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  1. Inaktiver User

    Mein Vater wird 70

    Hallo,

    mein Vater feiert morgen seinen 70. Geburtstag, und ich bin hin- und hergerissen, ob ich mich melden soll oder nicht.

    Zu den Hintergründen:

    Ich komme aus sehr destruktiven Familienverhältnissen, was ursächlich von meinem Vater ausging. Gewalt - psychischer wie physischer Art - waren in meiner Kindheit und Jugend an der Tagesordnung. Besonders die psychischen Erniedrigungen und Demütigungen sowie der immerwährende unsichtbare Druck waren schwer zu ertragen. Alkohol spielte auch eine Rolle. Er führte ein sehr patriarchisches Regiment, in dem die Kinder dem Vater zu gehorchen hatten. Wenn nicht, gabs Prügel. Ich bin jeden Tag mit einer unbestimmten Angst von der Schule nach Hause gekommen, was mich wohl erwartet. Meine Mutter ist regelmäßig von ihm im Rausch verprügelt worden, manchmal einfach nur, weil sie falsch geguckt hat.

    Diese unbestimmte Angst begleitet mich bis heute, wenn ich an Kontakt mit ihm denke.

    Er kann aber auch sehr lieb und zugewandt sein... solange alles nach seiner Nase geht, alles "funktioniert" und er sich nicht angegriffen oder vernachlässigt fühlt.

    Vor ca. 10 Jahren kam es zu einem großen Eklat, wo wir Kinder alle den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen haben, weil er sehr böse und gemein wurde und uns alle sehr verletzt hat - inkl. der kleinen Enkelkinder (Kinder meiner Schwester).

    Vor ca. 4-5 Jahren habe ich über meinen Cousin mal anfragen lassen, wie es meinem Vater geht. Mein Vater ließ daraufhin ausrichten, er hätte keine Kinder mehr.

    Vorletztes Jahr zu Weihnachten bekamen ich - und meine Halbschwester - dann einen Weihnachtsgruß per Facebook von ihm. Meine Halbschwester blockierte ihn daraufhin. Ich habe ihm einen kurzen Gruß zurück geschickt. Daraufhin ergab sich ein Mailaustausch, in dem er mir erzählte, dass ihn seine damalige (mittlerweile Ex-)Freundin raus geschmissen habe, garniert mit übelsten Beschimpfungen in ihre Richtung. Genau mit dieser Aggressivität, die ich einfach nicht ertragen kann. Da diese nicht gegen mich gerichtet war, habe ich das nicht so an mich ran gelassen und versucht, ihm ein wenig Zuspruch zu geben. Doch es kostete mich schon Energie, so dass ich die Unterhaltung dann auch für den Abend beendete.

    Die Tage darauf bekam ich dann mehrere Nachrichten. Er wohnt mittlerweile in Spanien, und er wollte, dass ich ihn besuchte. Ich bin eh nicht so oft online und habe daher nicht sofort geantwortet. Mit max. 1 Tag Verzögerung habe ich aber eine Antwort geschickt. Ich musste halt auch auf mich selbst achten und mich gegen seine mögliche Aggressivität und Erwartungshaltung wappnen. Er triggert mich schon sehr mit seinem unterschwelligem Druck. Ja, und das ging ihm nicht schnell genug, so dass er ungehalten wurde. Weiterhin hatte er kein Verständnis, dass ich nicht von jetzt auf gleich meine Zelte abbrechen und ihn in Spanien besuchen kommen konnte.

