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  1. Registriert seit
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Die Erwartungshaltung, Mutter muss sich so richtig mitfreuen, finde ich schon ziemlich hoch. Als Mutter von erwachsenen Kindern muss man ja nun nicht mehr den Enthusiasmus zeigen, den man bei jüngeren Kindern hervorholt, um sie nicht zu entmutigen (Beispiele wie Kinderbasteleien oder Teilnahmen an Schul-, Vereins- oder sonstigen Veranstaltungen).
    Ich als Mutter erwachsener Töchter muss sagen, dass mich die Heirat der ersten von ihnen emotional auch nicht umgehauen hat. Das war einfach eine logische und sinnvolle Entwicklung. Innerlich viel, viel stärker beteiligt war ich aber in der Festigungsphase der Beziehung, dem Zusammenziehen und Zusammenfinden etc. Und Krisen in den Beziehungen der Töchter und vor allem Trennungen hauen mich regelmäßig mit um. Da geht es für mich eher um existentielle Gefühlslagen als beim Ausrichten eines Events.

    Also einfach alles so machen, wie man will. Und der Mutter ihre eigenen Empfindungen zugestehen.

    Vielleicht kann die Mutter jetzt oder später mal sagen, warum sie verhalten reagiert hat, vielleicht auch nicht. Jeder trägt so seine eigenen Lebensvorstellungen und -erfahrungen mit sich rum und nicht immer bekommt man das so richtig geklärt, nicht mal so richtig für sich selbst.
    Geändert von Lea1958 (15.01.2020 um 19:35 Uhr)

  2. Avatar von silberklar
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Ist doch ein schöner Anlass und ein Fest.
    Ja, wer auf diese Art Feste steht, wird es schön finden. Aber genauso wie man nicht für alle bestimmen kann das sie es schön finden sollen kann man nicht für alle bestimmen das sie es nicht schön finden sollen. Jeder wie er mag. Hochzeiten sind nicht für jeden wichtig und die freuen sich dann halt wenig bis gar nicht, sondern denken sich schade um das Geld, schade um die Zeit, eine normale Party im Sommer wär schöner gewesen usw. Soll man deswegen auf die angefressen sein?

    Es ist von manchen schon ein großer Liebesbeweis wenn sie einer Einladung zur Hochzeit nachkommen. Das wird vom Brautpaar gar nicht entsprechend gewürdigt. Die eigenartigen Klamotten, manchmal ziemliche Anreise nötig, wenns arg kommt in einer Kirche auftricksen ohne religiös zu sein, Geschenkerwartungen erfüllen, oft schlechte Bedingungen was Ort Zeit und Wetter betrifft, viel Zeit vertun mit Rumstehen und Sitzen und Warten, zu viel Essen, sich mit bemühtem Rahmenprogramm plagen, einen halblustigen Unterhalter, DJ oder Musiker ertragen. Fotos aushalten. Insta-Inszenierungen, Ansprachen, mit Leuten am Tisch sitzen die man freiwillig nie treffen würde und mit denen man nichts zu reden hat ….
    Wirklich nicht jeder findet das gut und würde diesen Tag einfach super gerne nach eigenem Geschmack verbringen, aber der Freundschaft oder Verwandtschaft oder Kollegenschaft wegen wird halt in den sauren Apfel gebissen und man muß es ganz toll finden sonst ist man ein arger Spielverderber.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  3. Avatar von Milk_
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    ...

    Jeder trägt so seine eigenen Lebensvorstellungen und -erfahrungen mit sich rum und nicht immer bekommt man das so richtig geklärt, nicht mal so richtig, für sich selbst.

    Ich sage immer: Jeder hat seine Geschichte.
    Und auch Eltern haben Erfahrungen gemacht (zum Beispiel in der Ehe/Beziehung), von denen die eigenen Kinder nicht immer wissen.
    Es reicht, was du siehst und empfindest. Das Kind muss keinen Namen haben.
    Zitat von Rezeptfrei September 2014

    LG Milk_

  4. Moderation Avatar von Islabonita
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Deine Allgemeingültigkeit ist schlicht nicht zutreffend.
    Wenn ich hier so den Strang verfolge, dann glaube ich, dass Du Recht hast. Ich persönlich kann halt so gar nicht nachvollziehen, wieso man sich nicht darüber freuen sollte, dass das eigene Kind heiratet - außer der/die Zukünftige geht aus wirklich schwerwiegenden Gründen gar nicht. Und das las ich hier nicht heraus.

