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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Ja. Gerade in so einem Fall ist eine Beratung und ein notarielles Testament sinnvoll.

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Fachliche Bratung ist in jedem Fall angesagt !

    Und danach ein notarielles(!) Testament. Die Sache mit dem Wohnrecht ist nun wirklich keine gute Idee, denn die Kinder müssten für Renovierungen etc. (soviel ich weiss sogar für die Nebenkosten, aber das weiss ich nicht genau) aufkommen. Da gibt es sicher andere Möglichkeiten.

    Dem Ehemann steht in jedem Fall der Pflichtteil zu, der aber in Geld ausgezahlt werden kann.

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  3. Moderation

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Ich wäre gar nicht so sicher, ob ein Wohnrecht überhaupt noch eingetragen werden kann in einer Immobilie, die den Kindern nach dem Erbfall schon zu Teil X gehört.

    Müßten sie da nicht ausdrücklich zustimmen?

    Also ja, unbedingt zum Fachmann, zur Fachfrau.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Die Mutter kann das Wohnrecht -wenn überhaupt- wohl nur für "ihren" Anteil einräumen, für den Anteil, der bereits den Kinder gehört müsste Miete an die Kinder gezahlt werden.

    Was die Kinder von der Mutter sicher nicht verlangen, vom Witwer wäre das aber durchaus eine Option denke ich mal....

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  5. Moderation

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Dem Ehemann steht in jedem Fall der Pflichtteil zu, der aber in Geld ausgezahlt werden kann.
    Der Pflichtanteil wird immer bar bezahlt.

    Pflichtteil - Erbe ist reiner Geldanspruch

    Das Pflichtteil-Erbe ist ein reiner Geldanspruch. Es begründet keinen Anspruch, am Nachlass teilzuhaben oder über einzelne Nachlassgegenstände zu verfügen. Der Pflichtteilsberechtigte kann vom Erben nur den Geldbetrag verlangen, der rechnerisch seinem Anteil entspricht. Er hat aber kein Recht zu bestimmen, wie der Erbe mit den Nachlasswerten verfährt.
    Quelle: testament-erben.de/erbrecht-pflichtteil-erbe.html
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  6. Inaktiver User

    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Ganz wichtig für das Gespräch mit dem Anwalt/Notar ist auch, dass das Wohnrecht ausdrücklich auf die Zeit/den Umstand beschränkt wird, dass der "Stiefvater" tatsächlich im Hause wohnt. Ansonsten kann es passieren, dass er z.B.ins Pflegeheim kommt, nach dem Tod der Mutter woanders hinzieht etc. und Ihr Geschwister dem Mann den Wert des Wohnrechts in Geld zahlen müsst. Hier lauert ein gefährlicher Fallstrick!

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    In Österreich wäre es im Normalfall ohne Testament so:

    Der Vater stirbt und vererbt ein ganzes Haus also 100%


    50% gehen an die Ehefrau
    50% an die Kinder
    je Kind also 16,66 %

    Einem Wohnrecht müssten alle Eigentümer zustimmen, der Nehmer des Wohnrechtes bewohnt ja auch die 50% des Hauses die den Kindern gehören

    Deine Mutter kann also gar nicht vollkommen allein ein Wohnrecht einräumen

    Solltet ihr um des lieben Friedens willen zustimmen (wovon ich dringend abrate) müsstet ihr, wie ja schon geschrieben wurde, nach dem Tod der Mutter alle Kosten für das Haus tragen, ohne es nutzen zu können. Ihr könnt dort nicht wohnen. Und ihr könnt es auch nicht vermieten. Die Kosten bleiben aber. Ein neues Dach z. Bsp. kann eventuell sehr teuer werden. ev. seid ihr sogar verpflichtet, das Dach reparieren zu lassen, Einnahmen sind aber nicht zu lukrieren. Wie ihr das dann bezahlt, ist anderen (auch jenen, die hier so abfällig schreiben) egal.
    Wohnrechte sind immer problematisch und führen häufig zu Konflikten.
    Möglicherweise müsst ihr sogar die hausbezogenen Betriebskosten tragen, die immer anfallen, wenn jemand dort wohnt. Und er zahlt lediglich seinen eigenen Verbrauch, ohne Grundgebühren, die er in einer Mietwohnung ja auch berappen müsste.

    Nach zwei Jahren Kennen bereits so weitreichende und die Kinder benachteiligende Schritte zu setzen erscheint mir doch sehr früh. Ihr kennt den Mann nicht mal wirklich. Deine Mutter nach erst zwei Jahren vermutlich auch nicht wirklich. Von wem geht das Ansinnen mit dem Wohnrecht aus?

    Stirbt deine Mutter erhält er als Ehemann die Hälfte von Haus deiner Mutter, also 25%, mit dem Wohnrecht sichert er sich das Haus zu 100%.(nicht als Eigentum aber de facto, die Nutzung hat er dann zu 100% und andere nämlich ihr die Kinder tragen die Kosten dafür)

    Ihr erbt dann von den 50 % deiner Mutter wieder je ein Drittel
    also 16,66 % von den 50% der Mutter. Das entspricht 8,33 % bezogen auf 100% des Hauses.
    Jedes Kind würde dann 24,99% des gesamten Hauses halten, müsste sich zu diesem Prozentsatz an den Kosten beteiligen und er bewohnt dabei das ganze Haus ohne Mehrkosten zu tragen. Du schreibst, dass er finanziell nicht so gut gestellt ist. Was passiert wenn seinen Anteil an den Hauskosten nicht bezahlen kann (oder will) Das Wohnrecht bleibt ihm trotzdem erhalten, dass stünde im Grundbuch. Im Extremfall verfällt das Haus im Lauf der Zeit immer mehr und verliert dadurch massiv an Wert. Ihr könnt euch dann entscheiden, ob ihr das hinnehmt oder doch zähneknirschend die ganzen Kosten tragen (und er lacht sich ins Fäustchen, bewohnt ein ganzes schönes Haus für lau)

    Wer drängt auf eine Heirat? Wer drängt auf das Wohnrecht? Vermutlich ist das er, denn die Vorteile liegen allein bei ihm.

