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  1. Avatar von silberklar
    Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Bluebell hast du den Umgang mit deiner Mutter schon mal in Kongruenz mit deinen Gefühlen versucht?

    Also weg von: Ich muß einmal die Woche mit ihr telefonieren, ich muß ihr mehrmals die Woche schreiben, ich muß ihr zuhören, ich muß sie ein paarmal im Jahr besuchen, etc. weil sie meiner Mutter ist. Sie hat Forderungen an mich, weil sie meine Mutter ist, ich weiß nicht wie ich sie lieben soll. Wie kriege ich den Spagat hin.

    Hast du mit deiner Mutter schon mal den Klartext gesprochen, den dein Eingangspost umfaßt? Weiß deine Mutter um deine Gefühle bezüglich deines Aufwachsens in diesem Elternhaus? Weiß sie, was es jetzt für dich bedeutet all diesen Forderungen von ihr ausgesetzt zu sein und was du für sie jetzt fühlst und warum?

    Ich finde euer Kontakt kann nur gesund weiter gestaltet werden, wenn das nicht unausgesprochen zwischen euch steht. Wenn deine Mutter kein Interesse an deiner Sicht hat und nur um sich selbst kreisen möchte, dann weißt du auch genug. Vielleicht kann es auch eine Entspannung sein wenn deine Mutter dann lieber auf viel Kontakt zu dir, unter diesen Voraussetzungen, verzichtet.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."


  2. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von Mathildchen Beitrag anzeigen
    Also, @Killeshandra, ich höre (bzw. lese) den Nebensatz in dem Zusammenhang auch.
    Hab ich selbst aber auch so erlebt.
    Ich kenne es auch so.

    Die Frage ist: Fühlen wir uns deswegen schlecht? Fühlt die TE sich deswegen schlecht? Zieht sie sich diesen Schuh an?


  3. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Da prallen offensichtlich 2 Erwartungshaltungen aufeinernader - die deiner Mutter, und deine eigenen.

    Mir ist das hier aufgefallen:

    Zitat Zitat von bluebell22 Beitrag anzeigen
    .......

    Seit Anfang der Pubertät habe ich wohl nach und nach den Bezug zu beiden Elternteilen verloren, ich hatte mit beiden kein vertrauenshaftes Verhältnis (z.B. hätte ich meinen Eltern nie erzählen können welche Jungs ich toll fand oder wenn ich Liebeskummer hatte etc.) - alle Gespräche waren rein “praktisch”.
    Ich habe damals viel Zeit bei meinen Freunden verbracht und oft waren deren Eltern wie meine Ersatzfamilien.
    Ist das so ungewöhnlich?

    Ich dachte immer, in der Pubertät sucht man selbst die Distanz zu den Eltern - du hast aber offensichtlich etwas vermisst?

    Und nun hat sich das ganze über die Jahre umgedreht. Wie kam es dazu? Warst du so enttäuscht oder...?

    Dann habe ich angefangen zu studieren und bin auch bald danach ausgezogen, und war zwar häufig noch zuhause, aber mehr wegen meiner Freunde und nicht wegen meiner Eltern...
    Als ich 25 war ist dann mein Vater ganz überraschend gestorben - was für mich zwar ein Schock war, aber ich irgendwie außer Leere nicht viel gespürt habe...
    Das klingt für mich nicht gut. Als hättest du gar nicht um deinen Vater getrauert bzw. trauern können.

    Das ist jetzt 15 Jahre her und seitdem ist meine Mutter alleine, und seit sie seit 4 Jahren in Rente ist fängt sie an extrem zu klammern.
    Sie hat einen großen Freundeskreis und ist jeden Tag woanders unterwegs und lässt sich keinesfalls gehen oder so, aber ich bekomme immer zu hören dass ich mich mehr melden “muss”, sie wäre ganz alleine, sie ist meine Mutter, Familie geht über alles usw.
    Kommen ihre (Auf)Forderungen wirklich mit diesen Worten oder empfindest du es so (als "Muss")?
    Sagt sie wörtlich: "Du musst dich öfter melden, das gehört sich so!"
    Oder ist es für dich ein Muss, auch wenn sie andere Worte wählt?

    Der tatsächliche Wortlaut ist wichtig.
    Eine Forderung mit dieser Begründung: du musst gar nichts.
    Aber du könntest... willst aber nicht? Weil du keine Gefühle für sie hast?
    Dann steh dazu.
    Gefühle kann man nicht erzwingen. Weiß sie denn von deiner Gefühllosigkeit (Begriff ist nicht negativ gemeint, ich meine: dass du keine Gefühle und keinen Wunsch nach Kontakt hast)?
    Wenn du darüber nicht mit deiner Mutter offen reden kannst, dann sehe ich ich auch wenig Chancen, dass sich das ändert.
    Mit so-tun-als-ob ist niemand geholfen, weder dir, noch ihr.

    Manchmal ist es auch so ein Druck, der einem die Sache verleidet, darüber könnte man auch miteinander reden.
    Think before you print.