    Da habe ich wohl zu sehr von mir auf andere geschlossen.

    Schade für die TE finde ich es immer noch.
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

    Werde die, die du bist
    Hedwig Dohm

  5. Avatar von Salamandra
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen
    ... Die eigenartigen Klamotten, manchmal ziemliche Anreise nötig, wenns arg kommt in einer Kirche auftricksen ohne religiös zu sein, Geschenkerwartungen erfüllen, oft schlechte Bedingungen was Ort Zeit und Wetter betrifft, viel Zeit vertun mit Rumstehen und Sitzen und Warten, zu viel Essen, sich mit bemühtem Rahmenprogramm plagen, einen halblustigen Unterhalter, DJ oder Musiker ertragen. Fotos aushalten. Insta-Inszenierungen, Ansprachen, mit Leuten am Tisch sitzen die man freiwillig nie treffen würde und mit denen man nichts zu reden hat ….
    Wirklich nicht jeder findet das gut und würde diesen Tag einfach super gerne nach eigenem Geschmack verbringen, aber der Freundschaft oder Verwandtschaft oder Kollegenschaft wegen wird halt in den sauren Apfel gebissen und man muß es ganz toll finden sonst ist man ein arger Spielverderber.
    Super!!!
    Alles Liebe ,
    Salamandra
    ... more then two


  6. Registriert seit
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Ich habe recht früh geheiratet. Meine Mutter nahm es hin, eher wie die Mitteilung, ich hätte mir ein Paar neue Schuhe gekauft.

    Es scheint aber im Vorfeld der Hochzeit diverse Verwicklungen gegeben zu haben, die ich mittlerweile vergessen habe. Ich musste vorhin unser Stammbuch hervorziehen, in dem sich hinten noch sämtliche Briefe befunden haben, die mein damals weit weg weilender Ehemann und ich uns kurz vor der Hochzeit schrieben. Ich habe ihm irgendwann geschrieben, ich würde ihn gerne heiraten, irgendwo, in einer Jurte im Zelt, aber nicht HIER, weil mir der Zirkus auf den Wecker fiel.

    Ich weiß nur nicht mehr, was es war.

    Da ich das benötigte Papier (eine Geburtsurkunde) nicht besitze, musste ich ohnehin meine Mutter anrufen. Bei der Gelegenheit fragte ich sie, ob sie noch wisse, was da los gewesen wäre.

    Sie wusste.

    Sie kann sich daran erinnern, dass sie extrem genervt davon war, schon wieder eine Hochzeit feiern zu müssen. Dieses ganze Tatütata, mit der ganzen Einladerei, wird Tante Edelgunde eingeladen, können wir Friedelinde nicht einladen, weil die sich immer in die Haare kriegen. Und dann das Theater ums Brautmutterkleid bzw Bräutigamsmutterkleid, dauernd was Neues kaufen, was dann wieder im Schrank hängt, aber da ja immer die gleiche Verwandtschaft da ist kann man auch nicht etwas anziehen, was man schon bei der letzten Hochzeit anhatte, dann immer das Theater mit dem Balkan, der immer Kopfschmerzen macht, jedes Mal kriegt sich irgendwer in die Haare und erschreckt die neue Schwiegerfamilie zu Tode (ein Teil meiner Verwandtschaft stammt aus Kroatien, sie sind tatsächlich sehr temperamentvoll, auf meiner Hochzeit war das tatsächlich eine schwierige Mischung - "der Balkan", dazu ein Drittel norddeutscher Bauern, die waren schon nach der Suppe puppenlustig, und dazu die etwas steifere Hamburger Verwandtschaft meines Mannes, die so eine "Bauernhochzeit auf dem Dorf" gar nicht kannten und etwas länger zum Auftauen brauchte...) und da Braut und Bräutigam ja eine schöne Feier haben sollten rasten die beiden Mütter von Krisenherd zu Krisenherd...

