Antworten
Seite 5 von 7 ErsteErste ... 34567 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 61
  1. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Nun möchte ich mal updaten. Hatte die ganze Woche quasi nur administrative Aufgaben bezüglich meiner Mutter, Telefonate ohne Ende, Briefe, Faxe (sowas gibts tatsächlich noch), Mails...
    - Habe per Eilantrag die Betreuunsvollmacht übers Betreuungsgericht erhalten (jedenfalls wurde mir das mündlich bereits zugesagt, schriftlich kommt es dann hoffentlich am Montag per Post).
    - Habe Kostenvoranschläge für den Pflegedienst eingeholt
    - Habe den Vertrag für die Wohngruppe gestern abgeschickt - WEIL: meine Mutter gestern einverstanden war. Heute natürlich wieder nicht mehr ("da kriege ich Platzangst, ich kann da nicht einziehen"). Aber jetzt IST ES SO und Ende der permanenten Umentscheidungen. Grundsätzlich ist sie ja weiterhin einverstanden, gegen die Angst gibts sicher Medikamente und die Erfahrung, dass es dort gut und besser ist, als jetzt.
    - Habe einen ambulanten Geronto-Psychiater-Termin für nächsten Freitag ergattert,hat viel Mühe gekostet wegen Urlaubszeit und Überfüllung, aber hat geklappt. Thema Medikamente. Hoffe sie wird nun ordentlich eingestellt und bekommt ein Medikament, mit dem sie den Umzug gut packt, was ihr die Ängste nimmt, was sie nachts schlafen lässt, irgendwie so. Sie hat offensichtlich das Antidepressivum einfach abgesetzt, kein Wunder dass es ihr jetzt noch schlechter geht als vorher.

    Hatte inzwischen schon richtig Angst sie anzurufen, man weiß ja nie was einen erwartet an neuen Entscheidungen und Ängsten und Gründen usw. Und schließlich ist es ja die Mama und das innere Kind fühlt sich gerade sehr allein gelassen von ihr und ist wütend, verängstigt und traurig zugleich. Mit dem erwachsenen Verstand hab ich es dann aber gut hingekriegt, ihr gut zuzureden und sie mit ins Boot zu holen. Sie wirkt auch sehr erschöpft und scheint den Widerstand gegen die nötigen Veränderungen langsam aufzugeben. Daher war sie auch einverstanden mit zum Arzt zu gehen.
    Sie tut mir leid. Und ich tue mir auch leid. Es ist wirklich nicht leicht.
    Sie meinte noch, dass ich ihr unbedingt helfen soll und sie sich gar nicht mehr in der Lage sieht um ihre Sachen zu kümmern. Nun habe ich auch noch die schöne Aufgabe jede Menge Papierkram zu erledigen für sie, Kündigungen von Verträgen, Versicherungen, usw. Als ob ich nicht auch so schon genug zu tun hätte, bin selbstständig, hier stapeln sich auch die Sachen, habe eine kleine Tochter die viel Zeit beansprucht und keinen der sie mir mal abnimmt. Vor zwei Tagen war ich mit ihr in der Wohnung meiner Mutter und wir haben geräumt, schonmal drei Umzugskartons gepackt. Es sieht noch so bewohnt aus, obwohl es seit einem halben Jahr leer steht. Ich weiß gar nicht wie wir nun auf die Schnelle die Wohnung leer machen können. Der Makler will sobald wie möglich rein um Fotos zu machen fürs Expose, damit es mit der Vermietung schnell geht.
    Naja, eins nach dem anderen.
    Montag erstmal arbeiten, nachmittags treffen mit Mutter in der Wohnung, damit sie sagt was mit soll und was nicht. Mittwoch schonmal Kleinkram von A nach B schaffen und Do hat mein Mann frei und dann ziehen wir die Möbel um und der Rest kommt zum Sperrmüll. Ich hoffe dass es damit getan ist, ich werde sicher einige Kisten dann hier herumstehen haben und dann kann ich schauen was ich damit mache. aber hauptsache die Wohnung wird leer.
    Ach so und einen kleinen Kleiderschrank, einen Sessel und einen Teppichläufer muss ich noch kaufen für das WG-Zimmer. Vielleicht auch ein kleiner Tisch mit Stuhl. Mal sehen.

