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  1. Inaktiver User

    AW: Mutter besuchen

    Zitat Zitat von FlikFlak Beitrag anzeigen
    Weil es so ziemlich die schmerzhafteste und beschissenste Erkenntnis im menschlichen Leben ist, dass die eigene Mutter keinen Kontakt zu ihrem Kind haben will. Besonders für Menschen, die bereits im Kindesalter die Erfahrung gemacht haben, dass das Selbstverständlichste auf der Welt, nämlich bedingungslose Mutterliebe, nicht existent ist, weil andere Menschen vorgehen.
    Da gebe ich dir recht.

    So wie die Mutter aber "abhängig" vom Sohn sein wollte und darunter vielleicht auch leidet....

    So ist diese Erkenntnis bei te schon lange da. Und auch te kann sich mit dieser Erkenntnis auseinander setzen und sich nicht weiter so verletzen lassen und in Abhängigkeit der Mutter begeben.

    Im Moment handelt sie ähnlich wie die Mutter....

    Wann der Zeitpunkt ist? Das kann nur te selbst entscheiden. Da hast du völlig Recht.

  2. Inaktiver User

    AW: Mutter besuchen

    Vor langer Zeit sprachen wir mal über die Jahre vor und nach meiner Geburt. Meine Mutter wurde erst 4 Jahre nach der Hochzeit schwanger. Da trank mein Vater schon regelmäßig. Mit mir sollte alles besser werden...welch ein Trugschluss. Es klappte nicht, "ich" konnte es nicht verhindern.
    Vielleicht ist das der Grund, unterbewusst!?
    Alles gruselig.

    In der Pubertät war ich sauer auf sie, dass sie die Beziehung (mit uns) nicht verließ. Als Mutter habe ich es dann aus einem anderen Blickwinkel gesehen. Darüber sprachen wir auch. Ich konnte ihr unter dem Aspekt ihrer Umstände in der damaligen Zeit verzeihen.
    Geändert von Inaktiver User (26.08.2021 um 20:27 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Mutter besuchen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So einfach geht es nicht. Ich knabbere noch an den letzten Familienereignissen....
    Bei meiner Mutter ist das schon sehr schmerzlich. Ich möchte das nicht übers Knie brechen.
    Liebe Rosalila,

    viele Menschen knabbern ein Leben lang an Dingen aus ihrer Vergangenheit. Das ist sehr oft ein Indiz dafür, sich selbst die Schuld für etwas zu geben.

    Und das ist es auch, was ich aus Deinen Zeilen vielfach herauslese. Ich vermute, Du denkst unterschwellig, dass Du die Zurückweisung seitens der Mutter verhindern hättest können ... wenn Du nur anders gewesen wärst, anders gehandelt hättest.

    Ein großer Fallstrick, gerade in Familien, bei denen Sucht eine tragende Rolle spielt.

    Warum Deine Mutter Dich nicht so lieben konnte und kann, wie Du es als ihre Tochter verdienen würdest - das ist ihre Geschichte, nicht Deine. Dich trifft keine Schuld.

    Es ist tragisch und traurig, mit einer lieblosen Mutter aufgewachsen zu sein. Leider kennst Du es nichts anders als immer wieder um die Anerkennung und Liebe einen aussichtslosen Kampf zu führen. Das ist Dir gewissermaßen vertraut, es ist so etwas wie Deine emotionale *Komfortzone* - und dafür nimmst Du es auch in Kauf, Dich immer wieder aufs Neue verletzen zu lassen.

    Das zu erkennen ist alles andere als einfach, wenn man selbst betroffen ist. Und da ist immer noch das Quäntchen Hoffnung, dass sich alles ändern kann, wenn Du Dich nur entsprechend bemühst.

    Ich wünsche Dir sehr, dass Du bald Erfolg hast bei der Suche nach einer geeigneten und guten Therapie, die viel bewirken kann, wenn Dir die Zusammenhänge erstmal bewusst sind.

  4. Inaktiver User

    AW: Mutter besuchen

    @schafwolle

    Bei meinen Recherchen stieß ich im Internet auf die Seite "Nacoa". Eine Seite, die Informationen für Kinder aus Suchtfamilien verbreitet. Da finde ich auch einiges Zutreffendes/ Hilfreiches.