    Dann schrieb er plötzlich, er wäre krank, aber nichts ernstes. Aber ich merkte, dass er versuchte, mich emotional unter Druck zu setzen, dass ich mich mehr "kümmern" sollte und nach Spanien kommen sollte, was sowohl mein Beruf als auch meine Finanzen zu dem Zeitpunkt nicht zuließen. Doch ich schaute nach Flügen etc. und teilte meinem Vater mit, dass ich einen Monat später für ein langes WE nach Spanien kommen könnte. Doch da machte er mir schon Vorwürfe und meinte dann, ich solle nicht nach Spanien kommen. "Das Leben sei zu kurz, um schlechten Wein zu trinken."
    Daraufhin schrieb ich ihm noch, dass er nicht erwarten könne, dass ich von jetzt auf gleich alles vergesse, was war. Und dass ich eben auch mich selbst schützen müsste. Ich blockierte ihn dann wieder.

    Ein halbes Jahr später hatte ich Geburtstag und erhielt über meinen Cousin nette Grüße von meinem Vater. Das war vor einem knappen Jahr.

    Ich weiß, dass mein Vater auch ein großes Paket an psychischen Problemen (bis hin zu einer Persönlichkeitsstörung) zu tragen hat. Er ist leider nicht in der Lage und vielleicht auch zu schwach, um sich mal Hilfe zu holen. Aber er ist nun einmal mein Vater! Es sind so viele Dinge kaputt gegangen in den letzten 10 Jahren, wo alle Beteiligten ihren Anteil dran haben.

    Jetzt wird er 70, und ich möchte ihn irgendwie nicht "im Stich lassen". Wer weiß, wieviel Zeit er bzw. wir noch haben...? Wie gesagt, es gab ja auch gute Zeiten. Und er war ja nicht nur ein Tyrann, sondern konnte auch sehr fürsorglich sein.

    Auf der anderen Seite habe ich selbst mit einer Therapie in den letzten 2 Jahre die Minderwertigkeitskomplexe und mein schlechtes Selbstwertgefühl, die ich zu einem großen Teil ihm zu "verdanken" habe, gerade mal so leidlich in den Griff bekommen. Ich weiß nicht, ob ich mit dem Druck und den damit unweigerlichen Verletzungen, die ein erneuter Kontakt möglicherweise mit sich bringt, umgehen könnte.

    Egal, was ich morgen mache: Es wird mir nicht gut gehen. Wenn ich ihm schreibe, werde ich Angst vor einem neuen Kontakt und neuen Verletzungen haben. Wenn ich nicht schreibe, werde ich ein schlechtes Gewissen haben und mich fragen, wie es ihm wohl damit geht, nicht einmal an seinem 70. einen Gruß von seinen Kindern zu bekommen.

    Weiß jemand Rat?

  2. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    Einen richtigen Rat hab ich nicht.
    Ich würde mir eine email Adresse zulegen ( Anky@web oder freenet oder gmx.de), irgendeine die du nur dafür benutzt.
    Dann könntest du ihm eine hübsche Karte schicken ( bei seelenfarben gibt es echt schöne, da kannst du dich auch benachrichtigen lassen, ob er sie aufgemacht hat).

    Dann kannst du dir überlegen, ob du für ihn diese Adresse behältst oder sofort wieder löschst.

    Aber dann ploppt zumindest nichts in deinem normalen Briefkasten auf
    nicht verzweifeln

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart
    ( Goethe )

  3. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    Liebe Anky,
    ich habe aus ähnlichen Gründen wie Du den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen.

    Wenn ich alle Schaltjahr mal mit ihm kommunizieren muss
    - meide ich tunlichst jegliche zeitliche Nähe zu Jahrestagen/Feiertagen/kritischen Daten & Ereignissen,
    - kommuniziere ausschließlich per Brief mit ihm und
    - schreibe absolut geschäftsmäßig neutral ohne ein persönliches Wort (Stil Behördenbrief).


    Es wäre nach Deinen Beschreibungen völlig okay ihm nicht zu gratulieren.

    Falls es Dir irgendwie hilft,
    könntest ein paar Tage/Wochen nach dem Geburtstag eine Karte oder einen Brief schreiben. Eine harmlose Gratulation, vielleicht noch ein bisschen Smalltalk ohne persönliche Info über Dich um keine Angriffsfläche zu bieten.


