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  1. Registriert seit
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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Angelina,

    habt Ihr denn jetzt eine für alle tragbare Lösung für Weihnachten gefunden?

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Hallo,

    ich weiß nicht, ob du als TE noch mitliest, aber ich denke mein Text ist vielleicht auch für andere Personen interessant.

    Ich kenne dein Problem sehr gut. Ich wurde seitens meiner Schwiegereltern nie richtig akzeptiert. Das wurde auch so verbalisiert, dass ich nur die zugeheiratete bin. Inzwischen ist mir verstandesmäßig und auch gefühlsmäßig klar, dass es egal gewesen wäre wen mein Mann geheiratet hätte. Das wäre jeder Frau an seiner Seite so gegangen. So sind die Familienwerte in dieser Familie. Das ist nichts Persönliches. Dieser Fakt hat es mir leichter gemacht aus dem Gedankenkarusell auszusteigen was hätte ich noch tun können, damit alles besser gelaufen wäre. Ich hätte nichts tun können.

    Als unser Kind geboren wurde, kam seitens der Schwiegerfamilie komplett von allen immer wieder der Kommentar: "Das Kind hat aber gar nichts von dir!" Das war, als sollte das als Tatsache so in mich eingeimpft werden. Das war furchtbar. Ich musste ja auch erst mal in die Rolle als Mutter reinwachsen und war entsprechend verunsichert. Und ich wollte damals noch die liebe Schwiegertochter sein. Schlussendlich kamen oft so viele derartige Kommentare, dass ich oft gar nicht reagieren konnte, weil ich in dem Moment so fassungslos war.

    Ich hab mir viele Gedanken zu dem Thema gemacht, da ich auch merkte ich bin dabei bewußt den Kontakt von Kind zu Großeltern zu minimieren und ich wollte das so nicht. Ich hab mich gefragt, ob ich auch unbewußt in so eine Zickenrolle reingeraten bin? Und ich hab mich dann auch als schlechter Mensch gefühlt.

    Mittlerweile bin ich mit dem Thema echt ausgesöhnt. Mein Mann und ich finden eben beide das seine Mutter nicht allein mit dem Kind gelassen werden sollte. Wir sind uns also als Familie einig.
    Ich muss auch nirendwo mein Kind bei Leuten lassen zu denen ich kein Vertrauen habe.

    Ich gehe auch nicht mehr zu denen hin. Mein Mann geht regelmäßig allein mit Kind. Das hat den Grund, dass ich permanent von meiner Schwiegermutter angegriffen wurde. Es war wirklich nichts Recht wie ich was mit dem Kind gemacht habe. Es wurde alles dramatisiert. Ich konnte nicht stillen und das Babypulver war dann angeblich permanent verseucht. Ich wurde permanent vor unserem Kind so hingestellt das ich alles was ich mit dem Kind mache falsch ist. Ich hab mich dann irgendwann gefragt was unser Kind aus so einer Situation mitnimmt, wenn es von Oma permanet eingeredet bekommt die Mama macht alles falsch, setzt mich Gefahren aus usw. Und das im nachhinein wirklich groteske war auch, dass ich sowieso kaum Sprechzeit hatte und schon immer nur gerede habe, wenn sie mir Fragen stellte. Aber klar antworte ich darauf ehrlich. Ironischerweise empfindet sie mich jedoch als oberlehrerhaft. Nach einem gewissen Abstand konnte ich sehen was für Projektionen da gemacht wurden.

