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    Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Hallo zusammen,

    manchmal hilft es ja sich so manche Sachen mal von der Seele zu schreiben.

    Mein Sohn 33 verheiratet 1 Sohn 1,5 Jahre. Tolle kleine Familie. Er hat momentan Schwierigkeiten im Job, was nicht nur der AG zu verantworten hat, aber vieles auch. Es reißt ihn immer wieder runter, die Conti Schichten, nebenbei die Meisterschule die er abrechen möchte weil er das mit den Schichten nicht schafft zu lernen und sich zu konzentrieren.

    Gespräche mit dem Chef laufen aktuell aber sie wollen sich da nichts von annehmen. Obwohl am Anfang gesagt wurde, er wird von der Schicht genommen, er müsse ein klein bisschen Geduld haben. Nun ist der O -Ton so, dass es keinen Ersatz gibt und der Chef sich davon nichts annimmt. Er solle zusehen wie er das schafft. Die Firma hat sich in einem Bewerberverfahren für Ihn entschieden, den Meister zu finanzieren. und nun das. Dazu muss ich sagen dass die Schichten wie folgt aussehen: 2 Früh, 2 Mittag 3 Nacht. 1,5 Tage frei.
    Vorschläge wie, ich fang ab November noch mal neu an und ihr ersetzt die Nachtschicht neu, werden abgewehrt. Muss man nicht verstehen,. es muss doch auch im Sinne des AG sein, dass er die Schule durchzieht. Es sieht dann wie folgt aus: Er kommt von der Mittagsschicht, hat am nächsten Tag Schule von 08:00 -16:00 Uhr und muss Abends zur Nachtschicht.

    Er wollte den Meister unbedingt machen um eine Perspektive zu habenl, da er vorher schon unzufrieden war.


    OK das muss er regeln, tut er auch. Was mir aber Sorgen bereitet ist, diese ständige schlechte Laune, gradezu nah an Depression. das geht auf die ganze Familie. Er sieht kein Weiterkommen, keine Veränderung und lässt sich an den freien Tagen auch gerne mal hängen.
    Gesundheitlich hat er auch zu Kämpfen, logisch durch das Schicht System.

    Das geht natürlich auch auf seinen Familienfrieden und mich macht das auch ganz verrückt.

    Ich betrachte das aus der Ferne, bin ansprechbar wenn er mich anruft oder anschreibt. Das ist eher seltener, kommt aber vor. Ich weiß, ich muss mich raushalten, er ist ja erwachsen. Kann aber ganz schlecht damit umgehen.

    Ich hatte grade wie ein kurzes Telefonat mit ihm und höre dann schon an der Stimme wie gestresst, genervt etc von dem Ganzen ist und dann bin ich wieder in so einem Loch.
    Ich kann mich da ganz schlecht abgrenzen, weil ich merke es geht ihm nicht gut. Seine Frau ist geduldig aber wie lange noch? Auch das darf nicht mein Problem sein, ich weiß, aber die Gedanken sind immer da.


    Wie kann ich mich da besser abgrenzen? Wie würdet ihr mit solchen Themen umgehen? Das zieht sich bereits so lange wie ein roter Faden durch.....und wir dachten mit Beginn der Meisterschule hat er endlich eine Perspektive. d


    Zu mir noch: ich habe erlernt seit Kindertagen mir Sorgen zu machen und konnte das nie ablegen. Ich hab mir immer dolle Sorgen um meine Mutter gemacht und gehofft dann passiert nichts. Passierte aber doch,,,,,,Das schwingt natürlich da mit rein.....

    Wenn das Thema hier falsch platziert ist bitte verschieben.

    Danke euch
    Geändert von sille45 (01.02.2021 um 17:39 Uhr)
    Hast du eine Mutter, dann hast du immer Butter. Mutter ist die beste Frau." - Helge Schneider, Buttersong

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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Es tut mir leid, dass Dich das Seelenleben Deines Sohnes so mitnimmt.
    Und Du hast ja auch eine Erklärung in Deiner Biographie für Deine mangelnde Distanz gefunden.
    Evtl. musst Du das therapeutisch angehen.
    Du kannst Deinem Sohn nicht helfen. Er ist längst erwachsen und hat sein Leben ja auch soweit im Griff. Meisterschule ist eine echte Herausforderung und das stresst ihn.
    Aber das ist nicht Deine Baustelle. In seinem Leben und dem Leben Deines Enkelkindes wird es immer wieder Probleme geben. Du machst Dich kaputt wenn Du das immer so an Dich herankommen lässt. Lenkt Dich die Sorge um andere davon ab Dich auf Dich selbst zu konzentrieren? Nimmst Du Deinen Selbstwert aus Deiner Wichtigkeit für andere?
    Es ist normal sich um seine Kinder Sorgen zu machen wenn diese Probleme haben, aber man muss sich auch abgrenzen können. Und Dein Sohn ist nicht totkrank sondern nur gestresst. Wenn er die Meisterschule abbricht, ist das seine Entscheidung. Dein Erziehungsauftrag ist lange vorbei. Und wenn es Dich so belastet, dann sag ihm das. Du bist nicht sein seelischer Mülleimer. Wem ist damit geholfen wenn er sich bei Dir ausheult und Du dadurch nicht schlafen kannst?

