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  1. Inaktiver User

    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    ...

    Wenn alles so klar wäre...

    ...
    Man darf darauf vertrauen, dass die TE oder jeder andere mitnehmen wird aus diesem Strang, was für die eigene Klarheit nötig ist.
    Geändert von Inaktiver User (19.10.2019 um 14:32 Uhr)


  2. Registriert seit
    26.10.2016
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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Unabhängig von Geldgeschenken, der Sohn wird die Zurücksetzung hinter den Bruder auch nicht durch ein materielles Geschenk vergessen.

    Bei @Mitternachts Vorschlag wird er gesehen. Er, seine Familiensituation und die Verhältnisse. Das kann eine heilsame anwirkende Erfahrung sein und deren Wert kann nicht materiell aufgewogen werden.

    Letztlich sind solche Ungleichbehandlungen seitens der Eltern nicht gerade selten und sie wirken oft langfristig weiter. Das wird sich weder durch Geld, noch anderen Aktionen neutralisieren lassen.
    Insofern solltest du, liebe TE, realistisch sein. Es ehrt dich, diesen Neffen in seiner Lage, teilnahmsvoll zu sehen und es nicht so hinnehmen zu wollen.

    Allerdings hast du diese Dinge nicht verursacht. Du kannst sie auch nicht korrigieren. Ziehe dir keine Schuhe an, die nicht deine sind.

    Du kannst diesem jungen Mann zeigen, dass du ihn siehst, wie @Mitternachtsblau rät. Das ist etwas sehr Wertvolles und ob du ihm dazu Geld, egal welchen Betrags, dazu schenkst, ist eher nebensächlich.
    Die Erfahrung, gesehen und geachtet und erwachsen behandelt zu werden, ist ein echtes Geschenk, was über Jahre hinaus in ihm wirken kann.

    Du solltest dir aber auch bewusst sein, dass du diese Schieflage nicht verursacht hast und du sie erst recht nicht wirklich beheben kannst.
    Punktuell kannst du selbst anders als die Eltern handeln, doch das Gros der Lage bleibt, wie es ist.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  3. Registriert seit
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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von gabiella Beitrag anzeigen
    Das ist ein ganz, ganz toller Ansatz, finde ich.
    Habe ich auch immer so gehalten und mache es bei meinen inzwischen erwachsenen Kindern auch so.
    Gerecht ist doch eher, wenn jeder bekommt, was er braucht und nicht jeder das gleiche.
    Kein Mensch würde einem 17jährigen, einer 10jährigen und einem Baby das gleiche Paar Rollschuhe schenken und das "gerecht" finden.
    Ein Jugendlicher braucht mehr das offene Ohr, Hilfe bei Bewerbungen u.ä. und ein anderer eher 50 € Zuschuss für einen Herzenswunsch.

    OT Mir gefällt das immer gut, Luci, was du über deine Wahlfamilie schreibst, so ehrlich und herzlich
    Danke!
    Meine Herzenskinder geben mir sehr viel . .

    Mir fiel gerade noch was lustiges ein: Kinder messen den Wert eines Geschenks in erster Linie an der Grösse . . das gab schon mal Verdruss, weil das Geburtstagegeschenk "kleiner" war als das (euromässig fast wertlose) Geschenk fürs Geschwisterkind . .

    Ich denke auch, der grosse kann Tante und Onkel gut gebrauchen beim Absprung ins Leben. Mit allem kommen die jungen Erwachsenen nicht mehr zu den Eltern, da sind Paten eine gute Anlaufstelle.

    Auch wenn die offizielle Patenschaft beendet ist, bleibt doch der Draht zum Patenkind . . vielleicht zieht der Grosse ja irgendwann aus und braucht Hilfe beim Streichen einer Wohnung oder einen Küchentisch oder was auch immer . .

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  4. Registriert seit
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    1.974

    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Mich wuerde noch interessieren, ob dein Patenkind noch eine(n) andere(n) Paten/Patin hat, und wie es da gehalten wird?

    Hm.

    Unsere Kinder haben jeweils 2 Paten, die ihr Amt sehr unterschiedlich ausueben. In den meisten Faellen ist es so, wie wir als Eltern es uns bei der Taufe gewuenscht (und mit den Paten besprochen) haben: die Paten sehen sich als "zusaetzliche erwachsene Bezugspersonen" fuer unsere Kinder, die durch Kontakt, Unternehmungen und auch Geschenke ein enges Verhaeltnis zu dem jeweiligen Kind aufgebaut haben. Zu den anderen Kindern haben sie ein normal-freundliches Verhaeltnis und bringen auch mal fuer jeden eine Schokolade mit oder so, aber im Prinzip richtet sich diese besondere Zuwendung schon an das jeweilige Patenkind.

    Eine Patentante, vom mittleren Kind, faellt da total raus und behandelt alle Kinder gleich (in dem Fall z.B. so: alle Geburtstage werden ignoriert, zu Weihnachten oder bei Treffen bekommen alle dasselbe bzw. ein "gleichwertiges Geschenk", Unternehmungen etc. werden wenn ueberhaupt dann mit allen Kindern gemacht).