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    AW: Mutter besuchen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @schafwolle

    Bei meinen Recherchen stieß ich im Internet auf die Seite "Nacoa". Eine Seite, die Informationen für Kinder aus Suchtfamilien verbreitet. Da finde ich auch einiges Zutreffendes/ Hilfreiches.
    @Rosalila

    Nur eine ehrlich interessierte Frage:

    Du bist jetzt, glaube ich, Ende 50. Und die Mutter- und Familienprobleme gibt es ja schon seit sehr vielen Jahren. Vielleicht verstehe ich Dich ja falsch - aber ist es denn wirklich so, dass Du nie den Zusammenhang zwischen Sucht und Eurer Familiendynamik hinterfragt hast?

    Auf mich persönlich wirkt das oben Zitierte, als würdest Du auf absolutes Neuland stoßen. Ist das so?

    Meinen Beitrag # 534 hast Du ja nicht kommentiert.
    Ja, ich weiß - musst Du natürlich auch nicht.

    Trotzdem wäre ein kurzes Feedback nett, um einschätzen zu können, ob es auf Dich zutrifft, was ich geschrieben habe bzw. ob Du überhaupt einen Zugang zu dieser Denkwelt finden kannst.

  6. Inaktiver User

    AW: Mutter besuchen

    @schafwolle

    Natürlich zieht sich diese Problematik durch mein Leben. Mal mehr, mal weniger gewichtig. In meiner eigenen Familienzeit war es z.T. etwas verblasst. Nun flammt das wieder auf, weil es erneute Konflikte gibt. Ganz frisch, aktuell. Hochkommend durch die Wohnsituation, die Frage nach dem wie geht es räumlich weiter. Auch durch die Tatsache bedingt, dass sich die Besitzverhältnisse auf der gegenüberliegenden Hausseite geändert haben und meine Mutter bzw. mein Bruder aktiv werden müssen...

    Diese Internet-Seite, die ich erwähnte fand ich toll, das hätte ich mir in meiner Jugend gewünscht. Überhaupt Hilfe, die gab es nicht in den 60er-70er Jahren...nirgends. Weil es keiner wusste/wissen durfte, wer es wusste hat weggeschaut...
    Alles wurde totgeschwiegen, nach außen auf "heile Welt" gemacht.

    Vielleicht bemühe ich mich heute noch deswegen oder ich bemühe mich, weil wir einige Jahre verloren haben und ich nicht will, dass es wieder so kommt.

    Neuland ist es für mich nicht. Habe auch schon viel dazu gelesen.

    Auf mich trifft in sofern zu, dass ich mich als Kind hilflos gefühlt habe, zum Teil alleingelassen mit Ängsten und Nöten. Meine Mutter war allerdings nicht ganz gefühlskalt oder lieblos. Sie hatte nur einfach ein riesen Sorgenpaket zu tragen, um immer alles nach außen gut dastehen zu lassen. Das kostete sie sicher alle Kraft. Ihre eigenen Emotionen hat sie dann auch an uns Kindern rausgelassen, sie war nie entspannt.

    Ich denke, mir fehlte Anerkennung von beiden Eltern. Das wirkt sich auf viele Bereiche aus. Früher in der Schule, dann im Arbeitsleben oder in der eigenen Familie (eigenes Konfliktverhalten).

    Gestern Abend habe ich mich lange auf die Suche begeben, eine Therapeutin zu finden. Ein oder 2 werde ich kontaktieren. Manche können nicht über die Krankenkassen abrechnen, andere haben zur Zeit nur Onlineangebote. Die Wartezeit beträgt bei beiden in Frage kommenden ca. 3 Monate.
    Geändert von Inaktiver User (28.08.2021 um 13:58 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Mutter besuchen

    Vielleicht nochmal zur Erklärung dieser Internetseite:

    in diesem Bericht stand alles so gut beschrieben. Ich habe das sonst in Bruchstücken für mich zusammengetragen und manches auch schon wieder verdrängt. Die Glaubenssätze, die in solchen Familien gelten, treffen zu:
    Rede nicht! Vertraue nicht! Fühle nicht!

    Den Zusammenhang mit meinen Schwierigkeiten im Erwachsenalter stellte ich nicht "immer" in Relation zu den Kindheitserlebnissen.
    Ich bin mir bewusst, dass diese Spuren gelegt sind, nur wenn ich das dann so untereinander gelistet schwarz auf weiß lese (Folgeschäden), dann stelle ich deutliche Parallelen fest.
    Geändert von Inaktiver User (28.08.2021 um 17:46 Uhr)

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