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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen


    Vor diesem "Sumpf" habe ich tatsächlich angst.


    ich sehe da keine möglichkeit und keine basis für ein treffen. noch nicht mal alleine, auf neutralem boden.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Ich auch nicht.

    Und du bist in erster Linie dir verpflichtet und dir was schuldig.

    Und nach solchen familiären Katastrophen noch mehr.

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen
    Ich würde ihr aber nochmal meine Unterstützung anbieten wenn sie sich doch irgendwann mal von ihm lösen will.
    Ich lesen daraus keine Bedingung. Ich lese bei Trennung ein Hilfsangebot, wenn sie Hilfe braucht. Nicht mehr und nicht weniger.

    Deine Schwester wird sich erst trennen, wenn für sie die Situation unerträglich geworden und sie einsieht, daß es nicht mehr geht. Vorher kannst du reden und reden, sie wird nichts ändern. Sie wird nichts ändern, weil du die Notwendigkeit dafür siehst, sondern sie wird erst etwas ändern, wenn sie will.
    Geändert von Klecksfisch (07.12.2019 um 12:34 Uhr)
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    Und du bist in erster Linie dir verpflichtet und dir was schuldig.

    Und nach solchen familiären Katastrophen noch mehr.
    Sehe ich auch so.
    People are so crackers.
    John Lennon

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von 2believe Beitrag anzeigen

    Meine Schwester ist 9 Jahre älter als ich. Sie hatte im nachhinein betrachtet eine Art deal mit meinem Vater. Sie war angepasst dafür hat er sie nie geschlagen. Gleichzeitig war sie dominant (mir gegenüber) und hat gefühlt für mich eine gemeinsame übermächtige Front mit meinem Vater mir gegenüber aufgebaut. Das hat dazu geführt, dass ich innerlich oft durchgedreht bin und mich kindisch verhalten habe. Meine Mutter hatte sich tendenziell herausgehalten. Oft hat sie mir aber auch vermittelt, ich solle nicht so durchdrehen.

    Diese Art Knöpfe kann sie jederzeit bei mir drücken. Vor allem wenn sie meinen Vater wieder ins spiel bringt und ihn verteidigt.

    Außerdem ist es so, wenn meine Schwester die Gewalt, die ihr von ihrem Partner angetan wurde relativiert, dann wirkt das auf mich so, dass ich mich früher auch nicht so anstellen hätte dürfen. Sie spricht mir damit meine Auflehnung und meinen inneren Prozess ab. Letztendlich kommt bei mir die Botschaft an, meine Gefühle und meine Unversehrtheit seien nicht wichtig.

    Vor diesem "Sumpf" habe ich tatsächlich angst.
    Hervorhebung von mir




    Diese Angst ist berechtig, weil diese Mechanismen zwischen dir und deiner Schwester noch nicht bewältigt sind.

    Meinen größten Respekt, wie du dich von den Erfahrungen mit deinem Vater lösen konntest!

    Die Schwesterbeziehung ist und bleibt jedoch hochbrisant und von den destruktiven Mustern der Vergangenheit geprägt.
    Letztlich hat sie sich nun einen Partner vom Kaliber des Vaters gewählt und wiederholt den Pakt von damals.

    Unter diesen Umständen rate ich dir von einem Treffen generell ab.
    Entweder will sie dich als Staffage für ein "heiles" Familienleben, wodurch du erneut instrumentalisiert würdest.
    Falls sie zu dir, als Mensch, wieder Kontakt will und sie bleibt in dieser Beziehung, stehst du wieder vor einem Pakt, diesmal Schwester+Mann - das würde dir auch schaden, weil alte Muster getriggert würden.

    Wenn die Schwester deine Hilfe wollen sollte, für den Fall, sich erneut trennen zu wollen, sehe ich primär die Gefahr, dass du dich damit emotional übernimmst und eure alten Muster wegen der stressigen Situation heftig aufflackern - dadurch bist du gar nicht in der Lage, konstruktiv zu helfen (im Fall der Fälle) und obendrein schadest du dir selbst dabei.

