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  1. Avatar von schafwolle
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Sicher können sie das, von sich aus. Vor Gericht eher nicht durchsetzbar.
    Eltern können nur aufgrund einer gerichtlichen Anordnung verpflichtet werden, den Umgang
    mit der Tante zu fördern.

    Wenn ich mich nicht irre, dann zählen auch Telefon- und Mail/Briefkontakte zum Umgang.

    Damit es überhaupt zu einer gerichtlichen Intervention kommt, müsste die Tante einen Antrag
    auf Umgang stellen, aus dem eindeutig hervorgehen müsste, dass der Umgang dem Kindeswohl
    dient. Ohne ganz konkrete Begründungen wird kein Familiengericht - gegen den Willen der Eltern -
    ein Umgangsrecht anordnen.





  2. Registriert seit
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Guten Morgen Frau Hase, erstmal finde ich es toll, dass Du Dir so viele Gedanken machst...und es auf Dich nimmst, unter Umständen, die nicht bei Dir liegen, irgendwie alles nur falsch machen zu können.

    Ich komme auch aus einer durch und durch dysfunktionalen Familie, in der der Kontakt zur Restfamilie abgebrochen wurde.

    Meine Tante hat darauf hin zu fast jeder sich bietenden Gelegenheit Postkarten an uns Kinder geschickt, um das Gefühl zu vermitteln, dass sie vorhanden ist. Wir Kinder waren so infiltriert, dass wir die Postkarten selten beantwortet oder sogar ins Lächerliche gezogen haben.

    Zwar wusste sie vom Ausmaß der Quälerei nichts (übrigens waren meine Eltern auch Lehrer) und hätte auch sonst wahrscheinlich nicht eingegriffen, hat uns aber das Gefühl von Präsenz vermittelt. Wir haben heute ein sehr enges Verhältnis zueinander.

    Jüngere Kinder sind auf ihre Eltern angewiesen. Sie werden es sich nicht leisten können, sich gegen sie zu stellen. Jetzt, nachdem das Jugendamt eingeschaltet ist (was ich per se gut finde), werden die Eltern alles daran setzen, Dich schlecht zu machen und den Kontakt zu unterbinden.

    Daher würde ich es so machen wie meine Tante: schreib über irgendwelche Kanäle kleine unverfängliche Nachrichten zu allem (Festtage, Geburtstage, letzter Schultag vor den Sommerferien...), um zu zeigen, dass Du für sie da bist, solange es geht.

    Mehr kannst Du wohl meines Erachtens nicht tun, denn Kinder wollen auch von den schrecklichsten Eltern geliebt werden.

  3. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Eltern können nur aufgrund einer gerichtlichen Anordnung verpflichtet werden, den Umgang
    mit der Tante zu fördern.
    Mir ging es um das Umgangsverbot, Umgangsförderung ist ja doch eher Auslegungssache. Da ist der Spielraum recht groß.
    Ich glaube nicht, das die TE diese einklagen würde. Als Tante wäre die Chance gering.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

  4. Avatar von schafwolle
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von Rene66 Beitrag anzeigen
    ... denn Kinder wollen auch von den schrecklichsten Eltern geliebt werden.
    Ja.
    Nur wissen wir hier gar nicht, was es ist, das diese Eltern so schrecklich macht.


  5. Registriert seit
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ja.
    Nur wissen wir hier gar nicht, was es ist, das diese Eltern so schrecklich macht.
    Naja, genau wissen wir das nicht, nur aus Frau Hases Erzählung, die ich hier zugrunde lege. Psychische Gewalt ist natürlich nicht messbar, aber physische Gewalt schon...und geht unter keinen Umständen.

  6. Avatar von Hases_Frau
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Entschuldigt bitte, daß ich schon wieder kaum antworten kann - hätte ich gewußt, daß das nur eine sehr kurzfristige Erholung bei mir war, hätte ich diesen Strang gar nicht erst aufgemacht.

    Schafwolle, Dir noch kurz geantwortet (und eigentlich steht das sogar weiter vorne schon irgendwo) : Es ist relativ simpel zu erklären - als die beiden großen Kinder geboren wurden, lebten wir noch alle in derselben Stadt, ich war die Haupt-Babysitterin und beim Großen sogar der einzige Mensch außer seiner Mutter, bei dem er nicht fremdelte. (Gott, ich vermisse dieses Kind in einem Maße, das ich kaum ausdrücken kann....)
    Sie waren beide noch nicht im Kindergarten, als diese Familie ans eine Ende Deutschlands zog und ich im selben Monat in die andere Richtung, um zu heiraten.
    Seitdem trennen uns gute 800 km, ich bin seit Jahren nicht reisefähig krank und habe die Kinder (die in der neuen Heimat noch Geschwister bekamen) seitdem kaum gesehen.

    Ehrlich gesagt, kann ich nicht so ganz begreifen, was Dich an dieser Aussage so wundert - wir sind mit SIcherheit nicht die einzige Familie, deren MItglieder im Laufe des Lebens ihre Wohnorte drastisch auseinander verlegen.

    Und was Deine Zweifel an der Aussage meiner Schwester "wir mussten leider Gewalt anwenden" angeht: Da muß etwas vorgefallen sein, denn das war genau jene Situation, in der meine Mutter (die immer noch dort lebt, wo wir aufgewachsen sind und keinesfalls irgendwie "zimperlich" ist, sie hat uns als Kinder selber viel geschlagen) trotz Heiligabend fluchtartig das Haus meiner Schwester verlassen hat und wieder zu sich heimgefahren ist (gute 500 km) , weil sie diese Szene nicht ertragen hat.

