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  1. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe immer nicht, wie man unterscheiden kann, ob jemand seine Wünsche äußert, also Kritik übt oder "anmaßend" ist.
    Das ist total einfach. Indem man mit demjenigen, der seine Wünsche äußert, offen spricht. Auf Augenhöhe. Anmaßende Menschen verweigern sich dieser Art von Kommunikation, werden passiv-aggressiv, gehen nicht auf ihr Gegenüber ein, selbst wenn dieses auf sie eingeht.

    Ich höre aus Bluebells Beiträgen heraus, dass sie genau das versucht hat. Klare, ehrliche Kommunikation. Auf Augenhöhe. Und dass genau das immer und immer wieder nicht gelungen ist. Daher kommen ich und viele andere Mitschreiber zu der Einschätzung "anmaßend und übergriffig".

    Was auch ein Indiz ist: wenn auch andere Menschen im Umfeld (und bei meiner Mutter ist das zum Beispiel so) ähnliche Kommunikationsprobleme haben. Wenn sich auch andere Menschen (Freunde, andere Verwandte) zurückziehen von der Person, immer wieder, weil es ihnen zu viel wird. Oder (ich glaube, das ist bei Bluebell so) sich das nicht trauen, aber genervt sind vom ewigen Gejammer über die undankbare Tochter und hoffen, wenn die Tochter sich mehr kümmert, sich das selbst nicht mehr anhören zu müssen.

  2. Avatar von Klecksfisch
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    @Cara,

    1. Es geht hier nur um diese eine spezielle Mutter.

    2. Nein nicht alle Mütter sind so, hat keiner gesagt.

    3. Blue hat erklärt wie es zu dem Verhältnis gekommen ist.

    4. Scheiße ist, wenn man ständig Vorwürfe zu hören bekommt, wenn sie ihre Tochter als beste Freundin einstuft, was sie nicht ist. Scheiße ist wenn man emotional erpreßt wird. Wie soll denn da Nähe entstehen? Wie schafft man es mit einem solchen Menschen gerne zusammen zu sein? Das schafft wohl keiner und will auch keiner.

    Es gibt mit Sicherheit Mütter, mit denen man gerne zusammen ist. Aber ich denke, daß sich solche Mütter gegenüber ihren Kindern auch anders verhalten.

    Die Mutter macht sich komplett von ihrer Tochter abhängig.
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)

    Geändert von Klecksfisch (06.01.2020 um 13:02 Uhr)

  3. Avatar von brighid
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    -es sind doch deine eltern- der satz kommt von der verwandschaft.

    -genau- es sind meine eltern, also halte dich da bitte raus.-
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  4. Avatar von Mediterraneee
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Fakt ist:Wir sind nicht die Bespasser der Eltern, wir dürfen unser eigenes Leben leben.Freunde unserer Eltern sind wir nicht und werden wir nie sein.
    Dass, was hier abläuft, ist Manipulation hoch 10.Es wird sich aber nur ändern, wenn Du aus dem Karussell aussteigt.
    Rechtfertigung gegenüber Dritten ab sofort einstellen, wenn die Cousine fragt"Sorry, aber darüber möchte ich mit Dir nicht reden", mehr nicht.
    Du musst eine Strategie für Dich finden, aber ich vermute, es wird nie genug und richtig sein. So lange Du das nicht verinnerlichst, wird sich nix ändern...
    Du kannst halt nur Dein Verhalten ändern...
    Das möchte ich dreimal rot unterstreichen!

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Aber dahinter steht eine bedürftige Frau, die ihrerseits ihre Tochter liebt.
    Nein! Ich behaupte, dass sie das nicht tut. Sie liebt ein Bild, eine Projektion, sie liebt die Tochterrolle, aber sie liebt nicht den Menschen Bluebell. Denn sie tut das, was sie tut, ohne sich über Bluebell und ihre Gefühlslage auch nur Gedanken zu machen. Sie nimmt den Menschen Bluebell überhaupt nicht wahr.

