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  1. Registriert seit
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    AW: Berliner Testament

    Hier: zweite Ehe für beide, wir haben beide je 3 Kinder aus ersten Ehen, keine gemeinsamen.
    Haus vorhanden.
    Wir haben uns anwaltlich beraten lassen, wie wir verhindern können, dass sofort nach dem Tod meines Mannes seine Kinder (die sich ansonsten nicht kümmern, aber gerne Geschenke und finanzielle Zuwendungen nehmen) vor der Tür stehen und umgehend ihr Erbe verlangen.
    Nach der Beratung haben wir folgendes Testament gemacht:
    Wir setzen uns gegenseitig als Alleinerben ein.
    Nach dem Tod des Letztversterbenden erben die 6 Kinder, namentlich genannt, zu gleichen Teilen.
    Sollte ein Kind schon nach dem Tod des ersten (eigenen)Elternteils einen Anspruch anmelden, wird es seinen Pflichtteil (50% des ihm zustehenden Erbteils) bekommen, dann aber vom Erbe nach dem 2.Todesfall ausgeschlossen.

    Das heißt bei einem angenommenen "Vermögen" von 600.000 €, rechnet sich so schön, sähe es beim Tod meines Mannes so aus (umgekehrt genau so):
    300.000 wären sein Vermögen, davon erbe ich als Ehefrau 50% (150.000) und seine Kinder 50% zu gleichen Teilen (je 50.000)
    Wenn sie das sofort einfordern, würden sie den Pflichtteil erhalten, je 25.000 €, und das war 's.
    Wenn sie sich bis nach meinem Tod gedulden, fiele auf jeden 1/6 des Gesamtvermögens, also 100.000 €.

    Inzwischen, einige Jahre nach der Errichtung des Testamentes, denke ich, ich würde nach dem Tod meines Mannes das Haus verkaufen und den Erlös unter den Kindern aufteilen und hätte meine Ruhe für meine letzten Tage.
    Manchmal machen mein Mann und ich auch Pläne in der Richtung " alles auf den Kopf hauen, viel spenden für sinnvolle Projekte, besser nichts vererben"
    Wir unterstützen die Kinder jetzt und sind großzügig, ich denke, dass ist der bessere Weg.
    Man hört soviel von Geschwisterstreit im Erbfall, gruselig!

  2. Avatar von Sneek
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    AW: Berliner Testament

    Zitat Zitat von Monzel Beitrag anzeigen
    Ich wollte gerne ein gemeinschaftliches Testament, damit mein Mann mich nicht ohne mein Wissen enterben kann. 😉
    Ich hoffe, das ist ein Scherz.

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Berliner Testament

    Das ist dann sozusagen ein Erbvertrag, sich gegenseitig zu Alleinerben einzusetzen.

    Ich habe auch erst gestutzt - aber das ist doch nicht unvernünftig.

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Berliner Testament

    Zitat Zitat von gabiella Beitrag anzeigen
    Man hört soviel von Geschwisterstreit im Erbfall, gruselig!
    Das liegt oft aber auch daran, dass der Erblasser keine klaren oder keine "gerechten" Regelungen trifft.

    Bei Euch klingt das klar und nachvollziehbar und gleich für alle geregelt, da habt ihr so gut vorgebeugt, wie es geht.

  5. Avatar von Sneek
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    AW: Berliner Testament

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Das ist dann sozusagen ein Erbvertrag, sich gegenseitig zu Alleinerben einzusetzen.

    Ich habe auch erst gestutzt - aber das ist doch nicht unvernünftig.
    Wenn es für mich vorstellbar wäre, dass mein Ehepartner mich hinterrücks enterben könnte, bräuchte ich diese Ehe nicht mehr.

  6. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Berliner Testament

    Die Formulierung ist schon speziell, stimmt. Deshalb habe ich auch gestutzt.

    Aber kinderlose Ehepaare brauchen ein Testament, um den anderen zum Alleinerben zu machen.
    Bei gesetzlicher Erbfolge erbt ein Teil die Familie.

    Und wenn man sich gegenseitig zu Alleinerben machen möchte, dann macht es Sinn, das wirklich "auf Gegenseitigkeit" zu machen.

    Sonst heißt es immer, man (und insbesondere "frau") solle bei Geldangelegenheiten nicht so naiv sein.

    Was spricht denn dagegen, es so zu machen?

  7. Avatar von Sneek
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    AW: Berliner Testament

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Die Formulierung ist schon speziell, stimmt. Deshalb habe ich auch gestutzt.

    Aber kinderlose Ehepaare brauchen ein Testament, um den anderen zum Alleinerben zu machen.
    Bei gesetzlicher Erbfolge erbt ein Teil die Familie.

    Und wenn man sich gegenseitig zu Alleinerben machen möchte, dann macht es Sinn, das wirklich "auf Gegenseitigkeit" zu machen.

    Sonst heißt es immer, man (und insbesondere "frau") solle bei Geldangelegenheiten nicht so naiv sein.

    Was spricht denn dagegen, es so zu machen?
    Es spricht nichts dagegen, mich hat nur die Begründung irritiert.

    Ich bin auch gar nicht mal der Meinung, dass Ehepartner sich zwangsläufig gegenseitig beerben müssen. Ich habe mein eigenes Einkommen und mein eigenes Vermögen, wenn mein (hypothetischer) Ehemann sein Vermögen lieber irgendeinem Verein hinterlassen wollte, könnte er das meinetwegen tun.


  8. Registriert seit
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    AW: Berliner Testament

    Wir haben einen Erbvertrag bei dem die Kinder keine Eigentumsrechte am Haus erben.

    Da ging es uns darum, dass eine vom Amt gestellte Person dann die Interessen der minderjährige Kinder gegenüber dem Überlebenden Elternteil vertreten würde.

    Der könnte also zB das Haus nicht einfach so verkaufen ohne Zustimmung vom Amtsvertreter.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  9. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Berliner Testament

    Das ist aber kein deutsches Recht - oder doch?

  10. Avatar von Sneek
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    AW: Berliner Testament

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Wir haben einen Erbvertrag bei dem die Kinder keine Eigentumsrechte am Haus erben.

    Da ging es uns darum, dass eine vom Amt gestellte Person dann die Interessen der minderjährige Kinder gegenüber dem Überlebenden Elternteil vertreten würde.

    Der könnte also zB das Haus nicht einfach so verkaufen ohne Zustimmung vom Amtsvertreter.
    Das hab ich nicht verstanden. Warum möchte man, dass im Todesfall ein Amtsvertreter (von welchem Amt denn?) in innerfamiliäre Angelegenheiten eingreift?

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