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  1. Avatar von schafwolle
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von Fels Beitrag anzeigen
    Hast du schon mal an eine Depression gedacht?
    ... und vielleicht daran, den Eltern (Vater und Mutter!) eine Therapie zu empfehlen??

    Nein, im Ernst ... dahingehende Diagnosen - das geht zu weit.


    Zitat Zitat von Gigimaus Beitrag anzeigen
    Heißt ja nicht, dass du keine Anregungen geben sollst.
    An welche Anregungen denkst Du da?


    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Ich finde, dass du mit deinen Eltern sprechen kannst, natürlich.
    Ganz allgemein - mit einander sprechen zu können und zu wollen ist immer gut.

    Aber da @katrina selbst schreibst, dass offene Kommunikation über persönliche
    Themen nicht funktioniert, stelle ich mir das schwierig vor.

    Es ist etwas ganz anderes, über die Eltern zu sprechen als mit ihnen.

  2. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ganz allgemein - mit einander sprechen zu können und zu wollen ist immer gut.

    Aber da @katrina selbst schreibst, dass offene Kommunikation über persönliche Themen nicht funktioniert, stelle ich mir das schwierig vor.

    Es ist etwas ganz anderes, über die Eltern zu sprechen als mit ihnen.
    Vielleicht sollte Katrina dann damit anfangen. Ich sagte ja auch noch dazu, dass die Eltern das Recht haben ihr Leben so zu gestalten, wie sie es möchten. Das könnte doch ein Aufhänger sein - frage sie, Katrina, ob sie mit ihrem Leben so zufrieden sind (und nicht, was sie sich vom Leben noch erwarten). Und akzeptiere die Antwort, auch wenn deine Eltern ganz anders leben, als du es für dich vorstellst. Es könnte nämlich sein, dass es umgekehrt ebenso ist.
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  3. Moderation
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    @Katrina, das erste wäre doch vielleicht mal eine Bestandsaufnahme. Wie geht es deinen Eltern mit ihrem Leben? Sind sie zufrieden? Glücklich? Fehlt ihnen was? Wünschen sie sich "irgendwas anders" und wissen nicht, was? Haben sie wegen etwas Sorge (der Zukunft?) und igeln sich deswegen ein? Führen sie nur fort, was sie immer schon gemacht haben?

    Wenn sie nichts ändern wollen in ihrem Leben kannst du in der Hinsicht nichts machen.

    Du kannst nur in deinem Leben etwas ändern. Du kannst Entscheidungen treffen, wenn du bei deinen Eltern bist. Du kannst dir Ratschläge, die ohnehin nicht angenommen werden, und wo dich die Vergeblichekeit nur frustriert, sparen. Du kannst dir für "wenn ich da wieder weg bin" was schönes vornehmen (mal richtig auf die Pauke hauen, deinen *eigenen* Drang nach "anders und besser!" ausleben, ...) um deine Stimmung zu verbessern. Du kannst Besuche auf das erträgliche Maß reduzieren.

    Du kannst sogar, auf der Schnittstelle zwischen dir und ihnen, sagen, daß du es traurig und belastend findest, daß (z.B.) immer du die Entscheidungen treffen mußt, wenn du da bist, oder daß du jetzt seit 20 Jahren die Rückenschmerzen deiner Mutter schmerzhaft geschildert bekommst und da du nicht ihr Arzt bist, dazu nichts sagen oder tun kannst als "das tut mir leid, Mutter" und ob das für sie denn so genug ist? Aber das ist das Maximum deiner Reichweite in der Situation.

    Ich weiß nicht, wie's bei dir ist, bei mir in der Familie wurde über Gesundheitsprobleme nicht gesprochen. Ein Kleinerwerden des Lebens wurde dann erst im Rückblick erklärlich.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Moderation
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von katrina86 Beitrag anzeigen
    ch hab eh schon ein paar Mal angedeutet, dass ich finde, sie sollten mehr unternehmen, aber das ist auch nur auf Ablehnung gestoßen...
    "Du solltest mal" ist Gras auf Stein zu säen. Das wächst nicht.

    Mit viel Geduld kann man die Ritzen finden und Vorschläge so lange und so unverbindlich machen, daß sie Wurzeln schlagen und die Leute sich irgendwann denken, "warum eigentlich nicht" und meist noch glauben, daß es ihre Idee war. Das geht aber nur, wenn man weiß, wann man aufhören muß -- nämlich immer wieder ganz schnell.

