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  1. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Also mir geht es bombig. Ich hatte jahrelang das Problem eine innere Leere zu haben, durch Yoga ist das weggegangen. Da ist mein Elternhaus nicht unschuldig dran. Kriegseltern, Mutter auf der Flucht vergewaltigt worden, Depressionen.

    Ich habe auch Therapien gemacht, aber ich bin dafür wohl nicht gemacht. Das Gerede geht mir auf den Senkel. Vielleicht hatte ich auch nicht die richtigen Therapeuten für mich. Ich weiß es nicht. Ich habe mal eine Traumatherapie gemacht, weil mir mit ca. 4 oder 5 Jahren was passiert ist. Ich bin mal angegrapscht worden.

    Zu der Erberei: Meine Eltern hatten ein Haus, mir war die Hütte immer völlig egal, macht nur Arbeit und kostet Geld. Als Kind war das natürlich toll, großer Garten, Tiere.

    Was meine Schwester mit meinem Vater gemacht hat in Bezug auf ihren Erbteil war für mich unter aller Sau. Nie wäre ich auf so eine Idee gekommen. Als meine Mutter dann starb. Sie hatte kein Testament hinterlassen, fing der Krieg an. Erst wollten wir verkaufen, dann wollte meine Schwester und ihr Mann das Haus haben und mußte mich auszahlen, was sie nur unter den geringsten finanziellen Mitteln machen wollte. Da war wohl nichts. Ich hätte das Haus nicht finanzieren können und mir war es egal, was damit passiert. Ich habe es geschafft, meinen Anteil zu bekommen ohne noch groß Erbschaftssteuern zu zahlen. Ich habe sogar noch Geld für die Erneuerung der Straße bezahlt, was meine Schwester mir nach 10 Jahre mit dem Wortlaut, sie wolle in ihrem Leben aufräumen, zurückgezahlt hat. Ich hatte das längst vergessen.

    Ich denke schon mal öfter daran, was wäre, wenn ich jetzt hinfahren würde, sind ca. 4 km. Aber da ich nicht davon ausgehe, daß meine geliebte Schwester sich groß verändert haben wird, lasse ich das besser. Das wird nichts. Schade.

    „Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch“ (Dalai Lama)
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Ich hab keine Zeit das Gute in den Garstigen zu suchen!




  2. Avatar von Sneek
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    @Macani, wenn du das so hinbekommst, ist das die absolut richtige Einstellung. So etwas kann neben Stress im Job und anderen Komponenten regelrecht chronisch krank machen. Man hat nichts davon, wenn man erbt und dafür weiß Gott wie viele Medikamente braucht, weil dieses ständige Gefühl, nicht frei leben zu können, einen kaputt gemacht hat.
    Das klingt so, als wärest Du mit einem Erbe am Ziel Deiner Wünsche. Glaubst Du das wirklich?

  3. Avatar von Gitta777
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Deswegen bin ich auch immer sehr vorsichtig, wenn andere Eltern sich beklagen, die böse Tochter oder der böse Sohn kümmert sich nicht.
    Vielleicht haben sie ihre Kinder früher zu wenig unterstützt - das kann finanziell oder auch emotional sein, vielleicht haben sie sich als Teenager mit ihren Sorgen allein gefühlt - und nochmal, es geht nicht um Zickenkriege. Das hat meistens tiefere Ursachen.
    Und die Eltern waren die Erwachsenen, die sich freiwillig dafür entschieden haben, Kinder in die Welt zu setzen. Sie hatten Verantwortung, sie waren diejenigen, die dafür sorgen konnten, dass das Verhältnis gut ist, auch das der Geschwister untereinander.

    Sehe gerade, hat sich einiges überschnitten, ist die Antwort auf Macanis Posting #50.
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
    (George Bernard Shaw)

  4. Avatar von Sneek
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Nein, Eltern können kein gutes Verhältnis zwischen Geschwistern erzwingen.

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    (alle Hervorhebungen von mir)


    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    als ich sie gebeten habe, mich kurz mit R. sprechen zu lassen ... hatte sie mir nicht mal das Handy gegeben.
    Unmögliches Verhalten.

    Das für mich aber symptomatisch dafür scheint, dass Dich Deine Schwester
    sehr bewusst zu unterdrücken und dominieren versucht. Und das immerhin
    mit der Rückendeckung durch Deine Mutter.

    Dieses seit Kindheit vorherrschende Muster wird sich aller Voraussicht nach
    nicht in Luft auflösen oder in Wohlgefallen umwandeln.

    Dir bleibt im Endeffekt nur, Dich dieser Dynamik zu entziehen, indem Du ganz
    vorsätzlich aus dem Ring aussteigst - anstatt ein Teil der Kampfhandlungen zu sein.


    Gerade hat meine Mutter angerufen. Konnte nicht rangehen, weil ich sie dann eigentlich darauf ansprechen muss, weil ich so sauer bin.
    Ich schätze mal, die Vergangenheit hat Dich gelehrt, dass solche Gespräche
    nichts bringen, oder?

    Und ich schätze ebenfalls, dass Du in den Dir vertrauten Rechtfertigungsmodus
    verfallen wärst, oder?