    Der Kontakt zu der Schwester läuft mit allergrößter Wahrscheinlichkeit sehr destruktiv und triggernd für dich ab.
    Insofern solltest du von einem persönlichen Treffen Abstand nehmen.

    Wenn du wirklich Kontakt zu ihr willst, nehmt ihm langsam auf. Telefonieren, Brief oder Karten schreiben,...
    Begegnung sollte zunächst in weiter Ferne liegen.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    @2believe: Eine Frage noch, was die Kinder angeht und da es ja mehrere Polizeieinsätze gab. Hat sich da jemals das Jugendamt eingeschaltet? Wenn ja, mit welchem Erfolg/Ergebnis?
    People are so crackers.
    John Lennon

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    @2believe: Eine Frage noch, was die Kinder angeht und da es ja mehrere Polizeieinsätze gab. Hat sich da jemals das Jugendamt eingeschaltet? Wenn ja, mit welchem Erfolg/Ergebnis?
    Es gab zwei Polizeieinsätze von denen ich weiß. Weiter gab es noch mind. 2-3 Gewaltexzesse eher ohne Polizei. Ich weiß es nicht exakt, da meine Schwester mir nie alles erzählt. Manche Dinge weiß ich auch von meiner Nichte oder ihrem Vater. Allerding sind die beiden ja auch oft nicht dabei.

    Ob und inwieweit das JA involviert war weiß ich gar nicht. Könnte sein beim ersten Polizeieinsatz, da ja auch die Behörden an ihm dran waren wegen der Anti-Gewalt Therapie.

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich sehe da keine möglichkeit und keine basis für ein treffen. noch nicht mal alleine, auf neutralem boden.
    Ich habe mir mein EP nochmal durchgelesen. Mir war gar nicht so bewusst, welch ein persönliches Problem ich mit der Situation habe. Ich wusste schon, dass es mir bei allem nicht gut geht aber die Dynamiken zwischen meiner Schwester und meinem Vater und jetzt mit ihrem Partner war mir gar nicht so klar.

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Hervorhebung von mir




    Diese Angst ist berechtig, weil diese Mechanismen zwischen dir und deiner Schwester noch nicht bewältigt sind.

    Meinen größten Respekt, wie du dich von den Erfahrungen mit deinem Vater lösen konntest!

    Die Schwesterbeziehung ist und bleibt jedoch hochbrisant und von den destruktiven Mustern der Vergangenheit geprägt.
    Letztlich hat sie sich nun einen Partner vom Kaliber des Vaters gewählt und wiederholt den Pakt von damals.

    Unter diesen Umständen rate ich dir von einem Treffen generell ab.
    Entweder will sie dich als Staffage für ein "heiles" Familienleben, wodurch du erneut instrumentalisiert würdest.
    Falls sie zu dir, als Mensch, wieder Kontakt will und sie bleibt in dieser Beziehung, stehst du wieder vor einem Pakt, diesmal Schwester+Mann - das würde dir auch schaden, weil alte Muster getriggert würden.
    (…)
    Danke
    Ja, genau das ist es. Davor habe ich Angst als Staffage missbraucht zu werden. Meine Schwester hat in der Vergangenheit oft versucht zu definieren wie ich zu denken und zu sein habe. Ob ich normal und unnormal denke usw. Das gleiche hat sie auch mit ihrer Tochter gemacht. In den Punkten bei denen ihre Tochter anders war als sie selbst hat sie sie oft kritisiert. Es ist beinahe unmöglich etwas dagegenzuhalten ohne in Diskussionen zu verfallen.

    Solange ich noch davon getriggert werde, ist es mir wohl nicht möglich ihr die Schwester zu sein, die sie gerne hätte.

