+ Antworten
Seite 6 von 9 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 90

  1. Registriert seit
    22.03.2019
    Beiträge
    127

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Tini1969 Beitrag anzeigen
    Wichtig ist, dass wir meinen Stiefsohn jetzt irgendwie mit ins Boot bekommen.
    Warum das? in welches Boot?


  2. Registriert seit
    22.03.2019
    Beiträge
    127

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Tini1969 Beitrag anzeigen
    Gäbe es keine Schlusserben in dem Testament, könnte mein Mann mit seiner Haushälfte beliebig verfahren.
    Wenn aus dem Ersthaus nur 40.000 im Zweithaus stecken, dann kann er die doch wieder herausnehmen? So groß ist diese Summe ja nicht.

    Kann man nicht das Schluss-Erbe vorziehen und die Adoptivkinder jetzt auszahlen? Dann wäre Euer gemeinsames Haus unbelastet.


  3. Registriert seit
    14.06.2010
    Beiträge
    215

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Hallo Tini,

    der springende Punkt ist, wie Ihr es schafft, dass Dein Mann zu Lebzeiten frei über sein Vermögen verfügen kann und ihr die üblichen Maßnahmen zur wechselseitigen Absicherung im Überlebensfall treffen könnt.

    Dazu muss er seine und Ihr Eure gemeinsamen Vermögensverhältnisse mit guter anwaltlicher Beratung neu ordnen, inkl. den Adoptivkindern ihr mütterliches Erbe fair abgelten und der leibliche Sohn hatte auf dem Papier Pech, doch das wird man doch inoffiziell ebenso gerecht abgelten können. Schenkt es ihm und Punkt, notfalls in mittelgroßen Beträgen zu jedem sich bietenden Anlass.

    Das finanzielle Reset wird wahrscheinlich ohne den Verkauf Eures Hauses nicht möglich sein. Ihr könnt wieder eine Immobilie erwerben, da bist aber dann nur Du die Besitzerin. Du bezahlst den Kredit und Dein Mann die laufenden Kosten. Das Haus vererbst Du testamentarisch dann einem Deiner Verwandten und Deinem Mann räumst Du im Überlebensfall bis zu seinem Lebensende den Nießbrauch ein. Die Kinder Deines Mannes erhalten angemessene Vermächtnisse aus dessen Vermögen, sobald Ihr Vater verstirbt, das kann er zu Lebzeiten für sie anlegen.

    Noch seid Ihr jung genug für einen Neustart, auch wenn's sich erstmal bitter anfühlt.

    Ob Du nun das Testament, das Dein Mann einst mit der leiblichen Mutter seiner beiden Adoptivkinder verfasst hat, anfichst (Mit welcher Aussicht auf welchen Erfolg?), oder ob Ihr zu Lebzeiten Eure gemeinsamen Vermögensverhältnisse restrukturiert, mit der erklärten Absicht, Dich als "Stiefmutter" zum Nachteil der Kinder abzusichern, das werden sie Dir so oder so übelnehmen.

    Sind alles nur so Gedanken. Geh zu einem guten Anwalt.

    Und sag Dir immer: Noch ist es Euer Haus und Euer Geld. Jeder hat zwei Hände und einen Kopf und kann sich selbst etwas aufbauen statt sich schon zu Lebzeiten der Eltern Gedanken zu machen, wie sie das Fell des Bären einmal zerteilen wollen.

    leomontree
    Geändert von lemontree75 (19.09.2019 um 18:19 Uhr)


  4. Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.099

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Tini1969 Beitrag anzeigen

    Ganz einfach. Gäbe es keine Schlusserben in dem Testament, könnte mein Mann mit seiner Haushälfte beliebig verfahren. Er könnte es seinen drei Kindern vererben, aber mir ein Wohnungsrecht einräumen. ...
    Dadurch, dass es Schlusserben gibt - jetzt mal ganz unabhängig davon ob es 2 oder 3 sind - kann er über sein "Vermögen" nicht verfügen bzw. nur dahingehend verfügen, dass er sein Geld ausgibt.
    Verstehe ich nicht. Warum soll ein normales Berliner Testament die Einräumung eines Wohnrechts verhindern? Dein Mann ist ganz normaler Erbe und kann völlig frei mit dem geerbten Vermögen tun und lassen was er will. Natürlich nicht per Erbvertrag, aber eine Schenkung des Wohnrechs unter Lebenden wäre überhaupt kein Problem. Verboten sind allein beeinträchtigende Schenkungen, aber das scheidet bei eurer Konstellation ja aus. Oder wurde in dem Berliner Testament Vor- und Nacherbschaft vereinbart? Dann hätte er das erste Haus aber schon nicht verkaufen dürfen.

    Ansonsten sind das zwei völlig unterschiedliche Probleme, die du hier vermischst. Das eine ist das Wohnrecht für dich. Wenn das wirklich durch das Berliner Testament verhindert würde (was ich mir anhand der Informationen hier nicht erklären kann), wäre das genau Sinn und Zweck des Berliner Testaments: Die Kinder sollen nicht zu Gunsten eines späteren neuen Partners des Überlebenden benachteiligt werden können. Das dürfte völlig im Sinne der verstorbenen Ehefrau sein: Sie möchte nicht, dass von ihrem Erbe nicht ihre Kinder, sondern eine neue Ehefrau profitiert.

