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  1. Registriert seit
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Boah, jetzt habe ich versucht, einen Teil deiner Aussage zu zitieren und habs versemmelt, jetzt ist auch mein Text weg

    Muss mich hier im Forum betreff Bedienung noch einfinden. Also nur kurz:

    Liebe Swim, du hast sehr recht. Es geht auch um meinen Frieden. Ich habe ja so die Einstellung "Gnade vor Recht" aber da muss ich halt gut, gut auf mich aufpassen. Mein "Rumflippen" macht mir Sorge um meine Gesundheit.
    Man stelle sich vor, ich lernte noch, NEIN zu ihr zusagen. Das wäre doch gigantisch

  2. Avatar von PinkPoodle
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Nun, sie wollte euch nicht, das hat sie oft genug raushängen lassen. Sie war euch keine gute Mutter, warum solltet ihr gute Kinder sein?

    Sie müsste doch heute auch alleine klar kommen, wenn ihr Wunsch kinderlos zu bleiben erfüllt worden wäre.

    Deine Gesundheit leidet darunter? Ich wüsste was mir wichtiger wäre.

  3. Avatar von Ivonne2017
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Liebe Hope,
    ich versteh dich nicht. Du hast es doch früher auch schon geschafft, NEIN zu sagen und deine Gesundheit zu schützen.

    Weshalb ist dir die Gesundheit deiner Mutter plötzlich wichtiger als deine eigene? Was ist jetzt anders? Ist es nur die Pflegesituation?

    Was sagt dein Bruder?

  4. Avatar von Vogalonga
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Zitat Zitat von HopeW Beitrag anzeigen
    Ich habe ja so die Einstellung "Gnade vor Recht"
    Ist das wirklich dein "inneres Gesetz", das stimmig für dich ist und dich anleitet?
    Was war dann in früheren Jahren mit der Gnade vor Recht?

    Oder ist das
    Zitat Zitat von HopeW Beitrag anzeigen
    da muss ich halt gut, gut auf mich aufpassen. Mein "Rumflippen" macht mir Sorge um meine Gesundheit.
    möglicherweise ein Indiz dafür, dass da etwas inkongruent ist, unstimmig? Ist da vielleicht ein "so sollte es sein" zu einem "so muss es sein" mutiert?

    Ich glaube, du wärst nicht hier, wenn das für dich so klar wäre. Ich habe auch den Verdacht, dass deine heftigen Reaktionen, auch körperlich, deutliche Anzeichen dafür sind, dass du mit deinem Handeln auch gegen dich und dein inneres Wollen agierst.

    Bevor du also so weiter machst, Gefahr laufend, dass dich das psychisch UND physisch kaputt macht, würde ich an deiner Stelle reflektieren, welche Werte und Wertmaßstäbe wirklich für dich stimmig sind. Wo definierst du für dich legitime Abweichungen von der an sich guten Regel, dass Familienangehörige füreinander da sein sollten? Was bedeutet das im Konkreten?

    Wie hier schon mehrfach aufgezeigt wurde: Es besteht auch die Möglichkeit, Hilfen für deine Mutter zu organisieren ohne dass du permanent alles selbst machen musst. Du kannst damit die Versorgung deiner Mutter gewährleistet wissen ohne selbst involviert zu sein.

    Wichtig ist, dass du das für dich passende Maß heraus findest. Und das heißt: ehrlich in sich hineinspüren.


  5. Registriert seit
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Mhmmm - danke für die Gedankenanstösse von euch. Das bringt mich echt weiter bei dem momentanen Durcheinander im Kopf. Die Pflegesituation ist ja noch ganz frisch.

    "Gnade vor Recht" ist eine Grundhaltung.
    Verzeihen - abschließen können - eigenen Frieden haben.

    Ich wurde relativ jung Witwe nach einer sehr schwierigen Ehe. Parallelen sehe ich erst jetzt beim Schreiben mit euch.
    Ich war schon aus gezogen als mein Mann, krebskrank, Fürsorge brauchte und ich war da.
    Wir hatten uns versöhnt und ich hatte nach seinem Tod meinen Frieden. Das ist ein gutes Gefühl.

    Ja, ich glaube, das wäre wieder ein gangbarer Weg für mich.
    Ich denke weiter nach und vor UND fühle in mich hinein.


