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  1. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Wirklich reine Spekulation meinerseits:
    vielleicht ist es schlichtweg nicht gewünscht, dass Du dort, bei Deiner Schwester, übernachtest und wohnst. Was normalerweise bestimmt kein Problem wäre, aber sich halt wegen Eurer schlechten Beziehung irgendwie nicht anbietet.
    Ich will da nicht übernachten, weil ich diese Nähe genauso wenig möchte. Da würde ich schon ins Hotel gehen. Natürlich will sie mich nicht dabei haben. Ich stelle mir die Organisation nur recht schwierig vor, wenn ich in SH und meine Geschwister in NRW sitzen, zumindest, wenn ich mich auch noch einbringen soll. Telefonieren tun wir im übrigen aber auch nicht.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen, wie Du an diese Informations*fetzen* kommst?
    Das mit der Notiz hab ich von meiner Schwester, der Rest ist meine Vermutung aufgrund meiner Kommunikation mit meinem Vater.

    Ehrlich gesagt, blicke ich auch nicht ganz durch, wie der Informationsfluss zu meiner Schwester war/ist. Erst hieß es, in der Hütte gab es Hinweise, dass keine Verwandtschaft in D vorhanden ist. Trotzdem sind dann nach und nach alle möglichen Leute - inkl. meiner ehemaligen Stiefmutter, die seit >10 Jahren von meinem Vater geschieden ist - über den Tod informiert worden. Ich wurde dann als letztes von meiner Schwester informiert. Sie gründete dann die WA-Gruppe, in der auch meine Halbschwester ist. Momentan wird alles darüber abgewickelt.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Wie meinst Du das, @Anky?
    Normalerweise wird der komplette Organisationsaufwand vom Bestattungsunternehmen betreut und durchgeführt.
    Es gibt hier 2 Bestattungsunternehmen: Eines in Deutschland, eines in Österreich. Von letzterem habe ich erst gestern erfahren. Dies wirklich sehr kurios:

    Ich sollte mich ja um die Staatsangehörigkeit kümmern, was mir merkwürdig vorkam, und ich dachte, das wäre auf dem Mist des deutschen Bestattungsunternehmens gewachsen. Daher habe ich gedacht, ein österreichisches kann mir dann sicher Auskunft "von der anderen Seite" geben. Zufällig hab ich dann das Unternehmen erwischt, welches auch mit der Kremierung beauftragt wurde, was natürlich der Tatsache geschuldet war, dass es an dem Ort nur ein Bestattungsunternehmen gibt. Ich war überrascht und erfreut zugleich. Überrascht, weil ich von meiner Schwester nur über einen deutschen Bestatter informiert wurde. Erfreut, weil die Kremierung doch schon veranlasst wurde, was aus den Informationen meiner Schwester nicht heraus zu lesen war.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Hm, ich habe echt Mühe, mir den Austausch zwischen Dir und Deiner Schwester vorzustellen.

