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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Und ja, der Adressat für die Geldfragen ist dein Vater. Nicht deine Schwester.
    Warum bringst du das nicht auf den Tisch?
    Du denkst, wenn die TE ihren Vater darauf anspricht, wird bei diesem 90jährigen ein Licht aufgehen?

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Du denkst, wenn die TE ihren Vater darauf anspricht, wird bei diesem 90jährigen ein Licht aufgehen?
    Nope, aber es wird sie entlasten.

    Und ich fände es unfair, das Thema der Schwester anzulasten.

    Ja, natürlich wäre die Info, dass x Geldflüsse schon in deren Richtung erfolgt sind ... ähm, fair (for lack of a better word) gewesen? Aber was bringt es der TE wirklich, das zu wissen?

    Was ändert der Kontostand der Schwester und ihr eigener an ihrer Geschwisterbeziehung? Gut, sie weiss jetzt, dass die finanziellen Relationen zum Vater sozusagen "aussen vor" sind. Aber manchen wir uns da nix vor - das sind sie doch sowieso.

    Und hörts bitte auf mit "also ICH hätte ja auf das Geld verzichet".

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Nope, aber es wird sie entlasten.
    Inwiefern?
    Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Gespräch sehr schmerzhaft und verletzend ist und noch mehr Fragen und Zweifel aufwirft.
    Was sollte ein 90jähriger nun antworten, damit es für die TE gut wäre? Wie sähe diese ideale Antwort denn aus?

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Inwiefern?
    Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Gespräch sehr schmerzhaft und verletzend ist und noch mehr Fragen und Zweifel aufwirft.
    Was sollte ein 90jähriger nun antworten, damit es für die TE gut wäre? Wie sähe diese ideale Antwort denn aus?
    Aber es nagt doch schon an ihr, kenzia? SIE wird ignoriert und damit verletzt.

    Warum soll sie das Thema "Geldzuwendung" denn nicht ansprechen, wenn es doch ihr gegenüber ständig angesprochen wird? Versprochen wird, aber nicht eingehalten? Und die Wunden wieder aufgerissen werden?

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Aber es nagt doch schon an ihr, kenzia? SIE wird ignoriert und damit verletzt.

    Warum soll sie das Thema "Geldzuwendung" denn nicht ansprechen, wenn es doch ihr gegenüber ständig angesprochen wird? Versprochen wird, aber nicht eingehalten? Und die Wunden wieder aufgerissen werden?
    Ja- es ist ganz sicher ein großes Thema für sie.
    Ich will auch nicht sagen, dass sie das Thema bei ihrem Vater nicht ansprechen "soll".
    Ich möchte nur hinterfragen, was das bringen soll.

    Wenn wir ansprechen, dann wollen wir doch meistens Klarheit und Antworten, mit denen es uns besser geht.
    Bestenfalls wissen wir vorher, dass nichts davon kommt und bestätigen uns dann immerhin, dass auch ein Ansprechen keine Lösung war, aber man hat es probiert.
    Dahingehend könnte die TE ihren Vater ansprechen, das stimmt.

    Dass es ihr gegenüber "ständig" angesprochen wird, habe ich so nicht gelesen.
    Eher wurde es über viele Jahrzehnte verschwiegen und jetzt kam nur ein "ja" und darauf ein "nein"......und die Schwester mit ihren Äußerungen.

    Ich finde ja, dass der Fokus vom Geld weggelegt werden sollte - um "Geld" geht es doch genau genommen gar nicht.

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Hannah_Cosmea Beitrag anzeigen
    Mein Vater hat übrigens auch bei anderen Geschwistern so gehandelt. Die wohlhabendsten haben immer noch etwas on top bekommen. Wirtschaftlichen Erfolg hat er immer bewundert und belohnt. Ich war in seinen Augen eher eine Versagerin, die nicht genug gemacht hat aus ihrem Leben.
    Damit skizzierst Du wahrscheinlich ziemlich treffend das "Belohungssystem",
    das (leider) das Denken und Handeln Deines Vaters bestimmt.

    Du fällst durch sein Bewertungsraster.

    Hätte er aber darüber hinaus auch einen Gerechtigkeitssinn, dann käme seine
    Haltung in der Praxis (= Geldzuwendungen) dennoch nicht so offensichtlich zum Tragen.
    Das wäre zumindest ein kleiner Ausgleich für die schmerzliche Erkenntnis, dass Du es
    ihm nicht recht genug gemacht hast.

    Anlässlich der bevorstehenden Begegnung mit Deinem Vater würde ich das
    durchaus thematisieren. Weniger in der Hoffnung auf seine Einsicht, sondern um
    ihm gegenüber genau das auszusprechen, was Dir auf der Seele liegt.

    Die Position Deiner Schwester ... sie dürfte diejenige sein, die sich emotional in
    der Zwickmühle sieht. Einerseits gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, sein Geld
    abzulehnen. Andererseits sieht sie vermutlich gleichzeitig Deine Benachteiligung, an
    der sie zwar keine Schuld trägt, aber ihr Loyalitätsempfinden wird es nicht unberührt
    lassen.