    Ich hoffe einfach, dass sie inzwischen nicht durchdreht und ich auch nicht und denke mir immer, dass wir nun auf der Zielgeraden sind...

  2. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Falls der Eilbeschluss am Montag nicht im Briefkasten ist, lass ihn Dir bitte unbedingt faxen.
    Weißt Du, welche Aufgabenkreise Du hast?
    Du solltest unbedingt Vermögenssorge, Heimangelegenheiten und ggf. auch die Aufenthaltsbestimmung haben. Ansonsten kann Deine Mutter nicht gegen ihren Willen in die WG umziehen.

  3. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Vermögenssorge habe ich sowieso schon in der Vorsorgevollmacht, Aufenthaltsbestimmung auch. Nur nicht die Erlaubnis Verträge zu unterschreiben für Wohn-Angelegenheiten, das wird sich nun hoffentlich dann ändern.
    Es ist auch nicht gegen ihren Willen. Sie schwankt halt ständig hin und her und weiß nie was sie will, es ändert sich täglich und das seit Monaten. Grundsätzlich ist sie ja einverstanden, sie hat halt jetzt nur Angst. Aber aus der Klinik wollte sie im April ja auch nicht mehr raus, weil sie Angst hatte. Und dann musste sie und ist halt nur leider am falschen Platz gelandet. Hoffe die WG tut ihr besser. Ich werde jedenfalls alles tun, damit sie nochmal in einen besseren Zustand kommt.

  4. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    @Elfenstein: Du bist auf dem richtigen Weg. Lass das erwachsene Kind handeln, denn es tut alle Dinge, damit es der Mutter gut/besser geht.

    Ist es möglich, mit der WG-Leitung oder dem Betreiber zu sprechen, dass - sollte Deine Mutter wieder eine Kündigung einreichen - dieses Ansinnen zwar zur Kenntnis genommen, aber nichts veranlasst wird? Du kannst doch nachweisen (wenn es dort nicht schon selbst wahrgenommen wurde), dass Deine Mutter aufgrund ihrer psychischen Verfassung schwankend ist; aber dringend jetzt Verlässlichkeit installiert werden muss?

    Es kann nicht angehen, dass Du zum Spielball Deiner Mutter und der Institution wirst.

  5. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    @Elfenstein: Du bist auf dem richtigen Weg. Lass das erwachsene Kind handeln, denn es tut alle Dinge, damit es der Mutter gut/besser geht.

    Ist es möglich, mit der WG-Leitung oder dem Betreiber zu sprechen, dass - sollte Deine Mutter wieder eine Kündigung einreichen - dieses Ansinnen zwar zur Kenntnis genommen, aber nichts veranlasst wird? Du kannst doch nachweisen (wenn es dort nicht schon selbst wahrgenommen wurde), dass Deine Mutter aufgrund ihrer psychischen Verfassung schwankend ist; aber dringend jetzt Verlässlichkeit installiert werden muss?

    Es kann nicht angehen, dass Du zum Spielball Deiner Mutter und der Institution wirst.
    Ja, die wissen eigentlich bescheid. Aber ich werds ihnen auch nochmal sagen. Dort ist immer wieder mal ein Bewohner auch stationär in der Klinik, vor allem Psychiatrie. Das kennen die schon. Und das Gute ist, dass dann nur die Miete bezahlt werden muss und nicht die Betreuungsleistungen, da die ja in der Zeit nicht anfallen. Ich finde das dort recht fair.

  6. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Ja, die wissen eigentlich bescheid. Aber ich werds ihnen auch nochmal sagen.
    Sie sollen alles mit Dir klären und nicht mit Deiner Mutter. Du bist die Ansprechpartnerin für alles und gut ist. Letztlich müssen sie ein Eigeninteresse daran haben, einen verlässlichen Partner auf der anderen Seite zu haben.

    Und wenn Du für Dich entschieden hast, dass es dort Deiner Mutter gut geht und es fair zugeht, dann ist alles in Ordnung.

