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  1. Registriert seit
    24.10.2019
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Alles Gute für dich!

  2. Avatar von Mediterraneee
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    3.068

    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Ich verstehe Dich sehr gut. Mir steht das noch bevor, aber ich würde ebenso hadern.

    Bei meinem Vater kam ich eine halbe Stunde zu spät. Seine Haut war noch warm, als ich ihn berührte, so als sei da noch ein Nachhall seines Lebens. Das tat mir gut und war tröstlich. Dennoch war ich traurig, ihn nicht mehr lebend gesehen zu haben.
    Aber mit ihm hatte ich auch keine Konflikte...

    Vielleicht gehst Du doch noch mal hin. Selbst wenn es Dir im Moment vielleicht nichts bringt, aber Du vermeidest, hinterher irgendwann mal den Gedanken zu haben, Du hättest es versäumt.

    Ich wünsche Dir innere Ruhe und Kraft.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



  3. Registriert seit
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Habe das Gestern gemacht
    Wange und in den Arm nehmen.
    Deswegen bin ich wohl so zerrissen.
    Noch kein Anruf vom Krankenhaus.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

  4. Avatar von Kambara
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Habe das Gestern gemacht
    Wange und in den Arm nehmen.
    Dann hast du das getan, was dir möglich war. Der Abschied ist bereits vollzogen.

    Das ist in Ordnung so. Pass gut auf dich auf!
    People are so crackers.
    John Lennon

  5. Avatar von WhiteTara
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Liebe Zartbitter, nach allem was du hier immer wieder berichtet hast, kann ich dich durchaus verstehen, dass dir auch einfach Kraft und Mut ausgehen, jetzt bei deiner Mutter zu sein. Halte das so, wie es für dich gerade machbar ist!

    Was mich jedoch entsetzt: ein Seniorenpflegeheim sagt ganz klar, sie können keine Sterbebegleitung leisten .....ich bin echt fassungslos

    Patientenverfügungen haben leider oftmals ihre Tücken; wenn nicht alles ganz nach gesetzlicher Vorschrift für alle möglichen Situationen im Detail schriftlich fest gehalten ist, passiert es durchaus öfter, dass scheinbare Verfügungen dann in der konkreten Situation gar nicht rechtskräftig sind Ich hatte die Hoffnung, dass mittlerweile alle möglichen Vordrucke für solche Verfügungen und auch ärztliche Beratung viel besser laufen, dass solche Tücken nicht mehr so häufig vorkommen; aber da scheint noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden zu müssen.

    Ich bin in Gedanken bei dir und wünsche dir die nötige Kraft, die Situation durch zu stehen, so wie es nun eben ist und gerade kommt
    LG WhiteTara


  6. Registriert seit
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Ich war dabei. Und doch zu spät. Sie hat es nicht mehr mitbekommen. Vielleicht hat sie die Berührungen noch gespürt, vielleicht hat es ihr gut getan, dass ich die Schmerzmitteldosis hochsetzen ließ? Der Abschied war am Tag vorher, Wange und Arm. Das hast Du richtig gemacht, Zartbitter. Es wird Dir helfen, auch wenn es dauert. Alles Gute und viel Kraft für die nächsten Stunden, pass auf Dich auf!

  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Ich habe mich von allen meinen Großeltern quasi am Tag vorher verabschiedet, ebenso von meiner sehr geliebten Tante, die ich in dem halben Jahr über dass sie hinweg gestorben ist, mitbegleitet und versorgt habe.

    Sie alle wollten alleine sterben und haben sich einen Moment ausgesucht, in dem sie alleine waren.


    Daher du hast dich verabschiedet und in Anbetracht eures Verhältnisses auch sehr liebevoll und wohlwollend.
    Es ist an ihr, was sie daraus macht und davon mitnimmt.

    Nimm dir jetzt Zeit für dich und deine Trauer - nicht nur um deine Mutter, sondern auch um das Verhältnis, dass ihr nie gehabt habt.
    Ich denke an dich.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"


  8. Registriert seit
    06.03.2005
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Nimm dir jetzt Zeit für dich und deine Trauer - nicht nur um deine Mutter, sondern auch um das Verhältnis, dass ihr nie gehabt habt.
    Schön geschrieben.

    Das wird noch eine lange Zeit dauern. Es wird ein Abschied von einer Vorstellung, ein Abschied von einem Wunschbild. Ich finde es einfacher, von einem Menschen Abschied zu nehmen, den man vorbehaltlos lieben kann, mit dem man im Reinen ist, bei dem man um den Menschen trauern kann - und nicht um das was nicht gewesen ist. Nimm Dir Zeit, Ruhe. so weit es geht. Hast Du, obwohl Einzelkind, Unterstützung? Durch Freunde, Partner, Nachbarn, Kollegen? Jemanden, dem Du sagen kannst, wie es steht und der Dir eine Suppe kocht?

  9. Avatar von Spadina
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    In dem Seniorenheim, wo mein Vater war, hat man ja nicht mal gemerkt, dass die Windeln voll waren. 2 Pflegekräfte für 3 Stationen, der Rest Hilfspersonal: Kusinen und Tanten und deren Kusinen und Tanten aus Osteuropa, denen man für Billiglohn sagt, och, mal waschen alle 3 Tage ist schon in Ordnung....

    Und da soll Sterbebegleitung angeboten werden?

    Das ist am Leben vorbei gedacht....

    Und ich habe gerade meinen Vater 5 Tage in der Klinik begleitet, bis zum letzten Atemzug.. Auch dort ist kein Personal, die hetzen sich auch schon halb zu Tode....

    Aber man war sehr zuvorkommend, hat ein Einzelzimmer zur Verfügung gestellt, mir ein Bett dazugestellt, so dass ich rund um die Uhr begleiten konnte.

    Wenn jemand in der letzten Phase seines Lebens ist, man diese Person nur noch als zutiefst krankes Wesen betrachtet kann, als Wrack, da konnte, zumindest ich, Mitgefühl geben..

    Wenn so ein bis dato nahezu bösartiger Mensch so gehen muß, eben ebenso hässlich, wie er sich verhalten hat,
    dann sehe ich ihn nur noch als winzig, geschlagen, ausradiert an.

    Mein Satz innerlich war immer, es tut mir leid, dass ich solche Gefühle in D E I N E M Leben ausgelöst habe, aber ansonsten ziehe ich mir den Schuh nicht an. Dich nun so elend sehen zu müssen, rührt an mein Mitgefühl, in dem Gedanken, du hättest dich auch anders entscheiden können.

    Ich bleibe so bei mir, bin die, die ich bin und ich konnte gute Reise flüstern.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

  10. Avatar von Rowellan
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    AW: Ich lasse meine Mutter ...

    Liebe Zartbitter, ich schließe mich mal an... du hast dich schon verabschiedet. Pass jetzt auf dich selbst auf, tu nichts, was deine Kräfte noch mehr übersteigt
    *lost in the woods*

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