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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Falls ich mal in die Situation kommen sollte, habe ich mir schon fest vorgenommen, mein Elternhaus auch nicht selbst auszuräumen, sondern Externe damit zu beauftragen. Vorher nochmal natürlich schauen, dass ich mir Sachen, die mir lieb und wichtig sind, raushole und dann innerlich mit dem Haus abschließen.

    Ich denke, das entlastet ungemein, sowohl emotional als auch stressmäßig. Das eigene Leben mit Job, Mann und ggf. eigenen Kindern ist doch schon zeitlich erfüllend genug, dass ich mir diesen Zeitfresser Haushaltsauflösung nicht ans Bein binden möchte.


    Liebe TE, alles Gute Dir und Deiner Mutter. Es ist ganz bestimmt keine einfache Zeit, aber irgendwann ist alles geregelt und Deine Mutter wird hoffentlich in ihrer neuen Umgebung ankommen können. Einen WG-Platz finde ich persönlich doch viel besser als einen Heimplatz.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ich habe auch die Wohnung meiner Eltern räumen lassen, aber das entbindet einen nicht von der Notwendigkeit vorher jede Schublade, jede Dose, jeden Briefumschlag zu öffnen und in jede Hosen/Jackentasche zu schauen, damit man auch keinen Wertgegenstand oder wichtiges Dokument übersieht. Da gibts jede Menge Erinnerungen.

    Und dann die Qual der Wahl, was man aufhebt. Selbst, wenn ich entschlossen fürs Wegwerfen plädiert habe, ist der betreffende Gegenstand dann Tage später plötzlich im Büro meines Mannes aufgetaucht. Von den Fotoalben aus der Jugend meiner Eltern habe ich mich auch noch nicht trennen können, dabei haben nicht mal meine Eltern ihre eigene Alben angeschaut. Pff...
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  3. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ja, das ist hart. Meine Kusine sagte, das Ausräumen ihres Elternhauses sei emotional mit das Schwerste gewesen, dass sie je machen musste. Unter anderem deshalb habe ich das dann vom Servicebetrieb der Stadt machen lassen, das hat dann wenigstens noch einem guten Zweck gedient. Hat mich allerdings 1.500 Euro gekostet, aber das war gut angelegtes Geld. Die haben in ein paar Stunden erledigt, wozu wir zwei Wochen gebraucht hätten. Das Ausräumen und Prüfen vorher kann einem ja sowieso niemand abnehmen.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Hallo ihr Lieben,

    da haben ja einige schon ähnliches hinter sich. Das steht in einem gewissen Alter wohl einfach auf dem Plan. In gewisser Weise bin ich froh, das jetzt auch schon fast hinter mich gebracht zu haben, dann ist dieses Thema abgehakt.
    Aktueller Stand der Dinge:
    -Betreuerausweis erhalten
    -Termin beim Psychiater absolviert, sie hat nun neue Medikamente, von denen eines bereits gut funktioniert, das Antidepressivum wirkt natürlich noch nicht. Zumal sie es ja schon wieder einige Tage nicht genommen hat (weil es sie "so wach macht"). Sie hat mir heute aber fest versprochen, ihre Medikamente jetzt nach Plan zu nehmen. Ich glaube sie hat eingesehen, dass es ihr nur dann besser gehen kann. Im Zweifelsfall soll der Pflegedienst ihr die Medis geben, Verordnung liegt vor.
    -Sie ist jetzt am Mittwoch umgezogen in die WG. Freiwillig. Wir haben gut zusammengearbeitet. Es gefällt ihr dort. Auch wenn sie natürlich weiterhin recht negativ ist ("es gibt niemanden der zu mir passt, ich bin so einsam, es ist so langweilig..."). Rückmeldung der WG: sie hat in diesen ersten drei Tagen Kontakte geknüpft, beim gemeinschaftlichen Kochen und Backen viel mitgeholfen, sie waren alle zusammen in der Eisdiele, gestern war Singnachmittag, da hat sie fleißig mitgemacht. Also ich sag mal: ganz so langweilig klingt das ja jetzt alles nicht!
    - Am Donnerstag haben wir die Wohnung entrümpeln lassen, ich hatte auf einem Handwerkerportal den Auftrag eingestellt und am nächsten Tag wurde es schon gemacht, für wirklich günstiges Geld. Vorher hatten wir noch aussortiert. Da darf man nicht zu emotional jeden Gegenstand in die Hand nehmen, sonst wird man nicht fertig. Der Vorteil bei uns war, dass so gut wie alles nach Rauch stinkt und mit Nikotin verpappt ist, weil mein Vater starker Raucher war. Da trennt man sich leichter von Dingen... Ich habe jetzt noch zwei Kisten hier herumstehen mit Sachen und noch einiges an Flohmarktzeug und zum Spenden.
    -Nächsten Dienstag kommt der Makler und macht Fotos. Ich räume dann noch die Küchenschränke aus, die sind noch voll mit Lebensmitteln, gutem Geschirr, etc.
    -Unsere Putzfrau wischt dann noch die Schränke raus, das tue ich mir nicht an.

