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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Momentan wissen wir noch gar nichts, da wir auf das Schreiben vom Gericht warten, um überhaupt tätig werden zu können.
    Ah, ok.

    Dann wünsche ich Dir sehr baldige Klarheit.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Anky, setz dich mit der Friedhofsverwaltung in Verbindung. Die müssten dir Auskunft darüber geben, wann eine Beisetzung erfolgt/erfolgen soll.
    Du kannst ja anmerken, dass sie dich informieren sollen, da du weiter weg wohnst.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  3. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Heute war ein sehr schlimmer Tag für mich. Es hat mich von allen Seiten erwischt. Und insbesondere habe ich erkannt, dass ich in unserer Familie immer die Opferrolle hatte und sich das auch nicht ändern wird, egal wie sehr ich der Meinung bin, mich daraus befreit zu haben. Genau DAS ist das Problem und einige "Ratschläge" hier haben genau das wieder getriggert. Dass ich eben in meiner Familie das Opfer bin. Daran lässt sich auch nichts mehr ändern. Wenn ich Schritte unternehme, aus dieser Rolle heraus zu kommen, werde ich durch die Manipulationen und Beschuldigungen, z. B. meiner Schwester, einfach dazu gemacht. Durch meine emotionale Verbundenheit, die nicht auf Gegenseitigkeit beruht, bin ich nun einmal in der schwächeren Position und meine Schwester nutzt das aus.

    Ich habe damals beim Tod meiner Mutter meine Schwester auf eine Art und Weise kennen gelernt, die ich niemals von ihr erwartet hätte. Ich hab mich immer schuldig und verantwortlich gefühlt für das, was passiert ist. Frage mich seit 6 Jahren immer wieder, was ich falsch gemacht habe, dass sie den Kontakt abgebrochen und mir das Gefühl gegeben hat, der schlimmste Mensch auf der Welt zu sein. Und das nur, weil ich auch meine Interessen vertreten habe. Weil ich meinen neuen Freund bei der Beerdigung dabei haben wollte... weil ich mich durchgesetzt und eine Grabrede gehalten habe... weil ich auch Wünsche hatte, die offenbar nichts zählten.

    Ich bin nicht stark genug, diese Konflikte noch einmal auszutragen und mich wieder verletzen zu lassen, nur weil ich wissen möchte, wer der Bestatter ist. Weil sie die Fäden in der Hand halten möchte, so sieht es nämlich aus. Und Macht ausspielen möchte. Ich bin dafür nicht geschaffen.

    Wenn hier dann noch immer wieder der Ratschlag kommt, ich solle sie einfach fragen oder anrufen, was ich einfach nicht kann aus der Situation heraus, dann fühle ich mich noch mehr als Opfer bestätigt. Und das kann ich momentan einfach nicht gebrauchen.

    Ich freue mich für jeden, der so stark ist. Aber insbesondere in unserer Familie bin ich es eben nicht, weil sie es einfach drauf haben, mich im innersten zu verletzen.

    Die letzten Tage haben es geschafft, dass die ganze Stärke, die ich in den letzten 2 Jahren erarbeitet habe, wieder für die Katz sind. Ich fühle mich wieder wie ein Niemand, ein wertloses Nichts, dass es nicht wert ist, dass man seine Bedürfnisse ernst nimmt. Und ich bin hilflos und kann nichts dagegen tun. Ich habe nur die Wahl zwischen Duckmäuser oder ganz außen vor. Ich kann nicht noch Beiträge gebrauchen, die mich in diesem Gefühl bestärken.

    Wenn ich jemandem ungewollt auf die Füße getreten bin, tut es mir leid! Aber teilweise fühlte ich mich auch hier nicht ernst genommen.

    Es gibt hier viele, die mir echt geholfen haben. Dafür bin ich sehr dankbar!
    Und ich weiß, dass die meisten zumindest es auch gut meinen. Darum verabschiede ich mich hier nicht. Denn sie haben es verdient, auch wertgeschätzt und nicht ignoriert zu werden. Aber der Thread nimmt eine Dynamik an, die ich weder beabsichtigt habe noch gerade verarbeiten kann.
    Ich habe das Gefühl, egal was ich schreibe, es läuft komplett in die falsche Richtung. Und je mehr ich versuche, es dann richtig zu stellen, umso schlimmer wird es.

    Euch allen einen schönen Abend! Ich muss jetzt selbst sehen, wie ich mit der Situation fertig werde.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich freue mich für jeden, der so stark ist. Aber insbesondere in unserer Familie bin ich es eben nicht, weil sie es einfach drauf haben, mich im innersten zu verletzen.
    Das tut mir leid, dass dies für Dich so ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die letzten Tage haben es geschafft, dass die ganze Stärke, die ich in den letzten 2 Jahren erarbeitet habe, wieder für die Katz sind. Ich fühle mich wieder wie ein Niemand, ein wertloses Nichts, dass es nicht wert ist, dass man seine Bedürfnisse ernst nimmt. Und ich bin hilflos und kann nichts dagegen tun. Ich habe nur die Wahl zwischen Duckmäuser oder ganz außen vor. .................................
    Euch allen einen schönen Abend! Ich muss jetzt selbst sehen, wie ich mit der Situation fertig werde.
    Das klingt heftig

    Nimmst Du denn Dich und Deine Bedürfnisse ernst?