    Ehrlich gesagt finde ich das als Mutter total bloed, und das Patenkind dieser Patentante auch. Die anderen Geschwister haben dadurch quasi einen zusaetzlichen Paten, aber fuer das Patenkind bleibt sozusagen nichts "Besonderes" uebrig, das die Patenschaft kennzeichnen wuerde.

    Dein Fall, liebe TE, ist natuerlich noch komplizierter, weil der aeltere Junge keine aktiven Paten mehr hat. Aber ich finde tatsaechlich auch den Aspekt nicht zu vernachlaessigen, dass es fuer den Juengeren doof sein koennte, wenn er seine Patentante so komplett teilen muss - du bist nunmal seine Patin, und nicht die beider Jungs (jetzt vorausgesetzt, dass Patenschaft bei euch etwas bedeutet und ernst genommen wird, wie es bei uns eben ist).

    Ich finde deshalb die Idee mit deinem Mann als Ersatzpaten am besten - das laesst dir Spielraum, dich ganz besonders um Dein Patenkind zu kuemmern (zu dem du ja auch eine gute Beziehung hast), ist fuer den Aelteren schoen, wenn er einen eigenen Paten hat, und der Juengere wird nicht "bestraft" dafuer, dass die Paten des Aelteren sich nicht kuemmern (was natuerlich nicht wirklich so ist, sich aber schon so anfuehlen koennte...).

    Fuer die Ebene der allgemeinen Zurueckgesetztheit des Aelteren bist nunmal nicht du zustaendig, auch wenn so etwas sicher schwer auszuhalten und mitanzusehen ist. Aber auch da finde ich eigentlich am besten, wenn der Aeltere mit deinem Mann eine eigene zusaetzliche Bezugsperson angeboten bekommt.
    Wer zuletzt lacht, denkt am langsamsten.


  5. Registriert seit
    19.10.2019
    Beiträge
    17

    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Wow, ich bin gerade vollkommen überwältigt von den ganzen Posts. Danke schön dafür, auch für die kritischen Anmerkungen. Ich werde gleich mal versuchen, auf einige einzugehen, einiges hat mir schon ganz schön zu denken gegeben.

    Vorab kann ich sagen, es ist bei uns in der (Ursprungs-)Familie alles irgendwie schwierig. Ich habe oft das Gefühl, ich schlage total aus der Art. Über Dinge wird nicht wirklich gesprochen. Ich würde manchmal gerne, bei Ansätzen dazu wird aber immer alles abgewiegelt und ich gefühlt und ich denke auch realistisch gesehen so hingestellt, was ich da wieder für Gespenster sehe. Meine Schwester sieht das einfach alles nicht so eng... ich sehe es einfach mit einem Blick von außen, manchmal (natürlich nicht immer) sieht man da mehr, als wenn man drinnen steckt.

    Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll - das was ich mir (möglicherweise) zu viel an Gedanken mache und auf Dinge gucke, denkt und guckt meine Schwester für mein Empfinden zu wenig und mein ehemaliger Schwager auch. Die beiden waren noch ziemlich jung, als sie den Älteren Jungen vor 16 Jahren ungeplant bekamen. Er ist 16 und noch nicht 20. Ich bin einige Jahre älter als meine Schwester und wohl landläufig gesagt die Vernünftigere (oder so).

    Meine Schwester und ich haben kein so richtig geschwisterlich enges Verhältnis. Wir besuchen uns nicht außerhalb der Geburtstage und laufen uns nur über den Weg, wenn ich meine Eltern besuche; sie wohnt mit den Kindern im Haus unserer Eltern in einer eigenen Etage und wenn wir aufeinander treffen ist es immer eher angespannt. Wir haben uns eigentlich nichts zu sagen, wenn ich ehrlich bin. Sie interessiert sich nicht für mein Leben, ich mich nicht für ihres bzw. eben nur für die Kinder. Ich weiß, dass sie es gut findet, das ich mit den Jungs was mache, das merke ich schon. Aber ansonsten haben wir keine wirklichen Schnittmengen.

    Aber wie gesagt, Reden und Gefühle zeigen ist in meiner Ursprungsfamilie nicht an der Tagesordnung. Und ich weiß eben aus Erfahrung, dass viele Sachen, die in meinen und den Augen anderer Menschen normalerweise besprochen werden, dort eben nicht besprochen werden, auch nicht mit den Kindern. Ich kann eine Hand dafür ins Feuer legen, dass mit dem Älteren niemals über seine Paten gesprochen wurde oder wenn dann eben nur lapidar, da haben wir keinen Kontakt mehr.

    Man, das hört sich so blöd jetzt an, aber es ist leider so, dass man bei beiden Jungs merkt, dass eben so normale Sachen oder Umgangsformen nicht so ausgebildet sind, wie sie in dem Alter sein sollten. Ich kenne das aus eigener Erziehung anders, meine Schwester eigentlich auch, setzt es aber nicht so um und ich kenne das auch im Freundes- und Bekannten/Kollegenkreis bei denjenigen mit Kindern nicht so, wie es bei meiner Schwester läuft.

