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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Fels Beitrag anzeigen

    ......
    Manchmal denke ich, Entschuldigung wenn ich das so sage, sie hatten nach dem Krieg einfach keine Zeit für ein Trauma. Mein Vater musste zeitweise sogar hungern, meine Mutter und der Vater meines Partners hatten jeweil Bauernhöfe, da musste was laufen.

    Vielleicht hinterfragen wir auch viel zu viel. Natürlich werden oft Verhaltensweisen und Ängste durch die Generationen weiter gegeben. Aber wenn wir das nicht aushalten könnten, hätte die Menschheit niemals überlebt. Überlegt doch mal, was die Leute in früheren Zeiten alles mit machen mussten!
    ....--
    .
    grundsätzlich stimme ich dir durchaus zu, möchte aber v.a. hierzu noch anmerken, dass beileibe nicht jedes, auch sehr schlimme, erlebnis, sich in form eines (dauerhaften) traumas auswirkt.

    wenn jemand der von dir geschilderten eine grundsätzlich erstmal positive, stabile kindheit hatte, bis er/sie ins kriegsgeschehen involviert wurde, ist auch nicht zwingend von einer traumatisierung auszugehen.

    eine stabile psyche kann, mehr oder weniger singuläre schlimme ereignisse als einzelereignisse einordnen und verarbeiten. und mit verarbeiten meine ich: von sich aus, also ohne therapie etc.
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Hilie Beitrag anzeigen
    Habt ihr es schon einmal beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel versucht? Man kann den Antrag unter "Gräbersuche online" stellen.
    Danke für den Tipp.
    Da erkundige ich mich mal, ob meine Familie das schon veranlasst hat.
    Ich schwanke schon seit Langem zwischen möglichst gut informiert sein und am liebsten gar nichts mehr wissen wollen.

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Für ein Trauma hat man nie Zeit. Es kommt und bleibt, wenn nicht daran gearbeitet wird. Die US-Vietnam-Soldaten, von denen viel an der Posttraumatischen Belastungsstörung litten, erhielten fachkundige Hilfe. Unsere Väter und Mütter, die den 2. WK erlebt hatten, blieben auf sich selbst gestellt.
    Mein Vater kam zu 100% kriegsversehrt aus dem Krieg zurück. Meine Mutter war mehrmals ausgebombt gewesen. Als sie bei uns zum Sterben war (ich schlief bei ihr im Zimmer), wurde sie eines nachts plötzlich unruhig, stöhnte und ich wurde dadurch wach. Plötzlich hörte ich von ganz weit entfernt, knirschende Soldatenstiefel auf Schnee, die immer näher kamen und über mich hinweggingen. Der Traum meiner Mutter, den sie mir schickte, saß wie ein Alp auf meiner Brust. Sie schlief anschließend ruhig und tief.
    "Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen."
    Ralf Dahrendorf (1929-2009)

    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    "Warum denn immer gleich so sachlich werden, wenn es doch auch persönlich geht!"

    André Heller (geb. 1947)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Meine persönliche Meinung ist... Deutschland als Land selber ist immer noch ein traumatisiertes Volk die mit den Folgen des letzten Jahrhunderts, der beiden Weltkriege, der Teilung von Deutschland zu kämpfen hat. Oft sieht man es nicht mehr so deutlich, aber wenn man genau hinschaut, sich mit dem Thema beschäftigt hat, selber davon betroffen ist, oder noch war, sieht man es.

    Beim Leben, beim Frust-Essen, Stress-Essen, Kummer-Essen, in der Kommunikation untereinander, das Protzen mit Status-Symbolen, Kauf-Süchte, Reise-Süchte, die vielen kleinen und großen Nazis, das Versagen der zuständigen Behörden, gegen diese besagten Nazis schnell und effektiv vorzugehen.

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Wildeblume Beitrag anzeigen
    Meine persönliche Meinung ist... Deutschland als Land selber ist immer noch ein traumatisiertes Volk die mit den Folgen des letzten Jahrhunderts, der beiden Weltkriege, der Teilung von Deutschland zu kämpfen hat. Oft sieht man es nicht mehr so deutlich, aber wenn man genau hinschaut, sich mit dem Thema beschäftigt hat, selber davon betroffen ist, oder noch war, sieht man es.

    Beim Leben, beim Frust-Essen, Stress-Essen, Kummer-Essen, in der Kommunikation untereinander, das Protzen mit Status-Symbolen, Kauf-Süchte, Reise-Süchte, die vielen kleinen und großen Nazis, das Versagen der zuständigen Behörden, gegen diese besagten Nazis schnell und effektiv vorzugehen.
    eben.
    damit muss man sich einfach mal auseinandersetzen.
    am besten in der gegenwart.


    und ohne immer "neue" "wissenschaftliche" ansätze.
    weil nämlich auch nazis und nazi-enkel epigenetik geltend machen können.

    und dann?

    kann keiner mehr was für gar nix und konnte eh nicht anders, weil.........

    immerhin gibts seit jahrtausenden völkerwanderungen, teils kriegsbedingt, was da wohl in uns allen schlummert, so epigenetisch......

    nach wie vor also frage ich nach den neuen lösungsmöglichkeiten durch epigenetik.....
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    nach wie vor also frage ich nach den neuen lösungsmöglichkeiten durch epigenetik.....
    Es bedeutet, dass die Umwelt auf die Genetik Einfluss nimmt- nicht nur Geschehnisse der Vergangenheit sondern auch das, was ich heute erlebe. Darin kann sich durchaus eine Lösung finden lassen!

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Es bedeutet, dass die Umwelt auf die Genetik Einfluss nimmt- nicht nur Geschehnisse der Vergangenheit sondern auch das, was ich heute erlebe. Darin kann sich durchaus eine Lösung finden lassen!
    ok.
    wie?
    also in dem zusammenhang?
    wenn z.b jemand enkel eines kriegsflüchtlings ist und sich wurzellos fühlt, nicht sesshaft werden "kann", kein langfristigen verbindlichkeiten eingehen......wurde hier ja so beschrieben.

    wie hilft da die epigenetik in verändernder form konkret?
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    wie hilft da die epigenetik in verändernder form konkret?
    Es hilft schon die bloße Erkenntnis, selbst wenn sich erstmal nichts weiter verändert.
    Bescheidenheit.
    Gruß, s12

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Silvia12 Beitrag anzeigen
    Es hilft schon die bloße Erkenntnis, selbst wenn sich erstmal nichts weiter verändert.
    Bescheidenheit.
    Gruß, s12
    was hat das mit epigenetik zu tun?
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: (Epigenetische) Traumafolgen in einigermaßen intakter Familie?

    Zitat Zitat von Wildeblume Beitrag anzeigen
    Beim Leben, beim Frust-Essen, Stress-Essen, Kummer-Essen, in der Kommunikation untereinander, das Protzen mit Status-Symbolen, Kauf-Süchte, Reise-Süchte, die vielen kleinen und großen Nazis, das Versagen der zuständigen Behörden, gegen diese besagten Nazis schnell und effektiv vorzugehen.
    Was es natürlich zum Beispiel in den USA alles überhaupt nicht gibt.

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