    Ich weiß, daß ich grundsätzlich den Umgang mit den Kindern wohl einklagen kann.
    Nach diesem erneuten gesundheitlichen Einbruch stellt sich momentan allerdings die Frage, ob das noch einen Sinn macht (oder ob ich nicht eher dafür dankbar sein sollte, daß die Kinder dieses Drama wenig bis gar nicht mitbekommen).

    Herzlichen Dank an Alle, die sich an diesem Thread beteiligt haben.
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***

  7. Avatar von schafwolle
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Ich weiß, daß ich grundsätzlich den Umgang mit den Kindern wohl einklagen kann.
    Wenn Du den persönlichen Umgang meinst - nein, das hätte wohl schon aufgrund der
    räumlichen Distanz wenig Sinn.

    Aber jetzt ist es wenigstens gewiss, dass die Kinder noch in der Familie sind. Du hattest
    ja Anlass zu der Vermutung, dass es nicht so sein könnte.

    Was wirst Du denn jetzt machen?
    Geschenke und Briefe schicken? Hast Du das dem Neffen anlässlich des Telefonates in
    Aussicht gestellt?


  8. Registriert seit
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    Ganz kurz nur: Während ich mal wieder im Krankenhaus bin, erreichte meinen Mann heute ein eingeschriebener Brief mit der Aufforderung, uns für alle Zeiten von den Kindern fernzuhalten, andernfalls würden die Eltern eine einstweilige Verfügung gegen uns erwirken.
    Hases_Frau, ich verstehe, dass Euch das wirklich fertig macht, aber ich glaube, dass ereS recht hat:

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    ich halte das fuer eine leere drohung und einen plumpen einschuechterungsversuch, und glaube nicht das die eltern das vor gericht durchbekaemen, weil sie damit rechnen muessen, das ihr dann "auspackt" und mal bei gericht die ganzen "probleme" der familie ans tageslicht kommen.
    Ich denke auch, es ist eine leere Drohung und ein Einschüchterungsversuch - die werden ja inzwischen wissen, wer sie beim Jugendamt angezeigt hat und alles versuchen, um Euch einzuschüchtern, damit Ihr evtl. die Anzeige zurückzieht oder sagt, dass es vielleicht alles nicht so schlimm war.

    Zur Not kontert Ihr mit einer Strafanzeige bei der Polizei. Ich meine das wirklich ernst. Nachdem ich kürzlich selbst erlebt habe, welchen Mini-Vorwürfen tatsächlich nachgegangen wird, wenn Strafanzeige erstattet wird und das Opfer ein Kind ist, denke ich, dem würde auch nachgegangen werden.
    Es geht ja darum, die Kinder vor diesen Eltern zu schützen, und wie hier schon jemand schrieb - bei aller Not halten die Kinder ja erstmal auch irgendwie zu ihren Eltern, sie haben ja nur die einen.

  9. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Zitat Zitat von Hases_Frau Beitrag anzeigen
    - habe ich gestern (nach einem guten halben Jahr) das erste Mal bei meiner Schwester angerufen. Es gibt dieser Tage einen äußeren Anlaß, der so ein Telefonat logisch erscheinen ließ.

    Tja, und dann hatte ich genau jenen Zehnjährigen, um den es hier eigentlich geht, am Hörer,
    Nur eine Verständnisfrage:

    nachdem Du am 18.2. ja offenbar Deine Schwester sprechen wolltest (die aber nicht da war?),
    hast Du denn später nochmal versucht, sie zu erreichen? Ich gehe mal davon aus, da es sich ja
    um einen Anlass gehandelt hat.

    Habt Ihr bei diesem Gespräch denn Deine/Eure Beziehung zu den Kindern thematisiert? Gab
    es denn irgend welche Andeutungen seitens Deiner Schwester, die dieses jetzige Schreiben vom Anwalt
    plausibel machen?


  10. Registriert seit
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    AW: Was kann ich meinem zehnjährigen Neffen für's Leben mitgeben ?

    Schafwolle, ich finde es ja eigentlich nett, wie sehr Du immer darum bemüht bist, doch noch allen gute Absichten zu unterstellen und von Missverständnissen auszugehen.

    Aber nach dem, was ich hier (und auch vor längerer Zeit mal in einem eigenen Thread) von Hases_Frau gelesen habe, hat ihre Schwester ein massives psychisches Problem. Und da kommst Du mit Logik und gesundem Menschenverstand in der Regel nicht weiter. Solche Menschen handeln nach einer eigenen inneren Logik, die vielleicht manchmal "normal" wirkt (weshalb man denkt, man könne mit vernünftigen Argumenten auf sie einwirken), aber meist sehr speziell ist.

    Ich war vor einiger Zeit bei einer Fortbildung, bei der ein Polizist zu diesem Thema sagte: "Seien Sie ganz, ganz vorsichtig bei Menschen mit psychischen Erkrankungen. Wenn ich mir überlege, wie viel Zeit wir in der Ausbildung dem Thema gewidmet haben, und am Ende ist das Fazit doch nur: "man kann nie wissen und muss jederzeit auf alles gefasst sein". Es gibt da Menschen, mit denen unterhalten Sie sich eine halbe Stunde lang ganz normal, und dann kippt das komplett."

    Das Problem ist, dass man immer denkt, andere Menschen müssten doch vernünftig oder einsichtig sein. Wie meine Schwiegermutter immer sagt "man kann doch über alles reden". Ja, kann man. Aber nicht mit jedem.

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