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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Zitat Zitat von sarah158 Beitrag anzeigen
    Mein Freund und ich haben uns schon vor Corona für einen Kleingarten beworben und ich glaube meine Eltern konnten sich das einfach gut vorstellen, wie wir uns über selbstgemachtes Olivenöl freuen und das bessere Wetter genießen können und selber in der Rente Tomate anbauen. Am liebsten hätten sie ein Landhaus mit zwei Wohnungen und die Wohnung wäre offen für die Kinder und sonst untervermietet, so Immobilien sind aber tatsächlich verständlich teuer und es bleibt einfach eine romantische Idee, für die ich während des Frühstück als es draußen geschneit habe auch anfällig war. Gerattert hat es bei mir erst danach.. Aber ich glaube meinen Eltern ist gar nicht so bewusst, dass ich Hitze gar nicht mehr so richtig gut vertrage (liegt an der Autoimmunerkrankung), und der Süden des Landes ist einfach sauheiß. Ich heule da nie rum, weil ich es nicht als Einschränkung sehe. Für sie bin ich einfach gesund, man sieht mir nix an, ich berichte selten, ich möchte nicht darauf reduziert werden.

    Meine Mutter wollte eigentlich nie in das Land meines Vaters ziehen, sonst hätten sie sich schon vor Jahren ja was aufbauen können... Aber sie hat da ihre Meinung geändert, seit dem Tod meiner Oma...
    Himmel, die Berge.........
    Maedel, sei authentisch !
    "Mama, Papa......Ich bin nicht gesund....Ich bin nicht reich !
    Wir müssen jeder fuer uns selbst sorgen!"
    Die sollen ihren Sirtaki tanzen, du mir deinem Liebsten !

    Natürlich hilft man sich in der Familie. Aber keiner muss das letzte Hemd geben.
    Geändert von farfalle61 (06.04.2021 um 21:34 Uhr) Grund: Autokorrektur
    Lizzy 27.11.2019 Mama 08.11.2020

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Himmel, die Berge.........
    Maedel, sei authentisch !
    "Mama, Papa......Ich bin nicht gesund....Ich bin nicht reich !
    Wir müssen jeder fuer uns selbst sorgen!"
    Die sollen ihren Sirtaki tanzen, du mir deinem Liebsten !

    Natürlich hilft man sich in der Familie. Aber keiner muss das letzte Hemd geben.
    Das ist mir nun auch klar und hab ich so auch am Telefon gesagt und meine Zukunftsangst ist auch weniger geworden. Wenn auch wieder mehr in den Gedanken die hinterhältige Krankheit mitschwingt, die vielleicht irgendwann schlimm werden kann.
    Aber mit meinem Partner Tanz ich gerne durch die Wohnung und lache ;)

    Mein Bruder mit dem Haus hat da nen anderen Background, der ist nämlich in Deutschland in ner Gegend gezogen, wo Häuser nix kosten und es in seiner Kindheit durch seine Behinderung nie so aussah, als könne er so ein Leben wie jetzt führen. Hat sich aber gemacht und ich freu mich für ihn :)

    Danke euch

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Vielleicht könntest du deinen Eltern dadurch helfen, mit ihnen einen (Finanz-)Plan zu erarbeiten, wie sie sich das Häuschen in 10 Jahren selbst leisten können. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen. Das zeigt, dass sie dir nicht egal sind, und du hilfst, ohne finanziell in die Misere zu kommen.

    Biete es ihnen doch einfach mal an. Vielleicht kann man an der Stelle auch das Thema "derzeitige Wohnung" ansprechen.
    Frau dich!

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Zitat Zitat von sarah158 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hat das total gut aufgenommen! ... Es kam kein einziger Satz, der mir ein schlechtes Gewissen machen sollte.
    Freut mich, wie das Gespräch verlaufen ist.

    Wichtig ist nur, dass Du innerlich nicht wankelmütig wirst und selbst von Deinem eigenen "Nein" überzeugt bleibst. Deine Eltern darfst Du trotzdem lieben - und sie Dich.


    Zitat Zitat von sarah158 Beitrag anzeigen
    ... und ob er seiner Mutter Betrag x im Monat überweisen wird ist sein alleiniges Ding, seine Entscheidung, sein Geld.
    Das finde ich eine gesunde Einstellung.


    Zitat Zitat von _lufti Beitrag anzeigen
    Ich bin wirklich fassungslos, das sie solche Träumereien haben obwohl sie mitten in der Insolvenz sind.
    Ich nicht, ganz im Gegenteil.

    Träume sind eben ... Träume und können dazu beitragen, eine Durststrecke besser durchzustehen.