    Du bist nur für Dich und Dein Seelenheil verantwortlich. Was Deine Geschwister tun oder lassen ist in der Geschichte unerheblich und sollte Dein Verhalten nicht beeinflussen.
    Drei sind eine Bande.

  4. Inaktiver User

    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von VanessaB Beitrag anzeigen
    Einen richtigen Rat hab ich nicht.
    Ich würde mir eine email Adresse zulegen ( Anky@web oder freenet oder gmx.de), irgendeine die du nur dafür benutzt.
    Dann könntest du ihm eine hübsche Karte schicken ( bei seelenfarben gibt es echt schöne, da kannst du dich auch benachrichtigen lassen, ob er sie aufgemacht hat).
    Also, ich werde es über Facebook machen, weil ich keine andere Kontaktmöglichkeit aktuell habe.
    So ähnlich hab ich es auch vor. Aber ich weiß nicht, ob ich seine Reaktion und damit verbundene etwaige Erwartungshaltung aushalten kann bzw. möchte.

    Wer A sagt, muss auch B sagen.... hm. Und wenn ich eine Karte schicke, wird ja wahrscheinlich was von ihm kommen. Nur möchte ich eigentlich aktuell keinen Kontakt. Ich bin noch nicht bereit dafür.

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Liebe Anky,
    ich habe aus ähnlichen Gründen wie Du den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen.


    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Wenn ich alle Schaltjahr mal mit ihm kommunizieren muss
    - meide ich tunlichst jegliche zeitliche Nähe zu Jahrestagen/Feiertagen/kritischen Daten & Ereignissen,
    Hm, interessant. Ohne das morgige Ereignis würde ich mich ja gar nicht melden. Ich fühle momentan eigentlich noch nicht in der Lage dazu. Aber es ist der 70., was für meinen Vater sicherlich auch einschneidend ist.

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Es wäre nach Deinen Beschreibungen völlig okay ihm nicht zu gratulieren.
    Danke.
    Das hilft mir schon etwas.

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Falls es Dir irgendwie hilft,
    könntest ein paar Tage/Wochen nach dem Geburtstag eine Karte oder einen Brief schreiben. Eine harmlose Gratulation, vielleicht noch ein bisschen Smalltalk ohne persönliche Info über Dich um keine Angriffsfläche zu bieten.
    Sowas ähnliches hatte ich ja auch irgendwann vor. Ich habe auch ziemlich großen Mist gebaut vor 10 Jahren. Auch ich hab nicht alles richtig gemacht und ihn in einer sehr schwierigen Situation sehr verletzt. Es gab nur nie die Möglichkeit, das wieder gerade zu biegen. Ich glaube, dass er darauf auch wartet, dass von mir da einen Einsicht o. ä. kommt. Und es gab noch so einiges andere. Nur ist er immer gleich so aggressiv, dass alle Türen zu schlagen und es kein Entgegenkommen mehr gibt.

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Du bist nur für Dich und Dein Seelenheil verantwortlich. Was Deine Geschwister tun oder lassen ist in der Geschichte unerheblich und sollte Dein Verhalten nicht beeinflussen.
    Ich meinte, die Aussage aus seiner Sicht. Was meine Geschwister tun, ist nicht meine Baustelle. Die sind da nur rigoros, und mir tut die Vorstellung für meinen Vater weh, wenn er an seinem 70. gar nichts von seinen Kindern hört.

  5. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    Er hat sich mit jedem einzelnen von Euch verdorben, da muss er durch. Wer Kekse will, muss freundlich sein.
    Drei sind eine Bande.

  6. Inaktiver User

    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Er hat sich mit jedem einzelnen von Euch verdorben, da muss er durch. Wer Kekse will, muss freundlich sein.
    Naja, wir haben alle Fehler gemacht...

