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    AW: Vater wird immer schwieriger

    einmal im monat, feste umgangszeiten. vorher abgesprochen. festen termin ausmachen.

    am 2. samstag im monat sind wir bei dir, du bei uns.

    oder habt ihr als kleinfamilie wirklich jedes wochenende komplett programm? kenne ich nur von familien wo sport betrieben wird. fussball, turniere etc. aber dann sind oft die grosseltern mit dabei.


    mehr kontakt nach oben ist immer möglich. aber das als untergrenze festlegen.

    und ja, wenn du mit ihm sprichst- wird die kiwi hinterher geschnitten.



    ich kenne das aus der eigenen familie. telefonate laufen im stereo mit was auch immer.
    das nervt. das nervt ganz gewaltig. weil du vermittelt bekommst- du bist nicht wichtig!
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Vater wird immer schwieriger

    Spannendes Thema! Mein Vater ist Ende 70 und verhält sich meiner Mutter und einigen anderen Menschen gegenüber immer seltsamer, weil ihm langweilig ist. Er ist körperlich noch sehr fit und konnte in den vergangenen Monaten seinen Hobbys (Fitness-Studio, Chor) nicht nachgehen. Mit seiner "Fahrrad-Freundin" war er irgendwann auch nicht mehr unterwegs, weil die EBike fährt und deutlich rasanter unterwegs ist. Also war er gelangweilt zu Hause und suchte mit Mütterchen immer wieder die Diskussion, um alles und jeden. Je besser er mit Aktivitäten abgelenkt ist, desto mehr lässt er davon ab.

    Zurück zu Deinem Daddy: Beim Abholen der Kisten bringst Du ihm ein kleines Präsent mit, wie bereits vorgeschlagen wurde. Vielleicht ergibt sich dann auch die Möglichkeit, ihn auf seinen Tonfall anzusprechen. Teile ihm mit, dass die Kinder dies nicht gewohnt sind.

    Die Kinderbetreuung würde ich deutlich reduzieren, ggf. auf einen "Opa-Nachmittag" pro Monat, sofern Opa & Enkel dies wünschen. Als Kind der 70er und 80er Jahre habe ich gelernt, dass bei Oma alles anders und dass man sich vorübergehend arrangieren kann. Wenn beide Seiten aufeinander zugehen, könnte es klappen. Opa nimmt sich ein wenig zurück und das Eis gibt es nach dem Essen.

    Dann kam mir die Idee, Mann und Schwager eventuell als Dolmetscher einzusetzen. Zu ihnen hat Daddy doch einen anderen Draht als zu Dir. Solltest Du nicht an Daddy herankommen, könnten die vielleicht nicht mal versuchen, ganz vorsichtig mit ihm zu sprechen?

    Ich selbst hatte eine äußerst schwierige Oma, die auch mit ihrer Tochter kaum konnte. Gewissen Anliegen ließen sich dann durch ihre "Lieblingssöhne" (wobei diese Rolle immer wieder wechselte) platzieren.

    Viel Erfolg ! Falls dieser auf sich warten lässt, bleib gelassen .

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    AW: Vater wird immer schwieriger

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich kenne das aus der eigenen familie. telefonate laufen im stereo mit was auch immer.
    das nervt. das nervt ganz gewaltig. weil du vermittelt bekommst- du bist nicht wichtig!
    Das sehe ich genau so. In manchen Familien scheint es normal zu sein, ständig dazwischenzuquatschen, wenn jemand telefoniert, oder sich als Telefonierende/r gleichzeitig noch mit anderen Leuten im Raum zu unterhalten. Ich finde, auch Kinder, die dem Kleinstkindalter entwachsen sind, können lernen, ihre Anliegen ein klein wenig zurückzustellen, bis die Mutter wieder ansprechbar ist.

    Eine Freundin von mir unterhält sich sogar mit ihrer Katze, während sie mit mir telefoniert! Ich habe dann manchmal den Impuls, einfach aufzulegen, weil die Katze offenbar wichtiger ist als ich.

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    AW: Vater wird immer schwieriger

    Hm. Also das was Nunca da schildert, ist doch eine Wesensveränderung. Dass manche Sachen vielleicht nicht so höflich sind und man Kisten abholen soll - geschenkt. Aber wenn jemand, anders als früher, so schnell austickt, dann ist das schon bedenklich.

    Wenn ich anfangen würde, meine erwachsenen Kinder wegen irgendetwas anzuschreien, dann würde ich mir wünschen, sie würden das ansprechen und sich Sorgen machen und mich vielleicht überreden, das mal untersuchen zu lassen. Ich würde sie jedenfalls nicht anbrüllen, weil sie irgendwelche Kisten bei mir stehen hätten. Das kann man ja wohl unter erwachsenen Leuten friedlich klären.

    Als Tochter aber war ich da sehr viel ungeduldiger. Was wohl auch daran liegt, dass höfliches Miteinanderreden in meiner Kindheit eher so nicht stattfand und ich mich schon früh zurückgezogen habe.

    Wie es jetzt für dich ist, Nunca, weiß ich nicht. Aber ich habe den Eindruck, dass deine Beispiele eben Beispiele für Situationen sind, die anders ablaufen als früher. Jetzt ist die Frage, wieviel Geduld du deinem Vater schenkst und wieviel Einfluss du auf ihn hast. Und wie viel Kraft. Wenn er unvorhersehbar reagiert, würde ich auch die Kinder nicht bei ihm lassen.

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    AW: Vater wird immer schwieriger

    Ich finde, dass man das so schlecht beurteilen kann, wenn man die Familie und ihre Strukturen nicht kennt.

    Vielleicht hat der Vater jetzt seine Trauer um die Frau halbwegs überwunden und findet sich in einer völlig neuen Situation wieder - einer "Ich-Phase" . Das muss nicht egoistisch sein - sondern normal nach langen Jahren von Familienvater und Ehemann. Jetzt ist er nur noch allein da und für sich selbst zuständig.

    Da fällt ihm vielleicht auf, wie sehr ein in seinem vorherigen Leben vereinnahmt wurde - und vielleicht auch, wie ungleich die Gewichtung war. Er hat für seine Kinder gemacht und getan - und die Kinder haben genommen und in seinen Augen kam nicht genug zurück. Das muss nicht stimmen und die Kinder sehen es vermutlich anders, aber darum geht es ja nicht. Es geht immer nur darum, wie der Betreffende es tatsächlich wahrnimmt und empfindet. Und es geht dabei auch nicht um Materielles, sondern - gerade in dieser Eltern-Kind-Konstellation - zum größten Teil um Aufmerksamkeit.

    Und jetzt hat er einfach keinen Bock mehr. Er erkennt zu Recht, dass das alles keine Einbahnstraße ist.
    Männer neigen da ja eher zu einem eher aggressiven Umgangston, um sich durchzusetzen - diese Kisten sind nur die Spitze des Eisbergs, aber daran entlädt sich dann seine Unzufriedenheit. Das irritiert und befremdet natürlich.

    Mein Tipp fürs Erste wäre, ihm bewusst mehr Aufmerksamkeit im Kleinen zu schenken. Das müssen gar nicht die großen Treffen und Besuche sein, die er dann vielleicht auch als gezwungen empfindet. Heutzutage ist es doch super, anderen kurz zu signalisieren "ich denke an dich!" ... mal eine kurze Nachricht oder ein Bild über Whatsapp ... oder ähnliches ... aber regelmäßig ... das kann die Lage schon sehr entspannen.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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