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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Okay, das mit den Formalitäten mit dem Notar in Österreich ist mir nun nicht bekannt. Ich gebe nur wieder, was meine Schwester mir erzählt, die in Kontakt mit dem Notar steht.
    Was hat sie Dir denn erzählt, ist nun ein Testament hinterlegt oder nicht? Und was sind die nächsten Schritte, um es zu eröffnen?

  2. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    So, es gibt einige Neuigkeiten, und ich habe das Gefühl, mich in einem Teufelskreis zu befinden.

    Wenn ich ehrlich bin, würde ich die ganze Organisation gern selbst übernehmen. Denn ich habe den Eindruck, dass das gerad einiges schief läuft, ich aber nichts unternehmen kann.

    Zunächst einmal: Mein Vater war nur in Deutschland gemeldet, also deutscher Staatsangehöriger.

    Weiterhin ist es tatsächlich nicht sicher, ob es ein offizielles Testament gibt. Es wurde wohl eine Notiz in seiner Hütte gefunden, dass es ein Testament geben soll. In Anbetracht der Tatsache, dass ursprünglich ich seine Erbschaft regeln sollte, kann es also sein, dass es bei der Planung eines Testaments geblieben ist und es real gar keines gibt.

    Die Unterlagen inkl. Ausweis etc. pp. liegen bei diesem ominösen Notar, der die Unterlagen nicht ohne ein Schreiben vom Gericht raus gibt. Ohne die Unterlagen können wir aber nicht bestatten, da diese im Original vorliegen müssen, um die Kremierung im Ausland* beauftragen zu können (lt. Info meiner Schwester).

    *)Angeblich ist lt. Bestatter für diese Kremierung ein Staatsangehörigennachweis erforderlich, wofür diese Unterlagen erforderlich sind.

    Ich kann mir das fast nicht vorstellen und finde auch im Netz nichts dazu. Für einen Staatsangehörigennachweis werden Unterlagen benötigt, an die man als Nachkomme kaum dran kommt (u. a. Geburts- und Heiratsurkunde der Großeltern, deren Aufhebefrist beim Amt zumindest bereits abgelaufen sein dürfte). Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies notwendig ist. Es sterben doch mehrere Menschen im Urlaub, was sicherlich auch nicht so einen Aufwand benötigt. Und genau so würde ich den Aufenthalt meines Vaters deklarieren: Als Urlaub, der wg. Corona verlängert wurde (ist ja sogar nicht ganz falsch).

    Wenn es der Bestatter ist, der auch die Bestattung meiner Mutter übernommen hat, kann ich mir aber auch eine Fehlinfo durch ihn vorstellen. Er hat ja seinerzeit auch falsche Infos gegeben. Möglicherweise war das tatsächlich gar kein abgekartetes Spiel mit meiner Schwester, wie ich immer vermutet habe, sondern der Typ hatte wirklich keine Ahnung.

    Mittwoch habe ich den Termin beim Anwalt. Außerdem habe ich die Gemeinde des Sterbeortes kontaktiert zwecks Sterbeurkunde, um ggfs. selbst seine Hütte betreten zu können und nach einem Testament zu suchen. Ich glaube zwar nicht, dass das funktioniert, aber versuchen wollte ich wenigstens. Vielleicht kriegen ich da zumindest objektive Infos darüber, wie wir weiter machen.

    Es ist einfach paradox: Ich habe eigentlich die meisten Infos zum aktuellen Status meines Vaters, aber meine Schwester, die überhaupt nichts mehr mit meinem Vater zu tun haben wollte, organisiert jetzt alles. Ich hätte die Möglichkeit, nach AT zu fahren und vor Ort Dinge zu klären... Es wäre eigentlich die logische Konsequenz, dass ich da weiter mache. Aber wenn ich das vorschlage, wird es Riesen-Stunk geben. Nur zweigleisig fahren bringt irgendwie auch nichts. Dabei glaube ich, dass ich zielführender an die Sache rangehen würde, und wenn ich dafür nach Österreich fahren müsste. Vor Ort lässt sich vieles leichter regeln als fernmündlich und über 5 Ecken.