    Meine Strategie dafür ist zu erzählen, was ich mache und zu zeigen, daß es mir gut damit geht, das zu machen. (Manchmal auch aus dritter Hand, wenn es eine Geschichte ergibt, die in die Konversation paßt.)

    Du könntest auch Angebote machen, ein gelegentliches, "Ich mache heute/morgen/..., Lust mitzumachen?" und ein "Nein" entspannt und wohlwollend aufzunehmen (und dann eben alleine zu tun, was du tun wolltest). Damit sagst du ihnen nicht, was sie sollen, sondern machst ihnen ein Angebot, das sie, ohne Nachteile zu haben, ablehnen können.
    (Möchtest du mehr mit deinen Eltern unternehmen?)

    Andererseits, ein Hausumbau ist doch ein Riesen-Hobbyprojekt, und das neben dem Job? Vielleicht habt ihr nur ganz unterschiedliche Hobbies? Oder bist du an dem Umbau beteiligt?

    Für mich klingt jetzt zum Beispiel Yoga nicht nach was, was ich noch mit meinem Leben "vorhabe". Das ist was, was man so als zwei-Stunden-die-Woche Hobby (oder Wartungsarbeit) neben dem Job mitlaufen lassen kann.

    Und die großen Vorhaben lassen ohnehin nach, wenn man Ü50 ist und noch nicht angefangen hat. Kinder: Nicht mehr so wirklich. Haus bauen: Wofür, wenn's einem bis jetzt nicht gefehlt hat? Welt verbessern? Da hat man schon so viel von gesehen. Ruhm und Reichtum? Hätte man früher anfangen müssen. Virtuosität und Koryphäen/Guru-Status? Auch. Wenn man das will, sollte man schon eine gute Basis haben. Traumjob? Ebenso.

    Wenn's nicht gerade etwas gibt, was man schon immer machen wollte, aber aus Zeitgründen auf die Rente oder den Lottogewinn verschoben hat, dann ist bei vielen Leuten Ü50 nach meiner Beobachtung das Hauptprojekt "gut leben". Und was jetzt "gut" ist, ist Geschmackssache.

    Was wieder zu meinem ersten Posting zurückführt: Könnte es das sein, was deine Eltern in ihren Möglichkeiten tun? Oder wäre "gut" nach ihrer Einschätzung ein ganz anderes Leben als das, was sie jetzt führen?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  5. Registriert seit
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Ich würde das anders angehen @Katrina

    Überlege dir (alleine im Kämmerlein oder hier halb-laut) was dich am meisten stört, an dem Leben deiner Eltern.

    Versuche den Kernpunkt zu formulieren.

    Ich nenne dir mal Beispiele, okay?

    Wenn du für dich feststelltest, das Kernthema wäre

    "Zu Hülf, meine Eltern sind abschreckendes Beispiel - und ich habe Angst, dass deren Gene bei mir auch mal das Kommando übernehmen könnten und das will ich nicht, das fürchte ich"

    Dann könntest du Maßnahmen ergreifen. DEINE Maßnahmen für DICH. Andere Leute, Eltern schon gleich 3x nicht, kann man nicht ändern. Inwieweit man sie beeinflussen kann ist theorieabhängig - die meisten kamen zum Schluss "nur mit Waffengewalt"

    Deine Maßnahmen diesen Kern betreffen könnten also sein: Gegensteuern. Immer mal wieder bewusst den Schlendrian und die comfort zone verlassen. Mal alleine wohin reisen, eine anstrengende Fortbildung machen, mal eine Nacht durchfeiern und mit einem Unbekannte erwachen - oder so natürlich.

    Sollte deine Angst, auf dem Kanapee zu vermodern dämpfen und relativieren.


    Wenn dein Kernproblem mit dem Leben deiner Eltern wäre

    "Die sind mir peinlich. Alle erzählen davon, dass ihre Mama eine gefragte stylishe Yogalehrerin ist und Quelle unendlich stylischer Insidertipps - und meine? Meine hat eine Telefon mit Wählscheibe und urlaubt in Bodenmais."

    Was tun. Also DU wiederum....

    nix. Akzeptanz und Distanz ist die Königsklasse. Du kannst es nicht ändern (=Akzeptanz). UND Das bist nicht DU (=Distanz).
    Das ist im Grunde ein ganz normaler Prozess, den alle Eltern und Kinder unterlaufen. Vielleicht hilft es dir, es als normale Emanzipation aus dem Elternhaus zu sehen. Das bist nicht Du. Erscheint mir als Zauberformel für fast alle Gedanken und Empfindungen die du bezgl. deiner Eltern hast.

