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Thema: Letzter Wille

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    Letzter Wille

    Folgender Fall:

    Nach dem Tod des Vaters wird das Testament eröffnet. Ein Berliner Testament, der überlebende Ehegatte erbt. Nacherben werden nicht benannt; es gibt die Klausel, falls eines der Kinder nun das Pflichtteil möchte, soll es beim Tod des Letztversterbenden auch nur den Pflichtteil erhalten.

    Es gibt zwei Kinder. Der Lebensgefährte der einen Tochter (seit mehr als 30 Jahren zusammen) hat sich immer schon aushalten lassen; zahlt weder Miete noch sonst etwas zum Leben dazu. Er ist Spieler und hat in kürzester Zeit das ansehnliche Erbe seiner Eltern durchgebracht. Soweit also eine Sache zwischen den Lebenspartnern.

    Dem verstorbenen Vater war der Schwiegersohn in spe immer schon ein Dorn im Auge und hatte Angst, dass nach seinem Tod sein Haus und Geld über die Tochter deren Lebensgefährten zugute kommen würde.

    Die überlebende Mutter hatte wiederholt gesagt, dass testamentarisch festgelegt ist, dass das Mehrfamilienhaus niemals verkauft werden dürfe, damit kein Geld fließt (also in die Richtung des Spielers). Daher sollen die Kinder die Wohnungen jeweils entweder selbst bewohnen oder vermieten und nach deren Tod soll das Haus an eine gemeinnützige Einrichtung vererbt werden.

    Nun ist es aber so, dass dieser hier letztgenannte Wille auch das letzte gemeinsame Testament ist und nicht das im Text zuerst Genannte.

    Es ist bewußt nicht abgegeben worden, damit die Kinder zu Lebzeiten der Mutter nichts davon erfahren sollten. Das sollte z. B. verhindern, dass die Kinder in eine andere Stadt ziehen. Außerdem möchte die schwer pflegebedürftige Mutter, dass die Kinder selbst sich um alles kümmern, dass keine "fremden" Leute ins Haus kommen, sprich weder Pflegedienst noch sonstige Hilfen in Anspruch genommen werden.

    Das sehr große Grundstück und eben das Haus sollen die Kinder in Ordnung halten, also auch investieren.
    Mit dem Wissen um dieses noch beim Amtsgericht schlummernde Testament (dass die Mutter als ihr eigenes nach dem Tod des Vaters abgegeben hat), kommt dieser Wunsch bei den Kindern nicht gut an.

    Sich verpflichtet fühlen, den Lebensabend der Mutter angenehm zu gestalten, aber gleichzeitig zu wissen,
    was sich da ausgedacht wurde, ist nicht einfach zu verarbeiten.

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    AW: Letzter Wille

    Ein Erbe darf man auch ausschlagen.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Letzter Wille

    der/diejenige die es betrifft- zum amtsgericht. abteilungs -nachlass- und den erbverzicht erklären. das bekommt man dann auch noch schriftlich.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  4. Moderation

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    AW: Letzter Wille

    Ich würde einen Fachanwalt einschalten. Ich verstehe da einiges nicht. Das erste ist das Berliner Testament und dann liegt noch eines in der "Schublade"? Ist das zweite nun ein weiteres gemeinschaftliches oder ein alleiniges der überlebenden Mutter?

    Nun ist es aber so, dass dieser hier letztgenannte Wille auch das letzte gemeinsame Testament ist und nicht das im Text zuerst Genannte.

    vers
    Mit dem Wissen um dieses noch beim Amtsgericht schlummernde Testament (dass die Mutter als ihr eigenes nach dem Tod des Vaters abgegeben hat)..

    Meines Wissens kann der überlebende Ehegatte ein Berliner Testament nur ändern, wenn das so von den Ehegatten vereinbart wurde. Dieses würde ich beim Anwalt klären wollen.Und dann haben die Töchter ja noch nichts geerbt zur Zeit. Sie wissen von dem zweiten Testament. Würden sie sich also jetzt nicht mehr um die Pflege der Mutter kümmern? Meiner Meinung hilft da nur offene Kommunikation mit der Mutter.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

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    AW: Letzter Wille

    Ich verstehe es auch nicht. Gibt es nun ein Berliner Testament oder nicht? Und was ist das mit dem Pflegedienst?

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    AW: Letzter Wille

    Wem das Erbe nicht passt, kann es einfach ausschlagen.
    Keine Pflege, keine Arbeit mit dem Grundstück.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Letzter Wille

    Wer soll denn da nun gepflegt werden, die Mutter? Und das steht dann in ihrem Testament? :grübel:

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    AW: Letzter Wille

    Wenn das Testament aber noch beim Amtsgericht schlummert, woher wissen dann die Kinder über den Inhalt bescheid?
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

  9. Moderation

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    AW: Letzter Wille

    Wenn ich es recht verstehe, wäre das bereits vollstreckte Berliner Testament nicht rechtmäßig, weil noch ein anderes, neueres Testament besteht?

    Da kann nur ein Anwalt helfen.

    Was die Pflege der Mutter angeht, gilt eigentlich immer: Macht es so gut und so lang, wie ihr könnt. Zieht eine Grenze da, wo ihr nicht mehr könnt. Egal welche Auswirkungen das möglicherweise auf das Erbe haben könnte.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Letzter Wille

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ich würde einen Fachanwalt einschalten. Ich verstehe da einiges nicht. Das erste ist das Berliner Testament und dann liegt noch eines in der "Schublade"? Ist das zweite nun ein weiteres gemeinschaftliches oder ein alleiniges der überlebenden Mutter?

    Nun ist es aber so, dass dieser hier letztgenannte Wille auch das letzte gemeinsame Testament ist und nicht das im Text zuerst Genannte.

    vers
    Mit dem Wissen um dieses noch beim Amtsgericht schlummernde Testament (dass die Mutter als ihr eigenes nach dem Tod des Vaters abgegeben hat)..

    Meines Wissens kann der überlebende Ehegatte ein Berliner Testament nur ändern, wenn das so von den Ehegatten vereinbart wurde. Dieses würde ich beim Anwalt klären wollen.Und dann haben die Töchter ja noch nichts geerbt zur Zeit. Sie wissen von dem zweiten Testament. Würden sie sich also jetzt nicht mehr um die Pflege der Mutter kümmern? Meiner Meinung hilft da nur offene Kommunikation mit der Mutter.

    Das zweite Testament, was die Mutter ein Jahr nach dem Tod des Vaters beim Gericht als das eigene hinterlegte, ist das letzte gemeinsam unterschriebene Testament. Dieses wurde bewusst zurückgehalten, weil es "schlechter" ausfällt.

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