  7. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Ja, die wissen eigentlich bescheid. Aber ich werds ihnen auch nochmal sagen.
    Leg denen eine Kopie des Eilbeschlusses vor.
    Nur die erste Seite (ohne die Begründung- die geht sie nichts an) und sobald Du den Betreuerausweis bekommst, gibst Du ihnen davon auch eine Kopie. Es wird dann ein Aktenvermerk gemacht, dass Deine Mutter unter Betreuung steht, und direkt mit Dir geklärt.

  8. User Info Menu

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zunächst mal mein Mitgefühl mit der schwierigen Situation, in der du jetzt steckst. Habe Ähnliches mit meiner Mutter durch, daher kommt mir vieles bekannt vor.


    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Und schließlich ist es ja die Mama und das innere Kind fühlt sich gerade sehr allein gelassen von ihr und ist wütend, verängstigt und traurig zugleich.
    Befasse dich mit dem Gedanken, dass deine Mutter, so wie du sie als Mutter kennst, nicht mehr ist, und sich die Rollen jetzt drehen. Jetzt hast du die Mutterrolle, erwarte nichts mehr von ihr. Nimm Abschied.

    Sie tut mir leid. Und ich tue mir auch leid. Es ist wirklich nicht leicht.
    Das kann ich wirklich sehr gut nachvollziehen, ging mir auch so (auch wenn meine Mutter nicht sehr bockig war - da gab es andere Probleme.).

    Sie meinte noch, dass ich ihr unbedingt helfen soll und sie sich gar nicht mehr in der Lage sieht um ihre Sachen zu kümmern. Nun habe ich auch noch die schöne Aufgabe jede Menge Papierkram zu erledigen für sie, Kündigungen von Verträgen, Versicherungen, usw. Als ob ich nicht auch so schon genug zu tun hätte, bin selbstständig, hier stapeln sich auch die Sachen, habe eine kleine Tochter die viel Zeit beansprucht und keinen der sie mir mal abnimmt.
    Achte jetzt unbedingt auch auf dich selbst. Du wirst nicht alles perfekt machen können, und selbst wenn, ist nichts gewonnen, wenn du danach zusammenbrichst. Die Situation ist schwierig, niemand kann das mal so nebenbei stemmen.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  9. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    ......Ich weiß gar nicht wie wir nun auf die Schnelle die Wohnung leer machen können. Der Makler will sobald wie möglich rein um Fotos zu machen fürs Expose, damit es mit der Vermietung schnell geht.....
    Ich habe seinerzeit bei meiner Mutter einen Entrümpler beauftragt. Der Makler hat mir mehrere Adressen vorgeschlagen. Eine Kompletträumung wirst du alleine nicht wuppen können denke ich mal.
    Ich bin mit meiner Tochter noch einmal vor der Räumung hin, wir haben rausgeholt, was uns lieb war. Seither habe ich das Haus nie mehr betreten, den Rest hat der Makler erledigt, also Schlüsselübergabe an den Käufer, Zählerablesung etc.. Ich habe das Haus so in Erinnerung, wie ich es verlassen habe.

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    .....Ich hoffe einfach, dass sie inzwischen nicht durchdreht und ich auch nicht und denke mir immer, dass wir nun auf der Zielgeraden sind...
    Du musst jetzt für deine Mutter agieren. Eure Rollen sind ab sofort vertauscht: du musst entscheiden, auch wenn sie vielleicht nicht immer gleich einverstanden ist (so wie sie es für dich als Kind gemacht hat).

    Gruß Elli

  10. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Wenn es bei Euch sowas gibt, schau mal bei Caritas oder Diakonie.

    Hier gibts eine Werkstatt mit einem Sozialkaufhaus. Die haben sich für relativ kleines Geld (etwa 10 Euro/qm) der Wohnung angenommen und alles besenrein hinterlassen.

    Ich hab Fotos aller Zimmer und des Kellers gemacht, per Whatsapp geschickt, daraufhin bekam ich ein Angebot.

Antworten
Seite 5 von 7 ErsteErste ... 34567 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •