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    Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Kurz - es geht um Schenkung und Erbschaft von Immobilien.

    Falls ich dafür im falschen Unterforum bin, bitte den Thread verschieben, ich wusste nicht, ob das Eigenheim-Forum oder das Familiensachen-Forum der richtige Ort dafür ist.


    Ich versuche, den ganzen Sachverhalt kurz zu halten, auch wenn mir das wahrscheinlich nicht gelingen wird.

    Unsere Eltern (lange getrennt, aber noch nicht geschieden) möchten ihre drei Immobilien an meine beiden Geschwister und mich als Schenkung übergeben, damit wir uns die Erbschaftssteuer sparen.
    Die Immobilien gehören beiden Eltern zu gleichen Teilen und wurden noch vor der Trennung erwirtschaftet und abbezahlt.
    Elternteil A hat keinen neuen Partner. Elternteil B hat seit ca. 10 Jahren einen neuen Partner P.

    Immobilie A: Elternhaus mit 2 Wohneinheiten und großem Grundstück, auf dem nochmal ein Einfamilienhaus Platz hätte. Wird aktuell von Elternteil A bewohnt und ist etwas sanierungsbedürftig. Die Immobilie sollen meine beiden Geschwister zu gleichen Teilen bekommen. Nach der Sanierung wird Elternteil A weiterhin drin wohnen (Nießbrauch), die zweite Wohneinheit wird dann vermietet und der Kredit für die Sanierung aus den Mieteinnahmen getilgt.

    Immobilie B: vermietete ETW in der Nähe von Immobilie A. Von mir geschätzter Wert ca. die Hälfte vom Elternhaus. Dort möchte Elternteil B mit Partner einziehen. Elternteil B sollte Nießbrauchrecht bekommen. Partner P soll keine Miete an B zahlen, während die beiden zusammen dort leben. Es war geplant, dass der P nach dem Tod von Elternteil B weiterhin drin wohnen bleiben kann, jedoch dann als Mieter. Diese Immobilie sollte an mich gehen.

    Immobilie C: vermietete ETW weit weit weg. Von mir geschätzter Wert ca. 1/3 von Immobilie B. Diese wollten unsere Eltern zunächst behalten und uns irgendwann zu dritt schenken oder vererben, sollten sie diese nicht selbst verkaufen, falls z.B. Pflegebedarf im Alter bestünde etc.
    Sollten wir Kinder die Wohnung bekommen, könnten wir diese verkaufen oder alternativ als Erbengemeinschaft weiter vermieten. Eventuelle Wertdifferenzen zwischen Immobilie A und B könnten durch unterschiedliche Anteile der Geschwister an Immobilie C ausgeglichen werden.

    Noch gibt es keine professionelle Wertermittlung der Immobilien, diese ist aber soweit ich weiß in Arbeit.

    Der Plan, mit den Immobilien wie oben beschrieben zu verfahren, erschien uns zunächst allen als fairer Deal.

    Nun folgendes Problem:


    Elternteil B möchte die Immobilie B unbedingt selbst behalten, weil P abgesichert sein soll. Elternteil A soll B den Anteil überschreiben.
    B möchte dort mit Partner P einziehen und diesem auch notariell ein Wohnrecht einräumen. Die beiden möchten wahrscheinlich auch irgendwann heiraten. Ob B die Wohnung nach seinem Ableben an P vererbt oder an uns Kinder, weiß noch keiner. P würde doch aber bestimmt einen Pflichtteil bekommen, sollten die beiden heiraten?
    Elternteil A würde Elternteil B die Anteile an der Wohnung nur geben, wenn P die Wohnung später komplett an uns drei Geschwister vererbt (zu diesem Zeitpunkt sind wir Kinder wahrscheinlich alle um die 70) und dies im Vorfeld auch notariell beurkunden lässt (ist sowas bindend? kann man das nicht später wieder ändern?).

    Ich soll statt dessen jetzt wahrscheinlich Immobilie C bekommen.

    Meine Geschwister sind da dagegen und meinen, P würde Elternteil B nur ausnutzen. P würde für den Rest des Lebens mietfrei wohnen usw. Sie wollen an der ursprünglichen Idee festhalten und P bei den Immobilien außen vor lassen.
    Elternteil B steht zwischen den Stühlen.
    P hingegen meint, er müsse B aufgrund des Altersunterschiedes der beiden bestimmt irgendwann mal pflegen und zum "Dank" würde ich ihn nach dem Tod von B dann vor die Tür setzen, wenn es beim ursprünglichen Plan bleibt (habe ich nicht vor, ich möchte dort nicht wohnen. P kann gern dort wohnen bleiben, aber als Mieter, schließlich wurde die Wohnung nicht von P erwirtschaftet). P kann Elternteil A auch nicht die Anteile an der Wohnung abkaufen.

    Ich möchte gern einen Kompromiss finden, mit dem alle zufrieden sind und möglichst klare Eigentumsverhältnisse schaffen. Keiner von uns hat das Geld, dass wir uns gegenseitig ausbezahlen.

    Wenn B die Wohnung unbedingt behalten möchte, von mir aus, aber ich finde, das verkompliziert die Eigentumsverhältnisse nach dessen Ableben nur unnötig. Wir müssten die Wohnung dann wahrscheinlich verkaufen.
    Die Frage ist natürlich auch, ob ich mit Immobilie C schlechter da stehen würde als mit Immobilie B. C ist zwar viel weniger wert, würde mir aber immerhin sofort Mieteinnahmen bringen (wenn auch nicht viel), die ich von Immobilie B frühestens in 20 Jahren erwarten könnte (wenn P nach Ableben des Elternteils dann Mieter wird) oder eben dann, wenn P stirbt und die Wohnung an uns drei Geschwister fällt und ich selber alt und runzelig bin.

    Meinungen? Ratschläge?

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Meine Meinung :

    Dieses Konstrukt bringt schon vor dem Erbfall derart viel Streß mit sich, dass ich Eltern und Geschwistern mitteilen würde : Danke, aber ohne mich.

    Besser wird das garantiert nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Das sind bereits jetzt wirklich viele Probleme.....

    Eine ganz faire Lösung wird es nicht geben.

    B kann mit seinem Eigentum machen was er will.... Auch p geben.

    Ich würde b allein Immobilie b geben, wenn er dafür a und c aufgibt.

    Für Immobilie B auch euch Kinder außen vor lassen.

    Dann gibt es noch Immobilie a und c

    Immobilie a sind 2 Einheiten diese würde ich den zwei Geschwistern geben.

    Wenn das Grundstück für ein neues efh reicht, dieses abteilen und dir geben.

    Immobilie c verkaufen und dir zum bauen auf dem Grundstück a geben.

    .........

    Wenn nur einer da aber nicht mitspielt.....

    Gar nicht nehmen und beim todesfall alles verkaufen und gerecht durch 3 teilen. Dann kann sich jeder das anschaffen was er mag

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Oder so.

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Man könnte auch Wertermittlungsgutachten erstellen lassen und dann einen Notar bitten, Vorschläge zur gerechten Verteilung machen.

    Der Standort der Immobilien spielt auch eine große Rolle, ebenso wie die zu erwartende Wertentwicklung. Wenn C in einem strukturschwachen Gebiet mit negativer Bevölkerungsprognose liegt, ist das auch zu berücksichtigen.

    Dass jetzt bereits Mieteinnahmen erzielt werden können, ist andererseits ein großer Vorteil gegenüber den anderen Immobilien, und auch die Freiheit, die damit verbunden ist.

    Aber letztlich spielt auch eine Rolle, wie man selbst leben will und welche Pläne man hat.
    Und ebenso wichtig ist es für die Eltern, für die eigene Pflegebedürftigkeit vorzusorgen. Wenn Beide ins Pflegeheim müssen, können Kosten von 5000 Euro monatlich auf die Familie zukommen. Die wenigsten Menschen haben so eine hohe Rente, und bevor der Steuerzahler einspringt, muss erst das eigene Vermögen aufgebraucht sein.

    Das können durchaus auch Immobilien sein, die verkauft werden müssen.

    Der Notar hat bestimmt konstruktive Vorschläge, denn es gehört zu ihrem Beruf, die Leute zu beraten.

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Wie alt seid Ihr denn alle?

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Momentan sind die Immopreise hoch.

    Was spricht dagegen, Wohnung C sofort zu verkaufen und den Profit an euch 3 Kinder zu geben?
    Das wäre mal ein Anfang.

    Ich bin prinzipiell nicht dafür, Immos zu verkaufen, aber eine zu kleiner Miete vermietete Wohnung weit weg ist ein Klotz am Bein.
    Generell will ich meine Immos in max. einer Stunde Fahrzeit erreichen können. Es ist immer mal was.
    Wenn man weiters weg ist, muss man beim kleinsten Mucks des Mieters Handwerker beauftragen. Wenn meine Mieter was zu meckern haben (Rolladen klemmt, irgendwas tropft) gehe ich immer erst selber hin. In 50 % der Fälle repariere ich selbst.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  8. Moderation

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Kann P dem A die halbe Wohnung abkaufen und dann wird dieses Geld direkt an dich gegeben. Damit bekommst du zwar weniger als deine Geschister mit der Immobilie A, aber du hast Geld jetzt und kannst damit machen was du willst während deine Geschwister Eigentum an einer Immobilie bekommen, die sie erst in vielen Jahren verwerten können.

    Alternativ B kauft A die Hälfte der Immobilie ab.


    Gehe ich recht in der Annahme, dass P keine Kinder hat und auch keine von P mit B geplant sind?
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Bevor sie ihre Immobilien verschenken, sollten eure Eltern vielleicht erstmal intern ihre Finanzen regeln und sauber aufteilen. Denn schon auf dieser Ebene bestehen ja durch Trennung und neue Partnerin verworrene Verhältnisse. Das wird nur schwieriger, jetzt noch drei Kinder berücksichtigen zu wollen.

    Schritt 1 wäre die klare Aufteilung der Immobilien unter den Eltern (z.B. A bekommt Haus mit Baugrundstück und B die beiden Wohnungen).

    Schritt 2 ist Klärung der Frage: ist eine Schenkung an Euch jetzt nötig und sinnvoll? Euer Freibetrag als Kinder liegt ja bei 1,2 Mio. pro Elternteil, sind die Immobilien überhaupt so viel wert?

    Außerdem scheinen die Eltern ihr Vermögen noch zu brauchen, für Pflege und für P. Warum wollen sie jetzt alles verschenken und sich quasi mittellos machen?

  10. User Info Menu

    AW: Eltern, Kinder und das liebe Erbe...

    Vielen lieben Dank für die Antworten und den hilfreichen Input!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Immobilie a sind 2 Einheiten diese würde ich den zwei Geschwistern geben.
    Wenn das Grundstück für ein neues efh reicht, dieses abteilen und dir geben.

    Immobilie c verkaufen und dir zum bauen auf dem Grundstück a geben.
    prinzipiell machbar, aber... eine Abtrennung des rückwärtigen Grundstücks ist wiederum mit Problemen verbunden. Die Garage des EFHs und ein Nebengebäude müssten für eine Zufahrt abgerissen werden. Ich möchte außerdem Elternteil A nicht den Garten wegnehmen.
    Ich möchte aktuell auch gar nicht bauen, kann ich mir als alleinstehende Person gar nicht leisten. Dazu kommt, dass ich an dem Ort nicht wohnen möchte, schon gar nicht alleine. Der Verkauf von Immobilie C reicht wahrscheinlich auch nur für 1/3 von dem aus, was ein Neubau in der Gegend kostet.

