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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Was ist mit deinem Vater?

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Ok, du versuchst es jetzt seit 20 Jahren.

    Bist du sicher, dass sie dich "eigentlich" liebt?

    Du wirst sie nicht ändern können!
    Willst du den Kontakt behalten?

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Liebe TE,

    ich denke auch, du hast genau zwei Möglichkeiten: entweder zurecht zu kommen mit der Art Deiner Mutter, oder den Kontakt abzubrechen.
    Ich stelle mir vor, es ist korrekt, wenn Deine Mutter sagt: "aber sowas ist mir auch nie gesagt worden".
    Du kannst machen, was Du willst, Du wirst sie nicht ändern, denn sie kann es nicht. Genausowenig wie eine Fremdsprache, die sie niemals lernt.
    Wenn Du Empathie, Wertschätzung, Anerkennung willst, wirst Du Dir andere Menschen suchen müssen, die Dir diese geben. In meinen Augen ist das allerdings schwer zu finden und deshalb stelle ich mich lieber auf den Standpunkt, dass ich sowas nicht brauche. Wenn ich es dann unverhofft bekomme, ist es umso schöner.

    Ich habe eine gewisse Ahnung, wie Du Dich fühlst, denn meine Mutter hatte ähnliche Züge wie Deine (plus noch ein paar Andere). Meine Konsequenz nach langem sich-schlecht-fühlen und zum Schluss Autoimmunerkrankung: Kontaktabbruch (auch zum Rest der Familie, denn das war noch schlimmer)
    Mein Blick auf das Thema "Familie" war zeitlebens: der Quell allen Übels.

    Mir geht es jetzt WELTEN besser, Autoimmunerkrankung ist Geschichte.

    Für mich ist klar: meine Mutter ist kein "böser" Mensch, ich finde sogar, sie hat sehr schöne Seiten, die leider in ihrem Leben kaum zum Vorschein kommen durften.
    Klar ist, sie ist auch ein Opfer, denn mit ihr ist von Seiten ihrer eigenen Mutter schlimm mitgespielt worden. Sie war das Aschenputtel, ihre Schwester das Goldkind und mich hat sie wieder zum Aschenputtel gemacht.

    All die Ignoranz, das Desinteresse und die teilweise Fahrlässigkeit, wenn es gesundheitlich bei uns Kindern brenzlig wurde, das nicht-wahrgenommen-werden, die nicht-Wertschätzung unserer Fähigkeiten, war nur ein kleiner Abklatsch von dem, was sie selbst wahrscheinlich erleben musste.

    Sie hat nicht nur nie gelernt, wertschätzend mit ihren Kindern umzugehen (auch nicht, als diese erwachsen waren, denn da ging der Horror ja weiter), sondern sie konnte auch nie mit sich selbst liebevoll umgehen.

    Dafür tut sie mir total leid und ich hoffe, dass sie Menschen begegnet, die ihr ein wenig von dem, was sie verdient hat und nie bekam, erst recht nicht von den Männern, mit denen sie zusammen war, zuteil werden lassen.

    Klar ist aber auch: ich, ihre Tochter, kann das nicht. Und ich nehme mir das Recht dazu heraus, zu sagen: nein, sorry, ich kann mich nicht um Dich kümmern. Ich halte den Kontakt nicht aus. Das müssen Andere machen.

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Zitat Zitat von free_spirit Beitrag anzeigen
    Mein Blick auf das Thema "Familie" war zeitlebens: der Quell allen Übels.
    Das tut mir leid für Dich - aber eine derartig einseitige Sichtweise empfinde
    ich alles andere als hilfreich.

    Einerseits wird von der Familie "Empathie" eingefordert, andererseits ist man
    selbst zu einem differenzierten und somit "empathischen" Blick offenbar nicht bereit.

    In Ausnahmefällen mag das zutreffen, aber keine Familie ist ausschließlich gut
    oder schlecht. Mit zunehmendem Alter bzw. mit fortschreitender emotionaler Reife
    erkennt man das auch.

  5. Inaktiver User

    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Hallo frauofrau,

    hätte von mir geschrieben sein können. Ich komme damit auch nicht gut klar, daher läuft es momentan so, dass nur reduzierter Kontakt.

    Die Hoffnung auf Änderung hab ich so gut wie erstickt, abgeschnitten. Wenn ich sie sehe, dann nur ohne Emotionen zu zeigen, was ich mir eben nicht oft antun kann (bin eher emotionaler Mensch). Werde ich emotional endets für mich ungut (es wird ignoriert, was ich sage denke fühle oder abgewertet). Momentan prüfe ich ob Minimalkontakt funktioniert.

    Ich bin dazu übergegangen NICHT die Beziehung zu thematisieren , sondern nur ganz klare Kommunikationsregeln aufzustellen. Gefällt ihr nicht, aber mir ist meine Gesundheit inzwischen wichtiger als diese Frau.

    Ich denke über kurz oder lang wirds brechen. Dann ist das so. Aber ich hab mich Jahrzehnte lang verbogen. Entweder jetzt nach meinen Regeln oder das wars.

    Keine Ahnung ob dir das weiterhilft, aber so handhabe ich das. Das Dilemma, dass man aus Selbstschutz eine gewisse Klarheit und Durchsetzung braucht ohne Schuldgefühle zu haben, hab ich auch noch nicht ganz gelöst.
    Ich lasse auch nichts eskalieren, provoziere sie nicht. Allein dass der Kontakt nun so läuft - laufen könnte - wie ich es am besten handeln kann, hat dazu geführt, dass sie kaum noch mit mir spricht.

