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  1. Registriert seit
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    Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Hallo liebe Foristen,

    als stille Mitleserin konnte ich bei euch schon viel mitnehmen, nun habe ich eine konkrete Frage bei der mein Mann und ich nicht weiterkommen.

    Wir erwarten jederzeit unser erstes Kind, es wird auch für beide Großeltern das erste Enkelchen sein. Alle sind aufgeregt und freuen sich schon sehr.

    Während meine Eltern unterstützend, aber tendenziell eher zurückhaltend sind, drehen meine Schwiegereltern gerade total auf.

    Wir werden bombardiert mit allen möglichen Infos (Cytotec, aktuelle Windelrabatte), Hinweise auf noch auszufüllende Anträge und Angebote wie beispielsweise über Wochen in Rufbereitschaft zu sein um uns in die Klinik zu fahren. So niedergeschrieben hört es sich nicht dramatisch an, aber es ist einfach zu viel.

    Wir antworten jedesmal sinngemäß „ist lieb, aber nein Danke, wir kommen gut klar“. Leider bremst das den Enthusiasmus nicht und ich befürchte, dass es nicht weniger werden wird wenn unser Kind geboren ist.

    Grundsätzlich haben wir ein sehr gutes Verhältnis, aber klare und offene Kommunikation ist nicht ganz einfach in meiner Schwiegerfamilie. Wir möchten sie auf gar keinen Fall verletzen, aber dennoch gerne allgemein darum bitten das sie ein bisschen vom Gas gehen (anstatt eben immer situationsbezogen „nein danke“ zu sagen).

    Nur, wie spricht man das an, wenn es so gut gemeint ist und nicht wirklich schlimm, nur uns in Summe halt zu viel ist?

    Es laufen zu lassen und zu ignorieren wird eher keine Lösung sein. Es gab diese Art der Hilfsangebote schon in der Vergangenheit und da habe ich gemerkt, dass ich mich immer genervter zurückgezogen habe. Da diese „Einmischung“ anlassbezogen waren hörte sie auch wieder von alleine auf. Das wird dieses Mal vermutlich nicht der Fall sein...

    Ich freue mich auf eure Anregungen, sehr gerne auch aus Perspektive von Großeltern!

  2. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Spontan zwei Tipps:

    Überlass' die Kommunikation deinem Mann - zumindest erst einmal.
    Du brauchst das im einzelnen gar nicht zu wissen - es ist seine Aufgabe, seine Eltern soweit nötig und gewünscht "von dir fernzuhalten".

    Und dann bitte um konkrete Dinge - sie sollen Essen bringen, z.B.
    Oder einkaufen, oder mal die Bettwäsche waschen, oder ...

    Wie nah wohnen sie denn dran?
    Und hast du schon Pläne, wie sie euch längerfristig unterstützen könnten und sollten?


  3. Registriert seit
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Danke dir für die Tipps!

    Mein Mann macht das prinzipiell gerne, tut sich aber unheimlich schwer einen passenden Einstieg in das Gespräch zu finden. Wären die Rollen vertauscht ginge es mir genauso, deswegen kann ich ihm nichts raten :)

    Um konkrete Hilfe zu bitten fällt mir dagegen nicht schwer, gerade weil ich weiß wie gerne sie erfüllt wird.

    Wir wohnen alle nah beieinander (paar Autominuten). Es ist nicht geplant dass die Großeltern fest in die Betreuung eingebunden werden (müssen). Sie sollen alle eher „Verwöhngroßeltern“ sein dürfen :)

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen

    Überlass' die Kommunikation deinem Mann - zumindest erst einmal.

    Und dann bitte um konkrete Dinge - sie sollen Essen bringen, z.B.
    Oder einkaufen, oder mal die Bettwäsche waschen, oder ...

    Wie nah wohnen sie denn dran?
    Und hast du schon Pläne, wie sie euch längerfristig unterstützen könnten und sollten?

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Paipai Beitrag anzeigen
    Wir wohnen alle nah beieinander (paar Autominuten). Es ist nicht geplant dass die Großeltern fest in die Betreuung eingebunden werden (müssen). Sie sollen alle eher „Verwöhngroßeltern“ sein dürfen :)
    Könnten sie denn mit betreuen (sind sie fit, haben sie Zeit, würdet ihr ihnen vertrauen)?