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    ich habe jetzt nochmal nachgelesen.

    deine schwester hat sich bei dir gemeldet. und möchte reden.

    bitte sie darum dass sie dir schreibt. eine karte, ein brief, whatsapp etc. so dass du den text xmal lesen kannst und dir dann auch noch in ruhe überlegen kannst- ob und wenn ja, wie du reagieren möchtest.

    du kannst ihr ja schreiben: alles andere überfordert mich zur zeit.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Kontaktabbruch mit meiner Schwester- wie kann es weitergehen?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich habe jetzt nochmal nachgelesen.

    deine schwester hat sich bei dir gemeldet. und möchte reden.

    bitte sie darum dass sie dir schreibt. eine karte, ein brief, whatsapp etc. so dass du den text xmal lesen kannst und dir dann auch noch in ruhe überlegen kannst- ob und wenn ja, wie du reagieren möchtest.

    du kannst ihr ja schreiben: alles andere überfordert mich zur zeit.
    Im Prinzip wäre das ein möglicher Weg. Sie hatte mir nach unserem Streit an Ostern angekündigt mir einen Brief schreiben zu wollen. Das hat sie nicht getan. Jetzt hat sie sich bei meinem Mann sinngemäß mit den Worten gemeldet: ich melde mich jetzt mal, da ja von euch nichts mehr zu kommen scheint. Ich wollte schon mehrmals einen Brief schreiben, jedoch schaffe ich es nicht das aufzuschreiben, was ich sagen möchte. Können wir mal telefonieren?
    Von einem Treffen war eigentlich noch keine Rede. Jedoch schwingt das bei unserer Art des Familienlebens immer auch mit, da wir uns in der Vergangenheit eben regelmäßig mit Kind und Kegel über mehrere Tage getroffen haben.

    Bevor ich in irgendeiner Form wieder Kontakt mit ihr aufnehme, möchte ich mir erstmal im klaren darüber sein wie ich mich positionieren möchte/muss. Mir ist bewusst geworden, dass ich ihr nicht helfen kann. Aber ich möchte Schadensbegrenzung betreiben, zumindest was mich selbst und die Schwesterbeziehung angeht.

    Ich habe nun über Abhänigkeitsbeziehungen gelesen. Da passt einiges auf meine Schwester. Auch der Umstand, dass sie niemals in ihrem Leben eine längere Zeit Single war. Eigentlich war immer "fliegender Wechsel". Auch stürzte sie sich immer von einer Sache in die Andere. Als sie mit dem Vater ihrer Tochter zusammen kam, haben sie sich direkt nach 3 Monaten verlobt. Es wurde auch schnell geheiratet. Dann sollte ein Kind her. Das hat aber nicht geklappt, sodass sie über mehrere Jahre das volle Programm mit künstlicher Befruchtung durchgezogen haben. Beim letzten der möglichen Versuche wurde sie doch Schwanger. Am Telefon hat sie geweint vor Glück, dass sie tatsächlich schwanger war.

    Vier Jahre später lernte sie ihren jetzigen Partner kennen. Alles was vorher war, wurde für sie scheinbar unwichtig. Sie wurde sofort ungewollt schwanger. Meine Nichte meinte letztens zu mir, dass sie seit sie 5 Jahre alt ist das Gefühl hat ersetzt worden zu sein und dass sie mit dem Umstand klar kommen muss eigentlich keine Mutter zu haben.

    All dies sieht meine Schwester natürlich anders. Der Umstand, dass ihre Tochter Depressionen hat wird damit erklärt, dass sie übergewichtig ist und deshalb in der Schule gemobbt wird. Aber anstatt sie zu bestärken wird einfach nur gesagt, sie solle nicht so viel essen. Meine Schwester läuft mehrfach die Woche > 10 km. Meine Nichte hasst Sport. Auch das wird ihr vorgeworfen. Sie hat überhaupt keine Empathie für das Kind.