    Hast Du jemanden, vielleicht eine Freundin, die Dich dabei unterstützt?

    ich habe jetzt nur Deinen letzten post gelesen, bin selbst zu müde heute..

    doch ein wenig Mut will ich Dir machen:

    Du fühlst Dich jetzt "hilflos" und es fühlt sich jetzt für Dich so an, dass Du nichts tun kannst.

    Das ist kein schönes Gefühl.

    Doch muss das nicht so bleiben!

    Jetzt erhol DIch erst mal, soweit das in dieser Situation möglich ist und ich hoffe, das Du zumindest emotionale Unterstützung hast und nicht ganz alleine bist
    ich habe den Strasng nur ganz am Anfang gelesen.... und Dein post von vorhin...
    vlg

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich bin hilflos und kann nichts dagegen tun. Ich habe nur die Wahl zwischen Duckmäuser oder ganz außen vor. Ich kann nicht noch Beiträge gebrauchen, die mich in diesem Gefühl bestärken.
    Liebe Anky,

    auch für sensible Schreiber*innen ist es nahezu unmöglich, genau zu erahnen, welche Worte, Ratschläge oder Kommentare welche Gefühle oder sogar *Trigger* bei Dir auslösen. Dieses Feintuning kann ein Forum mMn einfach nicht leisten.

    Es ist wirklich schwierig, hier die Balance zwischen sachlicher und emotionaler Ebene zu finden.

    Aufgrund dessen, was Du selbst geschrieben hast - nämlich *im Moment macht alles meine Schwester. Ich werde da nur auf dem Laufenden gehalten.* - würde ich an Deiner Stelle wohl einfach darauf vertrauen, dass Du auch über den Ort und das Datum der Bestattung auf dem Laufenden gehalten wirst. Wenn Du nicht gezielt nachfragen möchtest, dann bleibt Dir nicht viel anderes übrig.

    Dass Dir Deine Schwester diese wichtige Info vorenthält kann ich mir schwer vorstellen, nachdem der (wenn auch nur schriftliche) Kontakt ja läuft. Wissen kann ich's natürlich nicht.

    Mich hat, offen gestanden, Deine Formulierung etwas irritiert, dass Du zur Beerdigung eingeladen werden möchtest. Als Tochter bedarf es nämlich keiner Einladung. Es ist Dein gutes Recht, dabei zu sein, und ich kann diesen Wunsch zu hundert Prozent nachvollziehen.

    Du kannst/könntest dann auch eine Begleitperson zu Deiner emotionalen Unterstützung mitnehmen - ohne um *Erlaubnis* zu bitten. Warum Du damals Deinen Freund zur Beerdigung Deiner Mutter nicht an Deiner Seite hattest kannst Du vielleicht heute anders sehen ... in dem Sinn, dass Dir so etwas nicht nochmal passiert.


    . Wenn ich Schritte unternehme, aus dieser Rolle heraus zu kommen, werde ich durch die Manipulationen und Beschuldigungen, z. B. meiner Schwester, einfach dazu gemacht.
    Ich glaube, egal, was Du machst oder unterlässt, das Verhältnis zu Deiner Schwester wird sich einfach nicht auf das Maß einpendeln, das Du Dir so sehr wünschst.

    Auch wenn Du schon Therapien gemacht hast (laut Deinem anderen Strang) würde ich dir sehr ans Herz legen, eine systemische Familientherapie ins Auge zu fassen, um die Geflechte all dieser komplexen Beziehungen aufzudröseln. Das wird u.U. auch von der Kasse bezahlt, wenn Deine Gesundheit nachweislich durch die seelischen Belastungen beeinträchtigt ist.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    .

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Ich bin nicht stark genug, diese Konflikte noch einmal auszutragen und mich wieder verletzen zu lassen, nur weil ich wissen möchte, wer der Bestatter ist. Weil sie die Fäden in der Hand halten möchte, so sieht es nämlich aus. Und Macht ausspielen möchte. Ich bin dafür nicht geschaffen.

    ...
    Ich habe bis jetzt erst eine beerdigung erlebt, für die ich die verantwortung hatte und habe die konflikte drumherum noch immer in sehr unangenehmer erinnerung, obwohl das auch schon lange her ist.

    Und das war ein spaziergang im vergleich zu dem, was du gerade erlebst. Es tut schon beim lesen weh.