    Zitat Zitat von Avocado_Diaboli Beitrag anzeigen
    Vielleicht könntest du deinen Eltern dadurch helfen, mit ihnen einen (Finanz-)Plan zu erarbeiten, wie sie sich das Häuschen in 10 Jahren selbst leisten können. Hilfe zur Selbsthilfe sozusagen. Das zeigt, dass sie dir nicht egal sind, und du hilfst, ohne finanziell in die Misere zu kommen.
    Gute Idee, so ferne sich die Eltern empfänglich für eine solche Unterstützung zeigen.

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Ich gebe zu, dieser Strang „triggert“ mich ein Wenig, weil ich aus meiner Schwiegerfamilie eine Anspruchshaltung den Kindern gegenüber kenne, die für Außenstehende wohl schwer nachvollziehbar ist.

    Mein Schwiegereltern haben sich Mitte der 70er Jahre eine Immobilie gekauft, die sie sich nur unter den günstigsten Bedingungen leisten konnten. Das Geld war stets knapp. Alles ging ins Haus. Mein Schwiegervater war Alleinverdiener. Meine Schwiegermutter Hausfrau.

    Als Mitte der 80er die Zinsen anzogen, war schnell klar, dass es eng wird. Meine Schwägerin hat dann eine Bürgschaft übernommen. Mein Mann hat sich nach dem Abi wegen des höheren Verdienstes für 2 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet, weil klar war, dass es niemals Unterstützung im Studium geben wird.

    Während dieser 2 Jahre ist mein Schwiegervater arbeitslos geworden und dreiviertel des Solds hat mein Mann seinen Eltern gegeben. Sein Studium hat er mit Jobs und Bafög (damals 100% Darlehen) finanziert. Mein Schwiegervater hat sich dann entschlossen mit Finanzdienstleistungen selbständig zu machen, was schwer in die Hose ging.

    Wir haben uns erst nach seinem Studium kennen gelernt und nach einiger Zeit gab es mal wieder eine finanzielle Krise bei meinen Schwiegereltern. Während wir also mit unseren Kindern zur Miete wohnten und aus unserem gemeinsamen Budget auch das Bafög zurück zahlten, lebten meine Schwiegereltern in einer 200qm Immobilie und erhielten von meinem Mann und seinen Geschwistern jeweils 500 DM Unterstützung (ging so über 2 Jahre).

    Das Haus zu verkaufen, war niemals eine Option („mich trägt man hier nur mit den Füßen voran heraus“). Meine Schwiegermutter hat sich erst einen Job besorgt, als die Zwangsversteigerung anstand.

    Zitat Zitat von sarah158 Beitrag anzeigen
    ... aber es ist seine Mutter und hat mit mir nix zu tun und ich beiße mir da oft in die Zunge und denk mir, dass ich so lange ich gesundheitlich kann (finanziell) unabhängig sein möchte und ich bin guter Dinge, dass das lange so bleiben kann :) und ob er seiner Mutter Betrag x im Monat überweisen wird ist sein alleiniges Ding, seine Entscheidung, sein Geld. So wie es meine auch wäre.
    Das sehe ich anders.

    Solange ihr in Zukunft tatsächlich vollkommen unabhängig voneinander finanziell unterwegs seid, also keine gemeinsamen Verpflichtungen oder Kinder habt, könnte ich das an deiner Stelle vielleicht noch akzeptieren. Sobald ihr aber gemeinsam wirtschaftet, solltet ihr da klare Absprachen treffen.

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Liebe Sarah,
    Schön dass deine Eltern es so gut aufgenommen haben.
    Dass man sich in einer Familie unterstützt, ist für mich selbstverständlich.
    "Selber Schuld, seht zu, wie ihr klar kommt", wäre für mich keine Option, sollten meine Eltern Probleme bekommen.

    Allerdings nur in dem Rahmen, in dem man dazu in der Lage ist, ohne selbst in Schwierigkeiten zu geraten.
    Das mit dem Haus überfordert dich, was deine Eltern wohl eingesehen haben.
    Du hilfst ihnen ja schon, Indem du ihnen Anschaffungen wie Waschmaschine und ähnliches schenkst.

    Ich finde die Idee gut, einen Finanzplan mit ihnen zusammen zu erarbeiten und ggf. auch das Thema der Wohnungswechsel anzusprechen. Hilfe zur Selbsthilfe.

    Und gestatte nicht, dass deine Brüder sich einfach aus allem rausziehen.