    Und da geht es nicht darum, meiner Schwester das weg zu nehmen, sondern da jetzt voran zu kommen. So wie es jetzt läuft, sehe ich meinen Vater noch nächsten Monat unbestattet in Österreich in der Pathologie liegen... und alle Kosten laufen weiter, weil wir nirgends dran kommen, weil alles beim Notar liegt. Meine Schwester hat übrigens hier schon sehr deutlich gemacht, dass sie uns (mich) da im unklaren lassen möchte. Sie hat nämlich behauptet, sie hätte die Kontaktdaten nicht, steht aber mit ihm regelmäßig in Kontakt.

    Aber die Kontaktdaten kriege ich bestimmt auch übers Krankenhaus raus. Ich überlege jetzt, wie ich weiter mache. Den Bestatter, den meine Schwester anscheinend beauftragt hat, möchte ich eigentlich gar nicht haben. Aber da kann ich wohl nicht viel gegen machen, außer ich gehe in die Konfrontation. Aber die kommt noch früh genug. Momentan ist es taktisch klüger, die Füße etwas still zu halten.

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Ich würde laienhaft auch denken, dass die Situation nicht anders ist als bei einem Todesfall auf Reisen.

    Hast Du hier mal geguckt: Hilfe fur Deutsche in Notfallen: Konsularische Hilfefalle - Auswartiges Amt

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Thymian2 war schneller, mein Tip auch bevor Du Dich weiter selbst stresst mit Mutmassungen und Gedanken zum Verhalten Deiner Schwester:

    Dein Ansprechpartner ist der konsularische Service in der deutschen Botschaft in Wien
    Deutsche Botschaft Wien - Auswartiges Amt - da wird Dir geholfen, und auf dem Weblink siehst Du auch gleich die Abteilung.

    Noch was zur Definition 'deutscher Staatsbürger': ich lebe seit langem melde, sozialversicherungs -und steuerpflichtig in allen Belangen in Belgien und bin und bleibe deutsche Staatsbürgerin mit deutschem Pass (solange ich keinen Antrag auf Einbürgerung in BE stelle).
    Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus ..Man sucht sich die Zeit nicht aus, an dem wir die Welt betreten ...aber gestalten können wir diese Welt ..Gioconda Belli, 1985


    Leben ist immer lebensgefährlich !...meint nicht nur Erich Kästner

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts - LEBEN muss man vorwärts ...ist mein Lebensmotto, nach S. Kierkegaard

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    [QUOTE=thymian2;35307012]Ich würde laienhaft auch denken, dass die Situation nicht anders ist als bei einem Todesfall auf Reisen.

    Ja - und ein Todesfall auf Reisen (auch innerhalb Europas) ist auch nicht immer easy, da eine Menge Vorschriften im Lande des Todes als auch bei einer Ueberfuehrung ins Heimatland zu beachten sind.
    Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus ..Man sucht sich die Zeit nicht aus, an dem wir die Welt betreten ...aber gestalten können wir diese Welt ..Gioconda Belli, 1985


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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal: Mein Vater war nur in Deutschland gemeldet, also deutscher Staatsangehöriger.
    Darüber bin ich jetzt noch gestolpert - nur, weil man in Deutschland gemeldet ist, ist man ja noch kein deutscher Staatsangehöriger. Hat Dein Vater einen Migrationshintergrund, Spätaussiedler vielleicht?

    Dann würde auch die Sache mit diesem Staatsangehörigennachweis Sinn machen.

  7. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Also, es hat sich gerade alles erstmal "geklärt". Meine Schwester hat die Infos nicht vollständig an mich weiter gegeben.

    Ich habe gerade beim Bestatter im Sterbeort angerufen. Es wurde tatsächlich dieser beauftragt. Meine Schwester hat anfangs allerdings was anderes erzählt, aber das war wohl eher ein Kommunikationsleck.