    In den letzten Tagen war ich selbst richtig depressiv. Das Thema nimmt in meinem Kopf völlig überhand und das Negative meiner Mutter wirkt ansteckend. Ich muss mich irgendwie etwas abgrenzen. Dazu hatte noch die ganze Familie Magen-Darm-Virus und der Himmel war ständig voller grauer Regenwolken.
    Aber jetzt scheint die Sonne, Mutter ist gut untergebracht und es ist fast alles geschafft. Vom Nachsendeantrag bis zur Kündigung diverser Versicherungen, alles in die Wege geleitet oder schon abgearbeitet.

    Vielen dank für die vielen Inputs, das hat mir echt geholfen

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Das hört sich doch alles in allem positiv an! Ich denke, Deine Mutter muss sich noch eingewöhnen und dass sie Dir gegenüber noch etwas "rumnölt" würde ich einfach nicht so ernst nehmen, denn Dir wurde es ja von anderer Seite als ein gelungenes Einleben in der WG erzählt. Wenn die Medikamente richtig wirken und nicht mehr alles negativ gesehen wird, erzählt sie Dir bestimmt auch bald, dass es ihr dort nun doch gefällt. Das muss bei ihr auch erstmal alles sacken und auch angenommen werden.

    Und Du kannst Dich auch bald von dem ganzen Stress erholen. Das Wetter ist doch jetzt fein, das macht schon mal viel aus und vielleicht kannst Dich auch demnächst mit einer kleinen Reise, Wellness o. ä. für das Geschaffte belohnen, denn das ist nicht ohne, was Du alles gestemmt hast. Lass es Dir einfach mal gut gehen in der nächsten Zeit !

  6. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Elfenstein, ich finde, Du kannst richtig, richtig stolz auf Dich sein! Respekt, was Du in der kurzen Zeit jetzt alles geschafft hast!

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ich schließe mich Toruns Worten an, gut gemacht!
    Gib deiner Mutter Zeit, in drei bis sechs Monaten hat sie sich an die neue Realität gewöhnt und es sollte nochmal deutlich besser werden.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Ich habe auch die Wohnung meiner Eltern räumen lassen, aber das entbindet einen nicht von der Notwendigkeit vorher jede Schublade, jede Dose, jeden Briefumschlag zu öffnen und in jede Hosen/Jackentasche zu schauen, damit man auch keinen Wertgegenstand oder wichtiges Dokument übersieht.
    Ja, unbedingt! Wir haben unter den Sachen meiner Mutter Tausende (!) von Euro in bar gefunden!
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ja, unbedingt! Wir haben unter den Sachen meiner Mutter Tausende (!) von Euro in bar gefunden!
    Ich leider nicht Aber trotzdem bin ich erleichtert, dass nun soviel geschafft ist. Heute war der Makler mit Fotograf da und ich habe nochmal einiges zum Sperrmüll/Sozialcontainer gebracht. Und nun muss nur noch eine Putzfirma durch, dann ist das Thema erledigt.

  10. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Nun habe ich eine schöne Wohngruppe für sie gefunden, die aber etwas teurer ist als das Heim.
    Über welchen Betrag reden wir denn hier?

    Die Unterbringung in einem Pflegeheim kostet aktuell im Durchschnitt m.W. zwischen 3.500 und 4.000 Euro...wenn die Wohngruppe inkl. Pflegeleistungen noch teurer ist, bleibt bei einem Pflegegrad von "nur" 1 oder 2 natürlich einiges an Selbstbehalt. Kann der Selbstbehalt aus den monatlichen Einkünften nicht gedeckt werden und es ist Wohneigentum vorhanden, muss dieses ggf. verkauft und die Kosten daraus bestritten werden, wenn Rente & Mieteinnahmen zur Kostendeckung nicht ausreichen.

    Über Zuschüsse wüsste ich nichts. Alternativ müssen die Kinder die Differenz zuzahlen...das ist halt ein Rechenexempel.
    Geändert von Inaktiver User (08.09.2021 um 20:40 Uhr)

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