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    Mutter finanziell unterstützen

    Liebe Community!

    Ich war früher schon mal hier angemeldet, bin aber eigentlich mehr eine stille Leserin. Ich würde gerne wissen, was ihr über die folgende Situation denkt und freue mich auf eure Meinungen.

    Der Ehemann (80) meiner Mutter muss in absehbarer Zeit ins Pflegeheim, da er Alzheimer hat.

    Beide bewohnen zusammen eine 80qm Wohnung zur Miete für 900€ warm. Wenn er ins Heim kommt, wird seine Rente für das Heim gebraucht und meine Mutter (74) bittet demzufolge meinen Mann und mich um 300€ pro Monat für die Zeit, die er im Heim lebt, damit sie dort wohnen bleiben kann. Danach erhält sie einen Teil seiner Rente und kann sich die Wohnung wieder allein leisten.

    Wir könnten das Geld (die 300€) auch wahrscheinlich aufbringen, sind aber gerade dabei ein Haus zu kaufen. Da wir auch schon Mitte 40 sind, wollen wir die Raten etwas höher wählen. In dem Haus wäre sogar Platz für meine Mutter oder beide, so dass ihr Mann noch nicht ins Heim müsste.

    In weiser Voraussicht haben wir das Objekt etwas größer gewählt, damit meine Mutter möglichst im Alter nicht in ein Heim muss.
    Natürlich haben wir solche Alternativen schon vorher besprochen, aber das Haus gefällt meiner Mutter nicht: zu ländlich, zu wenig optisch ansprechend und von ihrem jetzigen Wohnort 100km entfernt (die Entfernung ist durch unsere Jobs bedingt). Sie möchte zumindest jetzt noch nicht dort einziehen und wirft mir und meinem Mann vor, sie zu erpressen.
    Das wären ihre Wahlmöglichkeiten:
    Sie könnte
    a) allein zu uns ziehen und er ginge vor Ort ins Heim
    b) dort wohnen bleiben und ihn pflegen (so wie jetzt)
    c) in der Nähe bleiben und in eine kleinere Wohnung ziehen und er wäre dort im Heim oder
    d) mit ihm zu uns ziehen.

    Mir tut es leid, dass es meiner Mutter schlecht geht - sie weint viel und fühlt sich im Stich gelassen - und mein Mann (eher der Pragmatiker) ist absolut gegen eine Zahlung von 3.600€/Jahr, welche wir eigentlich für die Kredittilgung brauchen würden. Ich möchte es mal wieder allen recht machen und stehe in der Mitte.

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Deine Mutter möchte nicht zu euch ziehen, dennoch plant ihr sie über ihren Kopf hinweg beim Hausbau mit ein?
    Wie ist Deine Mutter sozial eingebunden? Hat sie Freunde vor Ort, Hobbies, Sportgruppen?
    Ist Deine Mutter vom "Stamme Nimm" oder ist es ihr schwerfallen um Hilfe zu bitten?
    Wenn ihr das Haus ohne Einliegerwohnung baut wird es billiger und ihr könntet ihr das Geld geben.
    Ich würde es vermutlich so handhaben.

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Hallo!

    Also ich finde, dass das gar nicht geht - also die Erwartungen deiner Mutter. Sie erpresst euch - und zwar massiv.

    300 € im Monat sind eine Menge, vor allem, weil es ja nicht zeitlich befristet ist - wenn es mal ein halbes Jahr oder so überbrücken soll - ok, aber hier gibt es doch "open end". Das kann ja noch 10 Jahre gehen oder so und dann sind es 36.000 € !? Und zurückzahlen will/kann es deine Mutter doch auch nicht!?

    Du hast ihr sinn- und liebevolle Alternativen geboten. Sogar die Option, bei euch ins Haus zu ziehen - was für die Senioren von heute schon der absolute Ausnahmefall ist. Wenn ihr das alles nicht passt, dann ist das ihr Problem. Sie ist noch nicht so alt, als dass sie sich nicht noch Gedanken darum machen kann, wie sie ihre Zukunft gestalten kann, ohne euch damit vollends zu belasten.

    Sorry, für mich hört sich das sehr egoistisch von deiner Mutter an - und so was verstärkt sich im Alter, Ich an deiner Stelle würde mir ganz genau - aber wirklich GANZ GENAU!!!! - überlegen, ob du sie bei dir im Haus leben lassen möchtest. Sich um die Eltern zu kümmern ist gut und richtig - aber sie direkt im Haus wohnen zu haben kann zu einer ganz großen Belastung werden!!

    Mein Tipp also - auch wenn ich weiß, dass Frauen/Töchter immer alles richtig machen wollen ... bleibe standhaft, ziehe mit deinem Mann an einem Strang - und sage deiner Mutter, dass es so nicht geht. Es kann nicht sein, dass ihr sie dauerhaft in eurer Finanzierung einplanen müsst, obwohl es andere Alternativen gäbe. Glaube mir, es wird dir so langfristig am besten gehen - und auch wenn deine Mutter rumzickt, so wird sie sich auch wieder beruhigen.

    Ich würde es am besten finden, wenn sie sich eine kleine Wohnung in eurer Nähe sucht und ihr Mann dann dort vor Ort auch in ein Heim kommt. So hast du beide in der Nähe, kannst dich kümmern - aber sie sind nicht unmittelbar in deiner Familie und du kannst auch mal die Tür hinter dir zumachen. Glaube mir, das ist irgendwann GOLD wert!!!