    Nein. Sie liebt Hochzeiten, aber nur als Gast unter ferner liefen.

    Ich musste furchtbar lachen.

    Das hat sie mir nie gesagt - wir sind im Sommer 30 Jahre verheiratet - dazu kam noch, daß sie, nachdem alle Kinder erwachsen waren gerne mal eine Reise nach Venedig gemacht hätte, aber wegen der Heiraterei hätte es ständig verschoben werden müssen.

    Das erklärt natürlich die eher lahme Reaktion.


  7. Registriert seit
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Wieso sollte ich mich als Mutter freuen, wenn meine Tochter heiratet?
    Vielleicht, weil sie dann aus dem Haus ist?

    Schön für die Tochter, wenn sie jemanden gefunden hat, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte ...
    ansonsten weiss ich(aus eigener Erfahrung) dass dann (meist ) Sorgen und Probleme auftreten, die sie als Unverheiratete nicht hätte ...

    Ich hab mich schon gefreut, als meine Töchter heirateten ...aber eher still und leise für mich ...grautuliert zur Männerwahl habe ich auch!
    Als die eine Tochter sagte, dass die Brauteltern doch die Hochzeit und die Aussteuer bezahlen (müssten)
    fragte ich sie, ob sie auch mit einem Mann, den ich ihr aussuche, zufrieden wäre?

    Ich feiere übrigens auch nicht gern ...
    Es ist immer JETZT


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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Ich schon. Aber, da gebe ich meiner Mutter recht, lieber unter ferner liefen als auf dem Präsentierteller...

  9. Avatar von Malaita
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Zitat Zitat von sahara2 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    @schafwolle

    Nein, es ist wirklich so. Ich weiss, es ist kaum zu glauben. Meine Mutter hat in den letzzten Jahren meine Beziehung wirklich nicht bewertet. Das Einzige Thema war bei ihr war seine Tochter (hatte ich ja oben geschrieben). Deshalb bin ich ja auch so verwirrt über diese plötzliche Kühle. Bei meinem Ex hat sie des Öfteren ihren Dampf abgelasen, was sie von ihm hielt.

    Vielleicht muss ich ihr auch einfach noch Zeit geben, um sich an den Gedanken zu gewöhnen?

    Ich werde sie fragen, inwieweit sie eingebunden werden will oder eben auch nicht. Natürlich erwarte ich nicht, dass sich jetzt jeder auf Gedeih und Verderb anbietet. Aber ich kann auch nicht meine Schwiemu einbinden und meine Mutter nicht zumindest immer mal wieder fragen - trotz ihrer Reserviertheit. Sie kann ja dann immer noch nein sagen. Ich denke, das wäre die diplomatische Lösung.

    Gut möglich, dass ich mit meiner Schwiegerfamilie eben das krasse, andere Extrem habe und mir die Kühlheit meiner Mutter somit erst recht auffällt.
    Nun, ich weiß nicht so recht....Vielleicht hat deine Mutter das Gefühl etwas außen vor zu sein angesichts der Euphorie deiner Schwiegereltern ? Vielleicht hat sie das Gefühl, als MUTTER keine große Rolle zu spielen und nicht wichtig zu sein beim großen Tag der TOCHTER?
    Ich weiß ja nicht, was so an Kommunikation abgelaufen ist, so in scheinbar nicht so wichtigen Nebensätzen.

    "Ich werde sie fragen, ob sie eingebunden werden will" - dieser Satz bestärkt mich da irgendwie in meiner Meinung.

    Kann es sein, dass du im Grunde den Schwiegereltern mehr zugeneigt bist als deinen eigenen Eltern? Aus dem, wie du es beschreibst, lese ich eher eine Enttäuschung deiner Mutter heraus.
    Geändert von Malaita (15.01.2020 um 22:53 Uhr)

  10. Avatar von Sugarnova
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    AW: Wieso freut sich meine Mutter nicht, dass ich heirate?

    Warum diskutiert deine Mutter deinen "Neuen" bei deinem Ex?

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