. Mein Vater hat ab und zu auch was nur mit mir und meinem Bruder gemacht, z.B. Eislaufen, 2 Fahrradtouren (1x Deutschland, 1x Dänemark), Rollschuhlaufen, 1-2x bei ihm übernachten, zu seinen Eltern mitnehmen. Eigentlich ging es uns materiell gar nicht so schlecht in all dieser Zeit: wir sind auf eine sehr gute Schule gegangen, konnten an Reisen/ Ausflügen teilnehmen, hatten genug zu essen und anzuziehen, hatten Taschengeld, bei den Großeltern wurden wir immer verwöhnt. Meine Mutter hat auch jedes Jahr einen schönen Sommerurlaub für uns gebucht, lange Zeit habe ich vieles vielleicht gar nicht als so problematisch wahrgenommen (?) In der Zeit, in der ich alleine war, habe ich für mich auch gemalt, später von mir aus auch mehr Klavier gespielt, Schwimmtraining wieder verstärkt, etc. Ich weiß noch, dass ich aber auch so mit 16/17 eine Phase hatte, wo ich das Gefühl hatte, mein Bruder hing nur wie ein fauler Sack herum und meine Mutter reagierte jedes Mal viel zu hysterisch auf ihn. Ich hatte einen Kreis an Schulfreundinnen als Ersatzfamilie.
    Mit 20 bin ich von einer Freundin nach Australien "mitgenommen" worden (alle anderen Freundinnen hatten schon ihr Studium begonnen, ich wollte mir erstmal ein Jahr Auszeit nehmen um herauszufinden, was ich machen will). In dieser Zeit bin ich das erste Mal von anderen Männern angesprochen worden und habe mich attraktiv gefühlt. Ich weiß heute, dass mir diese Aufmerksamkeit all die Jahre gefehlt hat und ich in dem Moment danach süchtig geworden bin - ich habe es bis heute.
    Und dann habe ich mit 21 ein Studium angefangen - einfach nur, weil ich "endlich" studieren wollte und mein Erstwunsch mit Kommunikationsdesign nicht geklappt hatte (meine Eltern haben mir alles Künstlerische auch zeitlebens eher ausgeredet), bin dann ausgezogen, weil die Stimmung zuhause mit Mutter und Bruder nicht auszuhalten war (nur Streit, er hatte sein Abitur zum 2. Mal nicht geschafft, meine Mutter drängte weiter, er wollte auch keinen Führerschein machen, wollte auch nicht arbeiten gehen, wollte nur zur Bundeswehr, was meine Mutter wegen der Waffen ganz schlimm fand, später aber akzeptierte, dort konnte er aber nach dem Grundwehrdienst nicht bleiben). Meine Mutter hatte in der Zeit, wo ich in Australien war, dann auch eine Affäre mit ihrem Chef angefangen, der Grund, warum mein Vater sie damals geschlagen hatte (er behauptet bis heute, dass sie ihn damals betrogen hat; sie hingegen, dass das nicht stimmt, mein Vater sie nur einmal erlebt hatte, als sie weinte und der Chef sie in den Arm nahm). Jedenfalls habe ich dann ein Studium verfolgt, wo ich nebenbei noch viele andere Dinge tun konnte, die mir Spaß machen.. alles aber nur Hobbies (Singen, Tanzen, Zeichnen, Malen, Freunde treffen, Ausgehen). Meine Mutter hatte in der Zeit geschafft, meinen Bruder in eine schulische Ausbildung mit Fachabi-Abschluss zu stecken, danach fing er ein Informatik-Studium an und zog auch aus. Er versauerte aber zusehends, schmiss auch irgendwann das Studium. Wieder gab es also nur Sorgen und Probleme. Ich hatte in den Jahren meines Studiums versucht, einen besseren/ neuen Kontakt mit meinem Vater aufzubauen. Er hatte mich ursprünglich darin bestärkt, auszuziehen, hatte auch meinen Australien-Aufenthalt gut gefunden, hatte dann später zugestimmt, dass wir uns 1x wöchentlich nach seinem Feierabend zum Tischtennis-Spielen bei mir im Studentenwohnheim treffen könnten (mit meinem Bruder). Ich habe in dieser Zeit versucht zu verstehen, was eigentlich passiert ist, warum es die Trennung gab und warum er meine Mutter geschlagen hat. Ich bin parallel auch zu einer Psychotherapie gegangen (begonnen mit 21, weil ich schon bald merkte, dass ich mit dem Studium nicht happy bin, aber auch einfach nicht weiß, was ich stattdessen machen will/kann), in der wurde meine Familie thematisiert.