    Ich wünsche Dir, dass sich Dein gefühlter Zwiespalt in sehr offenen Gesprächen mit
    Deiner Schwester bereinigen lässt. Es wäre sehr schade um Eure gute Beziehung, wenn
    es dem Vater indirekt gelingen könnte, Euch zu entzweien.

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Warum denkt er, dass du "versagt" hast? Hat er dir das so gesagt?

    Du hast ein Studium in der Ferne durchgezogen, mit keiner direkten Unterstützung. Lebst selbstständig im Ausland und hast dir dort ein Leben aufgebaut.

    Was hätte er denn "noch" gewollt?

    Oder geht es darum, dass du den "Schoss" der Familie hinter dich gelassen hast, unabhängig lebst, deine Familie "vernachlässigst"? Mit einer Finanzspritze lebt sichs natürlich schon schöner im Schoss.

    Nur mal so - nur weil es "Familie" heisst, bedeutet das noch laaaange nicht, dass du den "Deinigen" vertrauen musst, da Ehrlichkeit herrscht, sie zu dir halten werden und umgekehrt, dass du irgendwas musst.

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen

    Warum soll sie das Thema "Geldzuwendung" denn nicht ansprechen, wenn es doch ihr gegenüber ständig angesprochen wird? Versprochen wird, aber nicht eingehalten? Und die Wunden wieder aufgerissen werden?
    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Bestenfalls wissen wir vorher, dass nichts davon kommt und bestätigen uns dann immerhin, dass auch ein Ansprechen keine Lösung war, aber man hat es probiert.
    Dahingehend könnte die TE ihren Vater ansprechen, das stimmt.
    Mein Vater ist schon immer ein schwieriger Mensch gewesen, der andere Meinungen nicht gelten lässt. Er war und ist vollkommen davon überzeugt, dass er alles richtig gemacht hat. Da mit dem Thema Ungerechtigkeit zu kommen, würde vollkommen ins Leere laufen und eher Aggressionen hervorrufen, weil er sein Handeln in Frage gestellt sieht.

    Außerdem - das wurde mir ja auch hier nicht nur einmal vorgehalten - er kann mit seinem Geld machen, was er will. Das muss ich akzeptieren. Ich kann zwar einen Pflichtteil einklagen, wenn ich enterbt werde, aber wenn kein Erbe mehr da ist, weil vorher alles verschenkt wurde, nützt mir auch dieser Pflichtteilsanspruch gar nichts.

    Das Einzige, was ich tun kann, ist, ihm bei der persönlichen Begegnung zu schildern, wie ich mich fühle und was diese ganze Sache mit mir gemacht hat.

    Ich hoffe, mir fallen dazu ein paar passende, möglichst sachliche Sätze ein, genug Zeit zum Überlegen habe ich ja. Ändern wird das nichts und ich glaube auch nicht, dass es ihn beeindrucken wird, aber ich denke, es wird mich erleichtern. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Warum denkt er, dass du "versagt" hast? Hat er dir das so gesagt?

    Du hast ein Studium in der Ferne durchgezogen, mit keiner direkten Unterstützung. Lebst selbstständig im Ausland und hast dir dort ein Leben aufgebaut.

    Was hätte er denn "noch" gewollt.
    Das ist ganz einfach. Ich habe in seinen Augen nicht genügend Besitz angehäuft und mir nicht den "richtigen" Mann ausgesucht. Ganz im Gegensatz zu meinen Geschwistern.

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    AW: Tiefer Riss in der Beziehung zu meiner Schwester

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen

    Die Position Deiner Schwester ... sie dürfte diejenige sein, die sich emotional in
    der Zwickmühle sieht. Einerseits gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, sein Geld
    abzulehnen. Andererseits sieht sie vermutlich gleichzeitig Deine Benachteiligung, an
    der sie zwar keine Schuld trägt, aber ihr Loyalitätsempfinden wird es nicht unberührt
    lassen.
    Ganz ähnlich sehe ich das auch. Sie wird sich im Moment alles andere als wohl fühlen.

    Ich bin übrigens erstaunt, dass niemand in Erwägung gezogen hat, dass meine Schwester das Geld mit mir teilen könnte. Genau das würden meine Kinder in einer vergleichbaren Situation nämlich tun, da bin ich sehr sicher.

    Vor Jahren haben sie von den anderen Großeltern zu gleichen Teilen einen niedrigeren fünfstelligen Geldbetrag geerbt. Beide waren schon erwachsen und voll im Beruf stehend. Damals hat das eine Kind dem Geschwister den größten Teil des Geldes überlassen, weil dessen finanzielle Lage weniger komfortabel war (und immer noch ist aufgrund eines niedrigeren Einkommens).
    Das hat mich sehr, sehr glücklich gemacht.

    Aber meine Kinder sind auch ganz anders aufgewachsen, anscheinend ist sowas eher selten.

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