    Von daher empfinde ich das auch als schwierig, mit dem Älteren ein Gespräch darüber zu führen. Jedenfalls im jetzigen Alter. Das mag mit 21 sicher ganz anders sein. Da ist er vermutlich mit einer Ausbildung fertig und hat das Leben auch schonmal anders kennengelernt, wißt ihr wie ich meine?

    Die Sache, dass man meinen Mann jetzt quasi als Paten für den Älteren nehmen könnte, obwohl das kirchliche Patenamt ja schon mit 14 zu Ende gewesen ist, finde ich nicht schlecht. Aber wie stellt ihr euch das praktisch vor? Sollen wir das einfach so ohne Gespräch machen, so dass quasi zum 18. dann das Geldgeschenk (und für mich natürlich klar auch noch was persönliches) von meinem Mann kommt? Dass wir das quasi nur für uns intern entscheiden und darauf vertrauen, dass es bei meinem älteren Neffen schon richtig ankommt?

    Nun gehe ich mal die Seiten durch und versuche noch weiter zu antworten. Bitte seht mir nach, wenn ich nicht alles so schnell schaffe zu kommentieren.

  6. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Ratlose Tante,

    mir ist in deinen Schilderungen sehr viel unsympathische Wertung/Abwertung gegenüber dem Leben deiner Schwester.

    Du hast offenbar selbst keine Kinder und siehst dein Patenamt für deinen Neffen als eine Art Mission und als demonstrativen Widerpart zu deiner Schwester.

    Den Ursprungskonflikt, dass du dem älteren Neffen auch gerecht werden möchtest, kann ich nachvollziehen, auch wenn ich denke, dass es nicht so zerdacht werden muss.
    Deine Ausführungen zu deiner Herkunftsfamilie und zur Familie deiner Schwester finde ich sehr unsympathisch.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.


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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Woher weißt Du das?
    Weil Kinder nunmal meistens genau hinsehen, was der jeweils andere bekommen hat. Auch wenn der Junge dann natürlich 18. und erwachsen ist nach dem Gesetz, bin ich schon der Ansicht, dass er ganz genau hinsehen wird.. das war bisher so bis jetzt wo er 16 ist und ich vermute, das wird sich auch nicht ändern.

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Ich habe schon als Kind verstanden, dass Paten dem jeweiligen Kind immer mehr zukommen lassen, als den anderen.
    Ja, ich habe das als Kind auch verstanden, meine Eltern haben mich allerdings auch anders erzogen, als meine Neffen erzogen werden. Ich habe dazu gerade schon was in einem längeren allgemeinen Post auf Seite 5 geschrieben.


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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen

    Du hast offenbar selbst keine Kinder und siehst dein Patenamt für deinen Neffen als eine Art Mission und als demonstrativen Widerpart zu deiner Schwester.
    Das stimmt, ich habe keine Kinder. Das ist gewollt so. Und nein, ich sehe das Patenamt nicht als Mission und schon gar nicht als Gegenpart zu meiner Schwester, wie kommst Du darauf?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Deine Ausführungen zu deiner Herkunftsfamilie und zur Familie deiner Schwester finde ich sehr unsympathisch.
    Das spreche ich dir nicht ab; so stellt es sich aber leider dar.


  9. Registriert seit
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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Ich sehe das einerseits wie Dein Mann - im Gegensatz zu Dir bin ich aber der Ansicht, nicht die Paten des Älteren sondern Du selbst hast diese Situation verursacht.


    Wie? Indem Du jahrelang immer gleich geschenkt hast.

    Wie sollen die Kinder verstehen, dass das nun beim 18. plötzlich anders ist?
    Ja, da muss ich dir schon recht geben. Normalerweise hätte ich das wohl auch anders gehändelt, wenn der Ältere eben auch aktive Paten gehabt hätte; ich konnte dann aber nicht anders, als beide gleich zu behandeln, weil ich mich schlecht gefühlt habe zu sehen, wie schlecht sich der andere fühlt, wenn der Kleine "mal wieder" mehr bekommt als er. Leider ist man immer später immer schlauer.


  10. Registriert seit
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    AW: Geschenk Patenkind und Nicht-Patenkind

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen
    Du schreibst doch, angeblich behandelst du beide Jungs gleich. Das machst du doch gar nicht. Was denkst du dir da zusammen? Was machst du ein Theater wegen dieser Patenschaft?

    Der Älteste bekommt nichts von seinen Paten, weil die sich aus dem Staub gemacht haben. Der Jüngere bekommt von dir was und zudem noch mehr. Der Grund weil du Patin bist.
    Der Ältere ist zweimal benachteilig, nein dreimal. Keine Paten, die Tante bevorzugt den anderen Bruder und schwierig ist er auch noch. Amen.
    Sag mal geht's noch?

    Aus Deinen Zeilen spricht wohl eher noch das Problem deiner eigenen Benachteiligung deiner Schwester gegenüber.

    Ich bevorzuge überhaupt keinen der beiden Jungs. Im Gegenteil - ich gebe bisher jedenfalls gleich viel. Dass ich mich innerlich verbundener fühle zu meinem Patenkind heißt doch nicht, dass ich nach Außen den Älteren auflaufen lasse.

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