    Alles Gute!
    Geändert von 555nase (11.04.2021 um 07:42 Uhr)
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Zitat Zitat von Delicat Beitrag anzeigen
    Ich möchte es mal wieder allen recht machen und stehe in der Mitte.
    das geht nicht und ich würde mich auf so einen deal nicht einlassen!

    DIese Situation hätte früher besprochen werden sollen i. S. von "was wäre, wenn einmal....."
    Deine Mutter ist/Eltern sind/ verantwotlich für ihr Leben- auch im Alter

    Lerne Dich abzugrenzen


    keine schöne Situation, aber das Leben ist nicht immer nett zu uns....

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Guten Morgen Delicat, ich habe vorab noch eine Frage: ist der Platz, den ihr für Deine Mutter in eurem Haus gedacht habt, eine abgeschlossene Wohnung?
    Wenn nein, würde ich es mir öfters überlegen, die Mutter aufzunehmen.

    Ich glaube ansonsten nicht, dass ich mich auf unbegrenzte Zeit so festlegen wollen würde. Mal ein Jahr zu finanziell zu überbrücken, könnte ich mir (hätte ich das Geld) eventuell vorstellen, aber wer weiß, für wie lange dieses Konstrukt aufrecht erhalten werden soll oder muss.

    Natürlich ist die Situation für deine Mutter nicht leicht: Mann dement, Geld knapp, Aber wenn sie noch einigermaßen fit ist, hat sie jetzt noch die Wahl mehrer Möglichkeiten...ihr nicht, wenn ihr euch auf ihre Idee einlasst.

    Nun weiß ich nicht, ob es im Ort Deiner Mutter eine akzeptable Wohnung für ca 600 Euro gibt (in "meiner" Stadt würde es eng), aber das gilt es herauszufinden.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du nur das tust, was für Dich und Deinen Mann vertretbar ist, und Dich nicht unter Druck setzen lässt.

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Dass die alte Dame jetzt aus ihrem Umfeld umziehen soll, halte ich für eine Schnapsidee.

    Gibt es gar keine Ersparnisse bei der Mutter?

    Gibt es Geschwister? Enkel?

    Und für mich wäre auch eine zentrale Frage, ob ein Umzug innerhalb ihrer Stadt überhaupt Miete sparen würde. Ein Umzug kostet ja auch.

    Ich würde es wohl machen, und ihr das Geld geben.

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dass die alte Dame jetzt aus ihrem Umfeld umziehen soll, halte ich für eine Schnapsidee.

    .
    Naja, sie ist 74.
    Das ist eigentlich ein Alter, wo man noch recht gut im Leben stehen kann - es sei denn, man hat irgendwelche Krankheiten.
    Wenn sie 90 wäre - dann würde das vielleicht anders aussehen ... aber mit 74 kann man noch ein bisschen Aktivität erwarten und muss nicht nur passiv die Hilfe von außen nehmen.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Zitat Zitat von 555nase Beitrag anzeigen
    Naja, sie ist 74.
    Das ist eigentlich ein Alter, wo man noch recht gut im Leben stehen kann - es sei denn, man hat irgendwelche Krankheiten.
    Wenn sie 90 wäre - dann würde das vielleicht anders aussehen ... aber mit 74 kann man noch ein bisschen Aktivität erwarten und muss nicht nur passiv die Hilfe von außen nehmen.
    Eben - und genau deshalb ist es kein Argument, dass sie 100 km wegziehen soll und ihr Umfeld aufgeben.

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Zitat Zitat von Delicat Beitrag anzeigen
    Der Ehemann (80) meiner Mutter muss in absehbarer Zeit ins Pflegeheim, da er Alzheimer hat.
    Das steht ja offenbar fest.

    Bis dahin würde ich eine kleinere Wohnung suchen.

    Deine Mutter will nicht zu Euch. Das kann man doch respektieren?

    Ich finde es seltsam, dass irgendwer jetzt schon weiß, dass 300 Euro fehlen, wenn der Mann im Heim ist.

    Kommt mir komisch vor. Ist denn ein Heim gefunden?

    Und mit einer kleineren Wohnung lassen sich die 300 Euro sparen, oder?

    Ich würde erst diese Dinge klären. Wenn Ihr das Geld nicht erübrigen könnt, dann könnt Ihr nicht zahlen

    mich um 300€ pro Monat für die Zeit, die er im Heim lebt, damit sie dort wohnen bleiben kann. Danach erhält sie einen Teil seiner Rente und kann sich die Wohnung wieder allein leisten
    Wie meinst Du das? Nach dem Tod
    Das kann noch sehr lange dauern.

    Deine Mutter sollte sich Gedanken darüber machen, wie sie Ihr Leben eigen finanzieren kann.
    Das solltest Du ihr sagen, anstatt ein schlechtes Gewissen zu haben.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Mutter finanziell unterstützen

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Eben - und genau deshalb ist es kein Argument, dass sie 100 km wegziehen soll und ihr Umfeld aufgeben.
    Warum nicht?
    Besser nahe bei der Familie als allein in einer 80m²-Wohnung, die man sich eigentlich nicht leisten kann.
    Das "soziale Umfeld" wird mit dem Alter sowieso weniger - ich sehe das gerade bei meinen Eltern. Da kann man froh sein, wenn man Familie in der Nähe hat und zu denen ein gutes Verhältnis.

    Wir wissen jetzt schon, dass wir später mal in die Nähe unserer Kinder ziehen - und das sind mehr als 100 km. Das schreckt uns gar nicht, im Gegenteil.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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