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  1. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Ich habe es immer schon mit Karl Valentin gehalten:
    Es hat keinen Sinn, Kinder zu erziehen, sie machen sowieso alles nach.
    Auf deutsch: ich habe mich von Anfang an bei meinen Kindern entschuldigt, wenn es die Lage erfordert hat (auch und besonders bei kleinen Dingen) und sie haben es automatisch übernommen. Sie sind bis heute auch untereinander sehr höflich im Umgang - weil sie es bei mir abgeschaut haben.

    Das gehört zu den Bereichen meiner Erziehung, auf deren Erfolg ich stolz bin.
    Geändert von Inaktiver User (05.10.2021 um 07:44 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das steht auch in jedem Erziehungsratgeber und ist wichtig als Prävention gegen Missbrauch.
    unbedingt!
    Umarmungen und Küsschen etc einfordern, egal aus welchem Grund,

    i s t übergriffig, egal, wie alt das Kind ist und wer es einfordert-

    auch die Etern sollten den eigenen Willen des Kindes und sein Befinden

    und das daraus resultierendes Verhalten r e s p e k t i e r e n !

    Vorleben, wie es "richtig geht" ist die einzig funktionierende Methode

    Kinder brauchen keine Dressur und roboterhaftes Verhalten- das zerstört ihre Seele

    und nein, ich bin nicht für laissez-faire.....aber für Wertschätzung und Respekt vor den Gefühlen eines jeden Menschens- und besonders vor denen eines Kindes!

    Buchtipp:

    Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern: Der große Erziehungsratgeber für mehr Empathie und ein respektvolles Miteinander - Kinder verstehen, Konflikte lösen und Beziehungen stärken

    oder ein anderes Buch über

    "gewaltfreie" = wertschätzende Kommunikation mit Kindern!

    das im Eingangspost geschilderte Verhalten der Mutter des KIndes ist subtile Gewalt gegen das Kind!

    siehe auch:

    Bettina Wegner: Kinder

    ..."Sind so kleine Seelen
    Offen und ganz frei.
    Darf man niemals quälen
    Gehn kaputt dabei.

    Ist son kleines Rückrat
    Sieht man fast noch nicht.
    Darf man niemals beugen
    Weil es sonst zerbricht."
    Geändert von Inaktiver User (05.10.2021 um 07:57 Uhr)

  3. Moderation

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    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    @quasi-ich, werden denn konkret eher intime Gesten wie Küsse / enge Umarmungen eingefordert, woran sich hier die Aufregung entzündet? Oder hast Du sie eher beispielhaft genannt (- immerhin ging es ja auch um engste Familienmitglieder-), und es kann auch streicheln, tätscheln, Hand geben oder ein Wort sein?
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  4. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    quasi-ich, Du sagst, Du mischst Dich sonst nicht ein und hier hast Du die Versuchung.
    Ich habe selbst 3 Enkel und bin nicht ganz konform mit deren Eltern über die Erziehung.
    Ungefragt sage ich aber nie etwas dazu. Und in Deinem Fall finde ich diese Sache ganz schön lapidar, um sich einzumischen.
    Die Mutter will eben alles richtig machen, hat einen Erziehungsratgeber (oder mehrere) gelesen und macht es nun so.
    Auch dieses Kind wird groß ohne einen Schaden zu nehmen.

    Ich wäre an Deiner Stelle etwas entspannter.

