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    Große Sorge um erwachsene Tochter

    Liebe alle,
    Ich (fast 45) habe große Sorge um meine erwachsene Tochter (24).
    Vor kurzem haben sie und ihr Freund ein Baby bekommen, sie wohnen nun wieder zusammen, er arbeitet auch brav, meine Tochter hat ihre Ausbildung erst vor kurzem abgeschlossen, sie hat Abitur und danach noch eine Kurzausbildung in der Altenpflege gemacht und dort dann auch gearbeitet.
    Meine Tochter hatte schon immer den Hang sich durchs Leben zu schwindeln. Sprich, sie sagt oft nicht die Wahrheit, oder nur eine Halbwahrheit und lügt oftmals so lange, bis es nicht mehr vermeidbar ist und die Wahrheit ans Licht kommt.
    Sie ist auch nachlässig, was den Kontakt mit Verwandten angelangt. Ruft Oma, Opa sie an, hebt sie einfach nicht ab und ruft auch nicht zurück. Jammern Oma und Opa dann bei mir und ich sage etwas, kann es sein, dass sie rückruft -oder auch nicht.
    Sie ist in diesen Dingen schon sehr unzuverlässig.
    Manchmal frage ich sie schon nicht mehr, da ich eh nicht weiß, ob ich die Wahrheit höre.

    Ich war selbst alleinerziehend, ständig Geldsorgen und habe sie immer davor gewarnt (ja ich weiß, hätte ich nicht tun sollen), dieselben Fehler wie ich zu machen - zu früh ein Kind, Beziehung nicht so toll, etc.

    Ich habe mich nach so langer Zeit, in der ich meine Tochter quasi allein finanziert, zur Ausbildung motiviert und ermutigt habe (sie wollte schon öfter aufhören) nicht mehr die Kraft, auch noch zu schauen, dass mit dem Enkelkind alles läuft. Ich habe mich aus den Schulden herausgezogen, mich weitergebildet und versucht, ihr ein schönes Leben zu bieten (ihr Vater ist total versumpft, keine Arbeit, Alkohol und ein zweites Kind, welches nicht bei den Eltern lebt).

    Und wenn ich nachfrage, weiß ich nicht, ob mir die Wahrheit präsentiert wird oder nur gelogen. Soll ich sie einfach mal machen lassen? Schließlich muss sie nun selber wissen, was sie tut und lässt. Und welche Konsequenzen ihr Verhalten hat. Ich habe solche Sorgen, ziehe mich von Freunden zurück und so richtig lachen, kann ich auch nicht mehr.

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    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Ich versteh ehrlich grad das Problem nicht - sie hat Abitur, Ausbildung, einen Job, eine gefestigte Beziehung mit einem Partner, der ebenfalls einen Job hat und ist mit 24 grad Mutter geworden...soweit, so normal?
    Sie ist erwachsen, ob und wann sie mit Oma und Opa telefonieren möchte, kann sie selber entscheiden.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Sehe ich genauso.

    Sicher sorgt man sich immer um seine Kinder, aber ich frage mich, wo hier die große Sorge ist?

    Davon abgesehen kann dem Kind dein Gekümmere auch mal auf den Sacke gehen...
    Für immer ab jetzt!
    "Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenn's so richtig Scheiße ist dann ist
    wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am Allerschönsten ist,
    da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment." ♫



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    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Ich kann Deine Sorgen 100% nachvollziehen (bin auch alleinerziehend mit komischem Ex-Partner). Ich finde auch nicht, dass Du Deine Anmerkungen hättest lassen sollen und gut, dass Du sie bis zum Ende der Ausbildung motiviert hast.

    Jetzt hat sie einen Partner, der sich ja kümmert. Ich würde deshalb tatsächlich loslassen. Vielleicht braucht sie tatsächlich auch mal die Verantwortung ohne "Mama-Netzwerk" im Hintergrund. Bei meiner Tochter ist das so, dass sie sich lange darauf verlassen hat, Mama macht's eh, wenn ich nur lange genug warte, Mama motzt dann schon, wenn es eskaliert, Mama weist mich hin. War für mich auch ein Schritt zu sagen: ich bin da, aber ich SAGE ES NICHT MEHR.

    Für Oma-Opa-Kontakte finde ich, brauchst Du Dich nicht zuständig zu fühlen. Blöd, dass sie bei Dir jammern (das tut meine Mutter auch...), aber es ist, wie es ist, Du kannst das nicht erzwingen.

    Was ich evtl. tun würde: ein bisschen Geld auf Seite legen für den Enkel-Nachwuchs und vielleicht auch für Deine eigene Absicherung. Ich konnte das auch lange nicht und fange jetzt so langsam damit an.

    In die Erziehung oder Pflege des Enkels würde ich mich nicht einmischen. Da hat sich in den 24 Jahren seit Deiner Geburt echt viel verändert (merke ich bei einer Freundin, die gerade ein Kind bekommen hat). Lass sie machen. Wenn sie Dich fragt, kannst Du ja einspringen.

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    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Hallo Coubtrygirl,
    ich finde es auch fast ein wenig übergriffig, was Du da treibst. Sie ist 24 und hat bisher alles gut gemeistert.
    Du bist nicht verantwortlich dafür, dass alles so läuft, wie du es gerne hättest.
    Du sprichst, wie von einem Experiment: soll ich es mal laufen lassen.