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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Zitat Zitat von sille45 Beitrag anzeigen
    Was mir aber Sorgen bereitet ist, diese ständige schlechte Laune, gradezu nah an Depression.
    Ich kenne Deine anderen Stränge, @sille ... und ich könnte mir schon denken, warum Dein Sohn mit solchen Schwierigkeiten kämpft.

    Eine erbliche Vorbelastung trägt zu der Entstehung einer Depression schon wesentlich bei, dieses Krankheitsbild tritt gehäuft familiär auf.

    Wenn Du Dir lediglich Sorgen um ihn machst, hilft ihm das in keiner Weise.

    Aber vielleicht könntest Du mit Deinem Sohn ein Gespräch führen über eben die Familienvergangenheit. Bestenfalls käme er zur der Erkenntnis, dass ihm eine Therapie gut helfen könnte.

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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Ja das zieht sich durch, war alles schwierig, meine eigene Kindheit mit einer Mutter die sich mehrmals das Leben nehmen wollte als ich elf war. Und ich sie auch noch fand, kein Wunder dass da einiges schief lief.

    Ich habe mein Leben gut gewuppt, war auch kurzzeitig in Therapie und habe ein gutes Selbstbild. Vermutlich haben bei meiner Erziehung die ganzen Sachen mit eingeschwungen. Das ist ja nicht mal eben weg......

    Das Reden habe ich versucht aber wie junge Männer oft so sind, sie schieben das gerne weg. Ich merke nur je älter ich werde umso weniger belastbar bin ich und dieses "sich Sorgen machen" ein Dauerthema wird. Das will ich nicht mehr. Ankämpfen bringt mich nicht weiter, also annehmen und nach Lösungen suchen.

    Es sind keine gesunden Sorgen die man sich macht um seine Kinder...ich kann das gar nicht so richtig beschreiben.

    Es quält mich schon sehr......

    Nächste Woche werde ich noch mal versuchen mit ihm über das Familiending zu sprechen, sofern er dafür offen ist. Große Hoffnung mache ich mir nicht
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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Hallo Sille,
    kannst Du Dich impfen lassen?
    Dann könnte Dein Enkel manchmal bei Dir übernachten...

    Kann man die Meisterschule unterbrechen und später wieder einsteigen?

    Kann der Sohn seine Arbeitszeit reduzieren?

    Was im Winter auch hilft sind solche einfachen Tageslichtlampen für 10 - 20 Euro
    Gruß, s12

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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Hi Silvia,

    der Enkel bleibt eh schon manchmal bei uns.

    Meisterschule verschieben, an dem Thema ist er dran. Aber anscheinend ist es dem AG egal, obwohl sie die Schule zahlen. Ich sehe zu wie es ihn demotiviert und runter zieht und er in Depris verfällt.

    Inwiefern soll mir eine Tageslichtlampe helfen?

    Ich glaube eher, dass es bei mir ein tieferes Problem ist, mich abzugrenzen. Der Ursprung ist in meiner eigenen Kindheit zu finden Ich habe einfach in jungen Jahren gelernt mir große Sorgen zu machen. Immer die Angst meine Mutter könnte sich wieder das Leben nehmen wollen.

    Das wird in der Erziehung mit reingegangen sein unterschwellig. Ich denke mein Sohn hat den Hang zur Depression mitbekommen die bei uns in der Familie liegt. Seine Kindheit war auch nicht einfach, mit einem Vater der sich nicht kümmerte etc,. Ich hab das ganz gut hinbekommen, aber wahrscheinlich zu viel getan, immer mit der Sorge im Nacken.



    Da hilft evtl eine Familientherapie, um das mal aufzuarbeiten, aber die ist nicht mal eben zu bekommen und mein Sohn weigerte sich bisher das Thema anzugehen.

    Vielleicht muss ich damit leben und mich immer wieder versuchen aufs neue abgrenzen.
    Und es stimmt ja, mein Erziehungsauftrag ist erledigt, allerdings ist und bleibt es ja das Kind, wenn auch erwachsen.
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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Hallo Sille,
    Tageslichtlampe hilft nach meiner Erfahrung allgemein bei Depression im Winter.
    lieben Gruß,
    s12

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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    [QUOTE=schafwolle;35042702]Ich kenne Deine anderen Stränge, @sille ... und ich könnte mir schon denken, warum Dein Sohn mit solchen Schwierigkeiten kämpft.



    Ja, ich habe heute Nacht beschlossen ich geh das Thema erneut an, mit ihm oder ohne ihn. Zu verlieren habe ich nichts, kann nur gewinnen. Es geht jedenfalls so nicht weiter.
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    AW: Sohn 33 immer schlechte laune oder Depris

    Zitat Zitat von sille45 Beitrag anzeigen
    Nächste Woche werde ich noch mal versuchen mit ihm über das Familiending zu sprechen, sofern er dafür offen ist.
    Sicher nicht einfach, weder für Dich noch für Deinen Sohn.

    Ich wünsche Euch alles Gute für Eure Gespräche!

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