    Das ist ja nun wirklich kein geeignetes Thema für die WA-Gruppe. Also Ihr telefoniert mit einander ... und über die Art der Bestattung redet Ihr nicht? Das ist doch im Moment das vorrangige Thema, nehme ich an?
    Wir reden nicht miteinander. Wie gesagt, es läuft alles über die Gruppe. Wir haben nur einmal telefoniert, als sie mir erzählt hat, dass mein Vater gestorben ist.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Wenn Ihr so an einander vorbei kommuniziert, dann stelle ich mir das mit der Auflösung von immerhin drei (?) Haushalten Deines Vaters ziemlich schwierig vor.
    Dito. Aber meine Schwester möchte es ja so. Darum überlege ich mir halt auch einen Plan B für den Fall, dass meine Schwester mich außen vor lässt.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Anky, wenn Du nur wegen des Patenkindes zurückhaltend mit Deiner Meinung bist, dann ist das mE der falsche Grund. Das Alter Deines Patenkindes habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, aber es ist ziemlich unrealistisch, dass das *Kind* seine Sympathie für Dich von Deinem Mitspracherecht bei dieser Beerdigung abhängig macht.
    Das nicht. Aber meine Schwester hat ja großen Einfluss auf sie. Und wenn sie ihr den Kontakt verbietet, kann ich da nichts gegen tun. Mein Patenkind ist 16. Aber ich geb Dir Recht: Diesen Grund sollte ich tatsächlich überdenken, da der Kontakt ja sowieso nicht besonders intensiv ist.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Vor lauter Angst, Du könntest etwas *falsch* machen könntest Du auf Deine Schwester(n) ja fast unterwürfig wirken. Das kann auch nicht in Deinem Sinn sein, oder?
    Ja. Das ist genau die Rolle, die meine Schwester von mir erwartet. Da ich damals diese Rolle schon nicht ausgefüllt habe, hat sie mich fallen lassen. Aber stimmt: Das kann nicht Sinn der Sache sein.

    Ich komme gerade dahinter, welche Mechanismen eigentlich in meiner Familie so gewirkt haben. Aber im Grunde genommen kann ich bei meiner Schwester sowieso nur verlieren. Ich kann nur zusehen, dass ich für mich selbst sorge.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Gerade weil sie keinen Kontakt zum Vater hatten, könnte die Grabpflege sich für sie wie eine Art Ausgleich (Frieden schließen) anfühlen. Also so paradox fände ich das überhaupt nicht.

    Um Dich bei der Grabpflege einzubringen, könntest Du auch in regelmäßigen Abständen denjenigen, die sich kümmern, Geld überweisen. Und Du könntest zu besonderen Erinnerungstagen eine Gärtnerei damit beauftragen, ein Gesteck (einen Strauß etc.) auf das Grab zu stellen.

    (fett von mir)
    Ja, das kann natürlich sein und kann sie auch gern machen. Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Aber dann soll sie es auch gefälligst bezahlen. Ich brauche das Grab nicht. Ich möchte nur dann auch nicht dafür aufkommen müssen.

    Ich denke, das Verhältnis zu meiner Schwester ist gegessen. Ich hab wirklich gedacht, man könnte wieder zueinander finden, aber merke gerade, dass das nicht gehen wird. Dies würde nur funktionieren, wenn ich mich komplett ihr unterordne, und das will ich nicht.

    Das Problem ist: Ich hänge an meiner Schwester, trotz allem. Aber meine Schwester würde mich über die Klinge springen lassen, wenn es ihr nützt. Das war eigentlich früher schon so. Da hab ich es nur nicht gesehen (oder wollte es nicht sehen).
    Dieses "Macht"-Gefälle hat sie immer schon für sich genutzt. Ich wollte halt nie wahrhaben, dass ich meiner Schwester im Grunde egal bin. Ich bin ja der "Schandfleck" und der "Störenfried" der Familie.

