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  1. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    vorschlag: du schaust wo du bei euch eine trauerbegleiterin findest- und du redest vorab mit diesem menschen.

    ich bin mir sicher, diese profis wissen wie mit "widerspenstigem" klientel umzugehen ist.



    viel erfolg

  2. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    In einer psychosomatischen Reha kann auch Trauer aufgearbeitet werden, vielleicht ist das eher was für sie als eine Trauergruppe.

  3. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Klar ist die Trauerzeit bei einem Verlust unterschiedlich, Vorschriften darüber kann und wird keiner machen denken ich mal.

    Aber: es bleibt die Frage, inwiefern eine eigene Situation (sei es nun Trauer, eine schwere Erkrankung, was-auch-immer) andere mit runterzieht.

    Wie war denn das Verhalten der Schwiegermutter früher, als ihr Mann noch lebte ? Hat sie da auch schon versucht, alles nach ihren Vorstellungen zu haben ? Also Gesprächsthemen etc. ?

    Dass sie dauerhaft Hilfe verweigert könnte für mich ein Anzeichen sein, dass sie sich -trotz allem Schmerz- recht "gut" in ihrer Situation eingerichtet hat und andere damit in irgendeiner Form "dominieren" kann ? Dass sie denn doch immer irgendwie im Mittelpunkt steht ? Alle um sie rum einen Eiertanz vollführen nur um sie nicht zu verkrätzen und für sie "unangenehme" Themen damit garnicht mehr angesprochen werden?

    Man kann niemanden zu einem Trauerbegleiter oder anderen Hilfsangeboten hinprügeln. Letztendlich muss die Umgebung ihre Konsequenzen ziehen.

    Gruß Elli
    Geändert von Inaktiver User (25.08.2021 um 10:37 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In einer psychosomatischen Reha kann auch Trauer aufgearbeitet werden, vielleicht ist das eher was für sie als eine Trauergruppe.
    wenn sie keinen handlungsbedarf empfindet, die anderen sich ihr anzupassen haben (stichwort: die kinder trauern nicht genug)- wird sie sich auf eine reha nicht einlassen.

    denn in ihrer wahrnehmung ist sie ja ok. die andern verhalten sich nicht korrekt.

  5. Moderation

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von lissiie Beitrag anzeigen
    Ja, wir haben sehr oft das Gespräch gesucht. Sie blockt aber immer irgendwie ab und es endet mit Vorwürfen den Kindern gegenüber, dass sie nicht genug trauern. Meine Schwägerin hat deswegen immer wieder Zeiten, in denen sie nur noch sporadisch Kontakt mit ihrer Mutter hat.
    Oh je, in deiner Schwägerin erkenne ich mich selbst. Bei meiner Mutter war das leider auch so (mit Mitte 40) und es hat sich auch nie wieder gegeben. Für mich als Tochter auf Dauer unerträglich, da es auch immer mit Vorwürfen und Abwertung verbunden war.

    Ich hoffe, dass bei deiner Schwiegermutter Gespräche noch etwas bewirken. Und ich würde da auch eine härtere Gangart wählen (siehe Beiträge von Massashi), die ihr spiegeln, was sie mit ihrem Verhalten bei ihrem Umwelt auslöst. Ohne ihr das Recht auf Trauer abzusprechen, natürlich. Kann man ihr vielleicht explizit Raum dafür geben durch Rituale? Also gemeinsame Besuche am Grab des Vaters z.B.? Und im Gegenzug das Ausblenden des Themas bei sonstigen Familienfeiern?
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Habt ihr denn in der Vergangenheit mit ihr getrauert? Wurde sie nach dem Tod mit ihrer Trauer gesehen?
    Ich frage, weil es jetzt so klingt, als ob sie einfach wieder funktionieren soll. "In den Griff kriegen" klingt ziemlich harsch, auch wenn ich verstehe, dass sie die familiären Beziehungen belastet.