    Fazit:
    arbeite Dich nicht an Deiner Mutter und Deiner Schwester ab, sondern bleibe,
    wie man so schön sagt, bei Dir. Und stelle Deine eigenen Umgangsregeln auf.

    Das hieße im konkreten Fall (falls die Mutter "es" thematisieren würde):
    "ICH möchte mich dazu nicht weiter äußern."

    Siehst Du den Unterschied?


    Auf diese Art und Weise kann meine Mutter auch Macht mit ihrem Erbe ausüben.
    Das kann sie nur, wenn DU ihr tatsächlich diese Macht zugestehst.

    Oder denkst Du daran, Dir das Erbe durch "Wohlverhalten" und passives Erdulden
    zu "verdienen"?




    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Ich habe bei meiner Mutter zu beiden gesagt, dass ich das mit meiner Nichte am besten selbst kläre, weil das am einfachsten ist. Es wurde ignoriert.

    Meine Schwester hat mich angebrüllt,

    Meine Mutter hatte dann auch noch gemeint, ich brauche R. - also die Nichte - dann doch gar nicht anzurufen.
    Sie hat sich einfach dazwischengeschaltet.
    Alle drei markierten Punkte sind plakative Beispiele von Respektlosigkeit.
    Das zu erkennen wäre schon mal ein großer Schritt.


    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Ich glaube, aus Elternsicht sind die erwachsenen Kinder IMMER zu selten bei ihnen, also den Eltern. Ganz egal, wie oft sie dort sind.
    Es ist aber trotzdem ein Unterschied, ob das als Vorwurfshaltung zur
    Sprache gebracht wird ... oder ob damit gemeint ist, man würde das "Kind"
    einfach gerne öfter sehen, weil man es mag und wertschätzt.


    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Mir ist es nur wichtig, dass es gerecht zugeht.
    Deine Sicht von Gerechtigkeit muss sich nicht zwangsläufig mit der Deiner Mutter
    decken. Das musst Du akzeptieren. Ihr Geld, ihr Erbe.


    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Jetzt steht ja wieder Weihnachten vor der Tür.

    Größte Angst meiner Mutter, die dann ja allein wäre, ist dann, was die Nachbarn sagen, wenn Gitta nicht kommt.
    Und Du erwägst auch dieses Jahr, aus reinem Pflichtgefühl (aus Gewohnheit? Gehorsam?)
    wieder an Weihnachten zur Mutter zu gehen?


    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Ich bekomme es nicht mal fertig, meiner Mutter zu antworten, dass ich deswegen nicht komme, weil ich das Gefühl habe, dass meine Schwester mich gar nicht sehen will.
    Auch hier ist der Fokus bei Deiner Schwester.

    Wäre er bei Dir selbst, würde obiger Satz lauten:
    "ICH möchte meine Schwester nicht sehen."

  6. Avatar von Gitta777
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Nicht erzwingen, aber dazu beitragen durchaus. @Sneek, würdest du deinem Kind nicht beistehen, etwa durch intensive Gespräche, wenn es sich durch ein anderes Kind herabgesetzt fühlt? Würdest du als Mutter nicht versuchen, es zu stärken? Oder würdest du einfach die Augen zumachen?
    Früher oder später stößt jedem alles zu. Das Leben achtet auf Vollständigkeit.
    (George Bernard Shaw)

  7. Avatar von Klecksfisch
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Natürlich müssen Eltern sich einmischen und Kindern zeigen, was z. B. Respekt ist, was Gerechtigkeit ist, Streitereien zu beider Zufriedenheit schlichten, lernen mit Petzereien umzugehen. So lernen Kinder. Ob sie sich später gut verstehen, das steht auf einem anderen Blatt. Das kam man, glaube ich, nicht steuern.

    Was ich für das aller größte Gift halte ist die Tratscherei. Mich hat man nie da gefunden, wo so etwas stattfand, weil ich ganz schnell gelernt habe, wie "stille Post" ausgeht und daran beteilige ich mich nicht.

    „Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch“ (Dalai Lama)
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
    Ich hab keine Zeit das Gute in den Garstigen zu suchen!





  8. Registriert seit
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Ich bin aus eigener Erfahrung der Meinung, dass ein anhaltend schlechtes Verhältnis von Geschwistern untereinander fast immer eine Reaktion auf das Verhalten der Eltern ist.

  9. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Zitat Zitat von Gitta777 Beitrag anzeigen
    Nicht erzwingen, aber dazu beitragen durchaus. @Sneek, würdest du deinem Kind nicht beistehen, etwa durch intensive Gespräche, wenn es sich durch ein anderes Kind herabgesetzt fühlt? Würdest du als Mutter nicht versuchen, es zu stärken? Oder würdest du einfach die Augen zumachen?
    Du bist kein Kind, du bist über 50!
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  10. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Sich in der Familie sich nie wehren können

    Zitat Zitat von Macani Beitrag anzeigen
    Ich bin aus eigener Erfahrung der Meinung, dass ein anhaltend schlechtes Verhältnis von Geschwistern untereinander fast immer eine Reaktion auf das Verhalten der Eltern ist.
    Unsinn, das schaffen Menschen auch ohne ihre Eltern.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

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