    Auch für ihr zweites Kind fehlt es teilweise an Empathie. Mein Neffe liebte es mehrfach die Woche auf einem Bauernhof stundenlang dem Bauern bei allem zu helfen was anfiel. Das war schon eine Freundschaft. Jetzt sind sie umgezogen und laut Aussage von meiner Nichte wollte er gar nicht. Er wollte zwar weg von der Schule aber nicht weg aus der alten Heimat.

    Als sie sich vor ca. 2 Jahren vom Partner nach dem letzten Gewaltexzess getrennt hatte, war dieser gerade arbeitslos. Er ist dann ausgezogen (das Haus gehörte meiner Schwester) und ca. 200 km weg gezogen, weil er dort eine Stelle fand. Meine Schwester hat eine Vollzeitstelle in der Nähe ihres alten Hauses. Als sie dann wieder mit ihm zusammen kam, reifte wohl die Idee ein gemeinsames Haus in seiner neuen Kleinstadt zu kaufen. Also hat meine Schwester ihr Haus innerhalb von wenigen Monaten verkauft, in der neuen Stadt ein neues gekauft, dass sie nun gemeinsam renovieren. Ihre alte Arbeitsstelle hat sie aber noch behalten und pendelt jetzt für 3 Tage 200 km in die alte Heimat um dort im Camper zu übernachten.

    Sie hatte ursprünglich die Idee, dass sie dann unter der Woche für ihre Tochter da sein würde und vor Ort wäre. Nun ist es so, dass meine Nichte, unter Bestärkung ihrer Therapeutin, auf nicht absehbare Zeit keinen Kontakt mit ihrer Mutter haben möchte. Ihr geht es nach jedem Treffen wieder schlecht. Auch wird meine Nichte, nach eigener Aussage, keinen einzigen Fuß in das neue Haus ihrer Mutter setzen.

    Nun argumentiert meine Schwester damit einiges versucht zu haben, hat den Kontakt wieder aufzubauen. Damals hatte ich sie auch darin bestärkt, da ich dachte, es würde meiner Nichte guttun wenn ihre Mutter sich um sie bemüht. Aber es war schon zu spät. Das Vertrauen war weg. Außerdem ging es ihr nach jedem Treffen wieder schlecht, da ihre Mutter viel von sich erzählte und sich wenig für ihre Tochter interessierte.

    Ich weiß, es ist ihr Leben. Und ich möchte auch gar nicht mehr diskutieren oder ihr erklären, wie sie mit ihren Kindern umzugehen hat. Ich gehe davon aus seit sie wieder zusammen sind (also ca. 1,5 Jahre), ist es zu keinen neuen Gewaltexzessen gekommen. Sie sind gerade in Aufbruchstimmung wegen des Umzuges, der neuen Schule und des neuen Hauses. Daher gehe ich davon aus, dass sie gerade zuversichtlich ist mit ihrem Partner dort glücklich zu werden.

    Manchmal denke ich sogar selbst, die Dinge verhalten sich vielleicht ganz anders. Also, dass ihr Partner es nun verstanden hat, dass Gewalt keine Lösung ist und es für den Sohn nun mal das Beste ist, wenn er seinen Vater vor Ort hat. Oder dass meine Nichte zu recht kritisiert wird und sich nicht so anstellen braucht.

    Dann fühle ich mich wie früher und werde richtig irre, weil ich gar nicht mehr weiß ob ich meiner Einschätzung glauben kann. Auch der Umstand, dass sie mir mal den Brief zeigen will, den meine Mutter ihr vor langer Zeit geschrieben hat, lässt mich böse vorahnen welches Bild sie mir damit verkaufen will. In dem beschrieb meine Mutter wie sie unter der Situation gelitten hat, dass ich und mein Vater soviel miteinander stritten.

    Was ich noch brauche, ist ein Standing, eine Position damit ich ihr möglichst ohne Diskussion vermitteln kann, welche Einstellung ich zu diesem Thema habe.

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