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  1. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Interessant wäre auch zu wissen, ob es wirklich keine Gründe gab, nur die Adoptivkinder als Schlusserben einzusetzen, die der Mann jetzt vielleicht nicht mehr wahrhaben will. Vielleicht sollten sie für den Verlust ihrer Ansprüche gegen den leiblichen Vater durch die Adoption entschädigt werden? Vielleicht ist der leibliche Sohn über eine reiche Mutter finanziell abgesichert, die Adoptivkinder aber nicht? Vielleicht stammte das Eigenkapital für das Haus aus dem Vermögen der Frau oder ihrer Familie?
    Vielleicht weiß die TE gar nicht, was damals überlegt wurde.

  2. Avatar von kuhliebe
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich bin im Erbthema aktuell leider drin.

    Guten Anwalt suchen.
    Wert des Hauses des Vermögens und der Schulden zum Todeszeitpunkt der Mutter ermitteln lassen. Muss ja schon wegen dem Erbmassewert damals festgelegt worden sein. Höhe des damaligen Erbanteils ohne Testament feststellen. Den Genau ermittelten Erbwert auszahlen. Notariel beurkunden lassen.
    Aus die Maus. Dann gibts erst wieder was wenn der Adoptivater stirbt. ( Achtung Pflichtteilsanspruch um den kommen sie nur rum wenn sie nach Auszahlung beurkundet verzichten)

    Zu der jetzigen Situation mit der TE gut beraten lassen. Evtl. Güterstandsänderung kann dann aber wieder den leiblichen Sohn um einen Teil seines Erbes bringen.
    Kostet Geld ist aber so.

  3. Avatar von Malaita
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Was den Sohn deines Mannes betrifft: da bin ich mir gar nicht mal so sicher, dass er später vom Erbe ausgeschlossen wird. Da würde ich mich an deiner Stelle dringend erkundigen (Rechtsanwalt).
    Gemeinsames Kind (bzw. nicht gemeinsames Kind) hin oder her - 1. Ist der Sohn ein Abkömmling deines Mannes und 2. lebte sein Sohn schließlich im gemeinsamen Haushalt.

    Ich komme auf gemeinsamen Haushalt, weil:
    Stell dir eine Familie vor, das Ehepaar hat ein gemeinsames Kind und ein Kind, vom Ehepartner eingebracht.
    Nun stirbt der Ehepartner, er hinterlässt also das gemeinsame Kind und sein Stiefkind. Halbwaisenrente ist also fällig. Die Halbwaisenrente erhält sowohl das eigene Kind, aber auch sein Stiefkind in gleicher Höhe. Mit der Begründung, dass das Stiefkind ja in seinem Haushalt gelebt hat.

    Vielleicht sind das zwei paar Schuhe - Erbe und Halbwaisenrente - aber wie gesagt, erkundige dich mal. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Sohn deines Mannes nicht bedacht wird. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass DU keine Rolle dabei spielst!

    Jetzt habe ich nochmal dein Eingangsposting gelesen und muss sagen: es ist ein Fehler, nur mit der betreffenden Famile darüber zu sprechen. Schalte einen Anwalt ein! Gerade Erbschaftssachen sind manchmal nicht so einfach zu handhaben, wie sie auf dem Papier stehen. Für den Laien klar erscheinende Worte sind für den Gesetzgeber verschiedentlich auslegbar. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man manche geschriebene Sachen gar nicht wortwörtlich nehmen kann, da gibts oftmals irgendwelche Tücken.
    Und ich hoffe für dich, dass es die "Tücken" sind, die zu deinem Vorteil sind!!!
    Geändert von Malaita (18.09.2019 um 23:34 Uhr)

  4. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von Tini1969 Beitrag anzeigen
    Der Knackpunkt ist, dass wir unsere gemeinsame Immobilie auch gemeinsam gekauft haben. Ich kannte das Testament damals nicht und mein Mann war sich über die Auswirkungen des alten Testaments nicht im Klaren.

    Durch die Schlusserben kann mein Mann mir kein Wohnrecht an seiner Hälfte einräumen, so wie wir das gegenseitig geplant hatten.
    Ich gehe mal nur auf diesen Teil ein - dass dein Mann dir kein Wohnrecht einräumen kann.
    Das ist ja völlig unabhängig davon, dass die Schlusserben "unklar" eingesetzt wurden.

    Und ich finde das völlig schlüssig. Die Kinder wurden durch das Berliner Testament beim Tod der Mutter enterbt, um dann alles zu bekommen, wenn der Vater stirbt. Da ist völlig logisch und richtig, dass der Vater jetzt nicht mit seiner neuen Ehefrau wiederum eine Art "Berliner Testament" machen kann - und sei es nur durch Wohnrecht.
    Das Haus ist mit Vermögen der Mutter gebaut, das teilweise schon an die Kinder gefallen wäre, wenn es die Konstruktion des Testaments nicht gegeben hätte.

    Das ist alles blöd für dich - aber es gibt kein Grundrecht darauf, alleine in einem Haus zu leben, das man sich alleine nicht leisten kann.