  6. Registriert seit
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Noch ein paar Ausführungen:

    Meine Mutter hat eine Wohnung im Betreuten Wohnen und hatte sich Anfang 2019 selbstständig einen Pflegedienst besorgt. Mit dem hat sie sich überworfen (ich sage ja, sie kriegt mit jedem Krach) und gekündigt.

    Erst dann hat sie mich angerufen.
    Wir hatten 2 Jahre keinen Kontakt und sie meldet sich so: Ich will nicht mehr, jetzt will ich Hilfe, wenn das dein Vater wüsste.....
    Also kein GUTEN TAG, KEINE ANSPRACHE..........
    Ich dachte, ich kriege einen "Herzkasper" und bin nicht zu ihr hin.

    Anruf Anfang Februar 2020:
    Ich muss ins Pflegeheim. Komm vorbei, ich gebe dir einen Schlüssel zur Wohnung.
    Ja und dann war sie nicht da. Im Krankenhaus habe ich sie dann gefunden.

    Binnen 1 Woche erledigt: Heimplatz organisiert, Pflegegrad beantragt, Vorsorgevollmacht gemacht, Bankvollmacht, Papiere geordnet, mit Hinz und Kunz telefoniert, Infos eingeholt usw.

    Der Status quo:
    Sie ist im Pflegeheim, der MDK hat noch nicht begutachtet (im letzten Jahr hatte sie Pflegestufe 0, hat sie selbst organisiert, fand Bericht im Chaos von Unterlagen)

    Für mich heißt das AUCH Anspannung. Ohne den erforderlichen Pflegegrad wird sie wohl auch keine Unterstützung mit zusätzlicher Sozialhilfe bekommen.
    So ein Pflegeheim ist teuer, da reicht die Rente nicht.
    Könnte also sein, dass sie in die Wohnung mit ambulanter Hilfe zurück muss.

    Habe im Internet recherchiert, recherchiert......und manch´widersprüchliches gefunden.

    Weiß wer was genaues?

    1. Ins Pflegeheim fließt die Rente, Bewohner behält ein Taschengeld. Das eigene Vermögen wird aufgebraucht bis zu einem sogenannten Schonvermögen von 5.000 Euro.
    Dann stockt das Sozialamt auf.
    FRAGE: Braucht man einen Pflegegrad? (Widersprüchliche Infos! Habe gelesen ab Grad 2???)

    2. Ab 1.Januar 2020 gilt das neue Gesetz wonach Unterhaltspflichtige erst ab 100.000 Euro Einkommen jährlich Unterhalt leisten müssen.
    FRAGE: Wenn "Kind" was gespartes hat - ist dieses Vermögen geschützt, wird nicht zur Anrechnung gebracht?

    Also das treibt mich auch um. Das macht auch Angst. Bin selbst in Rente. Habe vorher gespart, damit das mit der Rente nicht so knapp wird und jetzt das..........

    LG
    Hope


  7. Registriert seit
    20.02.2019
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Liebe hope, nur mal in aller Kürze, weil ich unterwegs bin und am Handy der reinste Legastheniker...
    Deine Situation ist denkbar besch..., leider kenne ich sie auch. Meine (ähnlich nette) Mutter ist inzwischen ein paar Jahre tot, davor aber auch das ganze Programm mit Pflegebedürftigkeit etc.
    Deshalb nur meine Erfahrung, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit: der bürokratische mist is nach kürzester zeit harmlos und gut zu machen, falls du rechtlicher Betreuer bleiben willst. Wenn sie pflegebedürftig ist wird sie einen pflegegrad bekommen. Du schreibst ja dass sie in einem Pflegeheim ist...die sind da normalerweise ganz fit, die Patienten entsprechend " vorzustellen" beim MDK.

    Was meiner Erfahrung nach richtig anstrengend ist sls Tochter/Angehörige ist das emotionale...dieses mimimi mir gehts so schlecht, du musst dich kümmern, warum machst du nicht...
    Halt dich da von vornherein raus, das sollen Leute machen die Kohle dafür kriegrn und denen sie nicht die Kindheit versaut hat.