    Ich hab langsam den Eindruck, die letzten 12 Monate sind die Zielgerade auf dem Weg zu mir selbst. Ich verstehe jetzt erst die Zusammenhänge und Glaubenssätze, die sich in unserer Familie bei mir manifestiert haben. Und in welchem Mustern ich (teilweise) immer noch verhaftet bin. Doch ich finde gerade meinen Weg daraus.
    Geändert von Inaktiver User (31.07.2021 um 14:23 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    hmmm ... ich sag mal so: Anky hat ihre Gründe, sich ihrer Schwester gegenüber so zu verhalten, wie sie es tut. Und ich persönlich halte wenig davon, dass ein gemeinsamer Todesfall als Gelegenheit dienen könnte, sich wieder näher zu kommen und einen schon Jahre (Jahrzehnte?) lang bestehenden Konflikt zu überwinden. Das ich halte ich persönlich für unrealistisch. Gerade weil ein Todesfall ein derartiger emotionaler Ausnahmezustand darstellt für alle Konfliktbeteiligten, ist die Chance, dass der Konflikt weiter eskaliert, in meinen Augen wesentlich grösser, als dass er entschärft oder gar beigelegt werden könnte. Hab ich leider in meinem Umkreis x-mal genau so erlebt - bestehende Konflikte wurden durch Todesfälle nie entschärft, sondern nur weiter zugespitzt.
    Ja, für mich ist das gerade nur doppelt schwierig, weil ich sowieso gerade auf dem Weg war, meinen Umgang mit meiner Familie zu überdenken bzw. heraus zu finden, was ich mir eigentlich noch von meiner Familie wünsche. Mein letzter Strang hier zu meiner Familie ist ja noch nicht so lange her.
    Und jetzt kommt wieder so eine emotionale Ausnahmesituation. Ich denke, sie wird unserem Verhältnis den Todesstoß versetzen. Spätestens wenn es um Erbe geht, wird es noch richtig schmutzig werden.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das ist leider auch meine persönliche Erfahrung.
    Bzw. Konflikte münden in einem totalen Kontaktabbruch.
    Genau so.

    Ich bin gerad traurig.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Anky, sei mir nicht bös, aber wenn Schwestern die Beerdigung ihres Vaters ausschließlich per WhatsApp abwickeln, ist das Verhältnis doch längst tot.

  4. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von thymian2 Beitrag anzeigen
    Anky, sei mir nicht bös, aber wenn Schwestern die Beerdigung ihres Vaters ausschließlich per WhatsApp abwickeln, ist das Verhältnis doch längst tot.
    Dann ist auch das Verhältnis zwischen meiner Schwester und meiner Halbschwester tot.

    Sei mir nicht böse, aber ich finde es vermessen, sich da als Außenstehender ein Urteil zu erlauben.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Bei allem Frust, aber die Beerdigung wird sicher nicht so pompös werden, Dein Vater hatte ja anscheinend nur noch wenig Kontakt in die Heimat Deiner Schwester und das 2 Bestatter eingebunden sind dürfte auch nicht ungewöhnlich sein. Der Bestatter aus Österreich kümmert sich um die Kremierung, schickt die Urne per Post an den Bestatter in Deutschland und dieser übernimmt die Abwicklung in Deutschland.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Kannst Du dann erklären, was Euch um alles in der Welt hindert, einen Telefonhörer aufzunehmen? Dann sagt jeder, was er sich vorstellt und man weiß zumindest schon mal, ob es einen grundsätzlichen Konsens bezüglich der Beerdigungsgestaltung gibt.

    Ich hab den Kontakt zu meiner Familie schon vor 20 Jahren abgebrochen, aber das ist selbst für mich absurd.

  7. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von thymian2 Beitrag anzeigen
    Kannst Du dann erklären, was Euch um alles in der Welt hindert, einen Telefonhörer aufzunehmen? Dann sagt jeder, was er sich vorstellt und man weiß zumindest schon mal, ob es einen grundsätzlichen Konsens bezüglich der Beerdigungsgestaltung gibt.

    Ich hab den Kontakt zu meiner Familie schon vor 20 Jahren abgebrochen, aber das ist selbst für mich absurd.
    Sorry, ich werde darauf nicht mehr eingehen. Was interessiert Dich das überhaupt so? Was hilft Dir das, da noch weiter drin rum zu stochern und mir damit weh zu tun? Meinst Du, mit Deinen Beiträgen änderst Du irgendwas an der Situation?

    So einfach und schwarz und weiß, wie Du das offenbar siehst, ist es nun einmal nicht. Akzeptiere das bitte.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    @Anky, jetzt möchte ich doch mal für @thymian in die Bresche springen.
    Ich bin sicher, es ist alles andere als ihre Absicht, Dich zu verletzen.