  5. Moderation

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    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Ich habe eine Frage: Inwieweit handelt es sich dabei um einen performativen Akt der Eltern?
    Der - vielleicht nur wahrgenommene? - Druck und die Beobachtung, unter der man als Elternteil von jungen Kindern steht, ist mir aus eigener Erfahrung gut bekannt und ich beobachte an mir selbst, dass ich vor einer gewissen Öffentlichkeit möglicherweise anders reagiere als im Privaten.
    Insbesondere beim Thema Höflichkeitserziehung möchte man sich vielleicht keine Blöße geben (diese Vermutung hat sich mir auch bei der gesprengten Familienfeier von Pollex_niger angeboten).
    Wenn man alles richtig machen will als Eltern, ist Höflichkeit/Benehmen ein Punkt, wo einen die Kinder schnell und effizient gnadenlos bloßstellen können ohne dass sie dazu Requisiten oder andere aufwändige Vorbereitung oder Komparsen bedürften. Da ist die Reaktion vielleicht aus einem Reflex heraus etwas fehlgeleitet (Fokus auf "Entschuldigung" als Höflichkeits/Benehmensaspekt statt auf die tatsächliche Situation).
    Dies schreibe ich nicht als Unterstellung, sondern als Gedankenanstoß.

    Ansonsten gefällt mir Xanidaes Einschätzung der Lage:
    Die Aufmerksamkeit liegt beim "Opfer".
    Wiedergutmachung initiieren - das ist in unserem Kindergarten z.B. ein wichtiges Prinzip. Handlungen haben Konsequenzen. Wenn man etwas tut, dann bedeutet das, dass man die Konsequenzen mittragen muss.
    Kippt man eine Kiste Legos aus, muss man sie wieder einräumen (mit Hilfe) - das dauert. Macht man irgendeine Sauerei - dito.
    Macht man was kaputt, muss man es ebenfalls aufräumen und wenn möglich reparieren.
    Tut man jemandem weh, muss man sich bemühen, dass es ihm wieder besser geht, trösten, aufstehen helfen, Verletzung "versorgen" (pusten, kühlen...).

    Gerade in dem hier angesprochenen Alter trösten und kümmern sich viele Kinder total gern. Ich habe es erlebt, dass eine ganze Horde auf kurzen Beinchen losgewetzt ist, um ein Kühlpack zu holen, weil jemand hingefallen war.

    Das Entschuldigen kann ein Teil davon sein, aber m.E. die Konsequenz nicht ersetzen.
    Geändert von lunete (05.10.2021 um 08:54 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen

    Das Entschuldigen kann ein Teil davon sein, aber m.E. die Konsequenz nicht ersetzen.
    dass Verhalten- egal welches- immer Konsequenzen hat, lernen die Kinder natürlich, und das ist auch wichtig-

    das ist aber etwas völlig anderes, als "emotionale Erpressung". so wie im EP geschildert...

  7. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Ich habe eine Frage: Inwieweit handelt es sich dabei um einen performativen Akt der Eltern?
    Der - vielleicht nur wahrgenommene? - Druck und die Beobachtung, unter der man als Elternteil von jungen Kindern steht, ist mir aus eigener Erfahrung gut bekannt und ich beobachte an mir selbst, dass ich vor einer gewissen Öffentlichkeit möglicherweise anders reagiere als im Privaten.
    Insbesondere beim Thema Höflichkeitserziehung möchte man sich vielleicht keine Blöße geben (
    Ich halte das für möglich und hatte bei meiner Tochter auch manchmal diesen Eindruck.

    Aber dann wäre es erst recht nötig, darüber zu sprechen, damit die Mutter diesen Druck gar nicht erst verspürt.

    Ich teile die Ansicht nicht, dass man sich als Oma unter keinen Umständen ungefragt in die Erziehung einmischen darf. Wie immer, macht auch hier der Ton die Musik. Man kann sowas auch ohne Vorwurf ansprechen.

  8. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    -

    das ist aber etwas völlig anderes, als "emotionale Erpressung". so wie im EP geschildert...
    Emotionale Erpressung?

    Lasst doch mal die Kirche im Dorf

    Hier nochmal das ep


    Zitat Zitat von quasi-ich Beitrag anzeigen
    . Immer wieder erlebe ich, dass sie und ihr Mann von dem älteren Kind verlangen, dass es sich entschuldigt wenn jemandem etwas getan hat.
    Z.b. wenn er dem Kleinen etwas wegnimmt, dieser dann hinfällt, weint usw. Oder er hat im Spiel und beim fröhlichen Toben seine Mama mal umgerannt. Sie fiel aus der Hocke um und verlangte, dass er sich entschuldigt.

    Hier wird die Mutter des Kindes als emotionale erpresserin abgestempelt ohne ersichtlichen Grund.

    Was ist denn die Alternative? Der kleine versteht eurer Meinung nach weder das Wort Entschuldigung/sorry aber dann soll man ihm die Situation ausgiebig erklären?

    TE hat hier keine ausführliche Schilderung gemacht und nur ein paar brocken hingeschmissen. Wo ihr da emotionale Erpressung aus dem ep lest, erschließt sich mir überhaupt nicht.

  9. Inaktiver User

    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was ist denn die Alternative? Der kleine versteht eurer Meinung nach weder das Wort Entschuldigung/sorry aber dann soll man ihm die Situation ausgiebig erklären?
    Wenn man dem Kind sagt: "Du hast mich umgestoßen und ich habe mir weh getan" versteht das auch ein Kleinkind.

    Oder wenn das Kind dem Einjährigen ein Spielzeug wegnimmt, sodass es weint: "Magst du es, wenn man dir ein Spielzeug wegnimmt? Du bist dann auch traurig. Bitte gib es zurück."

    Dem Kind eine bloße Entschuldigung abzuverlangen, ist umso unwirksamer je jünger das Kind ist.

  10. Moderation

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    AW: Tochter verlangt immer wieder von Sohn (2,5 Jahr), dass er sich entschuldigt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dass Verhalten- egal welches- immer Konsequenzen hat, lernen die Kinder natürlich, und das ist auch wichtig-

    das ist aber etwas völlig anderes, als "emotionale Erpressung". so wie im EP geschildert...
    Unter emotionaler Erpressung verstehe ich, dass man jemanden, in diesem Fall ein Kind, für die Emotionen anderer Menschen verantwortlich macht, bei ihm Schuld, Verantwortung oder Angst erzeugt und es so manipuliert. Insbesondere wenn der andere Mensch, dessen Emotionen das Kind über die eigenen Bedürfnisse stellen soll, eigentlich eine soziale Rolle hat, in der er Sorge für das Kind tragen sollte.
    "Gib der Oma was von deinem Kuchen ab, sonst ist sie traurig." Blödes Beispiel, aber es soll ja nur der Verdeutlichung dienen. So in der Art jedenfalls.
    Kenne ich gut von zuhause, sehr gut...
    Das sehe ich im Beispiel des Eröffnungsbeitrags nicht.
    Das Kind soll eine gewisse Handlung ausführen und durch das Insistieren wird ein Machtkampf daraus - wer gibt zuerst nach, wer setzt sich durch? Das ist auch nicht unbedingt eine zielführende Situation, aber anders als Erpressung.

    Dass Verhalten sachlich bedingte Konsequenzen hat, ist meiner Beobachtung nach auch nicht unbedingt ein automatischer Lernprozess.
    "Lego ausgekippt > Unordnung > muss behoben werden > dauert, nervt und man kann nicht das machen, was man eigentlich machen wollte" ist die logische Handlungsfolge und Konsequenz.
    "Lego ausgekippt > Unordnung > kein Nachtisch als Strafe" ist auch eine Handlungsfolge, aber nicht logisch und losgelöst vom ursprünglichen Problem. Da sehen sich die Kinder Willkür ausgeliefert.

    Und nicht dass das irgendwie falsch rüberkommt: Natürlich liefere ich mir auch Machtkämpfe mit den Kindern, erpresse und besteche sie (allerdings nicht emotional, da bin ich echt vorsichtig) und verhänge manchmal unverhältnismäßige Strafen. Kommt vor.
    Besser wäre es anders. Das kommt auch vor.

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