Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 61
  1. User Info Menu

    Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Hallo miteinander,

    ich hoffe ich bin hier richtig. Vielleicht kann mir jemand mit einem Tipp oder Infos helfen.
    Es geht darum dass meine Mutter Anfang des Jahres in die Klinik kam mit Depression und Angststörung. Sie war da 3 Monate und hat dann direkt in ein Pflegeheim gewechselt. In dem sie sich aber unwohl fühlt. In ihre Wohnung will und kann sie nicht mehr zurück, die werden wir jetzt vermieten.
    Nun habe ich eine schöne Wohngruppe für sie gefunden, die aber etwas teurer ist als das Heim. Dafür mit der passenden Betreuung. Alles Selbstzahler.
    Sie bekommt Rente, dazu kämen dann die Mieteinnahmen. Pflegegrad ist beantragt, weiß aber noch nicht ob es 2 wird oder nur 1.
    Ich dachte das reicht dann aus.
    Nun kam ein Kostenvoranschlag des Pflegedienstes und ich bin fast vom Stuhl gekippt. Die rechnen auch für jedes mal wenn sie etas machen eine Anfahrtspauschale von 100% ab, dabei sind sie ja sowieso im Haus weil fast alle Bewohner der Wohngruppen Pflegegrade haben. Es gibt ja auch 50 und 25%. D.h. die Anfahrtspauschale frisst schon die Hälfte des Pflegegeldes, ohne dass irgend eine Leistung in Anspruch genommen wurde. Und das ja nur bei Grad 2. Bei der 1 können wir uns quasi dann gar keine Pflege leisten. Ohne die wirds aber nicht gehen.
    Ich bin nun etwas verzweifelt. Habe den Mietvertrag schon hier liegen und das Heim ist gekündigt.
    Mal davon abgesehen dass meine Mutter sich in vielen Dingen ständig quer stellt. Ich glaube sowieso sie hat noch ein anderes psychisches Bild, vielleicht in Richtung Wahnvorstellungen oder so, kenne mich damit nicht aus. Aber eigentlich wollte ich auch zu einem Arzt mit ihr sobald der Umzug mal endlich erledigt ist (das Thema zieht sich seit Monaten!).

    Hat jemand eine Ahnung ob es noch irgendwelche Zuschüsse geben kann, auch wenn man Mieteinnahmen hat? Oder sieht es da eher duster aus? Kennst sich jemand mit Pflegediensten aus und damit, was so eine einfache Pflege monatlich im Durchschnitt kostet? Es geht um 2x die Woche beim Duschen helfen und 1x nachts vorbeifahren und nach dem Rechten sehen. Evtl noch die Butter und das Brot aus dem Kühlschrank holen und ihr vor die Nase legen. Weil sie sich einbildet dass sie das selbst nicht mehr kann.

    Ach ich bin so verwzeifelt inzwischen...

  2. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Vielleicht mal an einen Sozialdienst wenden, der Beratungen durchführt? Alle Papiere mitnehmen. Da sitzen Fachleute, die wissen, was zu tun ist, wenn Zuschüsse benötigt werden (ggf. Sozialhilfe?).

    Als unsere Mutter seinerzeit ins betreute Wohnen musste, stiegen wir auch nicht durch die Verträge durch und waren total unsicher, ob die Renten reichen und wie sich die Krankenversorgung dazu stellt, wegen Aufstockung.

    Nach der Beratung hat sich alles in Luft aufgelöst. Die Berechnungen der Krankenkasse waren in Ordnung, die Verträge auch, sprich: Die Finanzierung war gesichert (ohne uns Kinder mit ins Boot zu holen) und nun hat sie noch ein Taschengeld von ca. 350 Euro im Monat (+ Ersparnisse) und das klappt jetzt wunderbar.

