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  1. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Meiner Mutter wird bei der Körperpflege geholfen, sie bekommt regelmäßig zu trinken, auch außerhalb der Mahlzeiten wird darauf geachtet.

    Ich wüsste nicht, was ein Heim mehr leisten könnte.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Leider gibt es auch die Möglichkeit, dass man nicht mehr durchdringt bei den Eltern
    Vielen Dank erst einmal für die Zustimmungen .

    Der Punkt, ob zu den Eltern oder einem Elternteil noch durchgedrungen wird, ist natürlich wichtig. Insofern war unsere Mutter zumindest wieder völlig klar bei Verstand, nachdem der Schyce aus ihrem Körper raus war. Bei mir blieb das Fazit zurück, dass dieses Zeug wesensverändernd ist/macht. Und darüber nachdenken, was sie hätte noch aus ihrem Leben machen können, hätte sie den Entzug schon ü50 Jahre eher gemacht, will ich gar nicht mehr. Und was haben wir Kinder auf sie eingeredet wegen ihres Medikamentenkonsums . Jahrelang, bis wir aufgegeben haben. Unser Vater? Nun ja, Ehesache .... steckten wir uns nicht rein. Ging uns nichts an.

    Und @twix25 + @Elli07: Ihr bringt es auch auf den Punkt. Die Verantwortung zumindest was das Pflegerische und Beaufsichtigende angeht, ist man los. Ich liebe und schätze meine Eltern sicherlich, aber irgendwo ist Schluss bzw. muss Schluss sein und es greifen völlig normale Tabugrenzen. Ich bewundere sicherlich pflegende Angehörige, sei es Töchter, sei es Söhne. Aber ich hätte mich nie überwinden können, z.B. meinem vielleicht bettlägerigen Vater die Windel zu wechseln, geschweige denn an der welken Pfeife einen Katheder zu wechseln. Ich schreib das jetzt mal so salopp, aber isso. Dafür gibt es den Lernberuf des/der AltenpflegerIn. Ich hab das nicht gelernt und will es auch nicht lernen. Auch bei meinen Eltern nicht. Denn die haben den professionellen Abstand, ich nicht.

    Meiner Mutter könnte ich sicherlich die Haare waschen und ihr beim Ondulieren helfen, aber das war's dann auch schon.

    Bei der TE muss jetzt auch erstmal geklärt werden, in welchem geistigen Zustand sich die Mutter befindet. Bezüglich Betreuung kann die Sache auch nach hinten losgehen, wenn nicht einwandfrei ärztlich/psychologisch festgestellt wird, dass sie sich wirklich nicht mehr um ihre eigenen Dinge kümmern kann.

    Wir wollten im damaligen Akutfall unsere Mutter in eine Suchtklinik einweisen lassen. Dann kam ein Gutachter vom Gericht, unsere Mutter natürlich inzwischen wieder froh und puppenlustig und das war's dann. Das Gutachten fiel aus, wie von mir erwartet. Meine Schwester bestand darauf und ich zog mit. Hatte ihr aber gleich gesagt, dass es schwierig werden kann.

    Wenn der geistige Zustand ärztlich verbrieft ist, ggf. auch beim Betreuungsgericht vorsprechen und erfragen, was getan werden kann.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die machen dort auch die Wäsche, es kommt ein Arzt ins Haus, eine Friseurin und die Fusspflege, die auch die Maniküre macht.
    Die Wäsche macht meine Schwester (inzwischen ist sie in Rente) und in ihrem Verhinderungsfall ich. Wir könnten die Wäsche dort auch waschen lassen, aber das wollen wir nicht. Es ist auch ein Zeichen unserer Mutter ggüber, dass wir uns kümmern. Obwohl ich nicht die Büglerin unterm Herrn bin, aber für sie stelle ich mich ans Bügelbrett. Bisher kamen keine Klagen und wenn ich ihr die Wäsche bringe, rufe ich immer "Wäscherei Blütenweiß" ist da. Dann lacht sie immer.