    Stimmt es, dass sie niemanden hat mit dem sie in den Urlaub fahren kann? Ist sie sozial in Aktivitäten eingebunden? Trifft sie regelmäßig Freunde, hat sie Hobbies?
    Oder hat sie sich vom Leben abgeschnitten und macht außer dem Beruf nichts mehr?
    Am Anfang wurde viel mit ihr getrauert, für meinen Mann und besonders auch für meine Schwägerin war der Verlust des Vaters natürlich auch extrem schlimm. Das macht die Vorwürfe meiner SM der Schwägerin gegenüber natürlich umso schlimmer.
    "In den Griff kriegen" heißt nicht, dass sie nicht trauern darf. Nur was es so schwierig macht ist das Gefühl, dass sie mit ihrer Trauer keinen Umgang findet.
    Sie hat außer uns keinerlei soziale Kontakte, abgesehen von Arbeitskollegen. Hobbies hat sie auch nicht. Ihr Mann war ihr Hauptbezugspunkt in ihrem Leben. Sie hat auch bereits mit 18 Jahren geheiratet, sie kennt also auch kein Leben ohne ihn.
    Wir haben mitbekommen, dass gemeinsame Freunde der beiden versucht haben, den Kontakt mit ihr aufrecht zu erhalten, aber das wurde von Seiten meiner Schwiegermutter immer wieder abgeblockt, so dass sie irgendwann aufgegeben haben.

  7. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Letztendlich muss die Umgebung ihre Konsequenzen ziehen.

    Gruß Elli
    die tochter hat ihre konsequenzen ja schon gezogen.



    die unterscheidung: was ist wirklich trauer mit evtl. depressionen, schuldgefühlen etc und was ist machtausübung- das ist sache für einen profi.

  8. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ....die unterscheidung: was ist wirklich trauer mit evtl. depressionen, schuldgefühlen etc und was ist machtausübung- das ist sache für einen profi.
    Das ist richtig, aber es ist eine Katze, die sich in den Schwanz bisst: wenn die Schwiegermutter sich verweigert, ändert sich nunmal nichts. Zwingen kann sie niemand, Hilfe zu suchen.

    Gruß Elli

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Oh je, in deiner Schwägerin erkenne ich mich selbst. Bei meiner Mutter war das leider auch so (mit Mitte 40) und es hat sich auch nie wieder gegeben. Für mich als Tochter auf Dauer unerträglich, da es auch immer mit Vorwürfen und Abwertung verbunden war.

    Ich hoffe, dass bei deiner Schwiegermutter Gespräche noch etwas bewirken. Und ich würde da auch eine härtere Gangart wählen (siehe Beiträge von Massashi), die ihr spiegeln, was sie mit ihrem Verhalten bei ihrem Umwelt auslöst. Ohne ihr das Recht auf Trauer abzusprechen, natürlich. Kann man ihr vielleicht explizit Raum dafür geben durch Rituale? Also gemeinsame Besuche am Grab des Vaters z.B.? Und im Gegenzug das Ausblenden des Themas bei sonstigen Familienfeiern?
    Wir sind so gut wie jedes mal, wenn wir bei ihr sind, am Grab meines Schwiegervaters und auch sonst geht sie wohl jeden Tag am Grab vorbei.
    Ich fürchte, ein Ausblenden auf Feiern wird nicht funktionieren. Man hat als Außenstehender den Eindruck, dass es sie einfach überkommt. Das kommt wirklich oft von einer Minute auf die Andere.

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Klar ist die Trauerzeit bei einem Verlust unterschiedlich, Vorschriften darüber kann und wird keiner machen denken ich mal.

    Aber: es bleibt die Frage, inwiefern eine eigene Situation (sei es nun Trauer, eine schwere Erkrankung, was-auch-immer) andere mit runterzieht.

    Wie war denn das Verhalten der Schwiegermutter früher, als ihr Mann noch lebte ? Hat sie da auch schon versucht, alles nach ihren Vorstellungen zu haben ? Also Gesprächsthemen etc. ?

    Dass sie dauerhaft Hilfe verweigert könnte für mich ein Anzeichen sein, dass sie sich -trotz allem Schmerz- recht "gut" in ihrer Situation eingerichtet hat und andere damit in irgendeiner Form "dominieren" kann ? Dass sie denn doch immer irgendwie im Mittelpunkt steht ? Alle um sie rum einen Eiertanz vollführen nur um sie nicht zu verkrätzen ?

    Man kann niemanden zu einem Trauerbegleiter oder anderen Hilfsangeboten hinprügeln. Letztendlich muss die Umgebung ihre Konsequenzen ziehen.

    Gruß Elli
    Wir hatten eigentlich immer ein sehr gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern. Wobei mein Schwiegervater immer eher der offene Typ war und auch auf andere zugegangen ist und meine Schwiegermutter schon immer eher verschlossen war. Also nicht uns gegenüber - mich hat sie von Anfang an mit offenen Armen in die Familie aufgenommen. Aber sie war nie der Typ, der von sich aus fremde Menschen angesprochen hätte.

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