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    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Sagt eine, der durch Deinen Thread aufgefallen ist, dass meine Exmutter letztes Jahr 75 geworden ist und ich es völlig vergessen hatte....
    Genau das zeigt aber auf, wie unterschiedlich die Haltung zwischen Dir und @Anky ist.

    Zum einen bezeichnet die TE ihren Vater nicht als Ex-Vater, zum anderen scheint sie das
    Thema, aus verständlichen Gründen, umzutreiben. Also das genaue Gegenteil zu "vergessen".


    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Manche brauchen noch ne Schippe Verachtung und Abwertung mehr, um es endlich zu VERSTEHEN. Und damit die Hoffnung , "wenn sie nur nett genug sind, wird endlich alles gut" aufgeben müssen...
    So habe ich @Anky überhaupt nicht verstanden. Das dürften Deine eigenen Schlüsse
    sein, die Du aus Deiner persönlichen Erfahrung ableitest.

    Gerade familiäre Situationen eigenen sich sehr selten für einen direkten Vergleich, da die
    Hintergründe so individuell sind wie die involvierten Menschen.

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    AW: Mein Vater wird 70

    Sie fragt nach Erfahrungen, sie schwankt zwischen"ich müsste eigentlich wieder lieb sein"und "ich muss besser für mich sorgen"... Diese Phase hatte ich auch, wie wohl jeder Betroffene, und meist passiert dann Folgendes:
    Man ist lieb und lässt sich wieder ein und es gibt die nächste Klatsche... Das ist ein Teufelskreis....
    Ich bin da nur raus, weil ich mich sozusagen "entmuttert" /entliebt habe, so wie Exmann/Expartner.
    Noch nie habe ich hier im Forum gelesen, dass Liebsein zum Umdenken der Akteure geführt hat.
    Meine Erfahrung... Mehr nicht....
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: Mein Vater wird 70

    Manche Menschen haben scheinbar ein so zerrüttetes Verhältnis zu ihrer eigenen Familie, dass sie all ihre Energie da rein stecken, um anderen zu zeigen, dass es besser ist, sich zu distanzieren.
    "Noch eine Schüppe Verachtung" mag vielleicht für deren Verhältnis angebracht sein, aber das kann doch wohl kein ernst gemeinter Tipp für jemanden sein, der seinen Vater nicht gänzlich aufs Abstellgleis packen will.
    Schlimm, echt!
    ______________


    Männliches Fahrgestell mit H-Kennzeichen - jung war früher, ich trage jetzt Falten






    NOTHING ELSE MATTERS

    Who the f*ck is Else?

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    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von AutarkieMan Beitrag anzeigen
    Manche Menschen haben scheinbar ein so zerrüttetes Verhältnis zu ihrer eigenen Familie, dass sie all ihre Energie da rein stecken, um anderen zu zeigen, dass es besser ist, sich zu distanzieren.
    "Noch eine Schüppe Verachtung" mag vielleicht für deren Verhältnis angebracht sein, aber das kann doch wohl kein ernst gemeinter Tipp für jemanden sein, der seinen Vater nicht gänzlich aufs Abstellgleis packen will.
    Schlimm, echt!
    Es gibt bei mir auch eine Geschichte dazu, die" Schippe Verachtung"gab es LKWweise. Ich verlinke diese Story nicht... Aber glaub mir einfach,... Es hat seine Gründe.
    Im übrigen stecke ich normal null Energie hier rein, habe seit über 4 Jahren damit abgeschlossen. Meine Entscheidung, meine Gründe!
    Klingt schlimm für Dich? Ist okay,... Darf es sogar.... Aber glaub mir einfach, die Geschichte dahinter ist weit grausamer, als Du Dir vorstellen kannst.
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    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von AutarkieMan Beitrag anzeigen
    "Noch eine Schüppe Verachtung" mag vielleicht für deren Verhältnis angebracht sein, aber das kann doch wohl kein ernst gemeinter Tipp für jemanden sein, der seinen Vater nicht gänzlich aufs Abstellgleis packen will.
    Schlimm, echt!
    Mir fiel grad auf, dass Du nicht richtig gelesen hast, "Die Schippe Verachtung" bekommt das "liebe Mädel" Anky jedesmal, wenn sie wieder lieb zum Vater kommt... Wieder und wieder... Irgendwann, und der Tag kommt, wird es die berühmte Dosis zuviel sein.... Der Tropfen, der das Fass überlaufen lässt... Und dann fallen Entscheidungen leichter... Weil es sich eben nicht falsch anfühlt, entgegen der gesellschaftlich etablierten Meinung, dass man sich um die Eltern kümmern muss, weil es die Eltern sind,zu handeln...
    Wann und ob das bei Anky eintrifft, das entscheidet sie ja selbst, daher ist meine Lösung gut für mich, aber nicht allgemeingültig, und daher kein Tipp. Nur eine Erfahrung
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    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Tja, nur wird er es überhaupt jemals lernen, wenn er es bis heute nicht gelernt hat?