  7. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch ich schaute nach Flügen etc. und teilte meinem Vater mit, dass ich einen Monat später für ein langes WE nach Spanien kommen könnte.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur möchte ich eigentlich aktuell keinen Kontakt. Ich bin noch nicht bereit dafür.
    Vielleicht verstehe ich den Sachverhalt nicht richtig - aber wie passen diese beiden
    Aussagen zusammen?

    Weiß bzw. versteht Dein Vater den Grund für Deinen Kontaktabbruch?

    Einen Rat im Sinne einer Handlungsempfehlung habe ich jetzt so spontan auch nicht.
    Vermutlich würde ich mich nach meinem Bauchgefühl richten, was eine Nachricht zu seinem
    Geburtstag angeht.

    Du könntest eine kurze Gratulation sozusagen als Einstiegshilfe nutzen, um mit Deinem
    Vater auf eine tiefere Gesprächsebene zu kommen - falls Dir überhaupt daran gelegen ist.
    Du könntest auch den Kontakt auf dem oberflächlichen Geburtstags- und Weihnachtsgrüße-Niveau
    halten. Du hast/hättest ja Gestaltungsspielraum.

  8. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    @Anky-v-G: Es ist menschlich sicher mehr als verständlich, wenn du deinem Vater nach allem, was in der Vergangenheit vorgefallen ist (psychische und physische Gewalt), nicht zum Geburtstag gratulieren möchtest. Es ist aber ebenso verständlich, dass du tief innen drin irgendwie doch den Wunsch hast, deinem Vater zum 70. zu gratulieren und ihn nicht ganz allein zu lassen an diesem Tag.

    Vielleicht kannst du ihm einen Geburtstagsgruß schicken und gleichzeitig kurz darauf hinweisen, dass du derzeit (noch) nicht bereit bist für einen engeren Kontakt?! Dann wüsste er zumindest, woran er ist und dass er zurzeit nicht mit großartigen Gesprächen/Aussprachen rechnen kann.

    Was ich letztlich am wichtigsten finde: Du solltest - egal, wie du dich entscheidest - hinter dieser Entscheidung stehen. Denn egal, was andere dir raten, du bist diejenige, die mit der Entscheidung und den Konsequenzen leben muss. Für andere ist es immer leicht, je nach eigener Lebensgeschichte zu- oder eben auch abzuraten - die müssen aber nicht mit den Folgen leben. Ich wünsche dir, die für dich richtige Entscheidung zu finden!

  9. User Info Menu

    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, wir haben alle Fehler gemacht...
    Nein. Ihr wart Kinder, ihr hattet ein recht drauf, bedingungslos geliebt zu werden.
    Die Fehler hat er gemacht und nicht du.
    Du bist nicht schuldig, und so solltest du dich fühlen.
    Er ist für sein Leben verantwortlich.
    Ich ziehe den Hut vor dir, dass du mit deiner Vergangenheit überhaupt in Erwägung ziehst, Kontakt aufzunehmen.
    nicht verzweifeln

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart
    ( Goethe )

  10. Inaktiver User

    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Vielleicht verstehe ich den Sachverhalt nicht richtig - aber wie passen diese beiden
    Aussagen zusammen?
    Vorletztes Jahr war das mit Spanien bzw. dem Weihnachtsgruß. Ich spürte, dass es ihm nach der Trennung von seiner damaligen Lebensgefährtin nicht gut ging, und wollte ihm beistehen. Nachdem ich allerdings nicht sofort den nächsten Flieger genommen habe (für mich aus nachvollziehbaren Gründen), war ich für ihn wieder der "schlechte Wein" und er machte mir Vorwürfe, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Da war für mich eher wieder dieses "Nicht-Funktionieren" der Grund. Es hat sich - für mein Empfinden - nichts geändert. Und darum wollte ich eigentlich den Kontakt nicht nochmal aufnehmen.