    Ein Großeltern-Tag ist für alle Gold wert.
    Und wenn sie später bei "Kind krank" mitunterstützen können, ist das auch eine große Erleichterung.

  5. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Paipai Beitrag anzeigen
    Mein Mann macht das prinzipiell gerne, tut sich aber unheimlich schwer einen passenden Einstieg in das Gespräch zu finden. Wären die Rollen vertauscht ginge es mir genauso, deswegen kann ich ihm nichts raten :)
    Er soll/kann sagen, dass du erholungsbedürftig bist und dir alles zu viel ist.
    (Ich denke jetzt an die Zeit mit Neugeborenem).


  6. Registriert seit
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Könnten sie denn mit betreuen (sind sie fit, haben sie Zeit, würdet ihr ihnen vertrauen)?

    Ein Großeltern-Tag ist für alle Gold wert.
    Und wenn sie später bei "Kind krank" mitunterstützen können, ist das auch eine große Erleichterung.
    Ich denke im Rahmen „Kind krank“ sollte das gehen. Fit sind sie, Vertrauen ist auf jeden Fall da- wenn dann hapert es an der Zeit. Teilweise sind sie noch berufstätig. Also ausschliessen möchten wir es unsererseits nicht, allerdings auch nicht fix einplanen im Sinne von Montags ist immer der eine Opa dran und Mittwochs die andere Oma. Auch haben wir darüber noch gar nicht mit ihnen gesprochen, ob sie das überhaupt wollen (ich glaube aber sie würden das schon).


  7. Registriert seit
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Er soll/kann sagen, dass du erholungsbedürftig bist und dir alles zu viel ist.
    (Ich denke jetzt an die Zeit mit Neugeborenem).
    Das ist natürlich naheliegend. Könnte mir aber vorstellen, dass es nach dem Wochenbett wieder losgeht. Aber vielleicht ist es eine gute Möglichkeit die Dynamik ein bisschen rauszunehmen und nur falls nötig nochmal konkreter anzusprechen.

    Danke, ich denke das verstehen sie und es wird sie bestimmt nicht verletzen.

  8. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Paipai Beitrag anzeigen
    ..., allerdings auch nicht fix einplanen im Sinne von Montags ist immer der eine Opa dran und Mittwochs die andere Oma. Auch haben wir darüber noch gar nicht mit ihnen gesprochen, ob sie das überhaupt wollen (ich glaube aber sie würden das schon).
    Fixe Tage (oder die Regelung "einmal in der Woche", falls fixe Tage nicht durchführbar sind) ist gut - insbesondere bei übereifrigen Großeltern.
    Und auch wenn sie nicht übereifrig sind, sind fixe Tage für alle gut: Jeder kann sich darauf einstellen und planen, es wird nicht gezerrt, "wann wir mal das Enkelkind bekommen" oder "wann wir endlich mal Paarzeit haben", es wächst eine Beziehung zwischen Enkel und Großeltern, etc.

    Wohnen deine Eltern auch so nah?


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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Du kennst schon die Geschichte von dem Hammer, liebe TE?

    Du hast noch nicht einmal dein Kind und hast schon üble Vorannahmen.

    Das tut dir nicht gut. Es wird sonst genau so eintreffen, wie du hier schwarzmalst. Alles, was sie tun wirst du nur durch die Brille "Zu viel und verkehrt" wahrnehmen.
    Du programmierst dich schon selbst auf Stress und Ärger.

    Deswegen: Lächle in dich hinein über diesen doch eigentlich rührenden Übereifer und sieh die auf youtube "Ein Geschenk des Himmels" an. Manches wird dir bekannt vorkommen.


  10. Registriert seit
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    AW: Erstes Enkelkind- Schwiegereltern über-engagiert

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Fixe Tage (oder die Regelung "einmal in der Woche", falls fixe Tage nicht durchführbar sind) ist gut.

    Wohnen deine Eltern auch so nah?
    Mhh, noch kann ich mir das nicht so vorstellen, aber noch weiß sich ja auch gar nicht wie wir uns als Kern- und erweiterte Familie so eingrooven. Betreuung durch die Großeltern wäre ja eh am Anfang noch nicht so relevant. Da müssen wir dann einfach mal schauen- jetzt soll sie erstmal schlüpfen.

    Meine Eltern wohnen genau so nah, sind aber beide Vollzeit berufstätig und das auch noch länger. Ich würde mich glaube ich schwer tun da so ungleich Zeiten zu „verteilen“.

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