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    wieviel Zeit braucht die Familie?

    innerhalb der diskussion in einem andern thread möchte ich mal eine frage an alle in den raum stellen:

    wieviel zeit braucht die familie?

    was sind eure vorstellungen, eure erfahrungen?






    meine erfahrungen sind unterschiedlich:
    meine mutter war zuhause, nicht aushäusig berufstätig. aber deswegen hatte sie nicht mehr zeit für uns. die landwirtschaft, die tiere. auch fand ich und meine schwester, wir uns ab einem gewissen alter sehr kontrolliert. denn sie war ja immer da. aber sie hatte nicht wirklich die möglichkeit sich freizuschaufeln und sich jedem von uns kindern direkt und exklusiv zu widmen.

    mit meinen töchtern habe ich die erfahrung gemacht: es war nicht die menge der zeit- sondern die qualität. sich in der zeit sich ganz und gar auf das kind einlassen. auch bei mehr als einem kind hatte jedes der kinder exklusiv zeit mit elternteil.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Schwierig......

    Ich war viele Jahre zu wenig für mein Kind da. Habe viel gearbeitet und hatte damals schon ein schlechtes Gewissen.

    Junior ist sehr früh selbstständig gewesen und ein schlussel Kind.

    Alles hat vor und Nachteile

    Könnte ich die Zeit zurück drehen würde ich es anders machen.
    Betrunken flirten ist wie hungrig Einkaufen gehen.

    Man geht mit Sachen nach Hause, die man eigentlich gar nicht will
    .

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Ich glaub, das kann man nicht verallgemeinern.

    Kinder sind sehr unterschiedlich. Generell, aber eben auch in den Entwicklungsphasen.

    Partner sind unterschiedlich und haben auch Phasen mit mehr Nähe oder mehr Ferne.

    Dann sind die Lebensumstände divers: kurze Wege (Einkaufen, Kita, Schule, Büro) oder langes Pendeln über Land.

    Das zu beantworten ist schwierig. Aber ich denke, jede Familie hat ein ur-eigenes Empfinden dafür, ob sie "genug" hat. Von Zeit, von Liebe, von Nähe. Defizit spürt man immer.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Meine Mutter war ab der Ehe "nur" Hausfrau und hat 5 Kinder großgezogen. Vater war berufstätig, wobei er als Lehrer in den Ferien viel zeit mit der Familie verbracht hat.

    Klar war es schön, dass Mama zu Hause war, wenn ich von der Schule heimgekommen bin. Aber glücklich war meine Mutter nicht und mir tut es heute sehr leid, dass sie hier auf dem Land so isoliert und unglücklich war.

    Ich habe mit meiner Tochter viel unternommen, war aber auch auf der Uni und berufstätig. Einige Zeit war ich auf Grund depressiver Phasen sicherlich wenig für meine Tochter da (physisch anwesend, geistig abwesend). Das tut mir leid und ich habe mit ihr auch schon darüber gesprochen.

    Ich denke, gute, wertvolle Zeit miteinander verbringen gelingt dann, wenn die Eltern zufrieden sind. Meine Mutter war viel da aber depressiv und unglücklich.
    Never be afraid, never.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    das war bei uns auch so:

    meine mutter war nicht glücklich mit dieser regelung. sie hat versucht das beste daraus zu machen. hat sich dann in den garten gestürzt und ausgetobt.

    für mich kann ich sagen: es kommt darauf an dass vorallem die mutter glücklich ist. dass sie die möglichkeit hat das zu tun was sie möchte.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Gibt es eine Mutterpflicht, glücklich zu sein? Meine Mutter war es nicht, jedenfalls lange Zeit nicht. Ich war es phasenweise auch nicht. Das Glücklichsein an die ohnehin hohen Erwartungen an Mütter noch obendrauf zu packen - fragwürdig. Das tun, was sie möchte - naja. Mütter kleiner Kinder möchten oft vor allem ungestört schlafen ...

    Ich habe für mich gesehen: Da gibt es Interessenskonflikte. Das ist natürlich. Damit muss man klar kommen. Kinder sind manchmal eine Zumutung, Eltern nicht minder.

    Ich fürchte, das Leben ist so ... und Familie frisst viel Zeit. Bei mir ist es im Moment zum Glück deutlich weniger - und ich genieße das sehr.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Zimmerbrunnen Beitrag anzeigen
    Gibt es eine Mutterpflicht, glücklich zu sein?

    .
    gute frage.


    ich kann von mir und meinen schwestern sagen wie sehr es uns belastet hat dass meine mutter ein frauenmodell lebte das nicht wirklich ihre entscheidung war.
    wir drei mädchen (62, 60 und 57) haben uns sehr viel darüber unterhalten. und ich glaube es ist kein zufall dass wir alle drei mit kindern immer im beruf geblieben sind.

    ich glaube es tut kindern, vorallem auch mädchen gut, wenn die eltern mit sich im reinen sind.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Danke für den Strang. Mich beschäftigt diese Frage auch.

    Meine Mutter war/ist Hausfrau mit 450 Euro-Job, das war sicherlich 10.Jahre lang sehr schön, aber meine Mutter war auch nicht wahnsinnig glücklich damit, oft depressiv und genervt. Im Nachhinein denke ich, dass ihr eine feste.Arbeit mit Selbstwirksamkeit außerhalb der Familie.sehr gut getan hätte, ich habe das ihr auch als Teenager sicherlich auch mal gesagt, mein Vater auch, aber sie hat sich nicht getraut, irgendwann ist sie dann Yogalehrerin geworden.

    Ich weiß nicht, damals wäre sicherlich so ein Mittelding (20h Teilzeit).gut gewesen, hätte sie auch machen können, da klug und vernünftige Ausbildung.

    Ich hadere andererseits jetzt damit, dass ich eher zuviel Zeit in den Job investiere, aber bei uns leidet da nur der Haushalt, ich habe nie das.Gefühl gehabt, dass es wirklich zu wenig Zeit für die Kinder ist, ich arbeite ja etwa 30h... Wir haben eine gute Beziehung; machen viel, manchmal wünsche ich mir jedoch mehr Zeit für mich und den Haushalt. Aber mit meiner langen Ausbildung will ich echt nicht auf 500 Euro netto verzichten, weil ich einen Tag in Ruhe Wäsche machen will...

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    was bei meinen kindern, den kindern meiner schwestern, anders ist als bei uns damals:

    unsere kinder konnten kochen, wäsche, badewanne und waschbecken, geschirrspüler- als sie auszogen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Meine Mutter hat praktisch immer gearbeitet. In der Zeit im Ausland (bin größtenteils im EU Ausland aufgewachsen) in nicht ganz so anspruchsvollen Jobs.

    Nach der Trennung meiner Eltern (da war ich 11) und der Rückkehr nach Deutschland stellte sich dann die Frage nach ihrer Zukunft. Sie hat verschiedene aufeinander aufbauende Weiterbildungen gemacht und dann auch Vollzeit gearbeitet und auch richtig gut verdient. Sie war ja zweisprachig. Das war Anfang / Mitte der 70er Jahre nicht selbstverständlich und hat ihr beruflich sehr genutzt.

    Ich war im Ausland auf einer Ganztagsschule (ab Alter 5) und kannte dieses „Mittags wird daheim gegessen und Mutter hat gekocht“ gar nicht. Ab Teenageralter war ich froh nachmittags alleine zu sein und meine Ruhe zu haben. Nachbarn (und zum Teil auch meine deutsche Familie) haben mich oftmals bemitleidet. Das „arme Kind“. Aber ich habe überhaupt nicht das Gefühl eines Mangels gespürt.
    Geändert von Apprenti (03.07.2021 um 13:46 Uhr)
    Apprenti

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