    Ich weiß noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit bat, mich doch öfter mal anzurufen und nachzufragen, wie es mir geht. Er wollte das nicht, meinte, er möchte "nichts erzwingen" und das ganze lieber freundschaftlich halten, dass sich jeder von uns meldet, wenn er/sie möchte. Mir hat das schon damals wehgetan und über die letzten Jahre, in denen ich es immer wieder mal angesprochen habe, ist es nur noch schmerzhafter geworden. Als ich ihm mit Mitte 20 sagte, dass ich lieber etwas anderes studieren möchte, etwas künstlerisches, sagte er zu mir "dafür bist du nicht hart genug". Auch Sprüche wie "Wer mit 35 nicht den Berufseinstieg geschafft hat, kann es vergessen." haben mir Druck gemacht. Ich habe mich mit meiner emotionalen Zerrissenheit ganz vorsichtig hier und da geöffnet und jedes Mal das Gefühl gehabt, von ihm nur eins drauf zu kriegen statt Rat und Aufmunterung.
    Ich fühle mich von ihm nicht geliebt, bzw. nur "negativ" geliebt. Er sagte immer zu mir, dass er sieht, dass ich ja wenigstens was versuche und nicht wie mein Bruder faul rumhänge (über meinen Bruder hat er sich immer heftigst aufgeregt). Letztes Jahr in der Krise hat er mir dann gesagt, dass er mich nicht versteht und nicht weiß, was ich von ihm will. Dass er gehofft hatte, dass wenigstens aus mir etwas wird.. und nun.. naja. Es gibt immer nur ein miesepetriges Gesicht. Als ich mit 33 vor ihm stand und er mir zu verstehen gab, dass er meine Männerprobleme nicht verstehen könne und dass andere ja auch schon mit Anfang 30 Kinder haben, auch wenn sie studiert haben.. da musste ich mich selbst vor ihm wieder aufbauen. Sollte man von den Eltern nicht Unterstützung und Aufmunterung bekommen, wenn man sich ihnen anvertraut?!?
    Meine Oma weiß mittlerweile auch, dass ich ihn als kalt und distanziert empfinde (sogar seine neue Frau - er hat vor 10 Jahren nochmal geheiratet - hat mir übrigens Recht gegeben, dass er kaum Liebe zeigt), aber sie gibt ihm immer wieder Recht. In ihren Augen ist mein Vater das arme Opfer der Scheidung, von der Verlogenheit meiner Mutter, ihre ganze Familie auch sehr merkwürdig/ überfürsorglich und überfreundlich. Andersrum wird übrigens nicht gesprochen, wenn ich darauf anspreche, ist mein Vater aber schon ein übler Schläger.
    In dem letzten Telefonat mit ihr hat meine Oma gesagt, dass sie mich nicht versteht, wenn ich verletzt bin, weil mein Vater sich 3 Wochen lang nicht einmal bei mir gemeldet hat. Ich hatte vor ein paar Monaten endlich mal ausgesprochen, was mich verletzt und vor 2-3 Monaten begonnen, ganz vorsichtig wieder anzunähern.. diese lange Funkstille ist für mich aber wieder das Zeichen, dass es ihm scheinbar selten mal beschäftigt, was ich gerade so mache. Zum Vergleich: Mein Freund wird fast jeden Tag von seinem Vater kontaktiert - und auch meine Mutter fragt öfters mal nach mir (wenn auch eher, weil sie gerade wieder etwas braucht, aber das ist eine andere Geschichte). Bezüglich miner Mutter sagte mein Vater übrigens "Da muss doch endlich mal eine Abnabelung stattfinden".
    Jetzt liegt meine Oma wahrscheinlich schon im Sterben, und eigentlich habe ich sie lieb und möchte sie sehen.. aber sie ist so negativ und nun stecke ich auch noch im Loyalitätskonflikt fest. Ich hätte so gerne mal eine Entschuldigung und ehrliches Interesse von meinem Vater, aber der hat mir nur eine Nachricht auf AB gesprochen (und garantiert nur, weil meine Oma ihm gesagt hat, dass ich traurig über sein Verhalten bin).