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Zitat Zitat von sarah158 Beitrag anzeigen
    Wenn meine Eltern eines nicht können, dann mit Geld umgehen.
    Solche Leute gibt es. Ich habe im Umfeld (bin 60) Leute, die schon ganze Einfamilienhäuser verschwendet haben und nix haben. Für die war ich immer der kleinkarierte Spiesser. Jetzt wo es Richtung Rente geht sind die alle erstaunt, wie gut ich meine Finanzen im Griff habe.
    Wenn ich allerdings helfen will, mit Finanzen klarzukommen, werde ich wieder in die Spiesserecke geschoben . . "natürlich muss der Rassehund (einer Arbeitslosen) zum Hundefrisuer, luci!" is klar, oder? *kicher*

    Blöd, wenn es die eigenen Eltern sind. Lass dich bloss nicht erpressen, in einem Dir relativ fremden Land eine Immobilie zu kaufen. Warum solltest Du das tun? Das können Deine Eltern selber schaffen.

    Übrigens Kompliment, dass Du das Thema so strukturiert angehst!

    Du kannst Ihnen ja Hilfe anbieten, mit Ihrem Budget klarzukommen. Dein Partner kann seiner Mutter das gleiche anbieten, das nennt sich Hilfe zur Selbsthilfe.

    Dir und Deinem Schatz alles Gute!

    lg luci
    Geändert von luciernago (07.04.2021 um 11:49 Uhr)
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Ich finde die Idee auch gut, ihnen ggf. zu helfen, mit dem vorhandenen Kapital klarzukommen.

    Trotzdem würde ich wohl doch im Auge behalten, dass die Eltern vielleicht im Alter bedürftig werden und Du was mitzahlen musst. Allerdings finde ich es schon etwas dreist von ihnen, das bei drei Kindern nur auf eine Schulter zu packen. Lebenskünstler hin, Eigenheimbesitz her... bist Du die schwächste Stelle gewesen? Gottseidank konntet Ihr das klären.

    Bei mir ist es leider eher umgekehrt, nach meiner Scheidung haben mir meine Eltern bzw. hat mir meine Mutter viel Geld gegeben, damit ich das Haus halten und meinen Job machen konnte. Aber da war es wie bei Dir im Studium, sie wollten das so, haben es als "vorgezogenes Erbe" deklariert. Sie konnten es und mir hat es geholfen, also konnte ich es auch annehmen.

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Hallo!

    Boah, ich habe gerade Schnappatmung bekommen. Wie dreist sind deine Eltern nur!?
    Du musst auch in Zukunft standhaft bleiben und darfst dich bloß nicht auf irgendwas einlassen. Wenn deine Eltern schon in Insolvenz sind und, wie du sagst "nicht gut mit Geld umgehen können", dann wären sie die letzten, denen man in Finanz- und Zukunftsdingen vertrauen könnte. Sie würden dich mit ihren dubiosen Plänen ins Verderben reißen.

    "Man muss sich nach der Decke strecken" - so ein Spruch meiner Oma. Wenn man kein Geld hat, dann hat man auch kein Haus und keinen lauen Lebensabend an der Algarve. Das muss ja auch nicht schlimm sein, dann muss man sich andere Möglichkeiten suchen. Irgendwas, was nicht zu Lasten anderer gehen kann.

    Hilfe in der Familie ist gut und richtig - aber alles hat seine Grenzen. Und die ist spätestens dann erreicht, wenn man sich für irgendwelche merkwürdigen Pläne verschulden soll, ganz zu schweigen von den Zukunftssorgen, die DU dann ja für deine eigene Zukunft hättest. Das dürften Eltern eigentlich nicht wollen wollen ... !?

    Alles Gute!
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Meine Eltern haben nicht vorgesorgt

    Es gibt finanzielle Notlagen, für die man nix kann. So etwas kann durchaus passieren. Aber so wie du das beschreibst, sind deine Eltern ja nicht gerade unschuldig an ihrer Misere.

    Sie werden nicht am Hungertuch nagen, das tut in der EU kaum jemand, in Deutschland schon 2 mal nicht. Also müssen sie halt schauen, wie sie zurecht kommen. Noch haben sie ja einige Jahre Zeit, ihre Finanzen bis zur Rente zu regeln.

    Ich musste mich auch nach der Scheidung von meinem Haus trennen und noch von einigem mehr, das war alles andere als leicht, glaube mir! Aber ich kann doch nicht von anderen (Kindern) verlangen, dass sie für meinen Lebensstandard aufkommen, schon gar nicht, wenn sie selbst so einen Lebensstandard nicht haben.

    Gut, wenn deine Eltern das einsehen. Du kannst sie ja später hin und wieder, wenn es dir finanziell möglich ist, unterstützen. Verlangen können und dürfen sie das nicht!

    Es steht ihnen ja jederzeit frei, eine billigere Unterkunft zu suchen, mehr zu arbeiten usw. So alt scheinen sie ja noch nicht zu sein!
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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