    Fingernägel macht sie sich noch selbst. Für den Kopf und die Füße geht sie noch zu den Fachleuten. Ihr Hausarzt kommt regelmäßig ins Haus.

    In der Residenz ist beabsichtigt, ein Café, einen Friseur und einen Kosmetiksalon zu installieren. Dann sind die Wege noch kürzer für unsere Mutter.

    Sie ist jetzt 86 und wenn sie so weitermacht, knackt sie die 100, wenn nicht mehr. Uns soll's recht sein.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Hallo Ihr Lieben,

    ich atworte erstmal auf die Wohnsituation. Meine Mutter ist ja jetzt in einem Heim, stationär. Aber da fühlt sie sich nicht wohl und es findet auch kaum Programm statt. Sie ist den ganzen Tag rastlosim Haus und draußen unterwegs, weil sie nicht weiß wie sie ihre Zeit totschlagen soll. Sie sagt, sie quält sich durch den Tag. Kommt aber auch nicht zur Ruhe, nie. Das interessiert dort aber niemanden. Betreuende Ärtze hat sie außer dem Hausarzt nicht. Ich muss also einen Psychiater suchen, der endlich mal die Medikation ändert, denn die funktioniert ja auch überhaupt nicht. Sie hat ein Schlafmittel, schläft aber kaum. Hat ein Antidepressivum, wird aber immer noch depressiver. Hat noch anderes Beruhigungsmittel. Alles irgendwie noch aus der Klinik und bisher wird ihr das brav weiterverschrieben.

    Jedenfalls die Wohngruppe von der ich rede ist ein sozialpädagogisches Wohnprojekt bei dem es darum geht, die Selbstständigkeit der Alten zu erhalten und/oder wiederherzustellen. Das hatte derzeit auch die Klinik empfohlen, aber meine Mutter wollte halt erstmal in dieses Heim. Also ich denke schon die Wohngruppe wäre gut für sie. Aber da müsste sie sich halt mittelfristig wieder ihr Brot selbst schmieren. Weil wenn das der Pflegedienst macht, kann sie sich das nicht leisten.

    Meine Mutter ist ansonsten geistig eigentlich fit, auch kognitiv und körperlich geht es auch. Beim Duschen braucht sie halt Hilfe.
    Und sie bildet sich Sachen ein und blockiert, verhält sich wie ein trotziges Kind. Sie hat sich vom Wesen her total verändert. Innerhalb von einem halben Jahr ist sie von einer selbstständigen Frau die alleine gewohnt hat zu einem hilflosen Trotzkopf geworden, der nicht in der Lage ist eine Entscheidung zu treffen.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ich finde es auch beachtlich was ich hier lese, danke dass ihr eure Geschichten mit mir teilt

    Morgen werde ich einen Haufen Telefonate führen und auch mit ihr ein Gespräch vereinbaren. Da wird sie erfahren dass meine Grenze nun auch erreicht ist. Und was ich noch für sie tun kann und werde und dass ein Betreuer für sie festgelegt werden muss, wenn sie sich bei den Sachen quer stellt, die ich für sie mache.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Beginnende Demenz geht häufig mit Depressionen und irrationalen Ängsten einher.
    Sprich den Hausarzt unbedingt auf eine neurologische Abklärung der Symptome an und besorg Dir die Entlassungsberichte.

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    Ich muss also einen Psychiater suchen, der endlich mal die Medikation ändert, denn die funktioniert ja auch überhaupt nicht. Sie hat ein Schlafmittel, schläft aber kaum. Hat ein Antidepressivum, wird aber immer noch depressiver. Hat noch anderes Beruhigungsmittel. Alles irgendwie noch aus der Klinik und bisher wird ihr das brav weiterverschrieben.
    Mit der Erfahrung von heute kann ich auch nur dazu raten, die Medikamente auf den Prüfstand stellen zu lassen.

    In unserem Fall - so meine Recherche auch im Internet - ist das duale Verschreiben von Benzodiazipinen + dieser Tramaltropfen, Letzteres gehört zu den Opioden, eigentlich ein Unding. Diese gehen auf die Mobilität, sprich auf die Muskeln und unkontrollierte Stürze sind an der Tagesordnung, was bei unserer Mutter auch der Fall war.