    Generell: Ich will Eltern haben, mit denen ich in Kontakt stehen kann.. einen Vater, der mich nicht als Versagerin sieht, wenn ich mein Leben nicht wie in einem Bilderbuch meistere, sondern mich dann unterstützt, aufbaut und motiviert. Eltern, die nach mir fragen, weil sie nicht nur um sich kreisen, sondern auch mal wissen wollen, was mich beschäftigt. Die mir Halt geben, wenn ich ihn brauche und um Rat frage. Die nicht mich als Unterstützung brauchen (Mutter) und mich emotional erpressen, wenn ich mich abgrenzen will. Wo es nicht wehtut und immer wieder bestraft wird, zu lieben.
    Ich stehe in einem andauernden Loyalitätskonflikt, weil die eine Seite, die Kontakt sucht und will, die Wärme und Liebe gibt (meine Mutter), vergiftet ist, und die andere Seite, die weniger bedürftig auftritt und ihr Leben scheinbar besser im Griff hat, nichts von mir wissen will.

    Wie damit umgehen.. :-(???
    Aktuell sauge ich die Liebe und Bestätigung aus meinem Freund.. der mich wahnsinnig liebt, aber den ich nicht liebe..
    Geändert von skirbifax (16.11.2021 um 07:10 Uhr) Grund: Verstoß gegen 14.1

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Puh,

    das ist ja ganz schön viel, was Du da aufgeschrieben hast.

    Ganz kurz eine Frage, ich muss nebenher arbeiten: Kannst Du dich denn momentan fiannziell über Wasser halten? Oder bist Du nur mit Deinem Freund zusammen, weil Du auf sein Gehalt angewiesen bist?

    Es ist immer schade, wenn eine Familie nicht sozusagen ein Nest auch für erwachsene Kinder ist. Aber willst Du deinen Eltern anlasten, dass du mit immerhin 33 immer noch studierst?

    So, jetzt mal ab an die Masterarbeit und dann ins reale Leben als Steuerzahler eintauchen.

    Irgendeinen Plan, autonom udn finanziell unabhängig zu haben, gibt es hoffentlich. Wenn nicht, solltest Du ganz schnell darüber nachdenken.

    Ich schreibe später mehr.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Zitat Zitat von wastuichbloss Beitrag anzeigen
    Wie damit umgehen.. :-(???
    Aktuell sauge ich die Liebe und Bestätigung aus meinem Freund.. der mich wahnsinnig liebt, aber den ich nicht liebe..
    Hallo erstmal

    Es ist offensichtlich das du leidest.

    Was die Wahrheit ist bei deinen Eltern? Keine Ahnung - ist aber auch egal weil es ihre ehe/Beziehung ist/war.

    Vielleicht hatte deine Mutter damals eine Affäre.... Vielleicht auch nicht.

    Es kann und sollte dir völlig egal sein.

    ......

    Du möchtest Eltern die dich unterstützen. Das ist zwar völlig verständlich aber die hast du einfach nicht.

    Dein Vater ist lieblos und kalt. Deine Mutter manipulieren und toxisch.

    Meinst du, das wenn du nur lang genug "hoffst" werden sie sich ändern?

    Da bist du irgendwie noch gefangen im inneren Kind.

    Dein Bruder reagiert auf seine Weise und du auf deine.

    Sehr traurig wenn man sieht, wie deine Eltern mit ihrem verhalten 2 Kinder kaputt gemacht haben.

    Aber du bist jetzt Ü30 und hast auch die Möglichkeit selbst zu handeln und zu entscheiden.

    Was tust du deinem Partner an? Du nutzt ihn für deine Bedürfnisse aus.

    In wie weit bist du jetzt besser als dein Vater oder Mutter?

    Du weißt doch selbst das es nicht ok ist aber bist so verzweifelt das du keinen anderen Weg gehen kannst.
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Liebe @wastuichbloss,

    ich habe Dein EP (noch) nicht gelesen, weil sich so viel Text ohne Absätze einfach unangenehm und anstrengend liest.

    Absätze - bitte viele - kannst Du nachträglich einfügen (Button unten *Bearbeiten*).

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Vor allen Dingen solltest du mal aufhören, Anerkennung und Verhaltenserklärungen einzufordern.

    Was deine Eltern damals hatten, war ihre Sache. Wäre schön, du würdest deren Scheidung mal endlich akzeptieren. Dieser ganze Analysenshice bringt nämlich gar nichts.

    Du rennst da Dingen hinter her, die in meinen Augen Nebenkriegsschauplätze sind. An erst er Stelle wäre nämlich dran, sich um sich selbst zu kümmern.

    Nicht zu wissen, was man beruflich macht, da könnte man sich beraten lassen, oder den Master endlich machen, um überhaupt einen Abschuss zu machen.

    Ich lese hier, du hast bislang, mit über 30 noch nicht so wirklich gut für dich gesorgt. Wann genau möchtest du damit beginnen?

    Toxische Verbindungen kann man lösen, negative Menschen links liegen lassen...

    Therapeutisch könnte man das Ganze noch einmal anders angehen, bisher hat das ja wohl noch nicht wirklich etwas gebracht, aber für mich ist die Frage, warum du immer noch so tief in der Vergangenheit steckt, statt in der Gegenwart Fuß zu fassen...
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Was du alles haben möchtest. Wie wäre es, wenn du dir das alles selber gibst. Wenn du das nicht schaffst und nur Erwartungen an deine Familie hast, warum machst du keine Therapie, in der du die Probleme für dich lösen kannst? Warum läufst du deiner toxischen Familie hinterher. um Anerkennung zu bekommen?

    Du bist mit einem Mann zusammen, den du nicht liebst, machst eine Studium, was dir nicht gefällt. Erwartest Dinge von deiner Famlie, die nicht kommen werden. Wie stelltst du dir dein Leben vor. Du lebst genau das, was deine Familie dir vorgelebt hat.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Liebe wastuichbloss,

    ganz generell: du kannst nicht machen, dass andere Menschen so sind, wie du sie haben willst.

    Zu dieser Erkenntnis muss vermutlich jeder Mensch irgendwann kommen, das gilt nämlich auch für lieblose Väter, verkorkste Brüder und Mütter, die keinen ganz exakt geraden Weg gehen.

    Diese Erkenntnis kommt auch Menschen mit erheblich schlimmeren Kindheiten - oder erheblich schöneren. Erwachsen werden müssen alle Kinder selbst, das können Eltern ihnen nie abnehmen.

    Dein Freund wünscht sich vermutlich auch, dass du ihn endlich so liebst wie er dich.

    Ich würde dir dringend raten, dich nur allein auf dich selbst zu konzentrieren: was willst du vom Leben? Beruf, Ehe, Kinder, Eigenheim, Hundewelpe?! Und dann daran zu arbeiten, dass du da an dein Ziel kommst.
    Das wird dich dann hoffentlich ein zufriedenes Leben führen lassen.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Kümmere Dich um Dich selbst!
    Was Deine Eltern, Deine Oma und Dein Bruder machen, sollen, können - egal. Vergiss Deine Ansprüche und Deine Sorgen.

    Mit Verlaub: es ist bescheuert, jahrelang zu studieren und dann erst vor dem Master zu kneifen. Mach die Arbeit fertig und dann mit einer Urkunde in der Hand einen Haken dran. Dann hast Du einen Abschluss, im Wortsinn und real.