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Man könnte auch Wertermittlungsgutachten erstellen lassen und dann einen Notar bitten, Vorschläge zur gerechten Verteilung machen.
    Ein Gutachten wurde angeblich beauftragt, da habe ich von Anfang an darauf gedrängt. Ich möchte, dass alle Beteiligten wissen, um welche Summen es geht.
    Die Eltern waren auch schon beim Notar, allerdings wurde dort nur die Übergabe von Immobilie A und B gemäß dem ursprünglichen Gedanken (Geschwister bekommen A gemeinsam, ich bekomme B, Nießbrauch für die Eltern) aufgesetzt. Daraufhin hat P Einspruch erhoben.
    Ein Beratungsgespräch beim Notar fand meines Wissens nicht statt. Die beiden waren vor längerer Zeit auch mal bei einem Infoabend, wo es im Erben, Schenken, Wohnrecht und Nießbrauch im Allgemeinen ging und haben sich auch beim Steuerberater und informiert, aber einen konkreten Vorschlag hat ihnen noch keiner gemacht.

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Der Standort der Immobilien spielt auch eine große Rolle, ebenso wie die zu erwartende Wertentwicklung. Wenn C in einem strukturschwachen Gebiet mit negativer Bevölkerungsprognose liegt, ist das auch zu berücksichtigen.
    Das trifft es glaube ich ziemlich gut, wobei nicht sicher ist, ob sich die Bewertung des Standorts in den nächsten Jahrzehnten durch ein, zwei positive Verbesserung in den letzten Jahren evtl. ändern könnte.

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Wie alt seid Ihr denn alle?
    Eltern: 65 und 70.
    Partner: 50
    Meine Geschwister und ich sind ca. Mitte 30.

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Momentan sind die Immopreise hoch.
    Was spricht dagegen, Wohnung C sofort zu verkaufen und den Profit an euch 3 Kinder zu geben?
    Das wäre mal ein Anfang.

    Ich bin prinzipiell nicht dafür, Immos zu verkaufen, aber eine zu kleiner Miete vermietete Wohnung weit weg ist ein Klotz am Bein.
    Generell will ich meine Immos in max. einer Stunde Fahrzeit erreichen können. Es ist immer mal was.
    Die Fahrtzeit beträgt eher 7-8 Stunden. Die Preise sind aktuell nur für die Gegend von A und B hoch, die Preise in der Gegend von C sind recht günstig. Unsere Eltern haben damals mit dem Kauf der Wohnung C ziemlich Verlust gemacht und wollen sie daher noch etwas behalten, um den Wertverlust durch die Mieteinnahmen auszubügeln. Ursprünglich war daher angedacht, die Immobilie weiterhin als Reserve zu behalten und z.B. im Pflegefall etc. zu verkaufen.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Kann P dem A die halbe Wohnung abkaufen und dann wird dieses Geld direkt an dich gegeben.
    Wäre meines Empfindens nach fair, aber leider glaube ich nicht, dass das realisierbar ist. P hat seine Eltern lange gepflegt und hat glaube ich in der Zeit nur begrenzt gearbeitet. Außerdem unterstützt P dessen im Ausland lebende Ursprungsfamilie finanziell und hat daher kein Polster aufgebaut. Ob P bereit wäre, einen Kredit aufzunehmen, weiß ich nicht, ich gehe aber eher nicht davon aus, da dann die Unterstützung der Ursprungsfamilie wegfallen müsste, um die Raten zu zahlen.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Alternativ B kauft A die Hälfte der Immobilie ab.
    Wäre eine Möglichkeit, wobei ich nicht glaube, dass B so viel auf der hohen Kante hat oder seine angesparte Altersvorsorge dafür hergeben oder einen Kredit aufnehmen möchte. Werde ich aber mal ansprechen.

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Gehe ich recht in der Annahme, dass P keine Kinder hat und auch keine von P mit B geplant sind?
    Richtig.

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