    Allerdings fühlt sich unsere Mutter total wohl in ihrer Residenz und ist doch jetzt glatt zur 1. Vorsitzenden der Bewohnervertretung gewählt worden. Hat sich einen Duden gekauft, damit sie die Protokolle fehlerfrei aufsetzen kann und ich kippe regelmäßig vom Stuhl, wenn ich mit ihr zusammen bin oder mit ihr telefoniere.

    Wir lernen unsere Mutter noch einmal neu kennen.

    Nimm eine Beratung in Anspruch. Und ggf. mit Deiner Mutter zusammen eine neue Residenz suchen, so sie dazu noch bereit und in der Lage ist?

    Alles Gute Dir/Euch .

  3. Moderation

    User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Das ist eine schwierige Zeit, durch die Ihr jetzt müsst, das tut mir immer leid zu lesen.

    Versuchen wir mal ein paar Fakten zu eruieren.
    Wie hoch ist diese Anfahrtspauschale denn und wie hoch der monatliche Betrag überhaupt?
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Meine vollständige Antwort ist ins Nirwana gefallen, aber Chambord hat alles wichtige geschrieben.

    Ja, eine Beratung halte ich für sehr wichtig, die kann Unsicherheiten ausräumen.
    Der Sozialdienst im Krankenhaus hätte schon Kontakt mit Euch aufnehmen sollen.
    Aber das kann alles nachgeholt werden.

    Wenn es unbedingt diese Einrichtung sein soll, wäre es eine Überlegung wert die Wohnung zu verkaufen?
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

  5. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Mal davon abgesehen dass meine Mutter sich in vielen Dingen ständig quer stellt. Ich glaube sowieso sie hat noch ein anderes psychisches Bild, vielleicht in Richtung Wahnvorstellungen oder so, kenne mich damit nicht aus. Aber eigentlich wollte ich auch zu einem Arzt mit ihr sobald der Umzug mal endlich erledigt ist (das Thema zieht sich seit Monaten!).
    Ich glaube, ich würde erstmal klären, welche Art von Pflege oder vielleicht auch nur Betreuung Deine Mutter konkret braucht. Gab es von Seiten der Klinik keine Empfehlung?

  6. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ich bin ehrlich gesagt etwas verwirrt.

    Deine Mutter ist ein einer Pflege Einrichtung wegen Depressionen und Angst Störung?

    Ansonsten bin ich bei @Chambord

    Was der Pflegedienst bzgl der Anfahrt berechnet obwohl alle im Haus sind...... Finde ich auch sehr unseriös
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

  7. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Als ich seinerzeit und komplett ahnungslos einen sehr freundlichen Pflegedienst nur zur Tablettengabe gebucht hatte, boten sie mir an " wenn wir eh zur Frühstückszeit Ihrer Mutter vor Ort sind, können wir ihr auch schnell ein Brot schmieren "

    Fand ich total nett und hab es dankend angenommen

    Die Kosten bzgl der Tabletten waren mit dem Zuschuss der KK gedeckt

    Am Ende des ersten Monats kam eine Rechnung von 320€

    Fürs Brot schmieren

    Das war sogar rechtens.

    Ich war sowas von enttäuscht und hab das auch kommuniziert

    Natürlich weiß ich heute, dass ich total naiv war

    Aber ....meist macht man als Angehöriger das ja nur 1x und dazu gehört wohl Lehrgeld zu zahlen

    Meine Empfehlung an dich : jede Überlegung mit Rücksprache abzusichern und dir möglichst viel offizielle Unterstützung zu suchen

    Oftmals gibt es Erleichterungen, die nicht angeboten / erwähnt werden, aber von der Kasse übernommen werden

    Alles Gute euch
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  8. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Hallo Elfenstein,

    zunächst einmal würde ich die Arztberichte der Klinik anfordern und die des einweisenden Arztes.
    Zusammen mit den Arztberichten stellst Du dann zügig einen Antrag auf Einstufung in einen Pflegegrad bei der Krankenkasse, und zwar vorab, und bittest aufgrund des anstehenden Wechsels in stationäres BeWo um zeitnahe Bearbeitung (= zeitnahen Besuch vom MDK).