    Beende die Beziehung zu einem Freund, den Du nicht liebst. Du nutzt ihn aus, das ist ähnlich unfein wie das Verhalten, dass Du Eltern und Oma vorhältst. Geh als gutes Beispiel voran.

    Sorge für Deinen Lebensunterhalt.

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    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Du schreibst einen Megaroman über Deine Familie und Dein Freund ist gerade mal einen kleinen Absatz wert?

  10. Inaktiver User

    AW: Toxische Familie - Ist da noch was zu retten? Liegt es an mir?

    Zitat Zitat von wastuichbloss Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich, 34 (bald 35), stecke seit 1,5 Jahren in einer Lebenskrise. Diese hat zum Teil mit meinem eigenen "Scheitern" zu tun (Langzeitstudium Kunstwissenschaften, nur noch Masterarbeit offen, aber riesige innere Widerstände, es zu beenden und damit auf den Arbeitsmarkt zu gehen, weil ich eigentlich immer was anderes machen wollte und dieser "Plan B" nun vollends geplatzt ist, ich will in dem Bereich gar nicht arbeiten und sehe auch schwarz, darin jemals gut bezahlt zu werden geschweige denn eine sichere Zukunft zu haben, weiß auch immer noch nicht was ich stattdessen machen will). Zum anderen hat sie aber auch mit der zermübenden Situation in meiner Familie zu tun. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass ich den Fehler gemacht habe, mich jahrelang zwischen den Fronten der unbearbeiteten Trennung & Scheidung meiner Eltern aufzureiben... [B]und nun stehe ich an einem Punkt und frage mich: Aufgeben/ Kontakt komplett abbrechen? Oder Ansagen machen und Kontakt abbrechen? Wie umgehen mit dieser Familie?
    ZITAT gekürzt
    Ach, wenn man selbst stabil ist, kann man auch manchmal mit schwierigen Menschen Kontakt haben ohne, dass einen das zu sehr mitnimmt. Sie sind ja letztendlich für ihre Probleme zuständig, wie du für deine.

    Ist es denn für dich wichtig viel Geld zu verdienen? Es ging ja scheinbar jetzt auch mit wenig oder wovon hast du gelebt? Manche finden sogar noch viel später als du zum Erfolg. Aber es gibt mal mindestens 2 Voraussetzungen dafür und die wären mit Ausdauer ein Ziel kontinuierlich verfolgen oder eben einfach die Arbeit jeden Tag tun und sich nicht ablenken lassen von irgendwelchen Rückschlägen und Zweifeln sondern nach Lösungen suchen.

    Du bist 35 und weder von der Meinung deines Vaters abhängig noch verpflichtet allem und jedem zu helfen. Manchmal schadet auch ein wenig Humor oder gar mal ein wenig Frechheit um sich abzugrenzen nichts.

    Hast du denn an nichts Spaß in deinem doch noch recht jungen Leben? Du könntest flirtend um die Häuser ziehen, Sport treiben, was weiß ich machen.
    Deine Eltern brauchst du eigentlich nicht mehr so wirklich, die werden eher bald dich brauchen. Nimm das doch ein wenig lockerer. Du wirst mit einigermaßen Ausdauer und Disziplin, versprochen, ganz sicher in deinem Leben, paar Dinge zum guten wenden können und das hast du selbst in der Hand.

    Klar dein Bruder ist drogensüchtig. Das kommt vor. Ich habe einige in die Drogensucht rutschen sehen von denen ich es nicht unbedingt erwartet hätte. Nur letztendlich muss auch er selbst rauswollen, genauso wie deine Mutter ihr Leben leben sollte.

    Übrigens bzgl. deines Vaters, ich habe kein Problem Menschen, die mich abwertend behandeln selbst sehr frech zu kommen mit den eigenen Waffen. Probier es mal aus. Was denkst du, wie manch einer da zurückfährt oder sich Machtverhältnisse umdrehen. Das heißt nicht, dass das mit denen eine liebevolle Beziehung wird, aber es ist den Spaß dann wert.
    Geändert von Inaktiver User (15.11.2021 um 15:14 Uhr)

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