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  1. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Besser als Horus kann man es nicht schreiben!

  2. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Da hilft nur: entzieh dich diesem Umfeld. Beschränke dein diesem Umfeld Ausgesetzt-Sein aufs Minimum (heisst z.B. auch: bei Familientreffen nur ganz genau während dieses Treffens dort sein, ansonsten extern übernachten und einzelne Familienmitglieder einzeln treffen, nicht zu mehreren und schon gar nicht im Rudel). Und konsequent davonlaufen, wenn cholerisches Getue durchbricht. Ja, auch, wenn es von den Zwillingen kommt. Ansage: "mir mir so nicht" und gehen. Nicht mehr diskutieren.

  3. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Wichtig ist nur: wenn dir der Umgang nicht gut tut - dann lasse es.

    Nur weil es Familie ist, musst du das nicht aushalten.
    unterschreibt



    auch wenn es so gerne anders definiert wird- familie ist keine heilige kuh.

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    AW: Meine cholerische Familie...

    Zitat Zitat von Islabonita Beitrag anzeigen
    Ein Hinweis von mir, Schafwolle. "Warum" Fragen wirken häufig wie Schuldzuweisungen.
    Damit hast Du völlig recht, fürchte ich.

    Wobei ich es aber gar nicht als Schuldzuweisung gemeint habe, sondern eher aufzeigen wollte, dass es eine Diskrepanz zwischen den (nachvollziehbaren) Flucht-Impulsen und dem eigentlichen Handeln gibt.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    der Hang zu cholerischem Gebaren ist teilweise angeboren.

    Das heisst für dich: es gibt keinen Grund, bei dir irgendwelche "Schuld" zu suchen dafür, dass die cholerischen Ausbrüche bei deinen Zwillingen nicht vollständig ausgemerzt wurden. Das ist schlicht nicht möglich.
    Hier stimme ich Dir absolut zu.


    Es kann gut sein, dass die ... nur dann in ein cholerisches Muster fallen, wenn sie sich in einer Umgebung befinden, in der dieses Muster allgemein dominiert,
    Ich kenne auch die anderen Stränge von @daisymiller und ich glaube mich zu erinnern, dass das aufbrausende Verhalten auch in Gegenwart der Mutter stattfindet und dass es schwer bis unmöglich ist, deeskalierend einzuwirken.

  5. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Okay, aber wenn die Zwillinge erwachsen sind, hat die Mutter ihre Pflicht in Sachen Deeskalation getan, und kann genauso handeln, wie sie bei jedem anderen cholerischen Familienmitglied handeln sollte: "Mit mir so nicht" und gehen. Oder die cholerische Person zum Gehen auffordern.

  6. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Ich würde einen Unterschied machen zwischen Altlasten (Vater,Geschwister), Mitpöbel (?), und eigenem Blut (Kinder).

    1 und 2 sieht man hoffentlich nur alle Jubeljahre und da tun es Hotel etc.

    Zwillinge wie schon beschrieben.

    Und sich mehrere Mantras erarbeiten.

    Ich kämpfe für meine Rechte
    Ich liebe mich
    ...

    Und auch ein paar Abwehrformeln, gerne vor dem Spiegel:

    Bleibt mir vom Acker,
    Macht Euren Sch..ss alleine,
    Macht das unter Euch aus,
    Ich bin jetzt weg
    ...

    Schaff Dir nen Sandsack an oder einen abstrengenden Sport, Gartenarbeiten etc wo Du Dich abreagieren kannst.

    Deine Gefühle kann ich im Übrigen voll verstehen.

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    AW: Meine cholerische Familie...

    Ihr Lieben, vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Ich habe den Tag überstanden 😅. Musste mich zwar manchmal etwas zusammenreißen, aber letztendlich habe ich die Klippen gut umschifft und in der einen heiklen Situation offenbar eine sehr entschlossene Haltung an den Tag gelegt, so dass mein Vater seinen aufkommenden Unmut schnell wieder heruntergeschluckt hat (in diesem Fall ging es auch nicht gegen mich, es waren mein Sohn und meine Neffen, die das Missfallen auf sich gezogen haben, aber da habe ich mich deutlich vor die Jungs gestellt).

    Dennoch hat mich diese Zusammenkunft ganz schön aufgewühlt und Dinge hochgespült, die mir auch über den Moment hinaus zu schaffen machen. Es ist die Erinnerung an Gefühle aus meiner Kindheit und Jugendzeit. Ich habe mich so fremd gefühlt in dieser Familie - und so einsam . Ich gehöre auch heute irgendwie nicht dazu... ihre Werte und Rituale sind mir genauso fremd wie ihre Umgangsweise miteinander... ich empfinde manches davon absurd und kann den Sinn dahinter nicht verstehen. Mir fällt es dann auch wahnsinnig schwer, da einfach mitzumachen.