    Aber ich denke oft daran, dass ich seinerzeit mich auch nicht gut verhalten habe, und wie es ihm wohl geht. Zum Schluss hatten wir alle unseren Anteil daran, wie es gekommen ist. Und ich würde ihm das schon gern sagen, dass es nicht nur an ihm liegt.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Weiß bzw. versteht Dein Vater den Grund für Deinen Kontaktabbruch?
    Es gibt nicht DEN Grund. Es ist auch recht kompliziert. Denn im Grunde hat er damals zum wiederholten Male sich von uns Kindern los gesagt zwecks emotionaler Erpressung, und irgendwann war unsererseits die Konsequenz, diesen Kontaktabbruch endgültig werden zu lassen. Seine Versuche, diese von ihm initiierten Kontaktabbrüche wieder zu relativieren, haben wir dann abgeblockt.

    Man kann es vielleicht teilweise auch mit dem Verhalten von Co-Abhängigen vergleichen, denke ich. Ich weiß ja, dass mein Vater sich eigentlich nur wünscht, angenommen und geliebt zu werden. Ich weiß, dass er auch an seinen Kindern hängt. Nur kann er sich mit seinen Fehlern nicht auseinander setzen. Er hat auch eine schwere Kindheit hinter sich. Viele seiner Verhaltensweisen finde ich auch bei mir wieder. Nur ich habe was dagegen getan. Und ich möchte ihn irgendwie in seinem Lebensabend noch beistehen oder unterstützen, ihn einfach nicht allein lassen. Schwer zu beschreiben.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Einen Rat im Sinne einer Handlungsempfehlung habe ich jetzt so spontan auch nicht.
    Vermutlich würde ich mich nach meinem Bauchgefühl richten, was eine Nachricht zu seinem
    Geburtstag angeht.

    Du könntest eine kurze Gratulation sozusagen als Einstiegshilfe nutzen, um mit Deinem
    Vater auf eine tiefere Gesprächsebene zu kommen - falls Dir überhaupt daran gelegen ist.
    Du könntest auch den Kontakt auf dem oberflächlichen Geburtstags- und Weihnachtsgrüße-Niveau
    halten. Du hast/hättest ja Gestaltungsspielraum.
    Das klingt ganz gut. Danke für die Anregung.

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    @Anky-v-G: Es ist menschlich sicher mehr als verständlich, wenn du deinem Vater nach allem, was in der Vergangenheit vorgefallen ist (psychische und physische Gewalt), nicht zum Geburtstag gratulieren möchtest. Es ist aber ebenso verständlich, dass du tief innen drin irgendwie doch den Wunsch hast, deinem Vater zum 70. zu gratulieren und ihn nicht ganz allein zu lassen an diesem Tag.
    Danke für Deine verständnisvollen Worte.

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    Vielleicht kannst du ihm einen Geburtstagsgruß schicken und gleichzeitig kurz darauf hinweisen, dass du derzeit (noch) nicht bereit bist für einen engeren Kontakt?! Dann wüsste er zumindest, woran er ist und dass er zurzeit nicht mit großartigen Gesprächen/Aussprachen rechnen kann.
    Ja, das klingt nach einem guten Plan.

    Zitat Zitat von juli-elli Beitrag anzeigen
    Was ich letztlich am wichtigsten finde: Du solltest - egal, wie du dich entscheidest - hinter dieser Entscheidung stehen. Denn egal, was andere dir raten, du bist diejenige, die mit der Entscheidung und den Konsequenzen leben muss. Für andere ist es immer leicht, je nach eigener Lebensgeschichte zu- oder eben auch abzuraten - die müssen aber nicht mit den Folgen leben. Ich wünsche dir, die für dich richtige Entscheidung zu finden!
    Ich könnte, denke ich, am wenigsten dahinter stehen, ihm nicht zu gratulieren. Ich überlege allerdings gerade, ob ich das wirklich morgen mache oder doch lieber nachträglich. Kann nicht so genau sagen, warum. Aber das erscheint gerad als eine gute Lösung.

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