    Ja, natürlich, lasse sie in Ruhe, rede ihr nicht rein, verlange keine Rechenschaftsberichte.
    Das würde mich so was von abstoßen als Tochter, ich würde auch Märchen erzählen.

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    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Hallo Mambi,
    Danke erstmal für die Antwort.
    Nun ja, ihren Partner kennt sie schon sehr lange, einige Jahre und war inzwischen auch mal wieder getrennt von ihm. Jetzt sind sie eben wieder zusammen.
    Bei einer Oma meldet sie sich derzeit überhaupt nicht und bei anderen Verwandten auch nur sehr spärlich. Alle kommen zu mir und jammern über ihr Verhalten.
    Oder - anderes Beispiel. Sie hatte ja erst vor, eine längere Ausbildung zu machen, in der Behindertenarbeit. Aber das gefiel ihr dann doch nicht so und sie suchte sich einen Nebenjob und brach diese eine Ausbildung ab.
    Anstatt aber in der Schule explizit Bescheid zu geben, dass sie Behindertenausbildung nicht mehr macht, wechselte sie einfach und ging zu diesen Kursen nicht mehr hin. Bis mich die Direktorin anrief und sagte, sie muss das entsprechend beenden.
    Ich hab ihr dann gesagt, sie solls tun, was sie dann auch tat.
    Oder sie schaffte sich ein Haustier an...sie ging ja dann noch zur Schule und als ich sie fragte, ob das ihres sei, sagte sie, sie würde bloß drauf aufpassen, eigentlich gehöre es einer Freundin. Nun ja, das Haustier hat sie immer noch und es gehörte wohl nie ihrer Freundin.

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  7. Inaktiver User

    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Ich hatte eine durchaus als anstrengend zu bezeichnende Kindheit und dann folgerichtig auch Jugend.
    Meine Tochter sollte es anders haben als ich, das habe ich mir felsenfest geschworen.

    War im Grundsatz bestimmt nicht falsch, aber was dann passiert ist, war, dass ich meine Probleme, Sorgen und Nöte, die ich in ihrem Alter hatte, über sie / durch sie / in ihr abarbeiten wollte / abgearbeitet habe. Dabei habe ich komplett übersehen, dass meine Tochter ein eigenständiger Mensch ist und ganz andere Ziele, Ideen, Gedanken, Vorsätze etc. hat.

    Mir scheint, bei Dir ist die Situation ähnlich gelagert. Kann es sein, dass du zu viel von Dir in ihr siehst und deshalb Dich so aufregst? Denn von aussen betrrachtet klingt das ganz gut, eigentlich- Abitur Ausbildung, Job, Partnerschaft, Kind.

    Oma und Opa - da kann ich nicht mitreden, deshalb halte ich dazu einfach die Klappe.
    ad Lügen: es kommt darauf an. Wenn ich z.B. in der Bri lese, wieviele Kinder wie großen massiven Arbeitsstress haben und deshalb sich nicht bei den Eltern melden können, habe ich auch Zweifel am Wahrheitsgehalt. Manchmal lügt ein Kind (erwachsen oder klein) auch, um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen.

    Ergänzt: das mit dem Haustier, echt, das hängst Du so hoch? Dann hat sie halt gelogen. Vermutlich weil sie wusste, dass sie es eh nicht behalten darf.

    Fang doch mal an, das Gute in ihr zu sehen, statt nur das Negative. Hilft auch enorm der eigenen Psyche.

    Lügen anderen gegenüber - sie ist erwachsen. Das Leben wird das schon richten.

  8. User Info Menu

    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Deine Tochter ist erwachsen.
    Sie kann tun und lassen, was sie will. Sie kann dir mitteilen, was sie will, und sie kann dir verschweigen, was sie will. Du hast kein Recht darauf, von ihr irgendetwas zu erfahren.
    Sie kann mit ihren Grosseltern und den übrigen Verwandten sprechen oder nicht sprechen, wie sie will. Das ist ihre Sache und nicht deine. Wenn die Verwandten sich bei dir ausheulen, müsste seine einzige Antwort sein, dass deine Tochter erwachsen ist und sie, die Verwandten, ihr Problem direkt mit ihr klären sollen.
    Sie kann ein Haustier haben oder nicht haben, wie immer sie will.

    Ich habe den Verdacht, dass deine Tochter sich jetzt von dir abgrenzen will - und ehrlich gesagt zu Recht.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  9. User Info Menu

    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Hallo Tinkerbell,
    Ich denke, ein grundlegendes Problem ist auch ihr Vater.
    Ich hatte es ja schon ausgeführt, er ist leider zum Sozialfall geworden.
    Und auch die Oma, bei der meine Tochter sehr viel Zeit verbracht hat, meinte immer zu mir, ICH sollte sehen, dass sie nicht so wird wie der Vater. und somit habe ich auch entsprechende Panik.
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  10. Inaktiver User

    AW: Große Sorge um erwachsene Tochter

    Bei dem, was Du erzählst, inklusive der Ausbildungsgeschichte, ist doch nichts dabei, was nicht noch unter "kleinere Jugendsünden" läuft.

    Wenn alles in etwa der Größenordnung ist, wo ist das Problem?

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