    Ich war in der gleichen Lage wie Bluebell. Und als ich mir das obige bewusst gemacht habe, nämlich, dass es meiner Mutter nicht möglich war, mich wirklich zu sehen, da war es mir ein leichtes, Abstand zu nehmen und mich nicht mehr erpressen zu lassen.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  5. Avatar von schafwolle
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe immer nicht, wie man unterscheiden kann, ob jemand seine Wünsche äußert, also Kritik übt oder "anmaßend" ist.
    Die TE hat hier einige O-Ton Beispiele geschrieben.
    Anhand derer fällt es Dir wirklich schwer zu unterscheiden, was ein Wunsch und
    was direkte/indirekte Kritik ist ...??

    Das zu glauben fällt mir schwer.


    Wie soll denn so etwas wie Nähe entstehen, wenn man dem anderen immer einen überbrät, wenn der sich über unser Verhalten beschwert und vielleicht sogar berechtigt?
    Welches Verhalten der TE meinst Du denn?
    Und wo siehst Du auch nur im Ansatz eine berechtigte (!) Kritik?


    Ich finde es nicht anmaßend, wenn der andere Mensch, Kontakt zu einem sucht.
    Dieser Satz ist aber total aus jeglichem Kontext hier gerissen.


    Ich frage mich wirklich, wie sich manche die Beziehung zur alten Mutter wünschen
    Wie kommst Du darauf, dass die Mutter der TE "alt" ist?

  6. gesperrt
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Nein! Ich behaupte, dass sie das nicht tut. Sie liebt ein Bild, eine Projektion, sie liebt die Tochterrolle, aber sie liebt nicht den Menschen Bluebell. Denn sie tut das, was sie tut, ohne sich über Bluebell und ihre Gefühlslage auch nur Gedanken zu machen. Sie nimmt den Menschen Bluebell überhaupt nicht wahr.

    Ich war in der gleichen Lage wie Bluebell. Und als ich mir das obige bewusst gemacht habe, nämlich, dass es meiner Mutter nicht möglich war, mich wirklich zu sehen, da war es mir ein leichtes, Abstand zu nehmen und mich nicht mehr erpressen zu lassen.
    Wer ist schon in der Lage, den anderen zu sehen?
    Ich sehe meine Mutter nicht als umfassende ganze Person, meine Mutter sieht mich nicht, wie ich gesehen werden möchte und wie ich glaube zu sein. (Ich persönlich erwarte das gar nicht, ich möchte gar nicht, dass meine Mutter mich "erkennt".)
    Wir sehen von und in allen Menschen nur Projektionen, aber wenn unsere Mütter uns genauso als Projektion oder Bild oder Vorstellung sehen, ist es anmaßend, übergriffig, lieblos?
    Das ist doch keine logische Argumentation.

  7. Avatar von Mediterraneee
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Wir sehen von und in allen Menschen nur Projektionen, aber wenn unsere Mütter uns genauso als Projektion oder Bild oder Vorstellung sehen, ist es anmaßend, übergriffig, lieblos?
    Das ist doch keine logische Argumentation.
    Was für eine logische Argumentation meinst Du denn? Ich habe nicht logisch argumentiert, ich habe eine Behauptung aufgestellt.
    Bluebells Mutter bemüht sich in keiner Weise, ihre Tochter mit ihren Bedürfnissen wahrzunehmen.
    Das ist nicht normal und - nein - das tun wir nicht alle!

    Es ist anmaßend, von der Tochter zu erwarten, dass sie so zu sein hat, wie die Mutter es will.
    Es ist übergriffig, sie mit Erwartungen und Forderungen unter Druck zu setzen und emotional zu erpressen.
    Es ist lieblos, sie nicht der Mensch sein zu lassen, der sie ist, sondern ihr immer wieder das eigene Idealbild unter die Nase zu reiben.
    Eine Mutter, die ihre Tochter liebt, geht nicht so mit ihr um. Ich behaupte, Mutterliebe sieht völlig anders aus.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.


  8. Avatar von Sugarnova
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von bluebell22 Beitrag anzeigen
    Ja, das wäre bei uns auch so ��
    Noch dazu wann immer ich etwas „nicht so schönes“ erzähle, kommt „ach, Du könntest ja auch wieder nach Deutschland kommen, da wäre es bestimmt besser“ (wenn ich dann frage was genau in Deutschland besser sein soll, fällt ihr natürlich auch nichts ein ��) - deswegen will ich ihr die Gelegenheit erst gar nicht liefern ��
    Jip, solche Sprüche helfen dir null weiter. Sag das doch auch so.

    Wenn man nicht mal ehrlich miteinander reden kann, was einen grad bewegt - was ist dann der Sinn?


  9. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Para, ich glaube, so ist das nicht gemeint. Natürlich "sehen" wir keinen Menschen ganz, immer nur Facetten, und die hängen eben auch von unseren eigenen Augen ab.

    Aber es gibt schon Menschen, die von bestimmten Personen ein Idealbild haben, und nicht sehen wollen, wenn dieses Idealbild so gar nicht passt. Mir fiel das beim letzten Besuch mit den Kindern bei meiner Mutter auf. Wir hatten uns 4 oder 5 Monate nicht gesehen, und als sie am Bahnhofsvorplatz auf uns zu kam, sah man ehrliche Freude auf ihrem Gesicht, und auch die Kinder haben sich ehrlich gefreut, die Oma wieder zu sehen.

    Die Freude währte beiderseits maximal 3 Stunden. Dann musste sie feststellen, dass in ihrem Idealbild die Enkel eben doch nicht munter und quirlig waren (nein, das ist keine euphemistische Beschreibung - einfach zwei Jungs, die nach 3 Stunden Rumsitzen im Zug einfach mal fröhlich durch Omas Wohnung wuseln, ihr dort gelagertes Spielzeug rauskramen und einfach pure Lebensfreude verströmen). In ihrem Idealbild sitzen sie auf dem Sofa und sagen nichts oder erzählen ihr was Nettes, aber irgendwie interessiert sie dann nie, was die Kinder erzählen, und die finden nach 10 Minuten auch, jetzt ist genug geredet.
    Nach 3 Stunden hatte sie schon wieder an allem rumgemeckert, was sie da sah (und sie sah es ja).

    Umgekehrt hatten die Kinder auch das Gemeckere wieder vergessen, oder wie sehr es sie (je nach Kind) nervt oder sogar verletzt.

    Meiner Mutter z. B. fällt es auch immer noch schwer, mich als erwachsene Frau zu sehen, die einen eigenen Haushalt führt, Mutter ist und Karriere gemacht hat. Für sie bin ich immer noch das Kind, dem man ständig Ratschläge geben muss. Wobei das in den letzten Jahren besser geworden ist, weil ich darauf nicht mehr einsteige (siehe oben: nicht mehr rechtfertigen). Und ich halte das nicht für unausweichlich, dass man unfähig ist, das eigene Kind je als erwachsen zu sehen. Bin mir jedenfalls sehr sicher, dass es mir bei meinen eigenen Kindern gelingen wird. So, wie es mir ja auch gelingt, z. B. im Großen den 8-Klässler zu sehen und nicht mehr das Kindergartenkind.

  10. Avatar von Sugarnova
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von bluebell22 Beitrag anzeigen
    Ja, das ist etwas was ich ihr auch schon ein paarmal versucht habe zu erklären - ich fände es einfach angenehm „normal“ miteinander zu reden, ohne überzogene Erwartungen oder Vorwürfe (einfach mal anrufen weil es was zu erzählen gibt, aber nicht nur weil der andere sonst beleidigt ist wenn man es nicht tut)

    ich finde es auch ein Stück weit verletzend, was ich ihr auch schon gesagt habe - statt sich zu freuen dass ihre Kinder gesund sind und einen guten Job haben, geht es immer nur darum dass sie deswegen alleine ist, usw usw. Schwierig...

    Ich denke dass sie das gerne hätte, wobei sie sich aber bislang nicht getraut hat es anzusprechen. Es käme aber ganz ehrlich gesagt auch für mich nicht wirklich in Frage, aus verschiedenen Gründen - ich würde sie finanziell unterstützen wenn das nötig wäre, aber ich würde nicht zurück nach Deutschland ziehen (zumindest nicht dahin wo meine Mutter lebt / wo ich her bin...)
    Weiss sie das?

    Kannst du das Gespräch auch mal "umleiten", auch mal beenden, wenns wirklich verletzend wird?

    Kein Mensch, auch und gerade ein Familienmitglied, hat das Recht, dich zu verletzen. Der "Respekt" gilt auch andersrum.

    Nur so kann sowas wie Freude aneinander, miteinander Zeit zu verbringen, wachsen.

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