    Meine Schwester hat heute geheiratet, ganz „traditionell“ kirchlich (diejenige, die gestern erst ihren Zukünftigen so angebrüllt und niedergemacht hat). Die Familie war in der Klosterkirche versammelt, in der schon seit Generationen alle getauft (außer mir) und alle getraut wurden (außer mir). Bis auf meine Mutter nimmt keiner die Kirche ernst und das „Personal der Kirche“ heute war beinahe eine Karikatur - und trotzdem murmeln alle die Sprüche mit, küssen die Ikonen und legen brav ihre Scheinchen drauf. Aber das „gehört so“ und stiftet wohl eine Identität, von der ich ausgeschlossen bin (unabhängig davon, ob ich auch einen Geldschein auf das Heiligenbild lege oder nicht - ich WEIß, dass ich es absurd finde, das alleine schließt mich aus).

    Irgendwie gelingt es meinen Geschwistern wesentlich besser, mit den Widersprüchen zurechtzukommen, sowohl was ihr Verhältnis zu meinem „Hassthema“ Kirche (ist aber nicht das einzige heikle Thema, Heimat oder nationale Zugehörigkeit sind ähnlich behaftet) angeht, als auch ihre Einschätzung von Beziehungen, die einerseits so negativ, teilweise destruktiv gelebt werden und an denen trotzdem festgehalten wird, sie sogar als sehr gut bezeichnet werden.

    Es macht mich gerade sehr traurig, weil ich merke, dass ich in meinem Umfeld keinen habe, dem ich überhaupt davon erzählen kann und der das versteht. Daher bin ich auch so froh über das eine oder andere Feedback hier

  8. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    liebe daisy,

    kann es sein, dass deine herkunftsfamilie nicht ansatzweise deine seelische und geistige tiefe hat wie du?

  9. Inaktiver User

    AW: Meine cholerische Familie...

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    Das war die letzten Tage leider nicht möglich... und ich bin entsetzt und erschlagen, WIE der Umgang mit den vermeintlich „liebsten“ Menschen ist . Das schlimme ist, meine Geschwister machen das genau so wie er. Da wird der Partner so dermaßen niedergemacht, dass es mir als Außenstehender weh tut, das mitanzusehen. Hinzu kommt, wenn die drei in Rage geraten, gerät alles andere in den Hintergrund, da wird keine Rücksicht auf Unbeteiligte genommen, kein Gedanke daran verschwendet, dass sich irgendjemand womöglich unbehaglich fühlen könnte.

    Da hilft auch keine Vernunft, keine Beschwichtigung, gar nichts. Sie fühlen sich in dem Moment gekränkt und es wird dem anderen in vielfacher Weise „heimgezahlt“.

    Bei mir löst das eine Art Flashback aus. Ich fühle mich ähnlich bedroht wie in meinen Jugendtagen. Gleichzeitig widert mich dieses Verhalten an!
    Wieso musst du dieses Verhalten über dich ergehen lassen? Du bist erwachsen und kannst einfach jederzeit aus der Situation raus, wenn es dir zu nervig wird. Ich würde da eher gar nichts mehr in mir auslösen lassen, wenn mir das zu stressig ist, außer eben mich höflich zu distanzieren. Es ist denen ihre Entscheidung, wie sie miteinander umgehen, deine was du erträgst.

    Ich habe gerade gelesen, dass Horus auch schon was ähnliches schrieb. Extern übernachten, allein Ausflüge machen, kann alles helfen, diesen unangenehmen Umgang zu reduzieren. Deinen Kindern kannst du übrigens auch sagen, dass du aus dem Alter raus bist in ihre nervigen Streits involviert zu werden, selbst auf youtube gibt es genügend Anleitungen zum friedlichen Konflikte lösen. Dafür bist du nicht mehr zuständig.
    Geändert von Inaktiver User (10.08.2021 um 14:31 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Meine cholerische Familie...

    Darf ich fragen, warum Du die ersten fünf Jahre nicht mit Deiner Familie gelebt hast? Bist Du adoptiert? Dann hast Du vielleicht noch mehr das Gefühl dabei, nicht so richtig in diesen Zirkus zu gehören

    Manchmal kann man dafür ja auch dankbar sein!

    Es ist schon eine schöne Sache, wenn die Familie zu einer Feier zusammen kommt um z.B. eine Hochzeit zu feiern. Aber das nächste Mal kannst Du vielleicht mit Deiner Familie (Partner und Zwillinge) in einem Hotel, einem airbandb oder einem Zeltplatz wohnen? Ich hasse Zelten aber das würde ich auf mich nehmen um den Rückzug zu haben. Das wirkt dann auch friedlicher wenn man sagt "so, der XYZ ist jetzt müde, gehen wir ins Hotel zurück. Euch allen eine gute Nacht!" Statt dass man ziellos ins Dunkle rennt und sagt "ich halte es hier nicht mehr aus!"

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