    Da du gerade ohnehin nicht viel tun kannst, kannst du vielleicht versuchen, bis zu deinem anwaltstermin gedanklichen einen schritt zurück von diesem strudel zu treten und dich irgendwie abzulenken. Oder mit jemandem direkt zu sprechen - vielleicht mit der telefonseelsorge.

    arabeske
    Wenn die Hand eines Mannes
    die Hand einer Frau streift,
    berühren sich beide bis in alle Ewigkeit.
    Khalil Gibran

    ***********************************
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

    https://bfriends.brigitte.de/foren/gruppen/let-s-talk-about-sex.html

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Anky, ich denke nicht, dass du deine ganze, in den letzten Jahren gewonnene Stärke wieder total verloren hast, wie du schreibst. Sie ist dir in der jetzigen emotionalen Ausnahmesituation und dem intensiven Gedankenprozess, in dem du steckst, gerade mal entglitten, ja. Was völlig nachvollziehbar ist, denn ein Todesfall eines Elternteils, gerade des zweiten, ist in der Regel ein sehr existenzielles Ereignis.
    Aber das heisst nicht, dass deine Stärke jetzt definitiv weg wäre. Das denke ich nicht. Sie ist immer noch da und du wirst auch relativ schnell wieder darauf zurückgreifen können. Schon nur, dass du dich beim Anwalt beraten lässt, ist ein Zeichen dieser Stärke. Damit meine ich nicht, dass du dann auch in den Konflikt einsteigst. Sondern vielmehr, was du für Möglichkeiten hast, dich eben gerade nicht in den Konflikt reinziehen zu lassen und dennoch dem treu zu bleiben, was dir selber wichtig ist.

    ich bleibe bei der Meinung, dass es im Moment wohl besser ist, wenn du dich NICHT auf Interaktion mit deiner Schwester einlässt. Und zwar weder in direkter Kommunikation, noch gedanklich. Denn dieser Konflikt ist jetzt nicht das Wichtigste. Und die jetzige Todesfallsituation ist der falsche Moment, um eine Entschärfung zu versuchen. Beide Seiten sind emotional zu stark belastet.

    Du weisst sicher, dass du den Anwalt auch beauftragen kannst, für dich die Kommunikation mit deiner Schwester zu übernehmen. Sprich, sie anzuschreiben und sie aufzufordern, dir das korrekte Datum, den korrekten Ort und die korrekte Zeit der Beerdigung mitzuteilen. Du musst nicht selber fragen, wenn du nicht willst.
    Was du dann mit der Info tust, ist wiederum deine Sache. Auch wenn du weisst, wann/wo die Beerdigung sein wird, bist du frei in deiner Entscheidung, ob du hingehst oder nicht. Und bitte verfalle nicht dem Reflex, schon vorgängig zu befürchten, deine Schwester würde es dir vorhalten, wenn du nicht hingehst. Ja, mag sein. Aber ist eigentlich egal, oder? Das meine ich, dich gedanklich nicht mehr mit deiner Schwester zu befassen: ihre Meinung über dich ist für dich, dein Leben, dafür, was dir wichtig ist, nicht relevant.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  9. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Mich hat, offen gestanden, Deine Formulierung etwas irritiert, dass Du zur Beerdigung eingeladen werden möchtest.
    Magst Du mir bitte die Stelle zeigen, wo ich das geschrieben habe? Sollte ich das wirklich genau SO geschrieben haben, dann ist das den Schmerzmitteln geschuldet, die ich gerade nehme. Bei einer solchen Formulierung muss ich definitiv geistig umnachtet gewesen sein!

    Denn ich erwarte keine Einladung, sondern habe lediglich die Befürchtung, dass meine Schwester mich außen vor hält und ich dann nicht erfahre, wann die Beerdigung ist, so dass ich dann nicht teilnehmen kann. Das ist ein komplett anderer Sachverhalt!

    Vieles ist Eure eigene Interpretation, und das ist das Problem. Dagegen kann ich nicht anschreiben. Aber wenn Ihr falsche Schlüsse zieht und noch dazu ein so falsches Bild von mir habt, dann könnt Ihr mir kaum korrekte Ratschläge geben. Hier geht es nicht um Finetuning, sondern vielleicht auch einfach erstmal um richtiges Lesen, bevor man sich ein Urteil bildet, zu dem man sich befugt fühlt, obwohl man die Dynamiken gar nicht durchschauen kann.

    Ich hab versucht zu erklären, was gestern in mir vorging. Und trotzdem kriege ich wieder die Leviten gelesen. Ich bin jetzt raus hier!
    Geändert von Inaktiver User (01.08.2021 um 10:51 Uhr)

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Magst Du mir bitte die Stelle zeigen, wo ich das geschrieben habe?
    Hier, in Beitrag # 66 --->

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte zur Beerdigung eingeladen werden ...



    Hier geht es nicht um Finetuning, sondern vielleicht auch einfach erstmal um richtiges Lesen, bevor man sich ein Urteil bildet, zu dem man sich befugt fühlt, obwohl man die Dynamiken gar nicht durchschauen kann.

    Ich hab versucht zu erklären, was gestern in mir vorging. Und trotzdem kriege ich wieder die Leviten gelesen.
    Sehr schade, dieser Kommentar.

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