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  1. Registriert seit
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    AW: Schweigen in der Familie

    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Es ist so das in meiner Familie immer alle zu mir gekommen sind wenn es Probleme gab.
    Aber miteinander reden wollten sie nicht.
    Das muss auch kein Ziel bei Konflikten sein!

    Ganz vielen Menschen reicht es, wenn sie ihr Leid erzählen können.
    Wenn dann noch jemand da ist, der sich Zeit nimmt, zuhört, empathisch Anteil nimmt, nach Lösungen mitsucht und einen so richtig gut versteht-- dann ist das ganz oft alles, was gebraucht wird!

    Es wussten also alle, dass sie bei dir richtig sind, wenn es ihnen nicht gut geht.
    Wie eine große Mutter, die bei Leid da ist, zuhört und alleine durch das Zuhören tröstet und das Leid mindert.

    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Manchmal fühlte ich mich wie ein Mülleimer für Probleme jedoch meine Probleme wollte keiner hören.
    Jepp- weil sie dich nicht als Schwester oder Tochter gesehen haben sondern wie eine große Mutter, die tröstet, da ist, zuhört und das eigene Leid von einem nimmt!
    Durch diese Art von dir- "wie eine perfekte Mutter sein müsste" - bist du aus der Rolle der Schwester oder Tochter herausgerutscht.

    Und unabhängig davon, dass die Menschen ja generell um sich kreisen (da sind die Menschen in deiner Familie auch keine Ausnahme)- hast du ihnen doch sehr viel Stärke und Kraft demonstriert!
    Du konntest zuhören, du hast ausgehalten und dir konnte man auch alles zumuten! Du hast und hattest vermutlich eine sehr starke Position in der Familie und so jemand- hat doch keine Sorgen!- das so jemand auch mal schwach ist, kann nciht sein oder will man gar nicht wissen, denn dann schwankt nachher das Bild, was ich von ihr habe......? Könnte doch Angst machen, wenn dieser Mensch mich nicht mehr so auffangen könnte...?


    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Das enttäuscht mich bis heute. Natürlich habe ich schon ganz oft gefragt warum es so ist aber ich bekomme keine antworten.
    Ich habe es oben erklärt und sie werden das nciht wissen.
    Da läuft ganz viel unbewusst ab und dahinter steckt mit Sicherheit keine böse Absicht.

    Es ist wirklich die Rolle, zu der du auch sehr beigetragen hast.
    Das ist kein Vorwurf sondern nur eine Feststellung
    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Man gibt mir eher das Gefühl ich solle mich nicht so anstellen. "Sei nicht so empfindlich" das habe ich oft gehört!
    Siehe oben- sie haben das Bild von dir, dass du stark bist- sie wollen ncihts anderes sehen!

    Tatsächlich lehnen wir uns alle gern an Menschen an, die stark sind und wenn wir an solchen Helden Schwächen finden, kann uns selbst das immens Angst machen. (Wenn DIE schon Angst hat.......oje........dann muss es ja ganz furchtbar sein!)

  2. Avatar von Sugarnova
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    AW: Schweigen in der Familie

    Liebe Lulimita,

    willkommen in der Bri. Dir auch alles Gute.

    Ich kenne dieses Phänomen nur aus der bestimmten Familie. Da ist es selbst bei Konflikten, Auseinandersetzungen oder Streits so, dass die andere Seite komplett mauert. Man wird dann mit Nichtachtung "bestraft".

    Sowas hab ich noch nie erlebt, und empfinde es als ganz schrecklich. Wie ein furchtbares Theaterstück, in dem man leider Protagonist ist.

    Ich habe für mich selbst die Lösung gefunden - ich bin da nur Zuschauer, nicht mehr Protagonist.

    Wäre das für dich denkbar? Das ganze Theater für ein paar Stunden mitzuspielen? Und dann wieder in dein eigenes Heim?

    Und misch dich um Himmels willen nicht ein - verlorene Liebesmüh, im wahrsten Sinne.

    Ich sags nich gerne, aber manchmal gilt "jeder macht sich seine eigene Hölle".

  3. Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Schweigen in der Familie

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Womit gehe ich sie an? falls du mich meinst
    Hallo Kenzia,

    nein, ich meinte nicht Dich. Unsere Beiträge haben sich überschnitten.

    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

  4. Avatar von schafwolle
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    AW: Schweigen in der Familie

    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Viele Jahre haben meine Eltern mir ihre Probleme erzählt die sie gegenseitig haben. Ich habe vor einigen Jahren stopp gesagt und ihnen klar gemacht dass sie miteinander reden sollen.
    Dass Du Dich abgegrenzt hast, ist doch gut - und letztlich kannst Du, für Dein eigenes
    Wohlbefinden, auch gar nichts anderes tun.

    Allerdings kannst Du Deinen Eltern nicht sagen, dass sie mit einander reden sollen. Darauf hast
    Du, wie Dir die Vergangenheit ja schon ausreichend gezeigt hat, keinerlei Einfluss.


    Auch wenn es meinem Bruder wieder einmal schlecht geht werde ich hingeschickt!
    Du musst Dich nirgendwo hinschicken lassen.
    Was sollst Du denn bei Deinem Bruder konkret ausrichten?


    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    Der Kontakt wird dann für Monate einfach abgebrochen ...
    Ich habe nun ein halbes Jahr nicht mehr mit ihnen gesprochen ... naja der Kontakt war kurz und bündig.
    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    In meinem Leben hatte ich immer mal wieder kaum oder gar keinen Kontakt mit meinen Eltern. Meine Eltern spielen keine grosse Rolle in meinem Leben denn sie waren nie da für mich.
    Zitat Zitat von Lulimita Beitrag anzeigen
    ... wir alle haben nur wenig Kontakt mit Ihnen.
    Liebe Lulimita,

    ich kenne auch Deine anderen Stränge rund um dieses Kontakt-Thema. Leider drehst
    Du Dich seit Jahren diesbezüglich immer noch im Kreis.

    Ich verstehe schon, dass es eine emotionale Herausforderung ist, von Wunschdenken in Bezug
    auf die eigenen Eltern abzurücken, aber letztlich hast Du keine andere Wahl, wenn Du inneren
    Frieden möchtest.

    Eigentlich gibt es nur zwei Optionen:

    Du hältst weiterhin den Kontakt auf dieser minimalen Basis - und akzeptierst, dass es eben
    "nur" Kontakt ist ohne den Tiefgang und die Anteilnahme, die Du Dir wünschst.

    Oder Du entscheidest Dich für einen konsequenten Kontaktabbruch, um mit den Defiziten
    gar nicht mehr gefühlt in Berührung zu kommen.

    Beides wäre Abgrenzung.
    Versuche, nachzuspüren, womit es Dir besser ginge.

    Nachdem Du das Thema ja schon jahrelang bei Deiner Psychologin auch ansprichst - zu
    welcher Verhaltensweise rät sie Dir denn? Sie wird um die seelische Belastung sicher wissen
    und sollte Dir eigentlich lösungsorientiert zur Seite stehen.

  5. Avatar von Hair
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    AW: Schweigen in der Familie

    Kenzia, sehr schön geschrieben. Ich nehme aus Deinen Beiträgen immer sehr viel mit für mich, auch wenn es mich nicht betrifft.
    Das wollte ich mal sagen.


  6. Registriert seit
    15.06.2007
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    AW: Schweigen in der Familie

    @Hair-
    -dankeschön

  7. Avatar von Mediterraneee
    Registriert seit
    21.04.2009
    Beiträge
    3.731

    AW: Schweigen in der Familie

    .
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


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