  5. Avatar von Vienna__
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich denke, Du wärst gut beraten, einfach mal einen FA / Notar Deines Vertrauens aufzusuchen und Dich umfassend beraten zu lassen über den Status-Quo. Was ich nicht verstehe: Ihr habt Euch doch vor dem Immo-Kauf rechtlich beraten lassen. Wo genau hakt es?
    Geändert von Vienna__ (19.09.2019 um 00:43 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    I In dem Augenblick, wo sich die beiden Geschwister so unfair geäussert haben, war die Familie zerrüttet. Schade.
    Aus Sicht der Adoptivkinder sind wohl nicht sie diejenigen, die sich unfair äußern, sondern der Adoptivvater:

    Ihre Mutter - beraten von einem Notar - hat ein Testament gemacht, durch das sie zunächst benachteiligt werden (Sie werden zunächst enterbt, der Adoptivvater ist Alleinerbe) und anschließend begünstigt werden (Sie sind Schlusserben). Die Kinder akzeptieren die nachteilige Regelung nach dem Tod der Mutter, überlassen dem Vater das Erbe und machen nicht einmal ihren Pflichtteil geltend. Und jetzt kommt nachträglich der Vater und möchte, dass sie - nachdem sie die Nachteile in Kauf genommen haben - die günstige Regelung zugunsten seines leiblichen Sohnes und seiner neuen Frau zu ihrem Nachteil ändern, indem er behauptet, der Notar habe alles falsch gemacht und die Mutter habe in Wirklichkeit etwas anderes gewollt als das, was der Notar beurkundet hat und was sie damals so unterschrieben hat.

    Die Kinder haben den Willen der Mutter, so wie er in dem Testament niedergelegt wurde, akzeptiert, als er zu ihrem Nachteil war, obwohl sie an der Errichtung des Testaments nicht beteiligt waren. Der Vater, der das Testament damals selbst mit errichtet hat, will jetzt etwas anderes, und behauptet, es wäre der Wille der Mutter gewesen, dass jetzt nicht mehr allein ihre Kinder, sondern auch das von ihr nicht adoptierte Kind und die neue Frau des Vaters profitieren. Und die Adoptivkinder sind diejenigen, die sich unfair äußern, wenn sie am Testament der Mutter festhalten? Sie sollen einfach mal hinnehmen, dass drei erwachsene Menschen, darunter ein Notar, angeblich nicht wussten, was "gemeinsame Kinder" sind?

    Was hat das Wohnrecht der TE im Übrigen damit zu tun, ob zwei oder drei Kinder Schlusserben sind?

  7. Avatar von kuhliebe
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich meld mich nochmal. Jetzige Situation hin oder her. Bekommen müssen die Kinder irgendwann ihr Erbteil. Da musst du dir drüber im klaren sein. Egal ob Adoptivkinder oder leibliche Kinder. Spätestens beim Ableben des Vaters.
    Und falls ihr auf die Idee kommen sollten "schlaue" dich gegünstigende Verschiebungen in Vermögenswerten zu machen, wird es immer Ärger Streit und co. geben. Genau solche Fälle sind Juristenbrot.
    Zu Recht.
    Pflichtteilsklagen sind zäh. Kostenintensiv und zerstören Vermögen mehr wie ordentliche Regelungen.
    Geht an einen runden mit Anwalt a l l e und klärt dies.

    Besonders ärgerlich wenn die Mutter zu dem Zeitpunkt verschuldet gewesen wäre aus der Erbmasse heraus und der Adoptivater bei seinem Ableben vermögend.


  8. Registriert seit
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Zitat Zitat von kuhliebe Beitrag anzeigen
    Geht an einen runden mit Anwalt a l l e und klärt dies.
    Hast du das Eingangsposting gelesen? Genau das will die TE doch und ihr Problem ist doch gerade, dass die Adoptivkinder genau dazu nicht bereit sind. Hilfreich wäre also, wenn du erklären würdest, wie man sie gegen ihren Willen an diesen runden Tisch zwingt, an dem eine für sie nachteilige Regelung getroffen werden soll.

  9. Avatar von Sneek
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Die TE hätte an einem runden Tisch, in dem es um die gerechte Aufteilung des Erbes aus der ersten Ehe an die Kinder ginge, auch nichts zu suchen. Ihr Ding ist, mit ihrem Mann eine Lösung zu finden, wie hinsichtlich ihrer gemeinsamen Investitionen mit dem vorhandenen Testament umzugehen ist. Hierfür ist völlig egal, ob zwei oder drei Kinder im Testament genannt/gemeint sind.

  10. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Vererben will gelernt sein .... Falle "Berliner Testament"

    Ich denke einer der Dreh- und Angelpunkte ist tatsächlich auch das Alter der Kinder - und auch das Gesamtverhältnis zum Adoptivvater, darüber wissen wir so gar nichts.

    Daher fachliche Beratung und auch Berechnung ist das A und O.
    Gegebenenfalls kann man ja versuchen, die Kinder so zu stellen, wie sie gestanden hätten, wenn ihre Mutter deinen Mann nie geheiratet hätte, er verzichtet also auf seinen Erbanteil nach ihr. Ob das rechtlich möglich ist, kann eine Fachfrau klären, wenn es "nur" um das Haus geht und nicht um wesentliches anderes Vermögen dürfte es erbrechtlich nicht so kompliziert sein.

    Für ihn würde es dann mit Sicherheit einen Kredit auf euer Haus bedeuten, wenn alle nach Plan läuft, wäre dieser Kredit dann aber bis zu seinem Tod abbezahlt.



    Es gibt viele Möglichkeiten.
    Die Bereitschaft der adoptierten Kinder wird stark von ihrem (damaligen) Alter und davon abhängen, wie sie ihren Adoptivvater damals und heute empfunden haben.

    Und ganz klar, vielen Menschen ist "Geld jetzt" lieber als Geld irgendwann nach dem nicht absehbaren Tod eines anderen. Daher ist einfach auch die Frage, was deinem Mann (und auch dir) der Erbverzicht der Kinder wert ist.
    Ich weiß mein Onkel hat das mit einem seiner Söhne, der aktuell Geld brauchte so gemacht.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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