    Das zweite Problem ist der zu kurz gekommene leibliche Sohn des Manns. Das hat mit deinem Wohnrecht überhaupt nichts zu tun, dafür ist die Anzahl der Schlusserben egal. Das soll also dein Mann mit seinen drei Kindern regeln, das geht dich nichts an.
    Geändert von stefanie63 (19.09.2019 um 18:41 Uhr)


  5. Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.099

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Tini1969 Beitrag anzeigen
    . Die einzige Möglichkeit die bleibt, ist, dass ich als 2. Ehefrau das Testament anfechte. ..
    Nein, dafür ist es zu spät. Wenn die Jahresfrist, innerhalb derer dein Mann das Testament hätte anfechten können, vorbei ist (und das ist sie hier offensichtlich), kannst du auch nicht mehr anfechten.


  6. Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    13.076

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Bitte klär die Sache mit dem Nießbrauch unbedingt mit einem Anwalt.
    Denn nach meinem Rechtsverständnis haben die adoptierten Kinder Anspruch auf den "Gewinn" des Elternhausverkaufs. Der lässt sich ja ermitteln, so dass die beiden ausbezahlt werden können.
    Das Berliner Testament verhindert auf keinen Fall einen Nießbrauch. Wie denn auch? In diesem Fall wären alle eure Kinder erst nach eurem Tod (wer auch immer zuletzt gehen darf) Erben.

    Ist das so richtig?
    Der Mann hat vor seinen Kindern geerbt und die adoptierten nicht anteilsmäßig ausgezahlt. Wenn er stirbt, erben alle drei Kinder von ihm zu gleichen Teilen. Denn sie erhalten gemeinsam seine Vermögensmasse.
    Wie soll da sein leiblicher Sohn den Pflichtteil einklagen müssen?

    Leichter macht ihr es euren Kindern, wenn ihr im Nachhinein einen Ehevertrag schließt und darin ein paar Sachen bestimmt, die der Rechtanwalt und der Notar als zulässig empfinden. So könnte für jedes Kind einzeln eine Summe enthalten sein. Was mit der Immobilie geschieht, die ihr gemeinsam angeschafft habt, geht das auch, dass z.B. sein leiblicher Vaters Hälfte erbt und seine Adoptivgeschwister mit einer Summe x auszahlen muss. Oder dein Mann verkauft dir seinen Anteil, so dass du dann in deinem Testament bestimmst, wer wann wie viel erbt.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  7. Avatar von Sneek
    Registriert seit
    24.02.2019
    Beiträge
    2.695

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von stefanie63 Beitrag anzeigen
    Nein, dafür ist es zu spät. Wenn die Jahresfrist, innerhalb derer dein Mann das Testament hätte anfechten können, vorbei ist (und das ist sie hier offensichtlich), kannst du auch nicht mehr anfechten.
    Wie könnte denn der Mann ein Testament anfechten, das er selbst mit unterschrieben hat?


  8. Registriert seit
    16.02.2009
    Beiträge
    1.099

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Wie könnte denn der Mann ein Testament anfechten, das er selbst mit unterschrieben hat?
    nach §§ 2079, 2080 BGB.
    Er ist anfechtungsberechtigt, weil ihm die Anfechtung zugute kommt: Er gewinnt seine Testierfreiheit zurück. Und der Anfechtungsgrund liegt darin, dass mit der neuen Heirat ein neuer Pflichtteilsberechtigter, nämlich die neue Ehefrau hinzugekommen ist.


  9. Registriert seit
    17.01.2013
    Beiträge
    3.075

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Vielleicht habe ichs überlesen, aber wie kann es eigentlich sein, dass man in seinem eigenen Testament, das man sich hoffentlich auch mal irgendwann durchgelesen hat, sein eigen Fleisch und Blut "vergisst"? Ist es Deinem Mann niemals aufgefallen, dass sein Sohn nicht bedacht wurde? Es will mir irgendwie nicht in den Kopf, dass nur die Frau und ihre Kinder Erwähnung gefunden haben.

  10. Avatar von Malaita
    Registriert seit
    18.01.2018
    Beiträge
    2.056

    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von schubidu Beitrag anzeigen
    Vielleicht habe ichs überlesen, aber wie kann es eigentlich sein, dass man in seinem eigenen Testament, das man sich hoffentlich auch mal irgendwann durchgelesen hat, sein eigen Fleisch und Blut "vergisst"? Ist es Deinem Mann niemals aufgefallen, dass sein Sohn nicht bedacht wurde? Es will mir irgendwie nicht in den Kopf, dass nur die Frau und ihre Kinder Erwähnung gefunden haben.
    Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Der Sohn kann nicht einfach so vergessen worden sein, wenn eine Fachperson für Erbschaftsfragen sich damit befasst. Anwalt oder Notar - die erfragen doch in Testamentsangelegenheiten die Familienverhältnisse, um jedweden Wenns und Abers vorzubeugen.
    Außerdem: wie kann man sein eigenes Kind vergessen. Seltsam.

+ Antworten
Seite 6 von 9 ErsteErste ... 45678 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •