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  1. Inaktiver User

    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was genau besagt die?
    20% Aufwand, 80% Erfolg - oder anders gesagt: für die letzten 20% musst Du richtig schuften.

  2. Inaktiver User

    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    20% Aufwand, 80% Erfolg - oder anders gesagt: für die letzten 20% musst Du richtig schuften.
    Danke! ...und stimmt🥴😉

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Nach der Regel reichen 80 % an Ordnung und Sauberkeit im Haushalt. Wie ja-aber sagte, für die restlichen 20% muss man mehr als 20% leisten um die 100% zu erreichen.

    Praktisch gesprochen: wenn ich das Bad putze gehe ich z.b. mit dem Lappen schnell über die Armaturen. Dann habe ich 80%. Wenn ich wirklich jeden Kalkfleck zu 100% weghaben möchte, muss ich mich viel mehr mit der Armatur beschäftigen. Da schnell neue Flecken kommen muss man auch ständig nachputzen.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich schreibe das, weil ich tatsächlich nicht erinnern kann, dass meine Mutter großartig mal was MIT MIR gemacht hätte. Rückblickend frag ich mich tatsächlich, was sie den ganzen Tag gemacht hat.
    Das schreiben mehrere, dass ihre Mutter zuhause, aber nicht wirklich zugewandt war.
    Ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.

    "Zeit" alleine macht es sicher nicht - aber ein Mindestmaß an Zeit, nicht nur durchgetaktete Qualitätszeit, sondern auch gemeinsame "Trödel- oder Flow-Zeit" ist eben umgekehrt Voraussetzung für Zugewandtheit.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    "Zeit" alleine macht es sicher nicht - aber ein Mindestmaß an Zeit, nicht nur durchgetaktete Qualitätszeit, sondern auch gemeinsame "Trödel- oder Flow-Zeit" ist eben umgekehrt Voraussetzung für Zugewandtheit.
    Ja!! Oder wie meine Tochter sagt: heute Nachmittag chillen wir alle nur zu Hause/im Garten rum.

    80/20 ist sowieso mein genereller Lebensstil, leider möchte meine Chefin gerne mal 100%, da geraten wir dann öfter aneinander, weil ich da den Aufwand zu groß finde.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das schreiben mehrere, dass ihre Mutter zuhause, aber nicht wirklich zugewandt war.
    Ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.

    "Zeit" alleine macht es sicher nicht - aber ein Mindestmaß an Zeit, nicht nur durchgetaktete Qualitätszeit, sondern auch gemeinsame "Trödel- oder Flow-Zeit" ist eben umgekehrt Voraussetzung für Zugewandtheit.
    Meine Mutter war schlicht depressiv. Sie hat sich trotzdem mit uns beschäftigt, aber die Mär, dass mit zu Hause sein automatisch mehr Zeit und gute Zeit (das kann auch Flow-Zeit sein) verbunden ist, ist mMn nicht richtig.
    Never be afraid, never.

  7. Inaktiver User

    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das schreiben mehrere, dass ihre Mutter zuhause, aber nicht wirklich zugewandt war.
    Ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.
    Seit ich das Buch "Kriegsenkel" von Sabine Bode kenne, verstehe ich das besser. Die Kernthese ist, dass traumatisierte Eltern keine Beziehung zu ihren Kindern aufbauen können und dass diese das weitergeben. Meine Aufgabe ist es, das zu durchbrechen. Das ist nicht einfach. Was man selbst nicht erfahren/erlernt hat, muss man sich intuitiv aneignen und verfällt leider oft in alte Muster.