    Schlussendlich denke ich das ich jetzt weiß warum es in diesen Schwiegertöchter/Schwiegermüttersituationen mit Kind oft zu derartigen Eskalationen kommt. Bei uns hat sich das in einer ganz reinen Form gezeigt. Aber ich denke oft läuft das eher subtiler ab.
    So ein Kind besteht ja zu 50 Prozent aus Mama und 50 Prozent aus Papa. Wenn dann Schwiederleute (können auch die eignen Eltern sein, da finde ich das genauso daneben) dir als Mutter permanet sagen und zeigen du spiegelst dich überhaupt nicht im Kind wieder, ist das erstens ein absoluter Affront. (Und klar gibt es äußerlich oft Ähnlichkeiten eher zu einem Elternteil hin, aber meistens nicht komplett. Und ich meine damit auch nicht, dass es auch normal ist das die Großgeneration nach Ähnlichkeiten sucht und sich darüber freut. Das finde ich ganz normal. Es geht mir um den Ausschluss dieser Aussage, die denke ich auch von solchen Menschen genau so gemeint ist. "Das Enkel gehört zu uns! Du spiegelst dich darin nicht wieder!")
    Es ist natürlich auch sehr schwierig wenn man dann als Schwiegertochter einerseits in die zweite Rolle gedränkt wird, nicht wirklich akzeptiert wird, aber dann beim Enkel plötzlich alle Wünsche dieser Menschen bedienen soll. Und ich denke für solche Menschen ist es eben dann auch symptomatisch eben nicht zu sehen und zu erkennen mein Schwiegerkind hat vielleicht an anderes Wertesystem oder die Zeiten haben sich geändert und daher handhabt man das heute anders (dieses Mißverständnis gibt es zugegebenermaßen auf beiden Seiten). Ich hab meine Schwiegermutter oft so erlebt, wenn wir Dinge nicht so gehandhabt haben wie sie sich das vorstellt hatte, sie richtiggehend beleidigt war. Ich fühlte mich oft gar nicht als Mutter ernst genommen mit Kompetenzen, sondern eher als Kind, was ja von den Lebenserfahrenen nun nicht so dumm sein soll dies und jenen Rat zu befolgen.

    Und ich glaube dieses Mißtrauen was wir Mütter dann haben und eben den Kontakt scheuen entsteht denke ich auch ganz biologisch. Uns Müttern ist natürlich klar das Kind hat unsere Gene zu 50 Prozent. Wenn micht diese Familie ablehnt, dann wäre es folgerichtig das mein Kind auch zu 50 Prozent abgelehnt wird. Und ich glaube da wird dann von uns Mütter ganz automatisch wie so ein Schutzschild ums Kind erstellt, denn das schützen wir ja. Und ich glaube das vielen Schwiegermüttern dieser innere emotionale Film der Schwiegertöchter überhaupt nicht klar ist.
    Interessanterweise hat sich die Befürchtung das unser Kind abgelehnt wird, wenn es mir ähnlich wird, nicht bestätigt. Unser Kind sieht mir wie aus dem Gesicht geschnitten mittlerweile aus. Wenn wir Kinderphotos anschauen denkt unser Kind auch das sie das ist. Bei meinem Mann denkt sie das nicht. Und mir sagen das auch viele Menschen, ohne das sie den Konflikt mit meiner Schwiegermutter kennen. Das ist in der Tat für mich schon eine Genugtuung.
    Meine Schwiegermutter löst das für sich so das sie nach wie vor daran festhält das unser Kind eine 1 zu 1 Kopie meines Mannes ist. Sie scheint da mit einer sehr speziellen selektiven Wahrnehmung gesegnet zu sein. Mir ist es ja als Mutter recht, denn diese Art der Ablehnung von ihr wünsche ich mir für mein Kind natürlich nicht.

    Dieses ganze Gequatsche darüber das die Großeltern so wichtig sind für Enkel, nervt mich mittlerweile ungemein. Ja, Großeltern sind defintiv eine Bereicherung für Enkel, wenn sich die Familien verstehen, ansonsten werden sie die Daueranspannung zwischen den Erwachsenen merken und das ist sicher nicht gut fürs Kind. Und diese These geht auch davon aus das alle Großeltern ganz tolle Menschen sind. Diese Aussage stimmt jedoch für gar keine einzige Bevölkerungsgruppe, sei es Frauen, Männer, Heteros, Transsexuelle, HartzIV-Empfänger, Selbständige usw. Jede Gruppe hat nette, wie auch blöde Menschen. Das Großelternsein als Status an sich macht noch lange nicht per se gute Großeltern für das Enkelkind, was dem Enkelkind gut tut.