    Mir gab es damals die Beruhigung DASS ich mich kümmere(den bürokratischen Teil) und damit meine "Pflicht" erfüllt habe.
    Trost und Betüddeln war nicht meine Aufgabe, das WOLLTE ich dieser Person auch nicht zukommen lassen.
    Für mich kann ich ganz in Frieden sagen: ich habe als Tochter MEHR für sie getan als sie jemals als Mutter für mich.
    Schuldig bist du ihr gar nix, nur du musst danach mit deinen Entscheidungen leben.

    Ich hoffe du findest DEINEN Weg damit umzugehen. Alles gute!

  8. Moderation Avatar von Utetiki
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Hope, schau Dich mal auf der Homepage des Heimes Deiner Mutter um. Da stehen normalerweise die Preise für die Unterbringung.

    Eigentlich bleibt die Zuzahlung in etwa gleich. Je nach Pflegegrad steigt die Zahlung der Pflegekasse. Der Gast bedarf dementsprechend je höher die Pflegebedürftigkeit auch einer größeren Unterstützung. Unterm Strich bleibt aber das, was der Gast selbst zahlen muss, gleich.

    Zuhause kann sie bleiben, wenn sie im großen und ganzen allein sein kann.

    Bei Pflegegrad 1 gibt es kein Geld, nur den Entlastungsbetrag 125 €.
    Den bekommt aber nur ein Pflegedienst, der dafür jemanden rausschickt, der im Haushalt hilft, zu Ärzten begleitet, Erledigungen macht. Das sind rund 5-6 Stunden im Monat, also nicht die Welt.
    Eine pflegerische Leistung beinhaltet das nicht.

    Ab Pflegegrad 2 gibt es Geld für den Patienten. Es fängt bei ca 312 € (2) an, bei 3 gibt es 545 € usw.
    Wenn Angehörige pflegen, nimmt man an, dass diese das unentgeltlich machen. Der Patient darf aber natürlich das Geld verwenden seinem Angehörigen etwas zukommen zu lassen von dem Geld. Oder sich anderweitige Hilfe kaufen.

    Wenn nun kein Angehöriger da ist, kommt der Pflegedienst ins Spiel. Oder der Angehörige sieht sich nicht in der Lage pflegerische Dienste zu verrichten.
    Der Pflegedienst bekommt bis zu 696 € bei Grad 2, kommt auf seinen Einsatz an.
    Es gibt auch die Kombinationspflege, da erhält z. B. der Pflegedienst Geld für 2 x wöchentlich duschen und den nicht verbrauchten Rest erhält der Patient.

    Ich empfehle die Bücher der Verbraucher zentrale zum Thema.

    Zum Unterhalt erkundigst Du Dich am besten bei den großen Sozialdiensten oder beim Fachanwalt.
    Da gibt es keine festen Beträge, es kommt auf die jeweilige Situation an.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

  9. Avatar von Vogalonga
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ich empfehle die Bücher der Verbraucher zentrale zum Thema.
    Ergänzend: eine gute Informationsquelle sind auch die Pflegestützpunkte. Das sind kostenfreie Beratungsstellen, die sich die konkrete Situation genau anschauen können und diesbezüglich beraten.

    Möglicherweise ist die Auseinandersetzung mit den Fakten ein erster Schritt, für dich, @HopeW, eine Klärung zu bringen, wie du dich zukünftig gegenüber deiner Mutter aufstellst.


  10. Registriert seit
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    AW: Narzisstische Mutter wurde zum Pflegefall, und jetzt?

    Moin, moin,

    danke für eure Antworten. Ihr seid mir wirklich eine gute Unterstützung
    Jetzt will ich ein bißchen das häusliche Umfeld aufräumen und dann geht es wieder los.

    Plan: Besuch im Pflegeheim.
    "Dienstag sei eine Frau dagewesen, die hätte sie was gefragt und sie hätte die Socken ausziehen müssen".

    War das der MDK? grübel.....

    Vielleicht, hoffentlich erfahre ich heute mehr. Ich prüfe erst den Postkasten in ihrer Wohnung, dann gehe ich in die Verwaltung des Pflegeheims und frage nach.
    Im Heim ist auch ein Pflegestützpunkt. Bin gespannt, was ich in Erfahrung bringe.

    LG
    Hope

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