    Die Kremierung ist bereits veranlasst worden. Das war jetzt erstmal das wichtigste für mich. Die etwaige Urnenüberführung hat dann Zeit. Die dortige Gemeinde ist auch involviert, sowohl vom Bestatter als auch von mir. Es hapert aktuell tatsächlich an der Sterbeurkunde, weil ohne diese keine Überführung stattfinden kann/darf. Für diese wird wohl tatsächlich dieser Staatsbürgerschaftsnachweis benötigt. Aber da warten wir jetzt auf Montag, ob die Gemeinde die Sterbeurkunde auch so ausstellt.

    Falls nicht, komme ich auf Eure o. g. Tipps gern zurück @tymian & @v-c.

  8. Inaktiver User

    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Zitat Zitat von thymian2 Beitrag anzeigen
    Darüber bin ich jetzt noch gestolpert - nur, weil man in Deutschland gemeldet ist, ist man ja noch kein deutscher Staatsangehöriger. Hat Dein Vater einen Migrationshintergrund, Spätaussiedler vielleicht?

    Dann würde auch die Sache mit diesem Staatsangehörigennachweis Sinn machen.
    Nein, darum bin ich ja so erstaunt. Mein Vater ist Zeit seines Lebens Deutscher. Ich weiß nicht, ob seine Mutter möglicherweise osteuropäische Wurzeln hat, aber diese reichen dann noch bis vor Kriegszeiten zurück und auch das schließe ich eigentlich aus.

    Wobei auf dem Personalausweis ja auch die Staatsangehörigkeit vermerkt ist. Aber ich verstehe durchaus, dass es hier möglicherweise Umstände gibt, weshalb auch das nicht eindeutig ist (doppelte Staatsbürgerschaft z. B.).

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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    liebe Anky-2,
    und noch ein kleiner Tip von mir in Sachen 'Agieren im Todesfall als auch in Erbangelegenheiten'

    "Choose your battles wisely", sprich 'fokusiere Dich auf wichtige Angelegenheiten / Auseinandersetzungen' !

    Für mich wäre völlig wurscht, welches Bestattungsunternehmen tätig wird, denn jedes hat in Eurem Falle dieselben Vorschriften in AT / DE zu beachten, siehe auch mein Tip mit der deutschen Botschaft Wien. Welche Bestattungsart / ob richtiges Grab / Seebestattung/Urne und dessen Kosten / evtl. Folgekosten wäre mir wichtiger.

    Zu Testament / kein gültiges Testament vorhanden: wenn letzteres sich als korrekt herausstellt, dann sind alle mündlichen Absprachen mit dem Erblasser hinfällig und es gibt die gesetzliche Erbregelung mit den Erben 1. Ordnung (hier wohl die Geschwister zu gleichen Teilen). Das zuständige Nachlassgericht (= Meldeort des Erblassers) gibt Dir dazu nähere Auskunft.

    Ich wünsche Dir viel Geduld - mit Dir + den anderen Beteiligten, c-v
    denn wie hörte ich in unserer Erbsache damals: "Der Erblasser ist tot und wir haben Zeit"
    Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus ..Man sucht sich die Zeit nicht aus, an dem wir die Welt betreten ...aber gestalten können wir diese Welt ..Gioconda Belli, 1985


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    AW: Vater unerwartet verstorben - viele Fragen

    Ich habe im Netz ein Merkblatt der deutschen Botschaft in Wien gefunden. Dort steht:

    Deutschland stellt – im Gegensatz zu Österreich – keinen „Staatsbürgerschaftsnachweis“ aus. Um den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit gegenüber österreichischen Behörden ausreichend zu belegen, reicht die Vorlage eines amtlichen deutschen Ausweisdokuments, also eines deutschen Reisepasses oder eines deutschen Personalausweises in der Regel aus. Dieses Ausweisdokument besagt, dass der Inhaber bzw. die Inhaberin von deutschen Behörden als Deutscher bzw. Deutsche behandelt wird.

    Vielleicht hilft Dir das weiter?
    ~ Torun. ~

    Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. (Matthias Claudius)

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