    Deine Mutter hat, je nach Pflegegrad, Anspruch auf Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Entlastungsbetrag, Pflegehilfsmittel (40€/mtl.), Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (4.000€), Hilfsmittel, Kurzzeit- u. Verhinderungspflege. Die Beträge entsprechen denen, die bei häuslicher Pflege gezahlt werden.

    Bei Pflegegrad I bekommt sie nichts, d.h. sie ist Selbstzahler. Bei Pflegegrad II bekommt sie Pflegesachleistungen i.H.v. 689€ + den Entlastungsbetrag i.H.v. 125€ + 214€ zusätzliche Leistungen für ambulant betreute Wohngruppen. Damit sollen 4-5x wöchentlich. Körperpflege und haushaltsnahe Dienstleistungen 1x wöchentlich 90 min (Reinigung, Einkäufe etc.) abgedeckt sein. Nicht enthalten ist Essen auf Rädern, Miete, Nebenkosten, weitere Leistungen. Die Miete liegt höher als normale Mieten, sodass die Einnahmen aus der ETW vermutlich nicht reichen werden. WGs werden immer geringer bezuschusst als vollstationäre Pflege und sind deshalb unter dem Strich teurer.

    Sollte Deine Mutter Medikamente benötigen, werden diese Leistungen (Medikamentengabe) über die Krankenkasse per Verordnung des Hausarztes abgedeckt. Dazu musst Du den Hausarzt kontaktieren.

    Dann prüfst Du, für welchen Betrag Du die Wohnung vermieten kannst (Berechnungskataloge für die ortsübliche Miete gibt es im Internet, dazu ziehst Du Vergleiche von immoscout & Co heran) und guckst, welche laufenden Kosten inkl. Rücklagen bei Dir hängen bleiben.

    Dritter Schritt: Prüfe, welche Renteneinkünfte (Altersrente, EU- Rente, private RV) vorhanden sind und in welcher Höhe es Sparvermögen gibt.

    Sobald Du das Budget kennst, kannst Du Angebote weiterer WGs einholen. Frag dazu mal beim Pflegestützpunkt (dem Gesundheitsamt angegliedert) nach. Die kennen die Träger und können Dich auch bei den Anträgen beraten.

    Dem sozialen Dienst des Heims teilst Du mit, dass sich der Auszug noch verzögert. Die können Deine Mutter nicht einfach auf die Straße setzen und sollten Dir auch bei der Überleitung in eine WG behilflich sein.

    Weitere Anträge wirst Du momentan kaum stellen können. Grundsätzlich ist es so, dass die Sozialämter die Kosten tragen, die die Pflegeversicherung nicht übernimmt. Das ist in der Regel bei Renteneinkünften der Fall, die niedriger als 800€ mtl. sind. Allerdings hat Deine Mutter ja noch verwertbares Vermögen. Heißt, dass die Kosten vorrangig aus der Miete zu decken sind und dass, falls das nicht funktioniert, die Wohnung verwertet = verkauft werden muss. Eine Option wäre, dass Du die Wohnung zu marktüblichen Preisen kaufst und Anträge stellst, sobald der Verkaufspreis aufgezehrt ist. Andernfalls bleibt nur, eine preiswertere WG zu suchen.

  9. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Es gibt einen Wohngruppenzuschuss von etwa 220 Euro, den man gesondert bei der KK beantragen muss. Bei der Barmer gibt es dazu ein eigenes Formular. Hat ein bisschen gedauert bis die Hotline mich verstanden hat und das Formular rausrückte.
    Meine Mutter hat Pflegegrad 4.

  10. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Da fällt mir noch ein: Mir wurde gesagt, dass das Sozialamt, anders als bei Pflegeheimen, die Kosten für eine Wohngruppe NICHT übernimmt
    Tell the truth, there's less to remember
    (frei nach Mark Twain)

    In a world full of Kardashians be a Morticia

    (T-shirt-Spruch)





Antworten
Seite 1 von 7 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •