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  1. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für Kinder ist das zu viel.. denen würde ich das nicht mit aufbürden.
    Aufbürden nicht, aber es ihnen altersgerecht erklären. Dass das eben auch zum Leben gehört.

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es hat jeder seine Trauerzeit
    TRauerjahr.. als wenn man da schwupp di wupp wieder gut drauf ist.
    Für Kinder ist das zu viel.. denen würde ich das nicht mit aufbürden.
    Das jeder seine eigene Trauerzeit hat, sehe ich auch so. Aber dennoch sollte man nach vier Jahren versuchen, einen anderen Umgang damit zu finden und zumindest auch ein wenig wieder nach vorne zu Blicken. Sie ist ja auch erst Mitte 50 und hat hoffentlich noch viele Jahre vor sich.

    Den Kindern haben wir natürlich erklärt, warum Oma so oft traurig ist und weint. Die große Tochter hat sogar ein Buch von uns bekommen, in dem Trauer kindgerecht erklärt wird.
    Trotzdem ist es natürlich schwierig, wenn die Kinder fröhlich sind und Oma plötzlich aus dem Nichts anfängt zu weinen.

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    Vielleicht braucht sie ganz klare Reaktionen, z.B: "Das ist unerträglich, dieses Verhalten! Ich kann definitiv nichts für Deine Situation, also finde gefälligst andere Möglichkeiten, mit Deinen Gefühlen umzugehen!"
    Das wäre bestimmt total hilfreich. (Achtung, Ironie).
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  4. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    es gibt zwei "lager"


    ihr, die jungen, mit kindern- das leben geht weiter und muss auch weitergehen. durch die veränderungen mit den kindern (entwicklung) lebt ihr diese veränderung.

    und

    schwiegermutter die sich selbst aufgegeben hat und nur in ihrem schmerz lebt.
    sich um sich herum dreht und den weg in die aussenwelt nicht mehr findet.




    da muss ein profi ran. trauerbegleiter- wurde schon geschrieben.
    das scheint mir auch das einzig richtige.

    zum glück gibt es menschen die das ausüben .

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    So wie ich Dich verstehe, Lissiie, geht es nicht darum, der Schwiegermutter das Gefühl der Trauer abzusprechen. Sondern darum, dass sie anderen ihr Glück nicht gönnt, weil sie selber unglücklich ist. Und an dieser Stelle ist es durchaus angesagt, ihr zu spiegeln, was das für Euch bedeutet.

  6. Moderation

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von lissiie Beitrag anzeigen
    Ich dachte ja immer, dass es mit der Zeit besser wird, aber man hat eher das Gefühl, dass es immer schlimmer wird.
    Stehst du, oder steht dein Mann so zu ihr, daß mit ihr offen darüber geredet werden kann?

    Wenn ja, könnte man mal eine Gelegenheit zum Zuhören schaffen um besser zu verstehen, wo sie ist und was sie will und was ihr helfen könnte. Vielleicht will sie Trost, oder Verständnis für ihre Lage, vielleicht braucht sie irgend eine Art von Unterstüzung, um sich durchzuarbeiten (weniger gute Ratschläge, manchmal nur einen Anlaß, Gefühle in Worte zu fassen, oder das Gefühl, gesehen und nicht abgetan zu werden) vielleicht ist sie jemand, der immer wieder plötzlich und unerwartet in das Loch fällt, daß der Verstorbene hinterlassen hat, und die Anwesenheit der Familie ist ein Auslöser.... So kann man ein bißchen eine Hand geben, damit sie den Verlust weniger präsent machen kann, auf welche Methode auch immer ihr taugt.

    Wenn ihr nicht so nahe steht, dann ist es schwer, einen Anlaß zum Zuhören zu schaffen, und selbst wenn ihr einen findet und versteht, wo sie steht, sind die Möglichkeiten, etwas zu tun, begrenzt. Dann, so oder so, muß die Umgebung einen Weg finden, damit umzugehen, und den Kindern muß man vermutlich erklären, was sie von der Großmutter erwarten könnnen (und was nicht), und welches Verhalten von ihrer Seite angemessen ist. (Und das ist etwas, das man immer mal wieder braucht. Gut, wenn man es nicht komplett selber herausfinden muß!)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es gibt zwei "lager"


    ihr, die jungen, mit kindern- das leben geht weiter und muss auch weitergehen. durch die veränderungen mit den kindern (entwicklung) lebt ihr diese veränderung.