  4. gesperrt
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen

    Weil du keine Gefühle für sie hast?
    Dann steh dazu.
    Gefühle kann man nicht erzwingen. Weiß sie denn von deiner Gefühllosigkeit (Begriff ist nicht negativ gemeint, ich meine: dass du keine Gefühle und keinen Wunsch nach Kontakt hast)?
    Wenn du darüber nicht mit deiner Mutter offen reden kannst, dann sehe ich ich auch wenig Chancen, dass sich das ändert.
    Mit so-tun-als-ob ist niemand geholfen, weder dir, noch ihr.
    Nein, dieser Auffassung bin ich ganz und gar nicht.

    Ich denke auch nicht, dass es Ziel dieser Überlegungen von Bluebell ist, dass sich das Verhältnis ändert (bessern wird es sich durch so eine Art Gespräch sicher nicht), sondern, dass sie innerlich besser mit diesen ausgesprochenen und imaginierten Forderungen klar kommt.
    (Und ja, ich habe natürlich meine eigene Geschichte mit dem Thema...)


  5. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Die hab ich tatsächlich auch.

    Ich kann nur aus meiner Perspektive schreiben, wie alle hier und Bluebell kann dann entscheiden, was hilfreich für sie ist.

    Ich stimme dir zu: sie kann auch ihren eigenen Umgang mit den Forderungen verändern ohne ein Gespräch mit der Mutter darüber.
    Think before you print.


  6. Registriert seit
    05.01.2020
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    30

    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    [QUOTE=print;34451863]Kommen ihre (Auf)Forderungen wirklich mit diesen Worten oder empfindest du es so (als "Muss")?
    Sagt sie wörtlich: "Du musst dich öfter melden, das gehört sich so!"
    Oder ist es für dich ein Muss, auch wenn sie andere Worte wählt?
    Der tatsächliche Wortlaut ist wichtig.


    Ja, der Wortlaut ist wirklich so - “Du hast schon eine Woche nicht mehr angerufen, ich erwarte von Dir dass Du Dich mindestens einmal die Woche meldest” . “Andere Kinder rufen ihre Eltern auch jeden Tag an, dann wirst Du es ja wohl noch einmal in der Woche hinkriegen” , “Du brichst Dir keinen Zacken aus der Krone wenn Du mich öfters anrufst” usw. Wenn ich dann sage dass ich auch mit meinen Freunden nicht öfter spreche, dann kommt in der Regel “ich bin aber Deine Mutter und das gehört sich einfach” - ich finde das schon ziemlich explizit 🙂


  7. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Die sogenannte "Gefühllosigkeit" wird vom Gegenüber auch oft falsch wahrgenommen.

    Oft ist es schlichtweg so, dass man FÜR DAS GEGENÜBER - also hier für die Mutter - keine Gefühle hat. Für andere schon...

    Und das hat Gründe, die das Gegenüber (die Mutter hier) nicht sehen WILL.


  8. Registriert seit
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    Zitat Zitat von bluebell22 Beitrag anzeigen

    Ja, der Wortlaut ist wirklich so - “Du hast schon eine Woche nicht mehr angerufen, ich erwarte von Dir dass Du Dich mindestens einmal die Woche meldest” . “Andere Kinder rufen ihre Eltern auch jeden Tag an, dann wirst Du es ja wohl noch einmal in der Woche hinkriegen” , “Du brichst Dir keinen Zacken aus der Krone wenn Du mich öfters anrufst” usw. Wenn ich dann sage dass ich auch mit meinen Freunden nicht öfter spreche, dann kommt in der Regel “ich bin aber Deine Mutter und das gehört sich einfach” - ich finde das schon ziemlich explizit ��
    Oha, das ist heftig. Also der volle Druck.

    Wie reagierst du denn darauf?
    Think before you print.


  9. Registriert seit
    09.01.2016
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    [QUOTE=bluebell22;34451874]
    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Ja, der Wortlaut ist wirklich so - “Du hast schon eine Woche nicht mehr angerufen, ich erwarte von Dir dass Du Dich mindestens einmal die Woche meldest” . “Andere Kinder rufen ihre Eltern auch jeden Tag an, dann wirst Du es ja wohl noch einmal in der Woche hinkriegen” , “Du brichst Dir keinen Zacken aus der Krone wenn Du mich öfters anrufst” usw. Wenn ich dann sage dass ich auch mit meinen Freunden nicht öfter spreche, dann kommt in der Regel “ich bin aber Deine Mutter und das gehört sich einfach” - ich finde das schon ziemlich explizit ��
    Das ist Manipulation vom Feinsten. Nur weil sie deine Mutter ist, gehört sich das so....warum?


  10. Registriert seit
    21.09.2014
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    AW: ...”es sind doch Deine Eltern”

    So fein finde ich das gar nicht, also nicht im Sinne von: subtil.

    Im Gegenteil.
    Think before you print.

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