    Meine Mutter wurde in eine Familie hineingeboren, wo der älteste Bruder nicht vom selben Vater stammte, der Vater erst weit nach Kriegsende verwundet mit fehlendem Bein heimkam und die Mutter alle irgendwie durchbringen musste. Meine Mutter erzählt nie von ihrem Vater, außer dass der zwar da, aber nicht anwesend war. Höchst traumatisiert durfte er erst 15 Jahre nach Kriegsende wieder arbeiten, da vor dem Krieg Beamter. Die Geschwister sind heute noch heillos zerstritten. Mein Vater hatte eine ganz ähnliche Biografie, da ist der leibliche Vater gar nicht erst präsent gewesen, weil gefallen, der Stiefvater ist meiner Überzeugung nach Nazi gewesen, der hatte kein Interesse an den Stiefkindern. Meine Eltern wussten beide nicht, wie Familie geht. Man hat sich in eine Rolle gefügt (Versorger, Hausfrau, Kind) und sicherlich materiell einiges an Wohlstand erreicht und mir auch alles Mögliche geboten.

    Mein Schlüssel war, wenn ich brav, fleißig und lieb bin, dann werde ich anerkannt. Dem war und ist aber nicht so, hier lief es auf "sei so, wie Du nicht bist" und "Du genügst nicht" hinaus. Etwas, das beide Eltern von ihren Eltern mitbekamen. Ein zweites Buch half mir da sehr weiter, "Wege aus der Zwickmühle. Doublebinds verstehen und lösen". Meine Mutter hat das Buch auch gelesen und gemeint "so ist meine Mutter".

    Auch sie hat also schon versucht, ihren Eltern zu genügen und konnte nur scheitern. Also musste das Haus glänzen, die Noten gut sein, das Essen perfekt. Für laissez-faire und Spaß war da kein Raum.

    Ich sehe es als MEINE Aufgabe an, das bei meinen Kindern anders zu machen. Anfangs war ich darin wahrlich nicht gut, aber inzwischen glaube/hoffe ich, dass wir hier ein herzliches Verhältnis haben.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Meine Erfahrungen mit "nur" einem dekomauskind das - wenn du nicht gerade wie im Haus am Eaton Place mit Hudson, Edward, Rubi und Mrs Bridges etliche Helferlein hast, das bei Partner Vollzeit arbeiten (40 Stunden Woche + noch Pendeln) dein Familienleben auf der Strecke bleibt. Ich erinnere mich echt nur noch mit Grausen an die Zeit, wo wir in den 90zigern uns so als Familie finanzbedingt "durchgewurschtelt" haben - bei Herrn Dekomaus standen saisonbedingt zusä noch Überstunden an, hätte er nein gesagt, währen bei ca. 20% Arbeitslosen in der Region, sicher andere zum Zuge gekommen - der Haushalt war nie richtig ordentlich, vor 20:00 Uhr am abend hatte man fast nie Muse zum Entspannen, am WE hast du dir Zeit freigeschaufelt (die "Quality-Time") um was zu unternehmen mit dem Nachwuchs... ich fand das total unentspannt und stressig hoch zehn.

  9. Inaktiver User

    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das schreiben mehrere, dass ihre Mutter zuhause, aber nicht wirklich zugewandt war.
    Ich kann mir das gar nicht wirklich vorstellen.
    .
    Mag ja manchmal dem Kriegstrauma zuzuschreiben sein.
    Aber generell denke ich das nicht. Dieses ewige Zu-Hause-sein lässt viele abstumpfen. Es gibt bestimmt Supermamas, die basteln und musizieren ö.ä.. Ich kenne aber überwiegend nur solche Hausfrauen, die genervt sind von ihrem Hausfrauen- und nur-Mutter-sein. Und selbst nicht glücklich sein schlägt bestimmt auf die Familie durch.
    Meine Mama hat verkürzt gearbeitet. Ich selbst habe auch immer verkürzt 7 Stunden täglich gearbeitet (bis die Kinder groß waren).
    der rest der Zeit war überwiegend für die Kinder. Wenn sie denn wollten.

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    AW: wieviel Zeit braucht die Familie?

    Nee, ich finde das gar nicht so schwierig nachmittags explizit Zeit für und mit den Kindern zu haben. Und ich kann mit meinen Kindern auch gut im Kontakt sein, wenn wir nur Erledigungen machen/auf dem Spielplatz rumhängen, im Garten Spaß haben.

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