    und

    schwiegermutter die sich selbst aufgegeben hat und nur in ihrem schmerz lebt.
    sich um sich herum dreht und den weg in die aussenwelt nicht mehr findet.




    da muss ein profi ran. trauerbegleiter- wurde schon geschrieben.
    das scheint mir auch das einzig richtige.

    zum glück gibt es menschen die das ausüben .
    Du hast das ziemlich gut auf den Punkt gebracht!
    Uns geht es nicht darum, dass sie nicht mehr trauert, sondern dass sie einen anderen Umgang damit findet.

    Wir haben ihr des Öfteren eine Trauerbegleitung nahegelegt, aber da blockt sie total ab. Sie ist der Meinung, dass nichts und niemand etwas an ihrer Trauer ändern kann und - auch wenn das hart klingt - hat man manchmal den Eindruck, sie möchte auch nichts ändern.

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    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Stehst du, oder steht dein Mann so zu ihr, dass mit ihr offen darüber geredet werden kann?
    Ja, wir haben sehr oft das Gespräch gesucht. Sie blockt aber immer irgendwie ab und es endet mit Vorwürfen den Kindern gegenüber, dass sie nicht genug trauern. Meine Schwägerin hat deswegen immer wieder Zeiten, in denen sie nur noch sporadisch Kontakt mit ihrer Mutter hat.

  9. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Habt ihr denn in der Vergangenheit mit ihr getrauert? Wurde sie nach dem Tod mit ihrer Trauer gesehen?
    Ich frage, weil es jetzt so klingt, als dass sie einfach wieder funktionieren soll. "In den Griff kriegen" klingt ziemlich harsch, auch wenn ich verstehe, dass sie die familiären Beziehungen belastet.

    Stimmt es, dass sie niemanden hat mit dem sie in den Urlaub fahren kann? Ist sie sozial in Aktivitäten eingebunden? Trifft sie regelmäßig Freunde, hat sie Hobbies?
    Oder hat sie sich vom Leben abgeschnitten und macht außer dem Beruf nichts mehr?

  10. Inaktiver User

    AW: Schwiegermutter bekommt Trauer nicht in den Griff

    Ich kannte den Mann einer Frau, die ihren Sohn (nicht sein Kind) bei einem tragischen Unfall verloren hat, er war Beifahrer, der Verursacher, unter Drogen, hat überlebt. Sie ist dadurch völlig aus der Bahn geworfen worden, war immer wieder in der Psychiatrie, er hat sich in den Alkohol geflüchtet.

    Auch mein Vater ist plötzlich tot umgefallen, meine Mutter knabbert auch zehn Jahre danach sehr daran. Allerdings ist sie jetzt 80 Jahre alt und war mit ihm über 50 Jahre zusammen. Dennoch hat sie nach drei Jahren neue Kontakte geknüpft, zu anderen Frauen, zu Gleichgesinnten quasi.

    Deine Schwiegermutter will das nicht.

    Trauer ist nicht irgendwann vorbei, wenn man immer wieder auf die Trauer schaut, bleibt sie aktiv. Deine Schwiegermutter hat einen tragischen Schicksalsschlag erlitten, aber das haben ihre Kinder auch, ihre Enkel ebenso. Der Vater und Opa fehlt auch. Ganz ehrlich, wenn sie immer so rabiat mit den Gefühlen anderer umgeht würde ich das auch. Und würde sie genau daran erinnern, dass sie nicht die Einzige ist, die einen Verlust erlitten hat. Und ob sie wirklich meint, ihr Mann hätte gewollt, dass sie so dahinsiecht seinetwegen. Ich habe das meiner Mutter damals so gesagt. Andenken bewahren und traurig sein ist das eine, aber ein wandelndes schwarzes Loch zu sein etwas anderes.

    Bedenke auch, dass es durchaus suizidal werden kann. Deshalb finde ich die Idee, dass Ihr Euch selbst professionelle Hilfe sucht gut. Die Auswirkungen einer ewig weinenden und trauernden Oma auf ihre Enkel sind auch nicht zu unterschätzen...

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