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    Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Hallo miteinander,

    meine Mutter ist einige hundert Kilometer entfernt in einem Pflegeheim in einem anderen Bundesland. Wahrscheinlich bekomme ich in den nächsten Wochen einen Pflegeplatz hier in meiner Nähe, sie wünscht sich mittlerweile sehr, in meiner Nähe zu sein. Sie sitzt im Rollstuhl, ist dement (je nach Tagesform recht unterschiedlich) und hat Pflegegrad 5.

    Ich frag mich jetzt, wie ich das logistisch am besten mache, ich kenne mich bei sowas nicht aus. Ich muss zum einen meine Mutter transportieren, zum anderen aber auch ihre persönlichen Dinge wie Kleidung, ihren Fernseher und vielleicht noch eine Kommode, an der sie hängt. Eine Kollegin erwähnte den Ambulanzdienst, hab ich erfragt, ist sehr teuer. Gibt’s Alternativen?

    Ich hab heute bei der Pflegekasse angerufen, die sagten mir, dass sie die Kosten dafür weder übernehmen noch bezuschussen.

    Auf was muss ich achten, könnt ihr mir Tipps geben?

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Zitat Zitat von Tumbleweed_ Beitrag anzeigen
    Gibt’s Alternativen?
    Wenn Deine Mutter auf einem normalen Autositz sitzen kann, Tranporter mieten, Mutter mit Hilfe aus dem Heim ins Auto hieven, ihre Sachen inkl. Rollstuhl in den Laderaum und rauf auf die Autobahn.

    Ggf. eine Begleitperson mitnehmen, die während der Fahrt auf die Mutter aufpaßt. Transporter haben oft drei Sitze nebeneinander.
    Be yourself no matter what they say (Sting).

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Ich habe meinen Vater 220 km nach Hamburg transportieren lassen. War ein Festpreis über einen Krankentransport im Liegen. Der Arzt hat den Liegetransport attestiert.

    Wir konnten das einreichen bei seiner Beihilfekasse.

    Der Transport kam 650 €. War begleitet von 2 Pflegekräften. Und ich saß neben meinem Vater. Wir hatte noch einen nicht verschuldeten Auffahrunfall auf der Autobahn, das Ganze hat statt 5 Stunden 8 gedauert.

    Man hat aber keine Extrakosten berechnet.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Ich würde auch einen Transporter mieten.

    Oder einen größeren PKW, je nach Menge der Gegenstände, die transportiert werden müssen. Mit meinem PKW habe ich vor über 3 Jahren meine Mutter in ein Pflegeheim bei mir um die Ecke geholt. Es waren allerdings keine Möbel zu transportieren.

    Die Pflegekasse zahlt für einen "normalen" Transport nichts. Wie es aussieht, wenn die Person definitiv nicht mehr alleine sitzen kann, weiss ich nicht. Aber der Transport von Koffern und Möbeln wird wohl auch dann nicht gezahlt.

    Gruß Elli
    Geändert von elli07 (24.09.2020 um 15:41 Uhr) Grund: Ergänzung
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    auch wenn die kosten jetzt nicht übernommen werden- alles aufheben- bei der steuer einreichen.

    und transporter mit begleitschutz (hat sie enkel auf die sie sehr positiv reagiert? die als bespasser mit ins auto packen)
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Am besten wär ja, wir mieten eine Art Transporter, wo man ihren Rollstuhl rein- und rausschieben könnte. Gibt es sowas, wie werden Rollstuhlfahrer transportiert?

    Sie muss auch gefühlt alle 15 Minuten zur Toilette. Wie sollen wir das denn machen? Es sind ca 7 Std Fahrt.

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Du kannst einen Kleinbus mit Rampe nehmen, lass dir zeigen, wie du da hinauf- und wieder runterfährst und wie du den Rollstuhl während der Fahrt mit Gurten sicherst. Aus Sicherheitsgründen darf man nicht so schnell fahren, ich glaube, es waren 80 oder 100km/h.

    Dann ist es gut, wenn du mindestens 1 weitere Person dabei hast, die deine Mutter unterhält und beschäftigt, besser sind 2 Personen, 7 Stunden Fahrt sind bei jemandem mit Demenz noch länger als sonst und so kann immer jemand eine Pause machen.
    Macht regelmäßige Pausen, plant eure Toilettenaufenthalte entlang der Strecke schon vor Beginn, so dass ihr jederzeit anhalten könnt, ohne erst nach Toiletten suchen zu müssen.

    Es ist auch möglich, einen Katheter für die Fahrt legen zu lassen, der dann nach der Fahrt sofort wieder entfernt werden kann.

    Ich würde auch noch Decken mitnehmen, damit sie nicht friert während der Fahrt, mindestens 2 und Kissen zum Setzen, an wasserfeste Unterlage denken, falls die nächste Toilette doch zu weit entfernt ist.
    Musik, die deine Mutter gern hört, würde ich ebenfalls mitnehmen.

    Du kannst auch über Nacht fahren, so dass sie einen Teil der Fahrt verschläft.
    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Danke, das sind wirklich hilfreiche Tipps! Wie ist das mit dem Katheder, hat sie dann noch Harndrang? Entschuldigt bitte, wenn ich so blöd frage.

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Sie braucht an dem Katheter noch einen Beinbeutel, wo der Urin drin gesammelt wird. Für den Umzug würde ich das durchaus machen. Sie hat dann keinen Harndrang mehr.

    Aller 2 Stunden müsst ihr sowieso eine Pause machen, damit sich deine Mutter bewegen kann. 2 Decken braucht sie bereits bei Temperaturen um die 20 Grad. Das liegt an der eingeschränkten Bewegungsfähigkeit. Deshalb auch die geringere Geschwindigkeit, weil man im Rollstuhl nicht so schnell auf Bremsungen reagieren kann und der Gurt am Autositz besser sichert.

    Nimm auch zu essen mit, haltet an einer Stelle mit schöner Aussicht und esst dort in Ruhe. Ruhig 1 Stunde dort einplanen. Bis ihr den Rollstuhl wieder gesichert habt, braucht ihr bestimmt 10 Minuten.
    Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

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    AW: Umzug Pflegeheim anderes Bundesland

    Das ganze scheint doch sehr aufwändig. Ich würde mich doch mal nach einem sog. "Kranken-/Rollstuhltaxi" erkundigen, die transportieren Menschen im Rollstuhl mit professioneller Begleitung etc. Das Pflegeheim, in dem die Mutter jetzt ist hat möglicherweise einschlägige Kontakte/Adressen.

    Unter den speziellen Umständen (Rollstuhl korrekt im Transporter befestigen, dann der Katheder etc.) würde ich denn doch nochmal bei der Kranken- bzw. Pflegekasse nachfragen, ob sie nicht wenigstens einen Zuschuss zahlen.

    Ich würde mir so eine Aktion nicht zutrauen, mir wäre die Verantwortung zu groß.

    Gruß Elli
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