    Ich werde mir die Zeit nehmen, die ich brauche, und ihm irgendwann den Brief schreiben. Das ist für mich die einzige Möglichkeit, weil einfach zuviel kaputt ist, um da mit einem Geburtstagsgruß einzusteigen. In diesem Brief kann ich alles in Ruhe schreiben, ohne von seinem Beleidigungen und Beschimpfungen wieder ausgebremst zu werden. Ich frage mich halt auch, wie ein Kontakt sich gestalten soll, wenn ich mich von ihm immer irgendwie unter Druck gesetzt fühle und Angst vor seinen Reaktionen habe.
    Natürlich kann er sein Verhalten verändern. Das wird dann geschehen, wenn er dazu bereit ist. Du hast keinen Einfluss darauf, wann das soweit ist.
    Schick den Brief nicht ab. Den schreibst Du nur für Dich.
    An ihn schicken würde doch nur wieder bedeuten, dass Du versuchst Einfluss zu nehmen, worauf Du keinen Einfluss hast!

    Ein Kontakt ist mMn nicht möglich, so lange Du Dich gefühlsmäßig unter Druck setzen lässt.

    Ich kann Dich verstehen, nur ist es notwendig, dass Du an Dir arbeitest, damit Du mit Selbstvertrauen agieren kannst.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

  7. Inaktiver User

    AW: Mein Vater wird 70

    @Flau: Für Dich einfach mal eine

    @Tirili, Uni-Corn: Es geht nicht um "lieb sein", sondern darum dass ich meinen Vater selbst noch lieb habe. Ich sehe eben auch die absolut gegensätzlichen Momente, wo er für mich da war. Beispiel:

    Ich bin seit meinem 12. Lebensjahr chronisch krank (dialysepflichtig, aktuell mit 2. Spenderniere lebend). Als ich meine 1. Spenderniere mit 12 Jahren bekam, die leider nicht funktionierte, und wo es mir echt schlecht ging, bin ich nach der Narkose aufgewacht und er saß an meinem Bett. Das hat mir in dem Moment soviel Kraft, Mut und Trost gegeben.

    Oder als ich 2008 einen neuen Job hatte, für den ich mobil sein musste, mir aber aufgrund von 1,5 Jahren Arbeitslosigkeit kein Auto leisten konnte, hat er mich mit einem Wagen überrascht. Und es gab so viele Momente, wo er auch wirklich "Papa" war.

    Ich weiß nicht, welche Seite mehr überwog. Ich muss auch sagen, dass ich nie verstanden habe, wie meine Geschwister den Kontaktabbruch durchhalten können. Ich bin da einfach anders "gestrickt". Ich sehe nicht nur schwarz und weiß, sehe eben auch, dass es seinen eigenen Baustellen geschuldet ist, dass er immer wieder so "ausrastet".

    Ich weiß nicht, ob er so einen harten Schnitt wirklich verdient hat, dass ich ihn komplett aus meinem Leben streiche.
    Dennoch muss das, was ich tue, auf jeden Fall auch für mich stimmig sein. Ich tue nichts nur für ihn, um wieder "lieb" zu sein.

    Und was die Verachtung angeht: Genau vor der will ich mich ja schützen. Sonst wäre ich nicht in diesem Zwiespalt.

    Ich hab halt immer die Hoffnung, dass er sich vielleicht wieder etwas mehr zum Guten geändert hat. Im Alter reflektiert man ja auch so einiges. Wäre das der Fall, wäre ich auf jeden Fall bereit, ihm zu verzeihen. Auf der anderen Seite sind ja auch bei ihm Verletzungen entstanden, die nicht einfach vergessen werden können. Es ist kompliziert.

    Für mich ist ein Kontaktabbruch auch teilweise ein Weglaufen vor der eigenen Verantwortung.

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    AW: Mein Vater wird 70

    Liebe Anky,
    Die Dinge, die Du als positiv beschreibst, waren bei mir komplett anders... Gern per PN.
    Ich propagiere den Kontaktabbruch nicht als Allroundlösung... Es war bei mir die letzte Möglichkeit, zu verhindern, richtig krank zu werden. Ich musste, um mich zu schützen, einen harten Cut machen. War eine Entscheidung, die ich nie bereut habe.
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  9. Inaktiver User

    AW: Mein Vater wird 70

    Anky, habs mit Erschrecken gelesen was du alles erlebt hast. Die Dinge die toll - (aber bei liebenden Eltern evtl sogar selbstverständlich) waren an deinem Vater: das ist ja das schwierige daran... Wenn man absolute A.- Eltern hätte, wäre es ja leichter sich zu trennen. Befass dich mal mit Traumabindung... Mir hats geholfen mich selbst besser zu verstehen und mich nicht mehr so abhängig zu fühlen.

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    AW: Mein Vater wird 70

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich ist ein Kontaktabbruch auch teilweise ein Weglaufen vor der eigenen Verantwortung.
    Mir geht es in meinem Post nicht um Kontaktabbruch.
    Sondern, dass Du eine emotionale Distanz aufbauen kannst, bei der Du akzeptieren kannst, wie er nun mal ist, und Dich vor Ent-Täuschungen, und weiteren Erwartungsaufbau von Deiner Seite aus, schützt.
    Natürlich könnte dies dazu führen, dass der Kontakt nicht gegeben ist. Das wäre aber keinesfalls ausschließlich in Deiner Verantwortung.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
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