    Ich habe das Glück, dass mein Mann beruflich versetzt wird und wir hier aus dem Ort, wo meine Schwiegereltern leben weit weg ziehen werden. Daher würde ich immer wieder abraten in die Nähe zu Schwiegereltern zu ziehen mit denen es schwierig ist. Bis heute nerven die mich, wenn wir uns treffen. Sie sagen mir das nicht persönlich, sondern sie beschweren sich darüber bei meinem Mann (der sich das zum Glück nicht mehr anhört). Auch da kann ich es bei den Begegnungen nicht Recht machen. Und was die Leute wohl denken, wenn wir nicht ne ganze Stunde miteinander reden, wenn wir uns zufällig treffen? Als wenn jeder immer ewig lang miteinander redet, wenn man sich zufällig trifft. Es gibt auch sowas wie Termine usw. Und jemand, der bei einer Beobachtung dessen irgendwas Blödes ableitet, wird das auch in allen anderen Situationen machen, was dieser Mensch beobachtet. Ich denk mir nämlich in der Regel nicht viel wenn ich andere zufällig auf der Straße sehe und selbst wenn mich was verwundert, gehöre ich zu den Leuten, die wissen das ich eben nicht alles über die anderen weiß und das mit Sicherheit seine Gründe hat.

    Alles Gute dir!

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Ritaswelt Beitrag anzeigen
    Mittlerweile bin ich mit dem Thema echt ausgesöhnt. Mein Mann und ich finden eben beide das seine Mutter nicht allein mit dem Kind gelassen werden sollte.
    Das ist ein großer Unterschied zu Angelina.

    Ihr Mann möchte sein Kind zu den Eltern bringen - zumindest perspektivisch.

    (und das muss ja nun nicht falsch sein!)


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Ritaswelt Beitrag anzeigen
    Ich gehe auch nicht mehr zu denen hin. Mein Mann geht regelmäßig allein mit Kind. Das hat den Grund, dass ich permanent von meiner Schwiegermutter angegriffen wurde.
    Wenn meine Eltern- oder auch nur einer von denen- meinen Partner ständig angreifen würden, gäbe es für mich keinen Grund, noch zu denen zu gehen.
    Was für ein statement, wenn der Sohn sich nicht hinter seine Frau stellt sondern dann eben ohne sie mit dem Enkelkind dahin fährt aber so laut will da auch keiner Nachfragen, denn dann könnte die Ehe ganz schnell ins Schleudern geraten.

    Und was für ein Gewinn für die Oma........die elende Schwiegertochter ist endlich weg, der Sohn da, das Enkelkind da- perfekt!
    Ja, die Mechanismen funktionieren wundervoll.


    Das ihr wegzieht- herzlichen Glückwunsch!
    Und ich wünsche dir Frieden und Ruhe in deiner neuen Welt.


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Ritaswelt Beitrag anzeigen
    Dieses ganze Gequatsche darüber das die Großeltern so wichtig sind für Enkel, nervt mich mittlerweile ungemein.
    Wenn du es umgekehrt siehst, nervt es dich vielleicht weniger:

    "Die Enkel sind ungemein wichtig für ihre Großeltern"

    ...denn das trifft es viel eher, ist so mein ganz persönlicher Eindruck.

    Und ganz besonders für solche Großmütter, die durch ihre Enkel gerne eine Fortsetzung ihrer früheren Mutterrolle leben würden, in der sie sich für die Entwicklung der Kinder verantwortlich und als unverzichtbar und dauer-gebraucht gefühlt haben.

    (Und nun kommt da "eine fremde Frau" daher und macht ihnen diese Rolle streitig ... ja, das muss schon bitter sein für sie, sich DAMIT abzufinden...)

    Helfen kann da nur eine gewisse Gelassenheit seitens der Schwiegertöchter.

    Denn wer weiß: Vielleicht reagieren wir ja mal genauso wie diese nervigen Großeltern, wenn UNSERE Kinder eines Tages das Nest verlassen?

    Das ist nämlich das Leben ... eine ständige Wiederholung der immer gleichen Vorgänge, denn
    viel dazu lernen, das tut der Mensch ja bekanntlich nicht.

    Seitdem ich das kapiert habe, rege ich mich tatsächlich nur noch äußerst selten darüber auf:

    Alles normal - also was soll's.

    (Und ich mache ja trotzdem nur das, was ICH will - auch das ist ganz normal... also zumindest für mich )
    Geändert von Zilia_2 (25.01.2020 um 06:38 Uhr) Grund: Ergänzung


  6. Registriert seit
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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen
    "Die Enkel sind ungemein wichtig für ihre Großeltern"


    Und ganz besonders für solche Großmütter, die durch ihre Enkel gerne eine Fortsetzung ihrer früheren Mutterrolle leben würden, in der sie sich für die Entwicklung der Kinder verantwortlich und als unverzichtbar und dauer-gebraucht gefühlt haben.

    (Und nun kommt da "eine fremde Frau" daher und macht ihnen diese Rolle streitig ... ja, das muss schon bitter sein für sie, sich DAMIT abzufinden...)
    Da bin ich bei dir- natürlich geht es nicht um die Schwiegertochter sondern nur um die Oma.

    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen
    Helfen kann da nur eine gewisse Gelassenheit seitens der Schwiegertöchter.
    Aus den beschriebenen Gründen?
    Damit nehme ich der Oma aber auch die Chance, genau daran zu arbeiten......denn möglich wäre das- wie unvorstellbar es auch für die Betroffenen sein mag

    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen
    Denn wer weiß: Vielleicht reagieren wir ja mal genauso wie diese nervigen Großeltern, wenn UNSERE Kinder eines Tages das Nest verlassen?
    Und das soll allen Ernstes ein Grund sein????????? never

    Zitat Zitat von Zilia_2 Beitrag anzeigen
    Das ist nämlich das Leben ... eine ständige Wiederholung der immer gleichen Vorgänge.
    (Viel dazu lernen, das tun wir leider nicht.)
    Wenn du das von dir glaubst, dann ist das alles stimmig und folgerichtig.
    Man muss das aber nicht "glauben" sondern man kann aus diesen Strukturen aussteigen- es sind ja nicht alle Schwiegermütter so- es gibt deftige Differenzen zwischen den Verhaltensweisen

    Wenn dir diese Gedanken helfen, dann hast du für dich einen Weg gefunden.
    Für mich wäre das kein Weg gewesen.


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Wenn dir diese Gedanken helfen, dann hast du für dich einen Weg gefunden.
    Für mich wäre das kein Weg gewesen.

    Ja, der Weg der 'inneren Gelassenheit' ist für mich ganz sicher der richtige.

    Ich wünsche dir aber bei deinem Weg (wie immer der auch aussehen mag) natürlich den gleichen Erfolg


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    *
    Geändert von Zilia_2 (25.01.2020 um 09:35 Uhr) Grund: überflüssig.

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Ritaswelt Beitrag anzeigen
    Mittlerweile bin ich mit dem Thema echt ausgesöhnt. Mein Mann und ich finden eben beide das seine Mutter nicht allein mit dem Kind gelassen werden sollte. Wir sind uns also als Familie einig.
    Ich muss auch nirendwo mein Kind bei Leuten lassen zu denen ich kein Vertrauen habe.

    Ich gehe auch nicht mehr zu denen hin. Mein Mann geht regelmäßig allein mit Kind. Das hat den Grund, dass ich permanent von meiner Schwiegermutter angegriffen wurde. Es war wirklich nichts Recht wie ich was mit dem Kind gemacht habe. Es wurde alles dramatisiert. Ich konnte nicht stillen und das Babypulver war dann angeblich permanent verseucht. Ich wurde permanent vor unserem Kind so hingestellt das ich alles was ich mit dem Kind mache falsch ist.
    Denkst Du wirklich, dass sie sich nicht mehr kritisch über Dich äußert, wenn Du nicht dabei bist?


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    AW: Schwiegereltern und Enkelkind

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Denkst Du wirklich, dass sie sich nicht mehr kritisch über Dich äußert, wenn Du nicht dabei bist?
    Und dann? Was ist daran so schlimm? Jeder äußert sich kritisch über irgendwelche Leute. Und umgekehrt müssen wir jederzeit damit rechnen, dass sich irgendwelche Leute - und auch einfach Deppen - kritisch über uns äußern.

    Warum soll es der TE etwas bedeuten, was die Schwiegereltern über sie denken, solange sie sich denen nicht aussetzen muss?

    Vielleicht gehe ich hier zu sehr von mir aus: Es war mir noch nie eine Hilfe, wenn ich mir darüber Gedanken gemacht haben, was andere wohl von mir denken...im Gegenteil.

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