    PS Jmd der mich angeblich liebt aber es nicht zeigen kann.... blabla. Das ist meiner Meinung nach keine Liebe, sondern eine emotionale Behinderung.

    Und noch was. Das schwierigste an so einer Entscheidung finde ich halt dass es ja nicht immer toujours ätzend ist... Wäre sie durch und durch garstig hätte ich das schon längst beendet. Das perfide ist ja dass es auch mal "nett" ist - die Quote ist halt doof 1x nett und x Mal ätzend.

    Viel Erfolg dir!
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2020 um 14:53 Uhr)

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Nimmt man mal zu Grunde, dass wir allesamt neurotisch sind und in gewisserweise einen Schatten/Schaden haben, dann kommt folgendes heraus:

    Deine Mutter macht es nicht um dir was böses zu tun - sie ist einfach so wie sie ist. Mit ihren eigenen psychischen Problemen. Diese hat sie wiederum von Ihren Eltern, und die von Ihren Eltern etc. Also jede Menge weitergeben von emotionalen Unzulänglichkeiten durch die Generationen durch.

    Ihre Psyche und ihre emotionalen Fähigkeiten sind so wie sie sind, sie kann nicht anders nicht weil sie nicht will, sondern weil sie psychisch nicht dazu in der Lage ist, aufgrund ihres eigenen lebens. Wahrscheinlich hat sie dir alles gegeben was sie geben konnte und alles andere kann sie nicht begreifen und wird sie nicht begreifen.

    Du willst es auflösen? Lass deine Erwartungen los, akzeptiere die Tatsache, dass sie so ist wie sie ist und ihr bestes gegeben hat. Das ist halt ihr bestes. Verzeihe ihr. Sie kann nicht anders denken und empfinden.

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Hallo, ich habe alles gelesen und antworte euch auch noch, mir fällt es nur gerade so schwer. Danke jedenfalls schon mal!

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das tut mir leid für Dich - aber eine derartig einseitige Sichtweise empfinde
    ich alles andere als hilfreich.

    Einerseits wird von der Familie "Empathie" eingefordert, andererseits ist man
    selbst zu einem differenzierten und somit "empathischen" Blick offenbar nicht bereit.

    In Ausnahmefällen mag das zutreffen, aber keine Familie ist ausschließlich gut
    oder schlecht. Mit zunehmendem Alter bzw. mit fortschreitender emotionaler Reife
    erkennt man das auch.
    what? Free Spirit hat doch in exakt dem Posting, das du zitierst, lang und breit dargelegt, dass ihre Mutter sicher auch gute Seiten hatte, und gesagt, dass sie ihr alles Gute wünscht.
    Und da kommst du mit "mangelnder Empathie"?
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Wenn du nichts erwartest wirst du nicht enttäuscht. Das gilt für alles im Leben, auch für schwierige Mütter.

    Wirst du auch aktiv abgewertet?

    Bei mir traf beides zu, daher habe ich den Kontakt abgebrochen. Die Abwertungen und die Häme waren massiv und 100%ig immer vorhanden.

    Mit "nur enttäuscht sein" wäre ich klargekommen.

    Meine Schwiegermutter ist nur extrem unterkühlt, aber sie tut mir ja nix.
    Mit ihr komme ich klar.

    Mich wundert das relativ junge Alter.
    Die heute 60jährigen wuchsen schon in einer völlig anderen Zeit auf als die über 80jährigen. Mit Kriegsfolge kann ich meine Altersgenossen nicht entschuldigen. Das muss was anderes gewesen sein.

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    AW: Immer wieder die gleichen Sätze

    Hallo, hier meine Rückmeldung.

    Mein Vater ist zwar theoretisch vorhanden, praktisch bringt er sich überhaupt nicht ein. Mit ihm kann man Smalltalk halten, wenn meine Mutter nicht da ist. Ist sie da, traut er sich nicht viel zu sagen. Anrufen tut er nie.

    Ich sehe meine Eltern und meinen Bruder in großen Abständen. Seit ich mit meiner Mutter zum Mailen übergegangen bin, wurde es etwas besser, aber das ist jetzt wieder vorbei.

    Zu der Frage nach ihrer Kindheit: sicher geprägt dadurch, dass ihre Eltern viel gearbeitet haben. Aber sie ist wie ich auch finanziell gut gestellt etc. aufgewachsen.

    Aber meine Oma hat mir, als ich Kind war, auch mal gesagt, meine Mutter sei immer so unberührt, man könne ihr keine Freude machen usw. Oma war schon um sie bemüht. Und vom Naturell her eher so, wie ich es mir wünschen würde. Offener, Interessierter.

    Was die Sache: früher war man nicht so gefühlsbetont etc angeht, kann ich das ehrlich gesagt nicht mehr hören. Denn ich kenne durchaus viele Frauen in diesem Alter oder älter, die sehr herzlich und liebevoll sind. Sie ist Mitte 60.

    Ich lebe heute in einer sehr schönen, von Empathie, Fürsorge und Liebe geprägten Beziehung. Übrigens mit dem Mann aus meinem anderen Thread hier.

    Für euch andere, die ihr ähnliche Themen mit eurer Mutter habt, tut es mir ebenfalls sehr leid.

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