    Ob eine beginnende Demenz vorliegt, kann wohl durch Tests herausbekommen werden.

    Aber es ist schon richtig @Elfenstein, Du musst jetzt einen Arzt/eine Ärztin finden, die sich Deiner Mutter annimmt.

    Ich wünsche Dir weiterhin Kraft und dass sich alles zum Guten wendet.

  8. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Elfenstein Beitrag anzeigen
    .....Meine Mutter ist ansonsten geistig eigentlich fit, auch kognitiv und körperlich geht es auch. Beim Duschen braucht sie halt Hilfe.
    Und sie bildet sich Sachen ein und blockiert, verhält sich wie ein trotziges Kind. Sie hat sich vom Wesen her total verändert. Innerhalb von einem halben Jahr ist sie von einer selbstständigen Frau die alleine gewohnt hat zu einem hilflosen Trotzkopf geworden, der nicht in der Lage ist eine Entscheidung zu treffen.
    Na ja, der erste Satz im Zitat scheint mir im Gegensatz zu stehen zum zweiten Abschnitt, für mich geht beides nicht zusammen ! Das Duschen scheint mir das kleinste Problem zu sein.

    Irgendwann ist halt der Punkt erreicht, ab dem ein Leben alleine nicht mehr möglich ist. Bei meiner Mutter ging das am Schluss ganz schnell, innerhalb weniger Wochen. Im Nachhinein denke ich, dass es auch vorher schon Anzeichen gab, ich diese aber nicht gesehen habe (habe weiters weg gewohnt und meine Mutter nur ca. 3 Mal im Jahr gesehen, da konnte sie wohl vieles "überspielen") oder auch nicht sehen wollte. Aber im Nachhinein hilft diese Erkenntnis nichts.

    Hol dir dringend die erforderlichen Vollmachten von deiner Mutter oder bestelle einen gesetzlichen Betreuer, du musst dich unterstützen lassen. Eine aktuelle umfassende (fach)ärztliche Diagnose ist unabdingbar, aber zum Arzt "hinprügeln" kannst du deine Mutter nicht.

    Chambord schreibt in #32 vom "professionellen Abstand" pflegerischer Berufe, der ist bei vielen alten Menschen dringend nötig, denn als nahe Angehörige hast du letztendlich in der Regel eine gewisse "Beisshemmung", die die alten Menschen durchaus "auszunutzen" wissen .

    Gruß Elli
    Geändert von Inaktiver User (16.08.2021 um 13:17 Uhr)

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    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hol dir dringend die erforderlichen Vollmachten von deiner Mutter oder bestelle einen gesetzlichen Betreuer, du musst dich unterstützen lassen. Eine aktuelle umfassende (fach)ärztliche Diagnose ist unabdingbar, aber zum Arzt "hinprügeln" kannst du deine Mutter nicht.
    Der Arzt/oder die Ärztin würde bestimmt auch zur Mutter kommen. Wäre vorab zu klären.

    Und ja, entsprechende Vollmachten geben lassen und durchziehen.

    Beisshemmung.... der war gut @Elli07 .

    Ist aber wirklich so. Die Überwindung, mit den Eltern Tacheless zu reden ist wirklich nicht einfach, aber insofern notwendig, als es auf der einen Seite nicht anders mehr geht und auf der anderen das eigene Leben förmlich auf dem Spiel steht. Zumindest, was die eigene Gesundheit angeht und wir werden auch nicht jünger.

  10. Inaktiver User

    AW: Mutter, Pflegedienst, Pflegeheim, tausend Fragen

    Ich kann dir auch nur raten, den Zustand deiner Mutter nicht zu unterschätzen. Als Tochter will man das wohl nicht immer wahrhaben und/oder sieht die Anzeichen nicht. Stell dich außerdem darauf ein, dass die jetzige Situation nicht besser wird. Versuche, zu antizipieren, wie es in einem halben oder Dreiviertel Jahr sein wird und triff deine Entscheidungen von diesem Standpunkt aus.

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