    Ich würde mich hüten derlei hieb und stichfest bei einem Notar zu hinterlegen.

    Stirbt deine Mutter und es besteht keine Ehe , dann erbt jedes Kind je ein Drittel von den 50% also weitere 16,66 %. Jedes Kind hielte dann ein Drittel von 100% des Hauses. Ihr bildet eine Erbengemeinschaft. Einer kann dort wohnen und zahlt die anderen aus oder ihr verkauft das Haus und nach Abzug der Unkosten erhält jeder ein Drittel des Erlöses.

    Wenn er unbedingt abgesichert werden muss, dann kann deine Mutter ihn mit einer bestimmten Summe Geld im Testament bedenken.
    Erbt er die 25 % des Hauses wie geschildert und hat ein Wohnrecht, kann er euch das Wohnrecht um horrende Summen anbieten. Ihr könnt es ihm abkaufen, wenn er damit einverstanden wäre. Meistens kostet das aber sehr viel Geld.

    Er ist doch sicher erwachsen und sollte für sich selber aufkommen können. Wo und wie und wovon hat er denn bisher gelebt? Wo hat er gewohnt bevor er zu deiner Mutter ins Haus zog? Was arbeitet er? Hat er überhaupt ein Einkommen? Wenn ja welches? Diese Fragen sind nicht übergriffig, denn er hat vor, in eure Einkommen und in eure Vermögensverhältnisse massiv einzugreifen. Da darf man dann schon wissen, worauf man sich einlassen soll.

    Meistens ist den Wohnrechtgebern und sonstigen Absicherern der neuen Ehepartner/Partner gar nicht klar, wie deutlich die eigenen Kinder benachteiligt werden. Die Regelungen dienen meist allein dem Vorteil des neu Hinzugekommenen. Das kann okay sein, wenn sich alle viele Jahre gut kennen, ein Vertrauensverhältnis besteht und somit Konsens herrscht.

    Bei der von dir geschilderten Konstellation läuten bei mir aber alle Alarmglocken. Deine Mutter kennt ihn erst seit zwei Jahren.
    Er wohnt dort. Beteiligt er sich an den Kosten, immerhin wohnt er dort oder zahlt deine Mutter alles ganz allein und er lässt sich von ihr aushalten. Das könnte ein wichtiger Hinweis darauf sein, was euch Kinder bei einer Ehe und einem eingeräumten Wohnrecht nach dem Tod der Mutter erwarten könnte.
    Geändert von _Magdalena (14.05.2021 um 08:50 Uhr)
    Nicht jeder Katholik ist rechts, nicht jeder Rechte ein Nazi-Gewalttäter. Nicht jeder Moslem ist Islamist/Terrorist. Jede Verallgemeinerung schafft Gewalt. Stop it.

  8. Inaktiver User

    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Davon mal abgesehen finde ich es mit Verlaub gesagt bescheuert, als älterer Mensch nochmals eine Ehe einzugehen, gerade wenn Kinder und Vermögen aus einer früheren Ehe da sind. Warum Probleme schaffen, die man ohne Trauschein gar nicht hätte? Der Mann kann doch in wilder Ehe bei der Mutter leben und ihr Miete zahlen. Für den Fall von Krankenhausaufenthalten etc kann er eine Patientenverfügung verfassen, so dass seine Partnerin ihn besuchen darf. Die Mutter soll auch bedenken, dass sie als Ehefrau unterhaltspflichtig ist, wenn der Mann ins Heim kommt und sein Einkommen nicht reicht. Unter Umständen geht das Haus dafür drauf. Warum macht man sowas ohne Not?

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Zitat Zitat von _Magdalena Beitrag anzeigen
    Wer drängt auf eine Heirat? Wer drängt auf das Wohnrecht? Vermutlich ist das er, denn die Vorteile liegen allein bei ihm.
    Davon gehe ich ebenfalls aus, besonders nachdem die TE schreibt, dass der Mann finanziell deutlich schlechter gestellt ist.

    @erinye
    Könnt Ihr Kinder denn offen mit Eurer Mutter über Eure Bedenken reden?
    Oder scheint ihre Vorgangsweise schon festgelegt zu sein?

  10. Moderation

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    AW: Mutter heiratet erneut - was passiert mit dem Erbe (Haus)?

    Ich stimme vielem oben zu, ergänze nur noch formal, daß Wohnhäuser oft beiden Eheleuten gehören, womit der Hausanteil der Mutter dann jetzt nach dem Erbfall vom Vater höher wäre als die oben gerechneten 50%.

    50% aus dem Erbe, stimmt, aber vielleicht jetzt 75% gesamt vom Haus.


    Nichtsdestotrotz würde ich mich als Miterbe und Kind - bei den Fakten, also kurze Partnerschft, Ehe erst demnächst) nicht auf ein eingetragenes Wohnrecht einlassen und das nicht zulassen, sondern andere Wege finden.

    Die Nachteile und Gefahren für die Miterben liegen sehr offensichtlich auf der Hand.

    Lieber zum Beispiel x Jahre Wohnrecht nach Tod bei Bestehen einer intakten Ehe (nur vertraglich, nicht in Grundbuch) und/oder eine angemessene Geldsumme.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



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