    Ich selbst war, wie Du nachlesen kannst, eigentlich auch davon ausgegangen, dass Ihr zumindest über die dinglichsten Themen die Bestattung betreffend mit einander telefoniert.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir reden nicht miteinander. Wie gesagt, es läuft alles über die Gruppe.
    Das IST sehr außergewöhnlich, milde ausgedrückt.

    Aber da es nun mal so ist, könntest Du Deine Befürchtung/Vermutung ja auch ganz einfach schriftlich darlegen:
    *Welcher Rahmen ist für das Begräbnis vorgesehen? Bitte informiere mich möglichst bald.*


    Aber meine Schwester möchte es ja so. Darum überlege ich mir halt auch einen Plan B für den Fall, dass meine Schwester mich außen vor lässt.
    Wobei befürchtest Du denn konkret, außen vor gelassen zu werden?
    Von der Teilnahme an der Bestattung kann sie Dich jedenfalls nicht abhalten.


    Aber meine Schwester hat ja großen Einfluss auf sie. Und wenn sie ihr den Kontakt verbietet, kann ich da nichts gegen tun. Mein Patenkind ist 16.
    Die/den 16-Jährige(n), die/der sich einen harmlosen Kontakt per WA oder social media verbieten lässt, möchte ich sehen.


    Das ist genau die Rolle, die meine Schwester von mir erwartet.
    Auf mich persönlich wirkst Du genau so zurückhaltend, wie Deine Schwester es Deiner Meinung nach erwartet.

    Wenn Du anders wahrgenommen werden willst, dann musst Du auch anders auftreten.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Ich habe auch Nerverei von meinem Bruder hinter mir, wg dem Tod unserer Mutter. Vermoegen zu Erben gab es keins. Es ging nur darum sie vernünftig und wuerdevoll zu beerdigen.
    Er hat sofort nach ihrem Tod voellig am Rad gedreht. Hat mich unter Druck gesetzt, wollte mich erpressen.
    In seinem Fall ist es so das man ihm unbedingt Kontra geben musste. Ich war voellig alle danach und habe den Kontakt abgebrochen. Seine Kindheit war Schuld an allem. Da war er 68.
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  10. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Von der Teilnahme an der Bestattung kann sie Dich jedenfalls nicht abhalten.
    Wenn sie mich nicht informiert, wann die Beerdigung ist, kann sie mich sehr wohl davon abhalten.

    Dass das alles so läuft, geht ja nicht von mir aus, sondern von ihr. Und ich habe die Erfahrung schon gemacht bei der Beerdigung meiner Mutter.

    Was meint Ihr, was ich tun soll? Dass unser Verhältnis Geschichte sein wird, hab ich doch selbst schon geschrieben. Ich kann jetzt nur versuchen, mich so zu verhalten, dass ich zumindest bis zur Beerdigung informiert bleibe. Alles andere ist mir dann sowieso egal.

    Wenn ich meiner Schwester jetzt Kontra gebe, schmeißt sie mich aus der Gruppe raus und ich werde überhaupt nicht mehr informiert. Dann kann ich mich im schlimmsten Fall nicht einmal mehr von meinem Vater verabschieden. Was, bitte, soll denn die Alternative sein? Wenn meine Schwester mich nicht informieren will, kann ich soviel Kontra geben wie ich möchte. Das wird nichts ändern. Das ist ja genau das Problem, das ich habe. Wenn ich mich falsch verhalten, bin ich raus. Außer ich fahre komplett autark und kontaktiere die entsprechenden Behörden separat. Ob das der richtige Weg ist, weiß ich allerdings auch nicht.

    Meine Schwester sitzt nun einmal momentan am längeren Hebel, da sie die Kontakte hat, die sie nicht an mich raus rückt und sogar lügt, sie hätte die Kontakte gar nicht. Ich kann aktuell nichts tun, außer mich "wohlfeil" zu verhalten, wenn ich nicht komplett außen vor sein will.

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