    Klar, wäre schöner, wenn die fit, fröhlich und stylish mit der Aida oder dem Wohnmobil coole und stylishe Dinge täten.
    Aber das geht dich nichts an.

    Es ist ein sehr entscheidender Schritt, dass Kinder sich bewusst machen und danach leben, dass nach dem Erwachsen werden, die Eltern keine Deutungshoheit mehr über das Leben der Kinder haben.

    Wenn man die Lektion gelernt hat, lauert im Gebüsch der nächste Hammer. Das oben, gilt in beide Richtungen der Eltern-Kind-Beziehung.

    Ich fürchte, die Kröte musst du schlucken. Gleitmittel ist ein eigenes schönes Leben. Sonst droht leider die Projektion. Also, dass man gerne hätte, dass die Mama irgendwie fitter und trendiger wäre, weil man selber...

  6. Avatar von animosa
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Würde deine Mutter auch nicht mal einen Kurzurlaub mit dir machen? Wenn du so etwas wie einen Qi-Gong Kurs zum Beispiel mit ihr zusammen buchst ...

    Ich finde das merkwürdig. Denn das ist ja meine Generation. Und ihr seid alles Wunschkinder. Wieso habt ihr so ein schlechtes persönliches Verhältnis?

    Also ich habe jetzt auch kein gutes Verhältnis zu meiner Tochter. Aber das hat nun wieder ganz andere Gründe.

  7. Avatar von animosa
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen

    Und die großen Vorhaben lassen ohnehin nach, wenn man Ü50 ist und noch nicht angefangen hat. Kinder: Nicht mehr so wirklich. Haus bauen: Wofür, wenn's einem bis jetzt nicht gefehlt hat? Welt verbessern? Da hat man schon so viel von gesehen. Ruhm und Reichtum? Hätte man früher anfangen müssen. Virtuosität und Koryphäen/Guru-Status? Auch. Wenn man das will, sollte man schon eine gute Basis haben. Traumjob? Ebenso.
    Oh je.

    Traumjob auch nicht mehr?

    Bis zur Rente ist ja noch ein bisschen. Also für mich gilt das nicht. Ich „arbeite“ lieber ständig an meiner Lebensfreude.

    Bequem bin ich auch. Das merke ich daran, dass ich am Wochenende zu viel hier bin in der Bri. Will ich ändern - schon lange. Man muss ja auch Ziele haben ...
    Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

  8. Avatar von animosa
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Dann habe ich eine Mega-Depression. Ich fahre nie in Urlaub, fliegen kommt wegen Flugangst nicht in Frage. Und ich genieße es, wenn ich mal Zeit für mich habe, in meiner Wohnung rumzuwursteln, auszuschlafen, Sport zu treiben, mal im Internet abzuhängen, kochen, einfach das zu tun, wozu mir sonst die Zeit fehlt.
    Wenn irgendwo mal ein Vortrag oder eine Veranstaltung ist, die mich interessiert, nehme ich teil, ansonsten bin ich eher der häuslich Typ.

    Ich würde es übergriffig finden, wenn daraus jemand ableiten würde, dass ich keine Lebensfreude habe. Wie schon gesagt wurde, solange jemand kein krankhaftes Suchtverhalten an den Tag legt, ist alles gut.
    Ist ja eher sympathisch, wenn Leute nicht weit fahren in den Urlaub. Schon weil es umweltschonender ist.

    Aber mit Rückenschmerzen leben? Da würde ich auch versuchen, meiner Mutter zu helfen.

    Aber das ist bei uns eher andersrum. Da würde meine Mutter mir 1000 Tipps geben.

  9. Moderation
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Traumjob auch nicht mehr?
    Naja, wenn man gerne Yogalehrerin werden möchte, klappt's vielleicht noch, auch wenn man noch nie Yoga gemacht hat (= keine Basis). Aber Physiker bei der NASA, wenn man nicht mal vor 30 Jahren Physik studiert hat, oder Opernsopran wenn man nicht mal die Gesangsausbildung, Kontakte und Bühnenerfahrung hat... hab ich so meine Zweifel.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. Avatar von animosa
    Registriert seit
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    AW: Eltern (50+) lassen sich total gehen und haben keine Lebensfreude mehr...

    Ach so, das verstehst du unter Traumjob.

    Bei der NASA wird man dann nicht mehr landen. Das ist klar.

    Aber ich erfülle mir meine Wünsche schon noch, auch beruflich. Ich bin ja heute auch viel erfahrener und selbstbewusster als früher. Dadurch klappt das ja auch viel besser.

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